Frage zu Maischkesseln und Biermischungen.

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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andreas33
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Frage zu Maischkesseln und Biermischungen.

#1

Beitrag von andreas33 » Freitag 13. September 2019, 08:06

Hallo,

nach einigen Jahren pause, wollen wir mal wieder etwas Bier brauen. Aus Mangel an Gerätschaften, haben wir uns damals fast alle Behälter etc. selbst zusammengebastelt. Das Ergebnis war dann meist auch entsprechend.

Mittlerweile kann man ja viele "schöne" Geräte käuflich erwerben. Daher meine folgende Fragen:

1.)
Welchen der Klarstein Behälter würdet Ihr empfehlen bzw. wo liegt genau der Unterschied (außer der Digitalanzeige).
Einen Einkochtopf wollen wir nicht mehr nehmen.

Beerfest Maischekessel oder Füllhorn Maischekessel oder Maischfest Maischekessel

2.)
Wo bekommt man fertig geschrotete Brausets für 30l Bier. In den gängigen Shops habe ich immer nur Mischungen für 20 l gefunden. Oder ich bin blind.

Dank Euch für Tipps und Hinweise.

Gruß
Andreas

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contraste
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Re: Frage zu Klarstein Maischkesseln

#2

Beitrag von contraste » Freitag 13. September 2019, 10:36

moin Andreas,

das kommt ganz drauf an, was du vorhast. Ich kann dir zu Beerfest und Füllhorn sagen, wenn du einstufige Infusion machen möchtest, sprich Kombirast (womöglich BIAB), dann sind sie super, da die Außenwand isoliert ist, und das Heizelement gut purre hat.

Wenn du automatisieren willst, sprich Inkbird, dann ist der Beerfest besser, weil dumm. Allerdings taugt seine Temperatureinstellung gar nix, sprich du brauchst eh einen externen Sensor.
Wenn du automatisieren willst, taugt der Füllhorn gar nix, da mit jeder Stromabschaltung er dumm wird, und die Heiztemperatur vergißt.
Wenn du einfach nur einen brauchbaren Sudkessel suchst, kann ich dir den Füllhorn empfehlen, da er eine brauchbare digitale Temperaturregelung hat, schnell aufheizt, und dann leistungsmäßig heruntergeregelt werden kann, um mit kleiner Leistung wallend durchzukochen.

Wenn du mehrstufige Infusion (sprich Maischetemperatur erhöhen) vorhast, dann wird dir garantiert das Malzmehl anbraten, weil bei allen dreien die Heizleistung auf eine viel zu kleine Fläche aufgebracht wird, zu viele W/cm². Für ein Rührwerk stört bei beiden der Sensor, der Pickel am Boden in der Nähe der Heizplatte.

Auf jeden Fall sind sie für 30l Ausstoß zu klein, ich würde diese Pfannen eher für 20-25l nutzen.

Für einen normalen Kesselbrauer mit Rührwerk und Schwerkraftläutern würde ich also von allen Dreien abraten :thumbdown und zu einer großen Kochplatte raten, da hier die Leistung der Platte auf mehr Fläche aufgebracht wird :thumbup .

Für meinen Einsatzzweck (HERMS) jedoch sind sie super :Smile .

allzeit gut Sud :Drink

joerch
Zuletzt geändert von contraste am Freitag 13. September 2019, 10:42, insgesamt 1-mal geändert.
Lehrling in der 20l-Klasse: 2 doppelwandige 30l Edelstahl-Pfannen als e-BIAB-HERMS + NC-Keg/GDA

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Brauwolf
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Re: Frage zu Maischkesseln und Biermischungen.

#3

Beitrag von Brauwolf » Freitag 13. September 2019, 10:38

Willkommen zurück im Reich der Verückten!

Zu deinen Fragen:

1.) Keinen der genannten drei Kessel. Das sind umgefrickelte Wasserkocher in Chinaqualität, deren Schöpfer keine Ahnung vom Brauen haben - man will halt am aktuellen Hype des Heimbrauens mitverdienen. Mit zwei Einkochern werdet ihr vermutlich glücklicher werden. Wenn es 30 Liter oder mehr werden sollen, denkt mal über einen 40/50 Liter Topf nach und eine Induktionsplatte. Damit bleibt ihr auch im 200€ Budget.

2.) 20 Liter sind halt die Standardgröße. Es gibt Shops, die bieten 10, 20 oder 50 Liter Kits an, aber auch Händler, die Zutaten grammgenau liefern. Sucht euch ein Rezept auf z.B. https://www.maischemalzundmehr.de/ und bestellt exakt die Mengen die ihr braucht. Wenn der Etat es noch hergibt, holt euch für 15€ eine Scheibenmühle auf ebay und schrotet selbst. So macht ihr euch vom Händler unabhängig.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Frage zu Maischkesseln und Biermischungen.

#4

Beitrag von Beerkenauer » Freitag 13. September 2019, 12:38

andreas33 hat geschrieben:
Freitag 13. September 2019, 08:06
1.)
Welchen der Klarstein Behälter würdet Ihr empfehlen bzw. wo liegt genau der Unterschied (außer der Digitalanzeige).
Einen Einkochtopf wollen wir nicht mehr nehmen.

Beerfest Maischekessel oder Füllhorn Maischekessel oder Maischfest Maischekessel
Hallo Andreas

Welcome back würde ich mal sagen. :Greets
Würde Dir auch empfehlen gleich auf was Richtiges zu gehen. Ich habe damals mit dem Beerfest angefangen und den nach 2 Suden zum Nachgussaufheizen abgeschoben. Ich bin dann auf ein 50 Liter Topf + Hendi umgestiegen.
Schau mal hier im Forum, es gibt immer wieder Leute, die ihr Equipment verkaufen. Vielleicht lässt sich da was günstiges schießen.

Gruss

Stefan

bodomalo
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Re: Frage zu Klarstein Maischkesseln

#5

Beitrag von bodomalo » Freitag 11. Oktober 2019, 12:34

contraste hat geschrieben:
Freitag 13. September 2019, 10:36

Wenn du mehrstufige Infusion (sprich Maischetemperatur erhöhen) vorhast, dann wird dir garantiert das Malzmehl anbraten, weil bei allen dreien die Heizleistung auf eine viel zu kleine Fläche aufgebracht wird, zu viele W/cm².
Wird es auch anbrennen wenn man das Malz in einen BIB gibt?
Oder ist das völlig widersinnig und keine "mehrstufige Infusion" mehr? (damit ist doch gemeint auf verschiedenen Temperaturen langsam das Malz zu kochen oder?) Ich frage mich überhaupt was da anbrennen soll, meinen ersten Sud hab ich ca so gekcoht
25 min bei 48 grad (im Grunde einweichen)
35 min bei 55-60 grad
40 min bei 70-78 grad
Das hatte ja kaum chancen dabei "anzubrennen"? Natürlich habe ich immer gerührt.

Ich überlege mir das Füllhorn zu kaufen, mit einem Bag, in den das Malz zu geben,
dann langsam auf allen 3 Stufen das Malz auskochen.
Bag heraus nehmen(?)
dann läutern in einen Plastikeimer
Und danach im Füllhorn auch das Hopfenkochen durchzuführen.
Ist das Blödsinn? Anbrennen kann da doch nix, wenn das Malz im Bag über dem Sieb hängt.
Oder sind diese Bags so grob, dass sich da sehr viel unter dem Sieb am Boden absetzt?


Bei meinem ersten Versuch habe ich alles in einem 15L Kochtopf am Herd gemacht, das wars schon. Das Läutern war natürlich extrem eine Patzerei, da ich den 15L Topf mehr oder weniger durch ein Sieb schütten musste..und damals nur 5-8 Liter Töpfe zum auffangen hatte...brrr. Es klebte überall da öfter was daneben ging.

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