Tepache mir Bierhefe ?

Alles, was mit dem Thema Historische Biere, Grut- bzw. Kräuterbiere, Gewürzbiere, aber auch mit Sake Brauen oder Brauen mit ungewöhnlichen Fermentationsarten zu tun hat
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Thomas.wien
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Tepache mir Bierhefe ?

#1

Beitrag von Thomas.wien » Donnerstag 16. Januar 2020, 13:44

Hy liebe Braufreunde,

meine frage ist ob man den mexikanischen tepache mit bierhefe ansetzen kann ?

für die dies nicht wissen: tepache ist ein aus lateinamerika/mexiko stammendes fermentiertes getränk aus ananas(inkl. schale/wenn schale dann BIO), ingwer,manchmal chilli, zucker zitronensaft und wasser. manchmal wird auch zucker und zitrone weggelassen.

normalerweise wird beim tepache auf die fermentation mit wilder hefe gesetzt oder ein ginger-bug verwendet. die wilde hefe kommt hauptsächlich von der Ananasschale und aus der luft.

ich würde gern nen tepache machen und dann mit nem jungbier verschneiden.
da liegt die idee nahe das ich für den tepache-ansatz auch die bierhefe verwenden will und soviel wie möglich von der wilden hefe von der schale abtöte durch kurzes dämpfen und anschliesendes einfrieren.

anschliesend den tepache-ansatz neben dem bier in die gärung schicken. so das beides bei selber temp. vergärt!?
(hab ne tiefkühltrohe mit inkbird)

hab schon hin und wieder fruchtbiere gemacht wo ja die früchte erst nach der hauptgärung dazukommen und die bierhefe in der schwebe noch genug vom fruchtzucker verstoffwechseln kann.

hat wer erfahrung in früche/fruchtsaft mit bierhefe vergären/Fermentieren ?

ich könnt ja auch die ananas, inger und chilli nach der hauptgärung dazu geben. aber ich glaub das kommt geschmacklich nicht ans selbe wie beide verschneiden?!

LG

mike braut bier
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Re: Tepache mir Bierhefe ?

#2

Beitrag von mike braut bier » Donnerstag 16. Januar 2020, 14:17

Hallo

Ich denke das Bierhefe funktionieren wird. Früchte mit Fruchtfleisch usw. haben bestimmt genug Inhaltsstoffe die, die Hefe braucht. Du kannst natürlich auch Cider oder Met Hefe verwenden. Notfalls etwas Hefenahrung hinzufügen, aber ansonst falls der Zuckergehalt nicht zu hoch ist, gibt es keine Probleme.
Met Hefe geht bestimmt. Ich habe mal einen Met gemacht der > 32°Plato hatte und mit etwas Hefenahrung hat die Hefe auch losgelegt und eine super Cyser (Met mit Honig und Apfelsaft) gemacht.
Aufpassen würd ich auch mit der Alkoholtoleranz der Hefe, damit das ganze dann nicht zu süß oder zu sauer wird.
Oder du stoppst die Gärung zum richtigen Zeitpunkt mit Schwefeln wie beim Wein.
Nachsüßen mit z.B.: Birkenzucker geht natürlich auch.
Ich persönlich arbeite bei meinem Met lieber mit der Methode das ich die Hefe durch zu viel Alkohol zum Stoppen bringe um dann genug Restsüße zu erhalten.

Übrigends, dass einfrieren bringt bezüglich der wilden Hefen vermutlich nicht sehr viel. Hefe mag zwar die Kälte nicht aber kann überleben.
Wegen der wilden Hefen muss man sich nicht so viel Sorgen machen wenn die richtige Hefe im richtigem Ausmaß vorhanden ist.
d.h.: Lieber einen ordentlichen Starter machen und "overpitching" um eine Gärung so rasch wie möglich anzustarten.
Den Starter würde ich mit Ananassaft machen mit etwas Hefenahrung, damit sich die Hefe gleich an den "Geschmack" gewöhnt.

Generell eignet sich Bierhefe für Früchte genauso. Viele verwenden z.B.: nottingham ale hefe für einen Cider oder Met mit Früchten.

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gulp
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Re: Tepache mir Bierhefe ?

#3

Beitrag von gulp » Donnerstag 16. Januar 2020, 14:55

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Thomas.wien
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Re: Tepache mir Bierhefe ?

#4

Beitrag von Thomas.wien » Donnerstag 16. Januar 2020, 15:02

gulp hat geschrieben:
Donnerstag 16. Januar 2020, 14:55
Lieber "Thomas.wien" halte dich doch bitte an unsere Boardregeln:

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Sorry, bins halt gewohnt.

Schnelles Runtertippen und die Leute wissen ja auch was gemeint ist.

Aber ja, Regeln sind Regeln :Drink

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