propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

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daleipi
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propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#1

Beitrag von daleipi » Mittwoch 11. September 2019, 17:43

Hallo,

ich hab in der letzten Zeit mal versucht die Hefen von Schneider, Gutmann und von der Ayinger Urweissen hochzupäppeln und ggf. einzulagern.

Die Schneider-Hefe hat sich ewig Zeit gelassen bis sie mal ein Lebenszeichen von sich gegeben hat. Ich glaub es waren fast 3 Wochen OHNE Magenetrüher! Der war noch nicht fertig.

Alle weiteren Propagationsschritte waren dann schon reacht zügig. Beim letzten Vermehrungsschritt hab ich in das kleinere Glas, aus dem ich in's größere umgeschüttet hab, noch einen Rest vom abgekochten Extrakt rein. Nach ein paar Minuten ging's schon los.

Die Schneider ist, wenn sie sich abgesetzt hat recht locker am Glasboden. Ein bissl schütteln und man kann erkennen das da nix fest ist.



Bei der Gutmann ging's gleich schneller los, wegen dem Einsatz vom Rüher. Ich hab die dann in drei Schritten auf ca. 1,2 Liter hochgezogen.

Was mir hier aber komisch finde: Die Hefe setzt sich gut unten am Glas ab. ABER dort bildet sie aber dann eine Art 'Teppich'. Sieht aus wie eine durchgängige leicht Feste Matte die sich bei leichter Bewegung nicht auflöst... Ist das normal?

Beim anschließenden Rühren löst sich das Gebilde nach einiger Zeit wieder auf (erst Flocken dann ganz fein).
Geruch während der Vermehrung ist schön Hefig. Danach riecht es auch nach Gutmann-Banane. Nix Schwefel und so.



Beim Ayinger, naja... Drei Versuche und bis jetzt hat sich noch garnix gerührt. Daß die pasteurisiert ist kann ich mir nicht vorstellen aber bei mir tut sich da einfach: nichts.
Auch egal. War ja eher eine sportliche Angelegenheit und keine Notwendigkeit

Bin gespannt was ihr meint

LG
stefan

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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#2

Beitrag von ggansde » Mittwoch 11. September 2019, 17:54

Moin,
zwei Anmerkungen:
- eine Schneider-Hefe, die erst nach drei Wochen Lebenszeichen von sich gibt erscheint mir nicht koscher und würde bei mir sofort in den Ausguss wandern.
- Zum Thema Ayinger eine Antwort der Brauerei auf eine Anfrage: Grüß Gott,
die Hefe wird durch das kurzzeitige erhitzen und das separieren geschädigt und kann somit nicht weiter verwendet werden.
Mit freundlichen Grüßen,
BRAUEREI AYING
VG, Markus
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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#3

Beitrag von daleipi » Mittwoch 11. September 2019, 18:43

Markus,

vielen Dank für die Ayinger-Info. War auch mein Verdacht.

die Schneider-Flaschen hab ich im Brauereiladen geholt und es waren damals die aktuellsten die sie da hatten.
weil ich natürlich nicht alles nochmal durchgelesen hab war der Starker sicher etwas über 10°P. Mit ausschließlich leichteM Bechschwenken hin und wieder hatte die Hefe auch nicht optimale Voraussetzungen...

ich probier's halt mal aus.

LG
stefan

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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#4

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Donnerstag 12. September 2019, 00:02

Hi Stefan,
ich hab die Gutmann Hefe aus Bodensätzen hochgezogen wie du. Aber diese Teppich-Bildung hatte ich nicht.
Schalt mal den Rührer für 3 Stunden ab und schau wie die Gärtätigkeit an der Oberfläche vorankommt. Wenn sich dort Schauminselchen oder sogar richtiger Schaum entwickelt und das ganze schön nach Hefe riecht bist du auf dem richtigen Weg.

Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#5

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 12. September 2019, 03:35

Es ist halt offenbar doch wichtig, dass man ganz frisch abgefüllte Flaschen zum Strippen nimmt.
Ich sitz hier an der Quelle und das Strippen von Schneider Hefe ist bei mir inzwischen schon Standard.
Gutmann ebenso. Ich würde nie auf die Idee kommen, mir eine Weißbierhefe zu kaufen.

Bald ist es wieder so weit und dann werd ich mal ein paar NaCl Flakons füllen.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#6

Beitrag von danieldee » Donnerstag 12. September 2019, 06:19

Wenn du mit Teppich eine gute Sedimentation meinst, dann passt das.

Beim Hochpäppeln ein wenig Haushaltszucker dazu und kräftig schütteln, dann kommt auch die Schneider Hefe relativ schnell an.
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#7

Beitrag von Boludo » Donnerstag 12. September 2019, 07:55

Schneider Hefe springt normalerweise innerhalb 12 Stunden an. Das was da nach 3 Wochen wächst würde ich auch entsorgen.
Hast Du zufällig ein Alkoholfreies Weizen von Schneider genommen? Oder das Kristallweizen? Da sollte keine lebende Hefe mehr drin sein.
Die Hefe aus den Weizenböcken Tap 5 und Tap 6 ist auch meistens ziemlich hinüber.

Stefan

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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#8

Beitrag von daleipi » Donnerstag 12. September 2019, 22:35

Danke für eure Antworten!
Boludo hat geschrieben:
Donnerstag 12. September 2019, 07:55
Schneider Hefe springt normalerweise innerhalb 12 Stunden an. Das was da nach 3 Wochen wächst würde ich auch entsorgen.
Hast Du zufällig ein Alkoholfreies Weizen von Schneider genommen? Oder das Kristallweizen? Da sollte keine lebende Hefe mehr drin sein.
Die Hefe aus den Weizenböcken Tap 5 und Tap 6 ist auch meistens ziemlich hinüber.

Stefan
das war's normale Scheider
danieldee hat geschrieben:
Donnerstag 12. September 2019, 06:19
Wenn du mit Teppich eine gute Sedimentation meinst, dann passt das.

Beim Hochpäppeln ein wenig Haushaltszucker dazu und kräftig schütteln, dann kommt auch die Schneider Hefe relativ schnell an.
ja, wahrscheinlich mein ich die Sedimentation.
Haushaltszucker und Hefenahrung istim DME-Starter immer dabei.

hier in Österreich bekomm ich halt nur selten Schneider und dann nicht frisch, Gutmann garnicht...

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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#9

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Donnerstag 12. September 2019, 23:54

Tozzi hat geschrieben:
Donnerstag 12. September 2019, 03:35
Es ist halt offenbar doch wichtig, dass man ganz frisch abgefüllte Flaschen zum Strippen nimmt.
Ich sitz hier an der Quelle und das Strippen von Schneider Hefe ist bei mir inzwischen schon Standard.
Gutmann ebenso. Ich würde nie auf die Idee kommen, mir eine Weißbierhefe zu kaufen.
Hier im Schwarzwald ist es nicht so einfach an Gutmann-Biere zu kommen. Ich sah in einem Getränkemarkt Gutmann Weißbier und habe 4 Flaschen gekauft, 3 Monate vor MHD. Wollte einfach mal sehen ob das strippen geht. Und es ging wunderbar, die Hefe wurde mit eingefrorener Würze (diese auf ca. 5 Gr. Plato verdünnt und abgekocht) in 4 Stufen aufgepäppelt.
Vielleicht habe ich auch nur super Glück gehabt?
Während der ersten Gärung habe ich in den Hochkräusen geerntet und wieder erfolgreich gestartet.

Grüßle
Dieter
Brau, schau wem.

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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#10

Beitrag von bwanapombe » Freitag 13. September 2019, 09:29

Nach meiner Erfahrung auch reine Glückssache. Ich kaufe Gutmann hier in Brandenburg (Berlin): Ich habe mit gestrippter Gutmannhefe schon Traumbiere gebraut, aber auch auf alternative Hefen zurückgreifen müssen, weil der Starter nicht startete.

Dirk

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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#11

Beitrag von Kobi » Freitag 13. September 2019, 21:35

Moin,
Gutmann gibt es bei uns leider nicht. Ich habe letztens zweimal vergeblich versucht, Schneider-Hefe zu aktivieren - nichts; dabei war eine sogar eine, die ich aus einer eigenen Flasche, die ich seinerzeit mit Schneider vergoren haben, reaktivieren wollte. Zwei bis drei Tage keine Reaktion, daher in den Ausguss. Parallel habe ich einen Bodensatz Maisels gepäppelt- die ging ab wie Schmidts Katze und arbeitet gerade in einem Weizendoppelbock.
Viele Grüße
Andreas
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Re: propagierte Gutmann Hefe aus der Flasche OK?

#12

Beitrag von Tozzi » Samstag 14. September 2019, 02:26

3 Tage kann es im Extremfall schon mal dauern; das ist mir auch schon passiert.
Dann muss man sich aber wirklich sicher sein, dass man extrem sauber gearbeitet hat.
Wenn demnächst die Temperaturen sinken, wird vermutlich auch die Erfolgsquote wieder höher.
Viele Grüße aus München
Stephan

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