Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#1

Beitrag von SpitzerSpitzel » Dienstag 17. April 2018, 07:45

Sehr geehrte Kollegen,
bitte helft mir beim Denken!(planen)
Ich habe vor, als nächstes ein Sauerbier zu brauen!
Ich wäre froh, wenn ihr mich mit euren Erfahrungen/ Expertisen unterstützen könnt! :thumbup
Rezept:
Schüttung werde ich insges. auf 7kg Malz anlegen,
ca 50% best red X, Rest mit Sauermalz, Pilsner,
etwas Weizenmalz, und Wienermalz.
Habe vor es mit einer Springmaische zu produzieren um eine
Restsüsse ins Bier zu bringen.
braue mit Einkocher, Zielausschlag sind ca. 30 Liter mit um die
12 bis 13 grad Plato.
Habe mir von Wyeast 5526 Brettanomyces Lambicus und
WLP 677 Lactobacillus
Habe gelesen dss man mit einer Hefe starten soll, meine Überlegung
war viell. gleich mit dem Brett zu starten- gibts da Erfahrungen oder ist
dies grundsätzl. nicht möglich?
Wie berechne ich dann eigentlich die Karbonisierung?
Wie üblich, oder gelten hier andere Regeln?
Was ich auch noch im Hinterkopf habe ist, mit Kirschen zu stopfen....... mal sehen.
Bitte um Infos!
:Drink

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#2

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 17. April 2018, 07:58

Hallo SpitzerSpitzel,
warum so eine komplexe Schüttung? Warum Sauermalz?

Eine Springmaische ist eine gute Idee. Ziel sollte sein, möglichst viele Dextrine zu produzieren, damit auch später noch etwas Nahrung zur Verfügung steht.

Du kannst alles gleichzeitig anstellen, damit erhält man in der Regel die interessanteren Aromen. Ich würde dann aber auch eine "normale" Hefe und später auch noch ein paar Bodensätze von anderen Sauerbieren dazugeben.

Die Karbonisierung läuft genauso, wie mit allen Deinen Bieren - wenn alles durchgegoren ist, füllst Du mit Zucker ab. Konkret heißt das, daß Du ein bisschen Geduld bei der Abfüllung brauchst. Es könnte ein paar Monate dauern...
Gruß
Bierwisch
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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#3

Beitrag von Hammerwade » Dienstag 17. April 2018, 09:16

Moin,

ich habe vor drei Wochen auch mein erstes Sauerbier gemacht, also habe ich auch nicht wirklich viel Erfahrung. Aber ich kann kurz sagen von meinem Sudberichten.

Ich habe die Brett und den Lactusbacillus gleichzeitig hinzu gegeben und es funktioniert und gärt. Das Ergebnis ist aber noch unbekannt ...

In 1 oder 2 Monaten werde ich noch Früchte rein tun (Aprikose oder Pfirsich) und vor dem Abfüllen mit Amarillo und Citra stopfen.

Für mich ist es ein Experiment ... mal schauen was da rauskommt

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#4

Beitrag von Boludo » Dienstag 17. April 2018, 09:27

Ich hab ja wirklich null Ahnung von Sauerbier, aber RedX, passt das wirklich?
Das ist doch so eine Mischung aus Wiener, Melanoidin und Cara Red, oder?

Stefan

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#5

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 17. April 2018, 09:30

...sag ich ja. Mir ist die Schüttung auch viel zu kompliziert. Es sei denn, daß das eine Resteverwertung ist.

Mein Vorschlag - ein Basismalz (Pilsner oder Wiener), eventuell Weizenmalz und für die Dextrine bis zu 10% Karamell-Malz. Oder ein bis zwei Dekoktionen...
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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#6

Beitrag von SpitzerSpitzel » Dienstag 17. April 2018, 10:44

Red X hätte ich für die Farbe angedacht, habe schon einige sehr gute Biere daraus
gebraut. Wird nach längerer Lagerung schön karamellig.
was sagt ihr dazu:
5kg Wiener
1kg Pilsner
0,5 Weizen
0,5 Cara red.
Sauermalz? warum nicht?

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#7

Beitrag von ggansde » Dienstag 17. April 2018, 11:24

Moin,
Gegenfrage: Was versprichst Du Dir von dem Sauermalz?
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#8

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 17. April 2018, 11:38

Sauermalz setzt man ein, um den Maische-pH-Wert RHG-konform zu senken. Durch die Lactos kommst Du automatisch unter pH 4...
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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#9

Beitrag von SpitzerSpitzel » Dienstag 17. April 2018, 21:57

Bierwisch hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:38
Sauermalz setzt man ein, um den Maische-pH-Wert RHG-konform zu senken. Durch die Lactos kommst Du automatisch unter pH 4...
..beim Brett steht in der Beschreibung dass diese Hefe am besten bei verringertem PH Wert arbeitet.
aber somit ist ja die Frage geklärt, danke!

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#10

Beitrag von Bierwisch » Mittwoch 18. April 2018, 06:26

Um die Brett mußt Du Dich nicht kümmern - wenn die was zu Fressen findet, dann frißt sie das und die Lactos senken den pH-Wert sehr schnell und zuverlässig.
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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#11

Beitrag von tbln » Mittwoch 18. April 2018, 10:13

SpitzerSpitzel hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 21:57
Bierwisch hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 11:38
Sauermalz setzt man ein, um den Maische-pH-Wert RHG-konform zu senken. Durch die Lactos kommst Du automatisch unter pH 4...
..beim Brett steht in der Beschreibung dass diese Hefe am besten bei verringertem PH Wert arbeitet.
aber somit ist ja die Frage geklärt, danke!
WY:
This is a wild yeast strain isolated from Belgian lambic beers.
... Der Stamm ist an saures Milieu gewöhnt. Folie 22 zeigt die Auswirkungen.

edit:
Unter brettanomycesproject.com findest du nähere Informationen zur Hauptgärung mit WY5526

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#12

Beitrag von SpitzerSpitzel » Donnerstag 26. April 2018, 19:54

Es ist vollbracht!
Vor 2 Tagen gebraut.
Hab mit ausschließlich Best Red X gearbeitet.
Gebittert mit Citra.
So entstanden ca. 30 Liter Würze.
Nun heißts warten......
Hat wer Erfahrung, wie lange es dauern sollte bis das
Brett anspringt?
Habe 1 Pack Wyeast für die 30 Liter verwendet, und eben die Lactos.

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#13

Beitrag von glassart » Donnerstag 26. April 2018, 20:43

@ Stefan

Ich habe mit Best vor 3 Monaten telefoniert und diesen "Mythos", es handle sich bei dem Best Red X um eine Mischung, widerlegt bekommen.
Es ist ein in einem speziellen Malzverfahren hergestelltes Rotmalz -keine Mischung.
Auch ich selbst habe mir das Malz zumindest optisch genau angesehen und es als "farbhomogen" für mich empfunden.
Auch mein Flanders Red wurde zu einem großen Teil damit gebraut und heute "zwischenverkostet" - ein paar Monate/Jahre dauert es ja noch, aber die Richtung gefällt mir sehr gut :thumbup

lg Herbert :Drink

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#14

Beitrag von SpitzerSpitzel » Samstag 28. April 2018, 15:05

Fässchen blubbert endlich nach ca. 72h.
Habe vor, nach der Gärung mit Hopfen und Kirschen zu stopfen.
Könnte das Hopfen Stopfen Einfluss auf die Nachgärung haben? - es steht ja,
dass das Brett Hopfen nicht mag????

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#15

Beitrag von SpitzerSpitzel » Sonntag 29. April 2018, 15:05

Auf wie lange kann ich mich einstellen für die Vergärung im Fass?

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#16

Beitrag von LuedgerLeGrand » Sonntag 29. April 2018, 16:36

Brett ist Hopfen ziemlich egal. Ansonsten kannst du dich in Geduld üben und mal in 6 Monaten nachsehen :D Mixed Fermentation dauert länger als 100%-Brett.

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#17

Beitrag von SpitzerSpitzel » Sonntag 29. April 2018, 18:12

LuedgerLeGrand hat geschrieben:
Sonntag 29. April 2018, 16:36
Brett ist Hopfen ziemlich egal. Ansonsten kannst du dich in Geduld üben und mal in 6 Monaten nachsehen :D Mixed Fermentation dauert länger als 100%-Brett.
danke dir,
macht Hopfenstopfen überhaupt Sinn, bei der langen Lagerung? da bin ich mir unsicher.
sicher bin ich mir jedoch, dass ich mit Kirschen stopfen möchte. Ab wann bzw. wann
macht das Sinn und wie lange?
:Drink

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#18

Beitrag von Boludo » Sonntag 29. April 2018, 18:43

Ich würde mich eher fragen, ob Hopfenstopfaromen zu Kirscharomen passen.

Stefan

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#19

Beitrag von glassart » Sonntag 29. April 2018, 19:04

Hallo ???? (Name unbekannt :Bigsmile )

organisiere dir das American Sour Beers Buch -da findest du ganz tolle Informationen zu vielen deiner Fragen.
Auch das Stopfen wird dort beschrieben das ja im EU-Raum nicht üblich ist.

Geduld ist einer der Hauptfaktoren bei Sauerbier -rechne eher in Jahren als Wochen :Bigsmile

VG Herbert :Drink

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#20

Beitrag von SpitzerSpitzel » Dienstag 1. Mai 2018, 10:22

glassart hat geschrieben:
Sonntag 29. April 2018, 19:04
Hallo ???? (Name unbekannt :Bigsmile )

organisiere dir das American Sour Beers Buch -da findest du ganz tolle Informationen zu vielen deiner Fragen.
Auch das Stopfen wird dort beschrieben das ja im EU-Raum nicht üblich ist.

Geduld ist einer der Hauptfaktoren bei Sauerbier -rechne eher in Jahren als Wochen :Bigsmile

VG Herbert :Drink
.............Gerald.
Danke dir für die Antwort. Extra ein Buch möchte ich mir nun noch nicht
zulegen. Habe mir halt so über die Basisdaten - Beistand erhofft. eben.... wie
lange Gärung, wann oder wie oder nicht Hopfen Stopfen usw.
Gärung läuft ganz gut, blubbert ordentlich...... verläuft bei 21 Grad.
Grüße Geri

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#21

Beitrag von LuedgerLeGrand » Dienstag 1. Mai 2018, 11:45

Die paar Euro für ein wirklich exzellentes Buch (und ja, das ist wirklich super - Michael Tonsmeire weiß wo von er redet) sollten es einem schon wert sein. Vor allem wenn man nicht nur den finanziellen Einsatz, sondern auch den Zeiteinsatz bei Sauerbieren bedenkt.

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#22

Beitrag von SpitzerSpitzel » Dienstag 1. Mai 2018, 13:19

Argument! gekauft! :thumbsup :Drink

glassart
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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#23

Beitrag von glassart » Dienstag 1. Mai 2018, 19:46

Hallo Gerald,

das war eine gute Tat von dir, du wirst es nicht bereuen.
Ein Problem habe ich doch mit dem Buch -mir rinnt beim lesen immer etwas in den Mundwinkel und würde soooo gerne ein paar der beschriebenen Biere verkosten, aber bei uns in AT dürfte man die nicht so leicht bekommen. :crying

Aber lies vorerst einmal, vielleicht zeigt sich bei dir auch der Drang davon was zu verkosten :Bigsmile

lg Herbert

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#24

Beitrag von SpitzerSpitzel » Donnerstag 30. August 2018, 18:33

Hallo Leute, damit ihr auch Feedback habt bzw. euer Wissen bestätigt wird kurze Info:
Ich habs natürlich nicht glauben wollen und das Sauerbier, weils ja schon lecker geschmeckt hat und sich 2 Wochen nichts mehr getan hat bei
der Gärung nach ca. 1 1/2 Monaten abgefüllt.
die 1. kiste, welche ich nach kurzer Reifung in den Kühlschrank gegeben habe war lecker zu trinken.
Doch die restlichen 2 Kisten sind kellerwarm gestanden und zur Sektflasche mutiert!
Hat ordentlich gespritzt beim Öffnen.
Also, jetzt nochmal das Ganze mit Geduld.
Heute 6500 g Best Red X mit etwas Citra auf ca10 IBU.
30l mit 12,5 Grad Stammwürze.

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#25

Beitrag von glassart » Donnerstag 30. August 2018, 19:04

Hallo Gerald,

mein Zeithorizont hat sich bei den Sauerbieren von Wochen auf Jahre erweitert :Bigsmile

Das bedeutet natürlich nicht dass ich 3 Jahre kein Fläschchen anrühre -man muss ja Qualitätskontrolle betreiben :Drink .

Ich finde es sehr spannend dass immer mehr von uns sich dem Thema widmen und dadurch sicherlich ein reger Erfahrungsaustausch in den nächsten Jahren erfolgen kann

lg Herbert

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#26

Beitrag von Dyrdlingur » Donnerstag 30. August 2018, 19:14

glassart hat geschrieben:
Donnerstag 30. August 2018, 19:04

Ich finde es sehr spannend dass immer mehr von uns sich dem Thema widmen und dadurch sicherlich ein reger Erfahrungsaustausch in den nächsten Jahren erfolgen kann

lg Herbert
Ich habe immerhin schon beschlossen, meinen SS Brewtech Chronical zu behalten und exklusiv den kommenden Sauerbieren zu widmen.
Klaus

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#27

Beitrag von glassart » Donnerstag 30. August 2018, 19:58

Klaus, das ist eine super Idee :thumbsup

Wieder einer mehr in Stephans Nähe und toll für einen Austausch bei meinem nächsten Münchenbesuch :Bigsmile

lg Herbert :Drink

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#28

Beitrag von Tozzi » Freitag 31. August 2018, 02:01

Ich mach das sogar im Unitank (wenn nicht abzusehen ist, dass es 6 Monate++ braucht, zu lange blockieren will ich ihn natürlich nicht)...

Was soll schon passieren, wenn man ordentlich CIPt. Ist ja Edelstahl.
Die Dichtungen, Schläuche etc. werde ich halt in eine extra Schachtel packen und dafür reservieren.
Den Hahn muss ich sowieso zerlegen (siehe Unitank Faden). Ansonsten seh ich da nix wo sich irgendwas festsetzen könnte...

(Berühmte letzte Worte eventuell?)
Ich halte Euch auf dem Laufenden und werde zur Sicherheit als nächstes ein Tripel oder Saison brauen, da ist es nicht so schlimm, wenn noch ein paar Bretts drin schwimmen...

Beim Chronical würde ich aber drauf achten, die O-Ringe ebenfalls alle zu ersetzen (Kühlschlange etc.).
Wobei das auch egal ist, wenn Du ihn eh reservierst.

Diastaticus (Saison) Hefen sind in der Hinsicht ja genauso "schlimm" und auch da hab ich bisher noch nichts verschleppt, toi toi toi.

Mein 100% Brett Apricot Kettle Sour habe ich heute in Champagnerflaschen (65 Stück) abgefüllt und mit Naturkorken verkorkt.
Hatte gottseidank Hilfe... :Pulpfiction
Ist meines Erachtens sensationell geworden. Aber jetzt heißt's leider nochmal warten...
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#29

Beitrag von SpitzerSpitzel » Freitag 31. August 2018, 09:53

Sud ist nun auf ca.20 Grad abgekühlt. Starte somit heute mit:
Wyeast 5335 - Lactobacillus - Flüssighefe
Wyeast 5526 - Brettanomyces lambicus - Flüssighefe

Bitte euch noch um eine Einschätzung.
Auf wie lange soll ich mich nun wirklich einstellen bzw. wann ist die Hefe wirklich
durch? Ich lese hier Angaben von Monaten bis Jahr/Jahre.
@Tozzi: wie lange hast du vergoren?
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ich ein Lambic Kriek mache.

Wann die Frucht dazu? und weiters nach wie langer Zeit dann abfüllen?

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Re: Bitte um Beistand bei meinem ersten Sauerbier!

#30

Beitrag von Tozzi » Freitag 31. August 2018, 19:11

SpitzerSpitzel hat geschrieben:
Freitag 31. August 2018, 09:53
@Tozzi: wie lange hast du vergoren?
Meins war 100% Brett, das geht recht schnell. War nach ca. 2 Monaten durch.
Bei gemischter Fermentation wohl mindestens 6 Monate.
Dann muss es aber schon noch recht lange reifen...
Viele Grüße aus München
Stephan

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