Bier retten, Hilfe!

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Bier retten, Hilfe!

#1

Beitrag von robdidu » Montag 3. Dezember 2018, 12:41

Hallo liebe (Hobby-)Brauer,
zunächst einmal, ich freue mich hier sein zu dürfen und muss gestehen, hier immer fleißig mitzulesen, aber mit der Anmeldung bis heute gewartet zu haben. Ihr ahnt es, ich habe ein Problem.

Mir sind beim brauen letzte Woche zwei Fehler unterlaufen, die wahrscheinlich mein Bier ruiniert haben.
1. Nach 30min Kombirast klingelte das Telefon, und ich habe vergessen den Kocher auszumachen. Die Maische heizte hoch auf 74°C und trotz Gabe von Eis und Leitungswasser kam ich zum Ende der Kombirast-Zeit nur auf 70°C runter. Jodprobe ergab: Jodnormal nach 60min
2. Beim späteren Würzekochen gab ich 30g Magnum aus einer Schüssel in den (jaa.. vllt. etwas zu vollen) Kocher: Die Würze kochte grandios über. Das war mir noch nie passiert. Alles war voller Hopfen, was mich veranlasste, ohne genau zu wissen wie viel tatsächlich abhanden gekommen war, nochmal 20g Magnum nachzulegen.

Zum Equipment/ Rezept: Ich braue in der Einkocherklasse, ich würde es High Gravity nennen, da ich mehr Nachguss gebe und zusätzlich in einem 12liter Kochtopf auf dem Herd die Würze koche, die nicht mehr in den Einkocher passt. Dann nehme ich für gewöhnlich 3Liter Speise( damit alles in den 30l Gäreimer passt) und habe so zum Schluss meist echte 30Liter fertiges Bier.

Brauen wollte ich eine Mischung aus Session IPA und Wit-Bier:
33% Pilsner, 25% Pale-Ale, 22% Wiener, 20%Weizenmalz, obendrauf noch 300g Weizenflocken für die Trübung.
Bei der Hefe habe ich mich für die Godzdawa Wit-Bier Hefe entschieden (was ich retrospektiv als Fehler Nr.3 betrachten würde), da mein Bier richtig "milchig-trüb" werden sollte. Hopfen: Magnum/Liberty Gestopft mit Cascade/Hallertauer mtlfr/Liberty. Angesetzt mit ungefähr 11° Plato
Soweit so lecker. Brautag war der 24.11.18

Als ich also nach 3 Tagen die Kalthopfung starten wollte merkte ich schon: "Die Hefe ist fertig".
Restextrakt damals und auch heute: Beschämende 5,5° Plato. Das ergibt noch nicht mal 3% Alkohol. Ich weiß woran es liegt: Bei zu hoher Temperatur "gemaischt" (wenn man das noch so nennen darf) UND die Wit-Bier Hefe schafft laut Erfahrungsberichten nur 60% Evg.

Mein EVG ist nun aber bei 40%. Wenn ich jetzt an die absurde Bitterhopfen-Menge denke (im Zweifel fast 50gr -> IBU 60) schätze ich das Bier ist bei einem Alkholgehalt von 3% beinahe ungenießbar. Süß (restextrakt) und bitter.

Ich will mein Bier retten, und sehe drei Möglichkeiten und hoffe nun auf Ratschläge und ein bisschen Mitleid eurerseits.

1.Ich lasse es wie es ist, fülle ab und stelle mich auf eine lange Lagerzeit ein.
2. Ich hab hier noch ein Päckchen US-05, die dürfte noch ein bisschen mehr vergären. Mit der abgefüllte Speise könnte ich eine ausreichende Vermehrung erreichen schätze ich.
3. und bitte steinigt mich jetzt nicht: Ich gebe 1,2 kg Zucker dazu, entspricht bei 30 Litern ca. 2% Prozent Alkohol. Damit dürfte das Bier solide 5% Alc haben. Davon verspreche ich mir die Bittere etwas auszugleichen. Um mangelden Körper mache ich mir bei den vielen unvergärbaren Zuckern keine Sorgen.

Bitte hilfe. Das arme Bier steht im Keller und weiß nicht wohin.

Vielen Dank!

Rob-di-du
Zuletzt geändert von robdidu am Dienstag 4. Dezember 2018, 10:02, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Bier retten, Hilfe!

#2

Beitrag von coyote77 » Montag 3. Dezember 2018, 12:59

Woran machst du fest, dass die Hefe fertig ist? Lass das mal noch stehen. Wenn sich der Restextrakt nicht mehr ändern sollte, kannst du erst davon ausgehen dass das Bier ausgegoren ist.
Ich würde persönlich da nicht mehr dran rumpfuschen. Wahrscheinlich hast du auch eine starke Bittere, die dem (erwarteten) Restextrakt entgegensteht. Also abwarten, abfüllen und nach der Reifung probieren. Aus Fehlern lernt man. :Wink
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Bier retten, Hilfe!

#3

Beitrag von robdidu » Montag 3. Dezember 2018, 13:07

Danke für deine Antwort, seit letztem Donnerstag hat sich der Restextrakt nicht mehr verändert...
Zuletzt geändert von robdidu am Montag 3. Dezember 2018, 13:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bier retten, Hilfe!

#4

Beitrag von cyme » Montag 3. Dezember 2018, 13:09

robdidu hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 12:41
Als ich also nach 3 Tagen die Kalthopfung starten wollte merkte ich schon: "Die Hefe ist fertig".
Aus dem Bauch raus würde ich sagen: Du täuschst dich hier.
Bitte hilfe. Das arme Bier steht im Keller und weiß nicht wohin.
Da steht es gut. Lass es da eine Woche lang stehen bevor du überstürzt etwas reparierst, bevor es überhaupt kaputt ist.

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Re: Bier retten, Hilfe!

#5

Beitrag von robdidu » Montag 3. Dezember 2018, 13:17

Gesetz den Fall die Hefe ist tatsächlich durch,
dann könnte ich von meinen 30 Litern eigentlich 10Liter abfüllen, 10Liter aufzuckern (und die Gozdawa weitermachen lassen) und in einem weiteren Gäreimer (den ich zufällig da hab) 10 Liter mit der US-05 (ohne aufzuckern) ansetzen... Experiment und so
Zuletzt geändert von robdidu am Montag 3. Dezember 2018, 13:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bier retten, Hilfe!

#6

Beitrag von Chrissi_Chris » Montag 3. Dezember 2018, 13:28

robdidu hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 13:17
Gesetz den Fall die Hefe ist tatsächlich durch,
dann könnte ich ja eigentlich 10Liter abfüllen, 10Liter aufzuckern und in einem weiteren Gäreimer (den ich zufällig da hab) 10 Liter mit der US-05 ansetzen.. Experiment und so
Wieso möchtest du aufzuckern und dann als Experiment mit einer neuen Hefe anstellen wenn der Sud doch nahezu durchgegoren ist.

Schlag dir das Wort Experiment erstmal für ein Jahr aus dem Kopf bitte und lies dich in Ruhe in die Materie ein.
Sollten grundlegende Sachen gefestigt und verstanden sein, dann kannst du über Experimente nachdenken.

LG Chris
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Re: Bier retten, Hilfe!

#7

Beitrag von robdidu » Montag 3. Dezember 2018, 13:40

Chrissi_Chris hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 13:28

Wieso möchtest du aufzuckern und dann als Experiment mit einer neuen Hefe anstellen wenn der Sud doch nahezu durchgegoren ist.

Schlag dir das Wort Experiment erstmal für ein Jahr aus dem Kopf bitte und lies dich in Ruhe in die Materie ein.
Sollten grundlegende Sachen gefestigt und verstanden sein, dann kannst du über Experimente nachdenken.

LG Chris
Oh, vielleicht liege ich da ja tasächlich falsch, aber, die US-05 hat einen sEVG von 81% und die Gozdawa Wit-Bier Hefe oft nur (wenn man Erfahrungsberichten aus dem Internet trauen darf) 64% sEVG. Es sollte praktisch möglich sein diese Differenz noch zu vergären.

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Re: Bier retten, Hilfe!

#8

Beitrag von cyme » Montag 3. Dezember 2018, 13:41

robdidu hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 13:17
Gesetz den Fall die Hefe ist tatsächlich durch,
dann könnte ich ja eigentlich 10Liter abfüllen,
Und dir wunderbare Flaschenbomben bauen, weil sie nach gerade 3 Tagen es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ist.

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Re: Bier retten, Hilfe!

#9

Beitrag von robdidu » Montag 3. Dezember 2018, 13:44

cyme hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 13:41
robdidu hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 13:17
Gesetz den Fall die Hefe ist tatsächlich durch,
dann könnte ich ja eigentlich 10Liter abfüllen,
Und dir wunderbare Flaschenbomben bauen, weil sie nach gerade 3 Tagen es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ist.
Tschuldigung, Gebraut und angesetzt am 24.11.18 -ist nachgetragen

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Re: Bier retten, Hilfe!

#10

Beitrag von cyme » Montag 3. Dezember 2018, 13:47

robdidu hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 13:40
Oh, vielleicht liege ich da ja tasächlich falsch, aber, die US-05 hat einen sEVG von 81% und die Gozdawa Wit-Bier Hefe oft nur (wenn man Erfahrungsberichten aus dem Internet trauen darf) 64% sEVG. Es sollte praktisch möglich sein diese Differenz noch zu vergären.
Vergiss die Werte aus den Datenblättern. Mit wenigen Ausnahmen (WSL-17, Übervergärer, ...) hat die Würze auf den EVG einen wesentlich größeren Einfluss als der Hefestamm.
Klick dich hier mal durch die Präsentation zur Folie "Trial Forced Fermentation Analysis": http://www.homebrewersassociation.org/a ... 20Doss.pdf
Dutzende Hefestämme wurden auf die gleiche Würze losgelassen. Mit Ausnahme von zweien (4021 ist eine Weinhefe, 3711 ein Übervergärer) sind alle zwischen ~74% und ~80% gelandet.

Ehrlich, ein Bier das nur zu 40% vergoren ist würde ich lieber verklappen als in Flaschen abfüllen (und ich bin geiziger Schwabe!). Dafür ist mir das Risiko einer stockenden Gärung zu hoch. Bei modernen Malzen ist nach 30 Minuten Kombirast ohnehin schon der Großteil verzuckert, das Aufheizen danach sollte nicht mehr so viel ausgemacht haben - das die Würze nur 40% hergibt halte ich für unwahrscheinlich.

Und das ist der Grund warum ich immer eine (überpitchte und pudelwarme) Schnellgärprobe mache und es nur weiterempfehlen kann. Dann ist die Frage "Ist das schon fertig oder geht da noch was?" wesentlich besser zu beantworten.

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Re: Bier retten, Hilfe!

#11

Beitrag von robdidu » Montag 3. Dezember 2018, 14:07

cyme hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 13:47
Vergiss die Werte aus den Datenblättern. Mit wenigen Ausnahmen (WSL-17, Übervergärer, ...) hat die Würze auf den EVG einen wesentlich größeren Einfluss als der Hefestamm.
Klick dich hier mal durch die Präsentation zur Folie "Trial Forced Fermentation Analysis": http://www.homebrewersassociation.org/a ... 20Doss.pdf
Dutzende Hefestämme wurden auf die gleiche Würze losgelassen. Mit Ausnahme von zweien (4021 ist eine Weinhefe, 3711 ein Übervergärer) sind alle zwischen ~74% und ~80% gelandet.

Ehrlich, ein Bier das nur zu 40% vergoren ist würde ich lieber verklappen als in Flaschen abfüllen (und ich bin geiziger Schwabe!). Dafür ist mir das Risiko einer stockenden Gärung zu hoch. Bei modernen Malzen ist nach 30 Minuten Kombirast ohnehin schon der Großteil verzuckert, das Aufheizen danach sollte nicht mehr so viel ausgemacht haben - das die Würze nur 40% hergibt halte ich für unwahrscheinlich.

Und das ist der Grund warum ich immer eine (überpitchte und pudelwarme) Schnellgärprobe mache und es nur weiterempfehlen kann. Dann ist die Frage "Ist das schon fertig oder geht da noch was?" wesentlich besser zu beantworten.
Ich könnte die Brühe ja mal auf Raumtemperatur bringen (Die Gozdawa mag wohl 20-24°C). Im Keller sind es eher 18°C. Die Präsi ist echt super!

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Re: Bier retten, Hilfe!

#12

Beitrag von Alt-Phex » Montag 3. Dezember 2018, 14:20

Ich habe mit der Gozdawa Belgian Witbier dieses Jahr mehrere, verschiedene Biere gebraut. Die hat mir eigentlich immer einen sEVG von rund 80% beschert. Womit hast du denn überhaupt gemessen, mit einem Refraktometer? Wenn ja wurde denn auch der Alkoholfehler rausgerechnet?

Das zu heisse maischen kann sehr wohl einen Einfluß auf deinen Vergärungsgrad gehabt haben. Zuviel unvergärbare Zucker, da hilft dir die US-05 auch nicht weiter wenn dem so ist. Alles was du jetzt vorhast ist eigentlich nur "Verschlimmbessern". Lass es so, warte ab was draus wird und ggf. kippst du es halt weg. Unter Lehrgeld verbuchen und einen neuen Sud ansetzen.
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Re: Bier retten, Hilfe!

#13

Beitrag von robdidu » Montag 3. Dezember 2018, 14:26

Alt-Phex hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 14:20
Ich habe mit der Gozdawa Belgian Witbier dieses Jahr mehrere, verschiedene Biere gebraut. Die hat mir eigentlich immer einen sEVG von rund 80% beschert. Womit hast du denn überhaupt gemessen, mit einem Refraktometer? Wenn ja wurde denn auch der Alkoholfehler rausgerechnet?

Das zu heisse maischen kann sehr wohl einen Einfluß auf deinen Vergärungsgrad gehabt haben. Zuviel unvergärbare Zucker, da hilft dir die US-05 auch nicht weiter wenn dem so ist. Alles was du jetzt vorhast ist eigentlich nur "Verschlimmbessern". Lass es so, warte ab was draus wird und ggf. kippst du es halt weg. Unter Lehrgeld verbuchen und einen neuen Sud ansetzen.
Ja, der Alkoholfehler wurde rausgerechnet

Deine Einschätzung deckt sich ja mit der cyme (und auch mit der der wyeast studie). Ich hatte mir vom höheren Alkoholgehalt durch Zucker versprochen, die Bittere etwas auszugleichen, und gleichzeitig die Süße wenigstens mit 'ner ordentlichen Dröhnung zu "rechtfertigen". :Bigsmile
Weißt du noch wie lange die HG bei dir in etwa gedauert hat?

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Re: Bier retten, Hilfe!

#14

Beitrag von Alt-Phex » Montag 3. Dezember 2018, 14:36

robdidu hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 14:26
Weißt du noch wie lange die HG bei dir in etwa gedauert hat?
Mindestens eine Woche. Früher messe ich erst gar nicht. Aber in den ersten drei Tagen waren meistens noch Kräusen auf dem Bier und das bei 20-25°C Gärtemperatur. Bei dir waren die Kräusen nach drei Tagen schon verschwunden?
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Re: Bier retten, Hilfe!

#15

Beitrag von robdidu » Montag 3. Dezember 2018, 14:42

Alt-Phex hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 14:36
robdidu hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 14:26
Weißt du noch wie lange die HG bei dir in etwa gedauert hat?
Mindestens eine Woche. Früher messe ich erst gar nicht. Aber in den ersten drei Tagen waren meistens noch Kräusen auf dem Bier und das bei 20-25°C Gärtemperatur. Bei dir waren die Kräusen nach drei Tagen schon verschwunden?
Genau, alles schon weg. Einen weiteren Tag später war noch nicht einmal der Deckel nach oben gewölbt, da ist also auch nicht mehr viel bis gar nichts passiert. Ich gehe jetzt nochmal mit der alten Spindel runter. Ich habe zwar sicherheitshalber noch mal den Restextrakt der Speise als Basiswert gemessen um den Alkoholfehler rauszurechnen, aber sicher ist sicher. Dann checke ich auch gleich noch die Temperatur und wenn es weniger als 19°C sind gebe ich dem Bier noch ein paar Tag in der Wohnung bei 21°C..

Edit: Die Würze war 16°C kalt. Vielleicht ist das zu wenig für die Hefe. Habe den Hopfen entnommen und erhöhe die Temperatur auf 21°C

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Re: Bier retten, Hilfe!

#16

Beitrag von Svensemilla » Samstag 8. Dezember 2018, 23:29

16 Grad ist die beste m.M. die beste Temp. für US05.
Würd es ein Jahr reifen lassen (so etwas ähnliches ist mir auch schon passiert jetzt braue ich gerne ein Bier mit doppelter Bitterung und langer Lagerung)...
Keep Cool

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