Gozdawa Hefe Thread

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Rauchbier666
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Re: Gozdawa Hefe Thread

#301

Beitrag von Rauchbier666 » Donnerstag 12. September 2019, 21:53

Habe einen Rauchbock-Sud aufgeteilt und je 12 Liter mit der Gozdawa Bockbier-Hefe VLB RH und die anderen 12 Liter mit Gozdawa W34/70 vergoren.
Die Abfüllung ist nun einen Monat her.
Die VLB RH schmeckt wie eine OG Hefe und hat (noch?) Fehlaromen, obwohl sie UG sein soll und einen hefigen Schleier über den anderen Geschmackskomponenten.
Die W34/70 seint OK zu sein - noch nciht ganz rund aber ich kann mir vorstellen, dass die in ein paar Wochen ganz lecker wird.

Der sEVG ist auch sehr unterschiedlich, da war die VLB RH recht schlapp

Bockbierhefe VLB RH: sEVG 66%
Lagerhefe W34/70: sEVG 74%

EDIT: Gärung im temperierten Schrank bei 12,5°C Raumtemperatur
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Re: Gozdawa Hefe Thread

#302

Beitrag von Rauchbier666 » Dienstag 24. September 2019, 21:42

Auch wenn ich es in meinem separaten Thread schon ähnlich gepostet habe, möchte ich euch hier über meine Erkenntnisse mit den Gozdawa-Hefen auf dem Laufenden halten - danke es passt ja hier eben so gut:

Habe einen Hefe-Vergleich mit einem 4geteilten Sud gemacht: 4x je 6 Liter wurden vergoren mit...

a) Gozdawa W35 bei 14°C im Gärschrank (UG)
b) safale S-04 bei 20°C im Keller (OG)
c) Gozdawa PureAleYeast7 PAY7 bei 20°C im Keller (OG)
d) Gozdawa OldGermanAltbier09 OGA9 bei 20°C im Keller (OG)

6 Wochen nach dem Abfüllen ergibt sich folgendes Fazit:
Die Safale S04 ist deutlich fruchtig und hat einen "obergärigen Schleier" über die anderen Geschackskomponenten gelegt.
Die Gozdawa OGA9 ist leicht säuerlich und riecht im Unterton minimal nach Erbrochenem; ebenfalls der obergärige Schleier wie bei der S04.
Die Gozdawa PAY7 ist m.E. die angenehmste OG Hefe im Test und schmeckt leicht hefig, hat aber ebenfalls diesen "obergärigen Schleier" wie die beiden OG Mitstreiter.
Die Gozdawa W35 ist im Geruch der absolute Hammer! Der Geschmackt ist m.E. auch der Beste im Test; jedoch ist die Bitterkeit hier deutlch erhöht! Die 3 OG Biere schmecken alle (wie gewollt) mild, während das W35-Bier schon als dezent herb bezeichnet werden muss - mit Abstand das bitterste Bier im Test, aber immernoch sehr gut trinkbar.

Aktuell reift noch ein Sud "Rotfränkisches" mit Gozdawa Notty vs. Gozdawa W34/70...
...und in der Gärung steht noch die Gozdawa W35 vs. Gozdawa W34/70 in einem geteilten Sud "Schwarzachtler"
(Beide Rezepte von MMuM)
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Re: Gozdawa Hefe Thread

#303

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 25. September 2019, 06:32

Danke für die Info, schöner Vergleich.
Aber: Die OGA9 macht ein komplett anderes Bier und ist sehr neutral, wenn man sie kontrolliert bei 15-16° vergären lässt. Gleiches kann ich mir für die PAY7 vorstellen, liest man diese Info von der Gozdawa website: "Gärtemperatur: 16°C - 32°C, das Geschmacksprofil ist von der Gärtemperatur abhängig: bis 20°C geschmacksneutral, über 20°C werden Esternoten produziert."
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Gozdawa Hefe Thread

#304

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 25. September 2019, 07:49

Bei der W35 habe ich auch andere Erfahrungen gemacht.
Bei der Verkostung des UG Hefevergleichs von Sura (4 Hefen, 8-fach geteilte Anstellwürze, jede Hefe jeweils einmal warm und bei 10°C vergoren) hatte die W35 sowohl warm als auch kalt mit Abstand das schlimmste Ergebnis der Versuchsreihe produziert.
Die hat im Nachhinein bei beiden Bieren starke DMS Aromen ins Bier gebracht (Gemüsesuppe, Blumenkohlwasser ...). Bei den anderen 3 Hefen war dieses Fehlaroma nicht vorhanden.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Gozdawa Hefe Thread

#305

Beitrag von Rauchbier666 » Sonntag 29. September 2019, 22:56

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Mittwoch 25. September 2019, 07:49
Bei der W35 habe ich auch andere Erfahrungen gemacht.
Bei der Verkostung des UG Hefevergleichs von Sura (4 Hefen, 8-fach geteilte Anstellwürze, jede Hefe jeweils einmal warm und bei 10°C vergoren) hatte die W35 sowohl warm als auch kalt mit Abstand das schlimmste Ergebnis der Versuchsreihe produziert.
Die hat im Nachhinein bei beiden Bieren starke DMS Aromen ins Bier gebracht (Gemüsesuppe, Blumenkohlwasser ...). Bei den anderen 3 Hefen war dieses Fehlaroma nicht vorhanden.
Hmm, vielleicht war es den 3 OG Hefen bei 20°C tatsächlich zu warm - so dass deswegen die W35 als Beste daherkam?!

DerDallmann hat geschrieben:
Mittwoch 25. September 2019, 06:32
Danke für die Info, schöner Vergleich.
Aber: Die OGA9 macht ein komplett anderes Bier und ist sehr neutral, wenn man sie kontrolliert bei 15-16° vergären lässt. [/i]
Danke für die Info! Werde ich demnächst dann Mal testen!
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Re: Gozdawa Hefe Thread

#306

Beitrag von Alex988 » Sonntag 13. Oktober 2019, 00:04

Gibts von den Gozdawa Hefen irgendwelche angaben bezüglich der pitch rate? Veruche gerade rauszufinden wieviel g von der Pay7 für 45L Anstellmenge mit 14,5°P notwendig sind.

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Re: Gozdawa Hefe Thread

#307

Beitrag von Alt-Phex » Sonntag 13. Oktober 2019, 00:07

Alex988 hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:04
Gibts von den Gozdawa Hefen irgendwelche angaben bezüglich der pitch rate? Veruche gerade rauszufinden wieviel g von der Pay7 für 45L Anstellmenge mit 14,5°P notwendig sind.
Da würde ich drei Packungen nehmen, wenn die Hefe nicht auf meiner Blacklist stehen würde... :Greets
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Re: Gozdawa Hefe Thread

#308

Beitrag von Alex988 » Sonntag 13. Oktober 2019, 00:12

Die steht doch in deinem Rezept :puzz :Bigsmile

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... winterbier


Aber genau die 3 hab ich da, dürfte also passen. Vielen Dank.

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Re: Gozdawa Hefe Thread

#309

Beitrag von Alt-Phex » Sonntag 13. Oktober 2019, 01:50

Alex988 hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 00:12
Die steht doch in deinem Rezept :puzz :Bigsmile

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... winterbier


Aber genau die 3 hab ich da, dürfte also passen. Vielen Dank.
Ja, die ist geschmacklich auch nicht schlecht. Aber die macht mir zu trübe Biere. Ich mag Hefen die gut sedimentieren.
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