nach 6-7 Jahren Hobbybrau-Pause möchte ich demnächst wieder starten. Mein Biergeschmack, aber auch die Möglichkeiten für uns Hobbybrauer, haben sich in diesen Jahren stark verändert. Gestern habe ich mir den Klarstein Mundschenk bestellt und möchte nun mit seiner Hilfe wieder etwas Gefühl für Rezepturen und das Brauen selbst bekommen.
Da ich mittlerweile gerne Pale Ales, IPAs etc. von den kleinen Brauereien in und um Hamburg trinke (mein Edeka hat ein riesiges Regal damit voll!) möchte ich mich nun an diese Typen wagen und vermehrt mit Hopfenstopfen und Aromen selbst spielen.
Dafür möchte ich ein Rezept, welches quasi einen "Standard" bildet, an dem ich von Sud zu Sud nur kaum etwas verändere. Ich denke, so bekommt man am besten mit, welcher Hopfen beispielsweise welche Aroma-Auswirkungen hat. Da ich lieber viele kleine Sude statt einen großen machen möchte (Lernfortschritt wäre dann langsamer), orientiere ich mich bei dem Rezept eher an einer Untergrenze vom Mundschenk, der hoffentlich nächste Woche schon bei mir ankommt.
Beginnen möchte ich bei folgendem Grundrezept, welches ich hiermit zur Diskussion stelle:
Ergebnis (berechnet):
Typ: (English) Pale Ale
StW: 13,6°P
Bitterkeit: 43 IBU
Farbe: 15 EBC
Restextrakt: 4°P
Alk.: 5,2 %
Maischen:
- 4300kg Schrot
- 88% Pale Ale Malz
- 12% Caramalz (Carabelge)
- Hauptguss 16 Liter
(Ich habe immer nur ein Caramalz für div. Sude im Haus, da man davon so wenig verbraucht. Derzeit wegen anderen geplanten Suden wird es Carabelge sein)
Rasten:
57°C: 15 min
63°C: 40 min
73°C: 40 min
78°C: 15 min
(Standard-Programm, welches ich bei meinen letzten zwei Suden in 2013 verwendet habe - müsste klappen, oder?)
Nachguss: Einstellen auf StW von 13,6°P.
Etwa 6,5 Liter.
Hopfen (Pellets):
Kochen: 42 g Fuggle 4,3% (72 Minuten)
Stopfen: 18 g Fuggle 4,3%
Stopfen: 18 g Olympic 10,7% 18 g Challanger
Stopfen: 18 g Glacier 5,2%
(Stopfen: 54g bei etwa 14 Litern = 3,9 g/l)
Hauptgärung:
- Hefe: WLP005 (British Ale) - bereits 2x mit Begeisterung in 2012 und 2013 verwendet
- Nach 4-5 Tagen harter Arbeit der Hefe kommen die 54 g Hopfen (siehe oben) hinzu für 5-7 Tage.
Die Hopfenwahl ist übrigens eine Kombination aus Erfahrung (Fuggle, allerdings noch nie gestopft), interessanten gelesenen Berichten (Glacier, zB. mit Pfirsichjoghurt beschrieben) und Sonderangebot/Restposten bei Hopfen der Welt (Olympic, 100g für 3 Euro).
Dieses Standardrezept würde ich dann für die kommenden Sude immer nur minimal abwandeln, z.B. andere Hopfensorten (das wäre wohl das erste), oder auch nur andere Hopfenmengen.
Was meint ihr zu diesem Rezept? Bier wird es immer, das ist klar

Ich möchte es möglichst einfach halten, damit ich mich auf den jeweils zu ändernden Parameter konzentrieren kann.
Daher einfache Schüttung, daher einfaches Hopfenkochen ohne 10 unterschiedliche Arten Hopfen, daher kein Whirpool, daher keine Zugaben wie Bitterorange oder Anis (für Pale Ale vielleicht auch gar nicht so typisch

Ich freue mich auf Eure Verbesserungsvorschläge.