FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

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Johnny H
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FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#1

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 4. Dezember 2019, 19:14

Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

Eine weitere Maßnahme, die das Pfandflaschen-Mehrwegsystem in Deutschland untergräbt: Poolflaschen sollen ihren steuerlichen Vorteil gegenüber Individualflaschen verlieren. Damit werden gerade den zumeist kleineren Brauereien, die den ökologisch vorteilhaften Flaschenpool pflegen, zusätzliche Steuerlasten aufgebürdet.

Ich zitiere dazu Holger Eichele aus dem Artikel:
„Als Kollateralschaden trifft es jetzt die Brauer“, sagt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauerbunds. [...] Falls die Pläne tatsächlich umgesetzt werden, hätte das „fatale Auswirkungen für unser Mehrwegsystem“, sagt Eichele.
[...]
Der Brauerverband rechnet mit Kosten für die Branche im deutlich zweistelligen Millionenbereich. „Das werden manche kleine und mittelständische Brauereien nicht überleben“, warnt Eichele.
Ich hatte das Thema Pfandflaschen-Mehrwegsystem vor einigen Monaten bereits mitbehandelt in meinem Artikel "Dose, Glas – oder nur noch Fass?" im Braumagazin und kam zu dem Schluss:
Es ist sehr bedau­er­lich, dass ein aus öko­lo­gi­schen und logis­ti­schen Gesichts­punk­ten her­vor­ra­gen­des und gleich­zei­tig ein­fa­ches Sys­tem sich nun auf­grund von Über­kom­ple­xi­tät in einer Kri­se befin­det und die Wie­der­be­herrsch­bar­keit des Sys­tems von Markt­teil­neh­mern als immense Her­aus­for­de­rung ange­se­hen wird.
Es sieht leider so aus, als ob meine Schlussfolgerungen bestärkt werden: man verschlimmbessert immer weiter!
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#2

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 4. Dezember 2019, 20:21

Ich muss zugeben, ich war gerade vor allem erstaunt, dass man dafür überhaupt eine Rückstellung bilden kann. Wenn ich das richtig verstehe, geht es darum, dass Brauereien einen (mit ihrem Flaschenpool wachsenden) Rückstellungsposten über Verbindlichkeiten zur Pfandrückzahlung gebildet haben, dessen Auflösung zum Sankt Nimmerleinstag aufgeschoben wird. Anders kann ich mir nicht erklären, warum bei dem ansonsten mehr oder weniger erfolgsneutralen Pfandkonzept plötzlich und einmalig "Millionenforderungen" auf die Brauereien zukommen sollten.

Dass einem so eine Steuerstrategie irgendwann um die Ohren fliegen könnte, nunja...

Trotzdem bitter für die Betroffenen und auch unverständlich, dass die Finanzverwaltung dieses Ungemach überhaupt erst großgezogen hat.

Gruß
Andy

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Johnny H
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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#3

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 4. Dezember 2019, 20:58

Ich habe das auch zum ersten Mal gelesen.

So wie ich es verstehe, reduziert der Rückstellungsposten den ausgewiesenen Gewinn und damit die zu zahlenden Steuern. Dieser Posten wird natürlich nie vollständig aufgelöst, da ständig Flaschen im Umlauf sind.

So wie das bisher praktiziert wird, ist das in meinem Rechtsempfinden auch nicht richtig bzw. nachvollziehbar, aber wenn man das nun korrigiert, dann beschädigt man das bereits lt. Marktteilnehmern "in der Krise befindliche" bzw. momentan nicht mehr "beherrschbare" Pfandsystem weiter, was ich persönlich schlimmer finde.

Leider kann ich den Brauwelt-Artikel "Wie haltet Ihr es mit dem Leergut?" nicht mehr verlinken, da hinter der Bezahlschranke.

Edit: was nachgetragen
Zuletzt geändert von Johnny H am Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#4

Beitrag von Barney Gumble » Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:05

Die Ursache allen Übels ist genauso wie in unserem schönen Krankenkassensystem dass man halt immer wieder mit irgendwelchen juristischen Mitteln ein gemeinsames Solidarsystem wunderschön durch Individualsysteme untergräbt indem man Ausnahmen von Ausnahmen von Ausnahmen.. schafft.
Mich verbittert sowas
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! :Drink
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#5

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:27

Barney Gumble hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:05
[...] ein gemeinsames Solidarsystem wunderschön durch Individualsysteme untergräbt indem man Ausnahmen von Ausnahmen von Ausnahmen.. schafft.
Mich verbittert sowas
Diesen Ärger teile ich.

Der immens gewordene logistische Aufwand (Transport, Sortierung) aufgrund der ca. 1500 unterschiedlichen Flaschenformen ist das Hauptproblem des Pfandsystems. Dieser ist m.E. auch die Hauptursache für immer wieder beklagte Probleme mit fehlendem Leergut oder dass man Kisten nicht mehr los wird.

Edit: Rechtschreibung
Zuletzt geändert von Johnny H am Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#6

Beitrag von §11 » Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:33

Johnny H hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:27
Barney Gumble hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:05
[...] ein gemeinsames Solidarsystem wunderschön durch Individualsysteme untergräbt indem man Ausnahmen von Ausnahmen von Ausnahmen.. schafft.
Mich verbittert sowas
Diesen Ärger teile ich.

Der immense gewordene logistische Aufwand (Transport, Sortierung) aufgrund der ca. 1500 unterschiedlichen Flaschenformen ist das Hauptproblem des Pfandsystems. Dieser ist m.E. auch die Hauptursache für immer wieder beklagte Probleme mit fehlendem Leergut oder dass man Kisten nicht mehr los wird.
Es ist halt vor allem alle andere als umweltverträglich denn in der Realität wird ja der Kasten Becks, der in Bayern als "Beimengung" in der Brauerei landet dem Altglas zugeführt und der Kasten nicht selten geschreddert. Das heisst eine relative schwere, resourcen- und energieaufwendige Flasche, da zur Wiederverwendung gemacht, wird durch die Republik gekarrt um dann doch neben der Einwegflasche im Altglas zu landen. Und diese "Beimengung" ist nicht gering und wird meist schön in der Mitte der Palette plaziert.
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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#7

Beitrag von hyper472 » Mittwoch 4. Dezember 2019, 22:35

Barney Gumble hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:05
Die Ursache allen Übels ist genauso wie in unserem schönen Krankenkassensystem dass man halt immer wieder mit irgendwelchen juristischen Mitteln ein gemeinsames Solidarsystem wunderschön durch Individualsysteme untergräbt indem man Ausnahmen von Ausnahmen von Ausnahmen.. schafft.
Mich verbittert sowas
Schließe mich weitgehend an. Wobei die Ursache, der Hinweis sei erlaubt, nicht „juristische Mittel“ sondern politische Wünsche sind. Welcher Hirntote sich sowas wünscht, erschließt sich mir leider nicht.

Viele Grüße, Henning
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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#8

Beitrag von hkpdererste » Mittwoch 4. Dezember 2019, 22:43

Der Krampf geht doch meiner Meinung nach schon bei der Verwendung von einheitlichen Kästen los. Ob jetzt die Flaschen da drin individuelle sind oder Poolflaschen ist doch in dem Moment wo der Kasten 800 km von Nord nach Süd muss schon egal.

Schade um das ehemals gut funktionierende System, aber langfristig wirds eben auf Aludose und die im Braumagazin vernachlässigte PET-Flaschen rauslaufen. Ob das dann Ökobilanztechnisch wirklich ein grosses Problem darstellt, steht wieder auf einem anderen Blatt.

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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#9

Beitrag von Bilbobreu » Mittwoch 4. Dezember 2019, 22:52

hyper472 hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 22:35
Barney Gumble hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 21:05
Die Ursache allen Übels ist genauso wie in unserem schönen Krankenkassensystem dass man halt immer wieder mit irgendwelchen juristischen Mitteln ein gemeinsames Solidarsystem wunderschön durch Individualsysteme untergräbt indem man Ausnahmen von Ausnahmen von Ausnahmen.. schafft.
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Schließe mich weitgehend an. Wobei die Ursache, der Hinweis sei erlaubt, nicht „juristische Mittel“ sondern politische Wünsche sind. Welcher Hirntote sich sowas wünscht, erschließt sich mir leider nicht.

Viele Grüße, Henning
Was hat denn die NATO damit zu tun? :Grübel :Angel :P
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Aber die Frage ist sowohl hinsichtlich Pfandsystem als auch Sozialsystem durchaus berechtigt. Wenn ich das als Richter am Sozialgericht mal sagen darf.
Gruß
Stefan

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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#10

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 5. Dezember 2019, 16:47

Mir ist eben noch ein weiterer Aspekt aufgefallen: ich hatte vor ein paar Monaten eine kurze Debatte über das Flaschenpfand und den Sortieraufwand und bin danach davon ausgegangen, dass aufgrund der Kostenneutralität ein höheres Flaschenpfand keine positiven Folgen für das Pfandsystem haben kann. Es entsteht ja "eigentlich" kein zusätzlicher Gewinn, wenn Flaschenpfand bezahlt wird! Allenfalls wird die umlaufende Liquidität erhöht.

"Eigentlich", denn: wenn es nun so ist, dass sich (wie bisher) ein steuerlicher Vorteil für Brauereien dadurch ergibt, dass man die Rückstellungen für Poolflaschen steuerlich geltend machen kann, dann wäre eben doch ein höherer Flaschenpfandbetrag eine Möglichkeit, das Poolsystem und dessen immer weiter ausufernden logistischen Herausforderungen zu stärken!! Eventuell würde auch die eine oder andere Großbrauerei aufgrund des steuerlichen Vorteils wieder von Individualflaschen Abstand nehmen, was auch positive Auswirkungen auf das Poolsystem hätte!

Dazu müsste man aber natürlich zuallererst von den im FAZ-Artikel angesprochenen Plänen wieder Abstand nehmen!!
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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#11

Beitrag von §11 » Donnerstag 5. Dezember 2019, 17:20

Johnny H hat geschrieben:
Donnerstag 5. Dezember 2019, 16:47
Mir ist eben noch ein weiterer Aspekt aufgefallen: ich hatte vor ein paar Monaten eine kurze Debatte über das Flaschenpfand und den Sortieraufwand und bin danach davon ausgegangen, dass aufgrund der Kostenneutralität ein höheres Flaschenpfand keine positiven Folgen für das Pfandsystem haben kann. Es entsteht ja "eigentlich" kein zusätzlicher Gewinn, wenn Flaschenpfand bezahlt wird! Allenfalls wird die umlaufende Liquidität erhöht.

"Eigentlich", denn: wenn es nun so ist, dass sich (wie bisher) ein steuerlicher Vorteil für Brauereien dadurch ergibt, dass man die Rückstellungen für Poolflaschen steuerlich geltend machen kann, dann wäre eben doch ein höherer Flaschenpfandbetrag eine Möglichkeit, das Poolsystem und dessen immer weiter ausufernden logistischen Herausforderungen zu stärken!! Eventuell würde auch die eine oder andere Großbrauerei aufgrund des steuerlichen Vorteils wieder von Individualflaschen Abstand nehmen, was auch positive Auswirkungen auf das Poolsystem hätte!

Dazu müsste man aber natürlich zuallererst von den im FAZ-Artikel angesprochenen Plänen wieder Abstand nehmen!!
Es hat noch einen anderen Grund warum eine Erhöhung des Pfandes gefordert wird.
Eine 0,33l Longneckflasche kostet im Einkauf etwa 15ct, während nur 8ct Pfand verlangt warden. Das heisst, wenn eine Brauerei eben weniger Flaschen aus dem Kreislauf zurück bekommt als sie eingespeist hat, entstehen je Flasche die ersetzt wird rechnerisch Kosten von 7ct.
Eine Bierkiste kostet im EK etwa 4-5 Euro und es sind 1.50 Euro Pfand drauf. Heisst jede verlorene Kiste die ersetzt werden muss kostet die Brauerei zwischen 2.50 und 3.50.

Wenn das nicht schon schlimm wäre, so hat die ganze Sache ein zusätzliches "G'schmäckle" bekommen seit sich Brauereigruppen in Sortierbetrieben einkaufen und damit praktisch direkten Einfluss darauf nehmen wie die Flaschen wieder "zurück" fließen und vor allem wann (und ob)
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Re: FAZ-Artikel: Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“

#12

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 5. Dezember 2019, 17:43

Auch das wäre für mich ein nachvollziehbarer Grund, das Flaschenpfand zu erhöhen!

Wie sich das dann auswirken würde, muss man sehen. Man griffe da in ein komplexes System ein und würde die Anreizstruktur verändern. Wenn man das Pfand zu sehr erhöht, lohnt sich irgendwann der Aufwand für die Wiederverwendung nicht mehr, weil Neuflaschen billiger sind!
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