Empfehlung Einkocher?

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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bodomalo
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Empfehlung Einkocher?

#1

Beitrag von bodomalo » Donnerstag 10. Oktober 2019, 11:04

Guten Tag

Suche ein Gerät zum Maische Kochen und Hopfenkochen
Ich würde gerne ca. 20 Liter Bier brauen - und dafür nicht wirklich enorm viel Geld ausgeben. Bisher hab ich 10 Liter gemacht, mir scheint der Aufwand für nur Liter zu hoch, 20 wären wohl passender.

Mein erstes Bier hab ich im 15 Liter Kochtopf am E-Herd
- Nervig war einfach dabei, dass ich dauernd die Temperatur rauf und runter drehen musste am Herd.

Da ich jetzt 20 Liter machen will, brauche ich also entweder einen größeren Topf oder vermutlich einen Einkocher.
Ein wenig gesucht habe ich schon - könnt ihr mir die Vor- und Nachteile dieser Geräte erläutern?

Klarstein Brauanlage (mit dem Siebeinsatz ca um 129 Euro?)
https://www.amazon.de/Klarstein-Bierbra ... -Füllhorn/
Ist das dann einfacher beim Läutern und reinigen, wenn man die Maische einfach heraus heben kann?
Oder stelle ich mir das falsch vor? Besteht das Läutern nur mehr aus dem "heraus heben" des Siebs, dann lässt
man alles drinnen und beginnt Hopfenkochen? (sonst stellt sich die Frage wohin ich das ganze umfülle, in meinen Gärbehälter? - dann muss ich den nochmals reinigen danach...)

ODer einfach einen Einkocher von WECK (habe gelesen die wären ganz gut..)
https://www.amazon.de/dp/B004GBUS2Y/ref ... B000VZGCG0
bzw, brauche ich den "DAUERBETRIEB"? (ich verstehe nicht ganz den Unterschied zu "Einkochen")
https://www.amazon.de/dp/B0010VSUR8/ref ... B000VZGCG0

Was kann dieser besser als der WECK? Email?
https://www.amazon.de/Klarstein-Einkoch ... r-Anzeige/


Also je nachdem würde ich 60-70 Euro für einen einfachen Einkocher oder meinetwegen auch 150 für etwas das wirklich dann 1-2 Vorteile hat ausgeben. 200 Euro ist mir zu viel.
Wie ich die Maische aus dem normalen Email WECK Einkocher heraus bringe ist mir schon nicht mehr so klar, wird sauschwer oder? Und auswaschen geht nur mehr unter der Dusche dann nehme ich an?
Die Einkocher halten die Temperatur besser als der E-Herd - beim Maischen?

Danke für eure Hinweise.

Grüße
Bodo

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DerDallmann
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Re: Empfehlung Einkocher?

#2

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 10. Oktober 2019, 11:20

Habe diverse Sude mit diesem Teil hier absolviert.
https://www.amazon.de/Weck-Einkochautom ... hen&sr=1-9

Für den Einstig ist das ne gute, extrem günstige Sache. Maischesack dazu, anständigen Hahn dran, fertig.
Ich würde dir auch meinen im Set abtreten, aber auf den Versand habe ich keine Lust...

Edit:
Hier noch ein link zum Maischesack, falls das interessant ist.
Ob die Maße passen, müsstest du nochmal checken...
https://www.amihopfen.com/Braugeraetsch ... :1824.html
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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StefanK
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Re: Empfehlung Einkocher?

#3

Beitrag von StefanK » Donnerstag 10. Oktober 2019, 11:39

Moin moin,

ich nutze für einen ähnlichen Ausschlag den Weck 24A. Ist das Modell ohne Zeitschaltuhr, aber mit Hahn. Topf aus Edelstahl (Link).

Hier im Bild:
Bild

Modifizierungen:
  • ein neuer Hahn
  • Isolierung aus Baumakrt-Isomatte
  • zum Hopfenkochen ein zusätzlicher 1,8 kW Tauchsieder
Insgesamt bin ich mit dem Teil sehr zufrieden. Es ist nicht ganz so schwer, heizt trotz der 1,8 kW recht ordentlich auf und ist dank des Edelstahlkessels gut zu reinigen. Lediglich beim Kochen der Würze ist er etwas schwachbrüstig, wenn es draußen kühler wird. Deshalb dann der Tauchsieder zusätzlich.

Viele Grüße
Stefan
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Re: Empfehlung Einkocher?

#4

Beitrag von ssegelhorst » Donnerstag 10. Oktober 2019, 14:32

Du musst für Dich vor allem entscheiden, ob ein Einkocher mit einer digitalen Steuerung in Frage kommt, oder ob Du, wie viele hier im Forum, eventuell mal selbst zum Beispiel eine Inkbird-Steuerung dranhängen willst. Dann kommt nämlich nur ein "analoges" Modell in Frage.
Prinzipiell finde ich einen einfachen Einkocher eine gute Idee, da Du diesen später immer gut gebrauchen kannst, auch wenn Du Dich vergrößerst/die Technik wechselst (Nachgusserhitzung). Ich habe den digitalen Klarstein Biggie und bin damit eigentlich sehr zufrieden. Plane bei deiner Anschaffung einen Edelstahlkugelhahn und eine Isolierung (gekauft oder selbstgebaut) mit ein. Sind je nachdem auch nochmals 25-50€ zusätzlich.
____________________________________________________________________________
Beste Grüße
Sebastian

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Re: Empfehlung Einkocher?

#5

Beitrag von bodomalo » Donnerstag 10. Oktober 2019, 17:15

ssegelhorst hat geschrieben:
Donnerstag 10. Oktober 2019, 14:32
Du musst für Dich vor allem entscheiden, ob ein Einkocher mit einer digitalen Steuerung in Frage kommt, oder ob Du, wie viele hier im Forum, eventuell mal selbst zum Beispiel eine Inkbird-Steuerung dranhängen willst.
Ok, auch neu...
Wenn ich so eine Inkbird Steuerung verwende, dann geht das nur mit "analogen Einkochern"..verstehe ich.
Sag: Wenn ich dann zusätzlich die Maische in einem "Sack" habe, erspare ich mir dann auch das Umrühren?
Ich verstehe nämlich nicht wie Rührwerk zusammen mit solchen Filter-Säcken gehen soll.

Vielleicht komme ich dem was ich will bald näher...
- ein analoger Einkocher mit evtl. 2000W
- Filter-Sack
- Inkbird Steuerung für die Temperatur

Ist das sozusagen die "günstigste" automatische Maisch-Anlage?
(ich hab jetzt bei meinem ersten Sud ja ca. 1:30 Stunden gerührt und dauernd Temp rauf/runter... am Anfang macht das Spaß, aber das Temperatur Regeln am Herd ging mir da schon am Sack weil es unmöglich war halbwegs eine Temp. zu halten. Kaum umgerührt, schon ging es um 10 Grad runter.

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Re: Empfehlung Einkocher?

#6

Beitrag von bodomalo » Donnerstag 10. Oktober 2019, 17:39

Edelstahl oder Email - macht das einen Unterschied beim reinigen oder Biergeschmack?
Oder Haltbarkeit des Kessels?
Ansonsten hat der Email 2000W der Edelstahl 1800W - werde ich den Unterschied bemerken?

Bringt dieses 150 Euro gerät "Klarstein" irgendeinen Vorteil (Füllhorn ist da dabei)
2500 Watt LEistung
https://www.amazon.de/Klarstein-Bierbra ... ref=sr_1_2

Woran erkenne ich jetzt ob die Digital oder Analog sind? Das digitale Thermometer ist das ein Hinweis darauf? Muss nicht sein oder...

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Re: Empfehlung Einkocher?

#7

Beitrag von Braufex » Donnerstag 10. Oktober 2019, 19:58

Servus Bodo,
hab den Steba ER2 Einkochtopf mit 2000W aus Edelstahl mit analoger Temperaturregelung (nur Drehregler ohne Digitalanzeige).
Nutze ihn mit einem Inkbird ITC-310T-B mit langem 30cm-Fühler, einem 1/2"-Edelstahl-Kugelhahn, Isoliermatte und einem elektrischen Rührer.
Bin damit sehr zufrieden.

Er wurde am Anfang ohne Rührer als BIAB genutzt, da ist mir aber der feine Malzanteil unter dem Abstandshalter immer leicht angelegen.
Da kommst Du ja zum Rühren mit dem Maischepaddel nicht hin.
Elektrisch mit BIAB wär mir zu gefährlich, könnte sich der Rührer im Sack verfangen ...

Mir persönlich ist Edelstahl lieber, verfärbt nicht und ist gut zu reinigen
Hab irgendwie auch Bedenken, daß der Emaille bei pötzlicher starker Abkühlung durch Spannungen Schaden nimmt.

Gruß Erwin
Was mich an diesem Forum und seinen Mitgliedern fasziniert?
Es beantwortet mir Fragen, auf die ich niemals allein gekommen wäre! :puzz
Und das, ohne sie jemals gestellt zu haben ... :thumbsup

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Re: Empfehlung Einkocher?

#8

Beitrag von irrwisch » Donnerstag 10. Oktober 2019, 21:56

Ich würde auf jeden fall zu Edelstahl greifen.
Diese billigen Emaile Einkocher sind... halt billig gemacht
Den ersten musste ich schon wieder umtauschen da er nach ein oder zwei Brautagen Rostpickel bekam.
Das Emaille hatte leider mit dem Auge kaum sichtbare Lücken die dann erst sichtbar wurden als der Rost begann zu blühen.

Für mich, nie wieder nen Emaile Einkocher.

Zum Glück benutz ich das Teil nur für Nachgüsse sodass ein Ausfall verschmerzbar ist.
Zuletzt geändert von irrwisch am Donnerstag 10. Oktober 2019, 23:23, insgesamt 1-mal geändert.

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marsabba
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Re: Empfehlung Einkocher?

#9

Beitrag von marsabba » Donnerstag 10. Oktober 2019, 23:16

Hallo,
hier noch meine 5cents:
* Emaille oder Edelstahl : beides ist in Ordnung und lässt sich einfach reinigen. Edelstahl neigt etwas mehr zum Anbrennen, ist aber normalerweise kein Problem, wenn du ein Rührwerk hast. Du möchtest weder in einem Edelstahlkocher noch in einem EMailekocher mit der Stahlwolle rumschrubben
* Löcher bohren/erweitern in Emaille endet überlicherweise böse mit Abplatzen desselben. Das kann auch beim Austauschen des Plastikhahns und festschrauben eines Kugelhahns passieren
* Abläutern geht auch ohne Hahn, wenn du dir einen Schwanenhals bastelst, der über den Topfrand führt.
* Jedes Watt zählt: 2000 sind besser als 1800, 2500 sind noch besser. Es gibt nix nervigeres als ewige Aufheizzeiten bis die Würze dann endlich kocht
* Bei Einkochern: Unbedingt auf eine Entsafterstufe achten. Nur beim Entsaften gibt der Einkocher volle Pulle . Ohne diese Entsafterstufe kann es passieren, das der Einkocher schon bei "knapp" 100 Grad abschaltet und keine wallende Kochung zustandebringt
* Es gibt billige Emaille-Einkocher mit schlechtem, dünnen Emaille, aber auch billige Edelstahlkocher, wo du mit der Hand Dellen reindrücken kannst.
* Weck, Bielmeier sind gute Marken
* Speziell bei digitalen Einkochern würde ich nix billiges kaufen, da hier als erstes gerne die Elektronik abraucht. Analoge Einokcher sind so simpel gestrickt, die halten normalerweise ewig.

Grüße
Martin

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Re: Empfehlung Einkocher?

#10

Beitrag von Meistersud » Freitag 11. Oktober 2019, 12:27

Servus,

ich würde folgende Überlegungen mit einbeziehen.

Rechne doch mal zusammen. Ein analoger Einkocher plus den Inkbird wird dich mind. 100 EUR kosten. Dann bräuchtest du noch eine Vorrichtung zum Läutern. Also eine Läuterhexe oder einen Maischesack. Dafür fallen auch nochmal 10-30 Euro an. Rechnen wir mal mit 20 EUR. Damit könntest du schon brauen. Jetzt hast du aber maximal 2000 Watt und das Aufheizen dauert entsprechend lang. Also kaufst du dir noch einen Tauchsieder für 20 Euro. Damit bist du dann bei 140 EUR. Jetzt musst du aber immer noch schön mit der Hand rühren. Also kaufst du dir noch ein Rührwerk. Sagen wir mal 100 Euro. Also liegst du nun bei 240 EUR. Damit hast du aber ein recht komfortables System und wenn dir etwas kaputt geht kannst du es relativ einfach ersetzen. Vor allem beim Rührwerk kannst du auch noch einiges sparen wenn du es selber baust. Im Gegensatz dazu gäbe es noch Malzrohrsysteme wie den Klarstein Mundschenk o. ä.. Hier hast du den Vorteil, dass diese System alle ca. 2500 Watt haben und die Läutervorrichtung schon intergriert ist. Also nur ein Gerät für alles mit allen Vorteilen und Nachteilen. Den Klarstein Mundschenk kriegst du für 299 Euro wenn mal wieder ein Angebot raus ist. Nagel mich jetzt nicht auf die Preise fest aber es wird denke ich klar was ich sagen will. Ich habe beide Systeme und meistens nutze ich das Malzrohrsystem. Es geht für mich einfach schneller und komfortabler. Die Ausbeute ist allerdings erheblich geringer, 55% statt 70%.

VG Claus

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Re: Empfehlung Einkocher?

#11

Beitrag von bodomalo » Freitag 11. Oktober 2019, 15:11

Ja ich sehe dieses Dilemma mit dem ständigen dazu kaufen weiterer Dinge auch schon :-)

Eine Frage: Ist das umrühren jetzt essentiell dafür da um anbrennen zu verhindern, um die Wassertemperatur auszugleichen, oder damit die Maische schön ordentlich ausgelöscht wird? Rührt man mit einem Maischesack weniger?

Ich überlege mir diesen Klarstein Füllhorn zu kaufen da der Siebeinsatz so aussieht als würde er dichter sein und er 2580 Watt hat und der Zapfhahn schon dabei ist.
So oft werde ich nicht brauen, also rühre ich gerne mal um, im Sack. Wenn der Siebeinsatz drinnen ist, brennt dann die Maische (im Sack) trotzdem am Boden an?

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Re: Empfehlung Einkocher?

#12

Beitrag von hkpdererste » Freitag 11. Oktober 2019, 16:49

Macht dem Kollegen doch nicht noch Panik mit der Rührerei. So ein Rührwerk mag ja ein tolles "nice to have" sein, aber wirklich brauchen tut man's nicht, es sei denn man geht in Richtung Automatisierung. Falls er aber normal maischen will, reicht in der Einkocherklasse völlig aus wenn er mit n Paddel während dem Auf- und Nachheizen umrührt. Die ganze Rast über rumzuplanschen ist doch gar nicht notwendig.

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Re: Empfehlung Einkocher?

#13

Beitrag von ssegelhorst » Freitag 11. Oktober 2019, 17:30

hkpdererste hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 16:49
Macht dem Kollegen doch nicht noch Panik mit der Rührerei. So ein Rührwerk mag ja ein tolles "nice to have" sein, aber wirklich brauchen tut man's nicht, es sei denn man geht in Richtung Automatisierung. Falls er aber normal maischen will, reicht in der Einkocherklasse völlig aus wenn er mit n Paddel während dem Auf- und Nachheizen umrührt. Die ganze Rast über rumzuplanschen ist doch gar nicht notwendig.
Das wollte ich auch schreiben... Ich rühre kaum. Beim einmaischen und natürlich wenn der Einkocher aufheizt. Und ich rühre gerne per Hand! Gehört für mich definitiv mit dazu.
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Sebastian

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Re: Empfehlung Einkocher?

#14

Beitrag von floflue » Freitag 11. Oktober 2019, 22:25

Guck mal in den Kleinanzeigen nach gebrauchten Einkochern, ich habe zwei alte Narath Emaile Einkocher mit je 2000W. Beide für kleines Geld erstanden. Am Anfang habe ich von Hand gerührt, später dann Rührwerk zusammen mit einem InkBird. Die Einkocher haben beife keinen Hahn, zum Läutern fülle ich das in einen Läutereimer und von dort geht es dann wieder zurück in den Einkocher. Hat dann auch den Vorteil, dass ich schon während des Läuterns wieder mit dem Aufheizen anfangen kann.

Aus meiner Sicht muss es nicht immer neu sein, mit etwas Geduld kann man eine Einkocher für sehr kleines Geld bekommen.

Wenn ich neu kaufen würde, dann würde ich heute Edelstahl kaufen.
Bierbrauen ist ein perfektes Hobby um etwas wichtiges zu lernen: Geduld!

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Re: Empfehlung Einkocher?

#15

Beitrag von bodomalo » Samstag 12. Oktober 2019, 09:36

hkpdererste hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 16:49
Macht dem Kollegen doch nicht noch Panik mit der Rührerei. So ein Rührwerk mag ja ein tolles "nice to have" sein, aber wirklich brauchen tut man's nicht, ...
ssegelhorst hat geschrieben:
Freitag 11. Oktober 2019, 17:30
..
Das wollte ich auch schreiben... Ich rühre kaum. Beim einmaischen und natürlich wenn der Einkocher aufheizt. Und ich rühre gerne per Hand! Gehört für mich definitiv mit dazu.
Danke :-)
Ich dachte jetzt auch schon fast: Was bleibt denn dann über was noch Spaß macht.. Fand ja beim ersten Kochen as 1/2 meter langen Paddel das ich jetzt habe am coolsten.

Ich werde vielleicht 4-5 mal pro Jahr so einen 20 Liter Sud für mich alleine machen. Da rühre ich um. Ist ja nicht so, dass hier die halbe Stadt mit Bier versorgen will. :Wink

Am schwierigsten fand ich (alleine) das umschütten von einem großen Topf in andere Töpfe, mit einem Sieb dazwischen zum Läutern..das ging so gut wie gar nicht, meine Frau hat dann ein Sieb gehalten und ich mit einer Kelle den Sud einzeln rüber geschöpft, das hat ewig gedauert und alles war verklebt danach. Mir gefällt daher die Idee des Maische-Sacks zum kochen, und dass da unten für den Auslass so ein Schlauchfilter dabei ist (keine richtige Hexe, aber immerhin), ich glaube ich kaufe mir das Klarstein-Füllhorn, da spare ich mir das extra Geld für einen Zapfhahn und eine Läuterhexe und hab schon über 2500 Watt.

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Re: Empfehlung Einkocher?

#16

Beitrag von hyper472 » Samstag 12. Oktober 2019, 10:22

Zum rühren braucht man tatsächlich kein Rührwerk, das kann man romantisch mit dem Braupaddel tun.
Man darf dann eben nur nicht glauben, dass man mit einer händisch umgerührten Maische vernünftige Temperaturangaben bekommt. Die gibt es nur, wenn die Maische kontinuierlich und gründlich durchmischt wird.
Also entweder BIAB oder Kombirast im Thermoport, dann muss man nur beim Einmaischen rühren. Oder man möchte verschiedene Rasten durchfahren, dann ist ein Rührwerk ein Muss.
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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Re: Empfehlung Einkocher?

#17

Beitrag von bierfaristo » Samstag 12. Oktober 2019, 10:42

Ich verstehe was du meinst, möchte dem aber deutlich Widersprechen. Dass ein Rührwerk für eine gute Durchmischung förderlich ist, ist klar, dass es ein Muss für das Durchfahren von Rasten ist aber doch Quatsch. Auch als Handrührer oder im TP kann man Rasten fahren. Dann ist das alles vielleicht nicht homogen durchmischt, aber funktionieren tut es dennoch.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Empfehlung Einkocher?

#18

Beitrag von guenter » Samstag 12. Oktober 2019, 12:56

Das Läufern war bei mir am Anfang ebenfalls ein Problem, egal ob mit oder ohne Sack. Das wurde erst entspannt mit Thermoport und Hexe. Seitdem war das Bier auch wesentlich besser.

Natürlich kann man auch ohne Rührwerk Rasten fahren, mit Sack war das allerdings nicht so einfach. Der ist da eher hinderlich.
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Re: Empfehlung Einkocher?

#19

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Samstag 12. Oktober 2019, 22:08

Sehr wichtig ist, dass Rührwerk und Temperatursensor zusammenarbeiten. Der Vorteil dieser Kombination ist, dass man den Sensor so platzieren kann dass er immer mit Maische umspült wird, die von der Heizquelle weggefördert wird.
Das ist sicher wesentlich zuverlässiger als gelegentliches Rühren von Hand. Und man kann beim Durchlaufen der Rasten auch Mal eine halbe Stunde wo anders sein.

Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Empfehlung Einkocher?

#20

Beitrag von bodomalo » Sonntag 13. Oktober 2019, 11:32

Ich lerne gerade so 2 Dinge pro Tag hinzu.
Dass es verschiedene Maische-Koch-Verfahren gibt war mir ja nicht mal klar.
Ich dachte es wäre immer gleich, mit gleichen Rastzeiten usw.

Kann ich bei einem BIAB Verfahren auch die verschiedenen RAST-Zeiten einhalten?

================================================================
Ich denke ich kaufe mir den Klarstein, der kostet 150, hat aber dafür schon
den Edelstahl-Zapfhahn und ist Doppelwandig und hat 2500 Watt. Wenn ich einen einfachen Edelstahl Einkocher
kaufe plus Zapfhahn plus Isolierung plus Tauchsieder..bin ich auch wieder bei 150 Euro

Ich werde dann einen Maische-Sack kaufen, der mit den extra Stahlring oben, damit
sollte auch "umrühren" noch ganz gut gehen.
Zum Läutern würde ich einen extra Aufguß Wasser am Herd kochen, und dieses noch einmal durch den BIAB gießen, damit
etwas mehr Zucker ausgelöst wird.

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Re: Empfehlung Einkocher?

#21

Beitrag von guenter » Sonntag 13. Oktober 2019, 18:51

bodomalo hat geschrieben:
Sonntag 13. Oktober 2019, 11:32
Ich werde dann einen Maische-Sack kaufen, der mit den extra Stahlring oben, ...
Erklärst du bitte, wie du dir das Läutern vorstellst, die Schritte nach dem Maischen bis zum Kochen? Vielleicht hilft das, den Zusammenhang zu klären.
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

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Re: Empfehlung Einkocher?

#22

Beitrag von toggs » Sonntag 13. Oktober 2019, 22:35

Hallo Bodo,

ich bin vor kurzem auch erst in die "Einkocherklasse" eingestiegen und stand ebenfalls vor der Qual der Wahl. Letztendlich habe ich mich für den Klarstein Biggie entschieden (analoge Version). Ich habe dieses Modell gewählt, weil es 2000 Watt hat (anstatt der 1800 von Weck) und aus Edelstahl ist. Ich hab die analoge Version der Digitalen vorgezogen, da ich mir ggf. die Möglichkeit der Automatisierung offen halten wollte. Den ersten Sud habe ich damit bereits hinter mir - bin super zufrieden damit.
Ich weiß nicht wie das andere machen, aber ich habe mich nicht auf die Temperatureinstellung des Einkochers verlassen sondern das Ding auf maximale Stufe gestellt und beim Erreichen der Zieltemperatur (Messung per externem Thermometer) wieder ausgemacht. Insgesamt hab ich vielleicht 5x nachheizen müssen - ich denke mit dem Digitalen Biggie hätte man da auch keinen wirklichen Vorteil.

Gruß, Tom

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