Planung 160l Milchtank Sudhaus

Alles zum Thema Brauanlagen-Selbstbau. Für Steuerung und Automatisierung bitte das Unterforum "Automatisierung" nehmen.
Antworten
birdhouse
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Freitag 5. Oktober 2018, 00:19

Planung 160l Milchtank Sudhaus

#1

Beitrag von birdhouse » Mittwoch 24. Oktober 2018, 12:45

Hallo liebe Hobbybrauer-Gemeinde!

Da ich neu hier im Forum bin, darf ich mich vielleicht kurz vorstellen. Meine Name ist Clemens und ich komme aus dem sonnigen Süden Österreichs, dem Bundesland Kärnten. Ich braue mit einem ehemaligen Schulkollegen gemeinsam seit ca. 4 Monaten eigenes Bier und wir verwenden derzeit den Klarstein Mundschenk in der 30l Version. Nachdem uns der Output aber viel zu wenig ist, bauen wir uns eine 160l Milchtank-Anlage nach dem Vorbild dieser beiden Vorstellungen:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=21&t=10702 und
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=21&t=11526

Vielen Dank an dieser Stelle für die ausführlichen Dokumentationen an die beiden User Lumbanraja und bierkind, eure Vorstellungen haben uns bei unserer Planung sehr geholfen.
Die meisten Entscheidungen stehen fest und der grobe Plan ist auch fertig, eine wichtige Entscheidung steht aber leider noch aus und dabei wollte ich euch als so hilfsbereite Community um Rat bitten.


Anlage-200.png


Dieses Schema ist aus der Doku von Lumbanraja entnommen. Man sieht darauf, dass er im rechten Tank den kompletten Maischvorgang und das Hopfenkochen vornimmt, zum Läutern pumpt er es in den linken Läuterbottich.

Wir haben für uns entschieden, den Vorgang ohne Maischepumpen vornehmen zu wollen (einerseits sind spelzenschonende Pumpen ziemlich teuer, andererseits wollen wir Anschlüsse an die Tanks so klein wie möglich, so groß wie nötig halten).

Damit ergeben sich für uns folgende 2 Möglichkeiten:

1. Den Vorgang genau so zu machen wie Lumbanraja es macht, Maischvorgang + Hopfenkochen im einen Kessel, Läutern im anderen. Der Maischetransfer würde dann über Schwerkraft funktionieren (seitliche Anordnung der Kessel aber unterschiedliche Höhen)

2. Im Maischekessel am Boden ein Läuterblech einfügen und dieses bereits während dem Maischvorgang im Kessel zu haben. Also quasi am Läuterblech maischen. Dann direkt anschließend in diesem Kessel Läutern und in den zweiten Tank umpumpen (mit Läutergrant), um dort zu kochen.
Bei dieser Methode gibt es einen klaren Nachteil: Ich brauche im zweiten Tank ebenfalls Heizelemente.

Es gibt mMn aber auch einen großen Vorteil: Ich kann nach dem abgeschlossenen Maischvorgang im Maischkessel gleich einen neuen Sud anfangen und ich brauche keinen zusätzlichen beheizbaren Nachgussbehälter weil ich im Kochkessel den Nachguss erhitzen kann (wird direkt vor dem Läutervorgang in einen zusätzlichen isolierten Kessel umgefüllt um den Topf frei zu machen)

Meine Frage nun an euch Experten: Welche der beiden Möglichkeiten würdet ihr bevorzugen? Seht ihr Vor- oder Nachteile der Methoden, welche ich übersehen habe? Fällt euch etwas anderes dazu ein?

Ich würde mich sehr über eurer Feedback freuen!

Liebe Grüße,
Clemens

uli74
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5502
Registriert: Mittwoch 21. September 2011, 19:43

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#2

Beitrag von uli74 » Mittwoch 24. Oktober 2018, 13:56

Definitiv Variante 1!

Mit dem Lochblech im Kessel wirst Du beim Maischen wenig Freude haben. Darunter wird Dir die Maische anbrennen.
Gruss

Uli

Benutzeravatar
Lumbanraja
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 478
Registriert: Sonntag 19. Juni 2011, 12:55
Wohnort: Appen

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#3

Beitrag von Lumbanraja » Donnerstag 25. Oktober 2018, 09:03

Hi,

uli74 pflichte ich bei, es sei denn, Ihr heizt oberhalb des Lochblechs. Aber dann habt Ihr widerum Heizstabe o. Ä. in der Maische.
Ich kann Euch wärmstens die Verwendung der Ceran-Strahler empfehlen, das läuft echt zuverlässig.

Die Impellerpumpen sind zwar nicht billig, aber ich würde da mal intensiv nach gebrauchten schauen, ich hab für meine 50€ gezahlt - luck gehaved.
Wenn Ihr aber mit Schwerkraft arbeiten wollt, warum nicht mit Schwehrkraft abmaischen und mit einer kleinen Würzepumpe läutern? Entweder über einen Läutergarant, oder wie ich eben direkt. Bei mir ging das nicht, da die Deckenhöhe im Keller nicht ausreicht.
Aber mit der Pumpe bin ich echt glücklich, nichts kleckert, tropft oder wird klebrig. Und zum Reinigen einfach mit der Lanze rein und mit der selben Pumpe in den Abguß abpumpen.

Übrigens, als Nachguss nehme ich einfach heisses Leitungswasser, die Heizerei/Vorhalterei spare ich mir. Einen Nachteil habe ich bislang nicht feststellen können, nur so als Denkanstoß. Probiert's doch einfach mal aus. Meine Idee war es ursprünglich einen weiteren isolierten Milchtank zum Nachgussbereiten zu nutzen oder aber gleich einen Durchlauferhitzer, der das Wasser aus der Heissleitung weiter aufheitzt.

Auf jeden Fall: Viel Freude beim Bauen und Brauen!!!

VG Robin
Als er grade grade war, da knickt' er ab, was schade war...

birdhouse
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Freitag 5. Oktober 2018, 00:19

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#4

Beitrag von birdhouse » Donnerstag 25. Oktober 2018, 14:22

Hallo Uli, Hallo Robin!

Erstmals danke schonmal für eure Antworten.

Das mit dem Anbrennen ist mir bewusst, ich dachte ich umgehe das mit einer Würzezirkulation während dem Maischvorgang, ähnlich wie bei einem Malzrohr-System. Da brauche ich dann nur eine kleine Würzepumpe, welche unter dem Läuterblech absaugt und oben wieder dazugibt. Allerdings nur mit ganz geringer Saugkraft, weil ansonsten die Last auf dem Läuterblech zu groß wäre.

Funktionieren tut das Konzept mit dem Umpumpen ja bei Systemen wie Grainfather, Mundschenk, etc. und da ist uns bis heute noch nie was angebrannt.

Die eigentlich einzige Sorge, welche ich bei der Variante 2 habe (Maischen am Läuterblech) ist, dass während des Rührvorgangs das Läuterblech bereits dermaßen dicht verstopft ist, dass das anschließende Läutern immer extrem mühsam wird. Also dass quasi das Malzschrot durch das Rühren in die Läuterschlitze richtiggehend eingepresst wird und dann alles dicht macht.

@Robin:
Zum Beheizen verwenden wir Ceran-Strahler, machen das Ganze gleich wie du bei deiner Anlage, auch mit Schwärzung des Bodens (nur mit 4x2300W statt 5 Strahler)
Und wenn wir mit Schwerkraft abmaischen, dann würden wir das genau so machen wie du beschrieben hast. Wir würden mit einem Läutergrant arbeiten und von dort mit einer kleinen Würzepumpe zurückpumpen.

Als Nachguss nehme ich bis jetzt auch nur heißes Leitungswasser (kommt mit ca. 60° heraus) aber da möchte ich schon eine entsprechende Lösung realisieren, ist ja im Prinzip recht wenig Aufwand.

Liebe Grüße,
Clemens

uli74
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5502
Registriert: Mittwoch 21. September 2011, 19:43

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#5

Beitrag von uli74 » Donnerstag 25. Oktober 2018, 14:55

Vom Kollegen Vade (=Dave) hört man leider kaum noch was. Der hatte mal darüber berichtet, dass ein Baseler Brauverein seine Pfannen auf eine grossen Wippe stehen hat (ich glaube die wird/wurde hydraulisch betätigt), und die können komplett per Schwerkraft die Maische in den Läuterbottich befördern und anschliessend beim Läutern die Würze direkt ins Gärfass laufen lassen.

Zum Einmaischen befindet sich der Maischebottich am Boden, danach pumpen sie ihn zum Maischen hydraulisch hoch und lassen die Maische per Schlauch in den Läuterbottich, der sich zu dem Zeitpunkt unten befindet (logisch, er steht ja auf einer Wippe). Zum Läutern wird der Läuterbottich hydraulisch hochgepumpt. Dafür dass die Töpfe sich immer in der Waagerechten befinden sorgt ein Parallelogramm. Die Idee an sich ist sowohl simpel als auch genial. Man benötigt keine Pumoe und kann die Arbeitshöhe so einstellen wie man lustig ist.

Link hab ich dazu leider keinen, wenn dann müsstest Du im alten Forum danach suchen.
Zuletzt geändert von uli74 am Donnerstag 25. Oktober 2018, 18:07, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss

Uli

Benutzeravatar
Elia
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 279
Registriert: Freitag 27. Juli 2012, 18:23
Wohnort: Sarnen (CH)

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#6

Beitrag von Elia » Donnerstag 25. Oktober 2018, 15:13

Hallo Clemens

Wir sind auch dran, unsere neue Brauerei einzurichten. Unsere Thema ist auch immer: Pumpe oder Schwerkraft.
Wir haben uns fast für die Schwerkraft entscheidet. Wir haben die Stapler im Visier: Klick mich.
Ziel ist, dass die Maische- resp. Kochpfanne fix ist, und die Läuterkessel (Milchtank) verschiebbar ist.
Mal sehen... Wir haben ein 330l Milchtank gekauft und jetzt lassen wir ein Läuterblech anfertigen.

Grüsse Elia

Benutzeravatar
Felix83
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 781
Registriert: Samstag 17. Dezember 2016, 17:27
Wohnort: Karlsruhe

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#7

Beitrag von Felix83 » Donnerstag 25. Oktober 2018, 15:27

uli74 hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 13:56
Definitiv Variante 1!

Mit dem Lochblech im Kessel wirst Du beim Maischen wenig Freude haben. Darunter wird Dir die Maische anbrennen.
Man muss halt die Würze unterm Blech wieder hochpumpen. So funktioniert jeder Brewtower und das einwandfrei.
When you don't know what you are doing, anything is possible. - Tony Magee

krabbenfischer2
Neuling
Neuling
Beiträge: 4
Registriert: Donnerstag 18. Oktober 2018, 15:33

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#8

Beitrag von krabbenfischer2 » Freitag 26. Oktober 2018, 14:12

Moin,

Das´ ja mal n`amtliches Projekt.

Wie sieht es denn bei Dir/Euch mit der möglichen Deckenbelastung aus? Hängepunkte und Lifte/Kettenzüge sind ggf. günstiger als ein Hubwagen. Wobei der Hubwagen wiederum flexibler in der Benutzung wäre.

Grüße
Christoph

uli74
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5502
Registriert: Mittwoch 21. September 2011, 19:43

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#9

Beitrag von uli74 » Freitag 26. Oktober 2018, 14:47

Felix83 hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 15:27
Man muss halt die Würze unterm Blech wieder hochpumpen. So funktioniert jeder Brewtower und das einwandfrei.
Mag sein dass das so ist. Nur gehts dem TE darum, möglichst ohne Pumpe auszukommen.
Gruss

Uli

Benutzeravatar
Lumbanraja
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 478
Registriert: Sonntag 19. Juni 2011, 12:55
Wohnort: Appen

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#10

Beitrag von Lumbanraja » Samstag 27. Oktober 2018, 09:24

Pumpen geht nur mit einer Art Malzrohr, wo auch oben ein Lockblech dauf ist. Von unten heizen bei knapp 10 kW und dann nur mit einer Würzepumpe zu arbeiten, die so schwach ist, dass sich nichts festsaugt.....da bin ich sehr skeptisch. Aber hey, ausprobieren. Zur Not wieder umbauen.
Mir haben auch viele gesagt, die Ceran-Strahler funktionieren nicht. Hab's aber trotzdem ausprobiert und bin total zufrieden.

Dennoch sehe ich als deutlichen Nachteil, dass Du dann zwei heizbare Kessel brauchst. Auch fehlt dabei dem Läuterbottich die Isolierung am Boden, was auch nicht so optimal ist.
Simpler und garantiert funktional wäre die Variante 1...und billiger.

VG Robin
Als er grade grade war, da knickt' er ab, was schade war...

Benutzeravatar
bierhistoriker.org
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 303
Registriert: Montag 21. September 2015, 15:33
Wohnort: Bergisch Gladbach

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#11

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 27. Oktober 2018, 09:39

uli74 hat geschrieben:
Freitag 26. Oktober 2018, 14:47
Felix83 hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 15:27
Man muss halt die Würze unterm Blech wieder hochpumpen. So funktioniert jeder Brewtower und das einwandfrei.
Mag sein dass das so ist. Nur gehts dem TE darum, möglichst ohne Pumpe auszukommen.
Pumpe braucht er auch nicht!
Die 5HL Polsinelli-Anlage (gasbefeuert!) hat auch ein Lochblech und funktioniert bestens ohne Anbrennen- zumindest bei den letzten 20 Suden :Bigsmile

Cheers


Jürgen

PS: Das Läuterwerk in Münster nutzt die Anlage auch; habe da auch noch nichts von Problemen bez. Anbrennens gehört

birdhouse
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Freitag 5. Oktober 2018, 00:19

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#12

Beitrag von birdhouse » Dienstag 30. Oktober 2018, 01:59

Vielen Dank für die vielen Kommentare!

Habe mich jetzt dafür entschieden das Läutern und Maischen in getrennten Bottichen vorzunehmen und vorerst mit Schwerkraft und Höhenunterschied abzumaischen. Sollte sich eine entsprechend günstige Pumpe anbieten, werde ich umrüsten. Aber die 500+ Euro für eine neue Impeller-Pumpe sind es mir derzeit einfach nicht wert.

Deckenbelastung geht leider nicht, also muss entweder ein Aufbau nebeneinander mit Höhenunterschied her oder eine Hubanlage.

@Robin: haben heute mal die Ceran-Strahler in den Maische-/Kochtopf eingebaut (auch mit schwarzem Lack wie du es beschrieben hast) aber bei uns haben die Bimetalle nach ca 10 Minuten heizen bereits angefangen immer wieder abzuschalten. Hättest du da evtl. noch einen Tipp für mich?

Liebe Grüße,
Clemens

Benutzeravatar
Lumbanraja
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 478
Registriert: Sonntag 19. Juni 2011, 12:55
Wohnort: Appen

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#13

Beitrag von Lumbanraja » Dienstag 30. Oktober 2018, 11:55

Hast Du die gleichen Strahler wie ich? Welchen Lack hast Du genommen? Kannst Du ein paar Fotos von Eurer Kessel-Strahler-Kombination einstellen?
Als er grade grade war, da knickt' er ab, was schade war...

birdhouse
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Freitag 5. Oktober 2018, 00:19

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#14

Beitrag von birdhouse » Dienstag 30. Oktober 2018, 13:26

Lack ist Dupli-Color Special Hitzefestspray schwarz matt, bis 690°.

Strahler sind 2300W jeweils, 230V.


Bild


Vielen Dank und liebe Grüße,
Clemens

Benutzeravatar
Lumbanraja
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 478
Registriert: Sonntag 19. Juni 2011, 12:55
Wohnort: Appen

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#15

Beitrag von Lumbanraja » Dienstag 30. Oktober 2018, 13:38

Hm... Ich könnte mir vorstellen, dass es daran liegen könnte, dass die Wölbung viel größer ist und der Boden dadurch viel näher am Bimetall ist (Ihr hattet schon Wasser im Kessel, oder?).
Ich würde versuchen, eine Art Distanzring (ca. 5 mm) anzubringen, ein Aluvierkantrohr zum Kreis gebogen vielleicht. Probiert das doch mal mit einem Strahler aus, wenn's passt, die anderen nachrüsten, ansonsten die Bimetallsicherung überbrücken.
Lösen denn alle gleichermassen aus?

VG Robin
Als er grade grade war, da knickt' er ab, was schade war...

Benutzeravatar
Stoppel
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 234
Registriert: Dienstag 3. November 2015, 20:18

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#16

Beitrag von Stoppel » Dienstag 30. Oktober 2018, 19:39

Schönen guten Abend,
ich baue mir auch gerade eine Milchtankanlage (nur Sudkessel), aber nur 100 Lt.
System wie bei euch aber ich verwende 3 Stk 1800W Strahler Durchmesser 1800mm.
Ich habe gleich den Außenrand der Strahler mit Hitzebeständigen Silicon abgedichtet und somit um ca. 5mm erhöht.
Bin gerade dabei die Aus.- und Einlässe zu montieren.
Ich möchte am Wochenende einen Testlauf machen, wenn alles passt, werde ich Bilder hochladen.
Achja , das mit den Strahlern war von Robin eine super tolle Idee.
Dateianhänge
DSCN6047 (1024x768).jpg
DSCN6048 (1024x768).jpg
DSCN6049 (1024x768).jpg
DSCN6050 (1024x768).jpg
Zuletzt geändert von Stoppel am Mittwoch 31. Oktober 2018, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
Wasser wird wertvoller als Salz, versetzt man es mit Hopfen und Malz ! :thumbsup
Schöne Grüße !

Geri (STOPPEL)!

birdhouse
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Freitag 5. Oktober 2018, 00:19

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#17

Beitrag von birdhouse » Dienstag 30. Oktober 2018, 22:57

Ahh danke. Klar - Wasser in den Kessel und dann werden sie auch nicht mehr auslösen :Ahh

Wir haben nämlich deswegen kein Wasser im Kessel gehabt weil wir 2 ganz kleine Löcher im Kessel entdeckt haben und wir wollten Elektrik + Wasser nicht gemeinsam versuchen um Schäden an den Elektrokomponenten zu vermeiden.

Derzeit müssen wir auf die richtigen Schweißfittinge warten - ich habe TriClamp 1" bestellt aber wenn ich das so in der Hand halte, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass da genug Durchfluss möglich ist (vor allem beim Abmaischen mit Schwerkraft).

Was meint ihr, reichen 2" zum Abmaischen mit Schwerkraft oder doch lieber 3"?

Liebe Grüße,
Clemens

Benutzeravatar
diapolo
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1199
Registriert: Montag 27. Januar 2014, 19:12
Wohnort: nähe Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#18

Beitrag von diapolo » Mittwoch 31. Oktober 2018, 07:43

Guten Morgen Clemens,
zum Abmaischen reichen 2" drunter würde ich aber nicht gehen, vor allem nicht bei den Mengen die bewegt werden sollen.

mfg

Bernd
"Ich mag Bier, du magst Bier"
Quaterback 40 "Ich mag Bier"
http://www.raitersaicher.de

Benutzeravatar
Lumbanraja
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 478
Registriert: Sonntag 19. Juni 2011, 12:55
Wohnort: Appen

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#19

Beitrag von Lumbanraja » Mittwoch 31. Oktober 2018, 09:59

Moin Clemens...

Ihr seid mir so welche...ohne Wasser!!! :Ahh :Ahh :Ahh
Naja, wenigstens könnt Ihr Euch das mit dem Distanzring sparen.

2" müssten IMHO auch reichen, ich pumpe ja ab, das geht mit 1" prima, aber ich glaube auch nur deswegen, weil die Pumpe ordentlich saugt.

VG Robin
Als er grade grade war, da knickt' er ab, was schade war...

birdhouse
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Freitag 5. Oktober 2018, 00:19

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#20

Beitrag von birdhouse » Dienstag 18. Dezember 2018, 11:11

Update:

Der erste Braukessel ist fertig, die Ceran-Strahler funktionieren top, Erwärmungsrate ist wie angepeilt (1° pro Minute) und auch die Steuerung mit CraftbeerPi funktioniert schon mal. Die TriClamp-Fittinge sind alle angeschweißt und jetzt heißt es nur mehr warten auf die nächsten Teile (Rührwerk, Pumpe, Plattenwärmetauscher und Läuterboden)

Fotos folgen wenn alles fertig ist, dann gibt es eine ausführliche Dokumentation!

birdhouse
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Freitag 5. Oktober 2018, 00:19

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#21

Beitrag von birdhouse » Donnerstag 3. Januar 2019, 10:32

Hallo liebe Community!


Nachdem es bereits wieder einiges zu berichten gibt, doch schon mal ein Update vor der Fertigstellung (auch mit Fotos):

WhatsApp Image 2019-01-03 at 09.19.17.jpeg
Mühle

Für unsere MatMill Kompakt haben wir mit einem Getriebemotor + Trafo eine motorisierte Lösung gebastelt. Funktioniert soweit einwandfrei, nur der Trichter ist meiner Meinung nach zu klein (da passen in etwa 3kg Malz rein). Werde mir da eine Lösung selber konstruieren, wo mehr Malz hineingeht und auch Motor + Trafo verbaut bzw. berührungssicher sind.

WhatsApp Image 2019-01-03 at 09.19.27 (1).jpeg
Läuterbottich

Für den Nachguss im Läuterbottich habe ich einfach einen 12" Edelstahl-Duschkopf gewählt, welcher seitlich mit Triclamp angeschlossen werden kann. der zweite Triclamp-Anschluss ist dann später für ein CIP-System gedacht.
Der noch ausständige Läuterboden ist bei Mr. MattMill aka Matthias H bereits in Bestellung (individualisiert) und wird voraussichtlich Anfang nächsten Monats bei uns eintrudeln.

WhatsApp Image 2019-01-03 at 09.19.26 (1).jpeg
Heizelemente

So sieht die derzeitige Version der Braukessel aus. Was wir hier evtl. noch zu verbessern gedenken ist, dass die Kabel doch recht heiß werden und wir da eine Lösung mit Hitzeschutzfolien wie z.B. von Stoppel (weiter oben im Faden gezeigt) machen möchten.

WhatsApp Image 2019-01-03 at 09.19.19.jpeg
Sicherungskasten

Der Sicherungs- und Elektrokasten in der derzeitigen Form. Was da noch dazukommt sind: Touchscreen für den Raspberry, Drehschalter für die Pumpe sowie für den Abzugshaubenventilator. Eventuell wird noch ein Frequenzumrichter für Rührwerk und Pumpe notwendig werden, aber das müssen wir erst testen.


Einen Unitank 1bbl haben wir uns schon mal bestellt um Ende nächsten Monats hoffentlich mal den ersten Testsud machen zu können, in weiterer Folge kommt dann eventuell noch ein 2bbl Jacketed Unitank dazu um auch mal double batches brauen zu können.
Gärsteuerung entweder dann klassisch über Inkbirds und Glykolkühler oder über CraftbeerPi und Glykolkühler, auch da müssen wir noch sehen wohin die Reise geht (zu den Unitanks gibt es ja nicht umsonst einen Faden hier in Forum mit 13 Seiten :puzz ).


Was ich mir nie so wirklich bewusst war, aber richtig ins Geld geht: Der ganze Kleinmist wie die ganzen TriClamp-Teile (Schlauchtüllen, Fittinge, Ventile, Klemmen, etc.), die Elektrokomponenten und die Schlaüche (!!).

Habt ihr Verbesserungsvorschläge, Kritiken, oder andere Ideen? Ich würde mich sehr über eure Meinungen freuen!

Ganz liebe Grüße,
Clemens

Benutzeravatar
Bitter
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 796
Registriert: Samstag 19. September 2015, 15:32
Wohnort: Bochum

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#22

Beitrag von Bitter » Donnerstag 3. Januar 2019, 11:46

Was für ein Kabel hast du denn für die Zuleitung verwendet? Falls es sich um eine PVC-Ummantellung handelt, so ist die max Kabeltemperatur 70°C! Dann musst du aber die Absicherung der Zuleitung verringern, ich schätze mal auf 10A. Hier ist das mal schön zusammengefasst.

Ich würde aber vorsichtshalber, je nach Temperatur, ein Silikonkabel/Teflonkabel empfehlen, da bist du auf der sicheren Seite!

Gruß Lothar

Plöpp
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 18
Registriert: Donnerstag 1. März 2018, 16:28
Wohnort: Rheinberg

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#23

Beitrag von Plöpp » Samstag 12. Januar 2019, 12:03

"dass die Kabel doch recht heiß werden und wir da eine Lösung mit Hitzeschutzfolien wie z.B. von Stoppel (weiter oben im Faden gezeigt) machen möchten."

Dazu wäre zu sagen, daß ein Hitzeschutz nur dann was bringt, wenn auf der abgeschirmten Seite gekühlt wird, sonst dauert es nur etwas länger, bis es auf der Rückseite der Abschirmung genauso warm wird, wie vorher ohne Abschirmung. Also z.B. mit einem kleinen Ventilator für Luftaustausch sorgen.
Gruß vom Niederrhein! :Drink

Benutzeravatar
Stoppel
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 234
Registriert: Dienstag 3. November 2015, 20:18

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#24

Beitrag von Stoppel » Samstag 12. Januar 2019, 13:57

birdhouse hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 10:32
Hallo liebe Community!


Nachdem es bereits wieder einiges zu berichten gibt, doch schon mal ein Update vor der Fertigstellung (auch mit Fotos):


WhatsApp Image 2019-01-03 at 09.19.17.jpeg


Für unsere MatMill Kompakt haben wir mit einem Getriebemotor + Trafo eine motorisierte Lösung gebastelt. Funktioniert soweit einwandfrei, nur der Trichter ist meiner Meinung nach zu klein (da passen in etwa 3kg Malz rein). Werde mir da eine Lösung selber konstruieren, wo mehr Malz hineingeht und auch Motor + Trafo verbaut bzw. berührungssicher sind.


WhatsApp Image 2019-01-03 at 09.19.27 (1).jpeg


Für den Nachguss im Läuterbottich habe ich einfach einen 12" Edelstahl-Duschkopf gewählt, welcher seitlich mit Triclamp angeschlossen werden kann. der zweite Triclamp-Anschluss ist dann später für ein CIP-System gedacht.
Der noch ausständige Läuterboden ist bei Mr. MattMill aka Matthias H bereits in Bestellung (individualisiert) und wird voraussichtlich Anfang nächsten Monats bei uns eintrudeln.


WhatsApp Image 2019-01-03 at 09.19.26 (1).jpeg


So sieht die derzeitige Version der Braukessel aus. Was wir hier evtl. noch zu verbessern gedenken ist, dass die Kabel doch recht heiß werden und wir da eine Lösung mit Hitzeschutzfolien wie z.B. von Stoppel (weiter oben im Faden gezeigt) machen möchten.


WhatsApp Image 2019-01-03 at 09.19.19.jpeg


Der Sicherungs- und Elektrokasten in der derzeitigen Form. Was da noch dazukommt sind: Touchscreen für den Raspberry, Drehschalter für die Pumpe sowie für den Abzugshaubenventilator. Eventuell wird noch ein Frequenzumrichter für Rührwerk und Pumpe notwendig werden, aber das müssen wir erst testen.


Einen Unitank 1bbl haben wir uns schon mal bestellt um Ende nächsten Monats hoffentlich mal den ersten Testsud machen zu können, in weiterer Folge kommt dann eventuell noch ein 2bbl Jacketed Unitank dazu um auch mal double batches brauen zu können.
Gärsteuerung entweder dann klassisch über Inkbirds und Glykolkühler oder über CraftbeerPi und Glykolkühler, auch da müssen wir noch sehen wohin die Reise geht (zu den Unitanks gibt es ja nicht umsonst einen Faden hier in Forum mit 13 Seiten :puzz ).


Was ich mir nie so wirklich bewusst war, aber richtig ins Geld geht: Der ganze Kleinmist wie die ganzen TriClamp-Teile (Schlauchtüllen, Fittinge, Ventile, Klemmen, etc.), die Elektrokomponenten und die Schlaüche (!!).

Habt ihr Verbesserungsvorschläge, Kritiken, oder andere Ideen? Ich würde mich sehr über eure Meinungen freuen!

Ganz liebe Grüße,
Clemens
Hi Clemens,
hast du deinen Kessel in dieser Konfiguration schon einmal richtig aufgeheizt ( 60min wallend kochen ),
ich habe das mit meiner Konfiguration probiert, die Sache wird sehr heiß, besonders am Rand der Strahler.
Ich habe Angst, das Ganze könnte zu brennen beginnen. Überlege mir gerade eine andere Lösung.
Wasser wird wertvoller als Salz, versetzt man es mit Hopfen und Malz ! :thumbsup
Schöne Grüße !

Geri (STOPPEL)!

birdhouse
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Freitag 5. Oktober 2018, 00:19

Re: Planung 160l Milchtank Sudhaus

#25

Beitrag von birdhouse » Dienstag 15. Januar 2019, 23:45

Bitter hat geschrieben:
Donnerstag 3. Januar 2019, 11:46
Was für ein Kabel hast du denn für die Zuleitung verwendet? Falls es sich um eine PVC-Ummantellung handelt, so ist die max Kabeltemperatur 70°C! Dann musst du aber die Absicherung der Zuleitung verringern, ich schätze mal auf 10A. Hier ist das mal schön zusammengefasst.

Ich würde aber vorsichtshalber, je nach Temperatur, ein Silikonkabel/Teflonkabel empfehlen, da bist du auf der sicheren Seite!

Gruß Lothar
Hallo Lothar!

Habe mir jetzt ein AWG12 (3,3mm²) Silikonkabel (laut Hersteller bis 200°C) zugelegt und werde die Verkabelung der Kessel damit neu machen. Dann sollte auch das Hitzeproblem gelöst sein. Danke für den Tipp.


@Geri:

60 Minuten wallend haben wir noch nicht versucht, aber wir haben einen Probelauf mit 30 Minuten 67°C und danach auf 100°C aufgeheizt. Nachdem 100°C erreicht waren, haben wir abgeschalten (aufgrund der hohen Kabeltemperatur). Werden sobald die Silikonkabel eingebaut sind mal einen Testlauf machen, werde dann davon berichten.

Was wir aber schon hatten war (wie anfangs beschrieben) einen Probelauf ohne Wasser ( :Ahh ) und dabei wurde der Boden des Tanks ca 400°C heiß. Von brennen war zu diesem Zeitpunkt nichts zu merken (der angeblich bis 600°C beständige Hitzelack ist dabei aber abgeplatzt, das mussten wir dann nochmals lackieren).

Ich finde die Lösung mit den Ceran-Strahlern bis jetzt doch recht gut - Aufheizgeschwindigkeit ist gut, Kosten und Energieeffizienz auch akzeptabel. Vor allem sehe ich auch keine leicht zu realisierende Alternative - Gas ist bei uns nicht realisierbar und einen Heizstab innerhalb der Maische möchte ich tunlichst vermeiden.
Was schwebt dir als Alternativlösung vor?

Haben und letztes Wochenende die Zeit mit dem Bau eines Kegerators vertrieben:


Kegerator.jpeg


Kommendes Wochenende wird die Anlage mal fertig zusammen gebaut und mit Wasser ein voller Testlauf gemacht (Plattenwärmetauscher sind auch endlich gekommen). Was noch fehlt ist ein Abzug, wir überlegen gerade einen Dampfkondensator in Anlehnung an diesen Thread zu bauen:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ondensator

Liebe Grüße,
Clemens

Antworten