Frage zum ZKG von Birramia

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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Frage zum ZKG von Birramia

#1

Beitrag von Nansen » Samstag 13. Juni 2020, 14:55

Hi,
Ich liebäugel mit dem Kauf des 100l Gärtanks.
https://www.birramia.it/en/stainless-st ... enter.html

Bisher vergären wir unsere 70l immer aufgeteilt in 2 60l-Fässern aus dem Baumarkt. Aber Edelstahl und dann auch nur ein Fass wäre mir lieber.
Meine Frage an einen Foristen hier, der diesen oder ähnliche ZKG besitzt:
Kann man bei der Abfüllung in Flaschen so vorgehen:
1. Hefe ablassen
2. Zuckerlösung/Speise einrühren
3. abfüllen
Spricht da was dagegen? Zum Beispiel dass die Hefereste im ZKG zuviel sind und aufgerührt werden?

Das würde den bisherigen Abfüllprozess vereinfachen ( abschlauchen auf Zuckerlösung in einen weiteren Topf.. Usw usf)

Danke
Marco
Du kannst es Dir vorstellen. Also kannst Du es auch brauen.

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#2

Beitrag von glassart » Samstag 13. Juni 2020, 16:23

Hallo Marco,

bzgl. Hefe ist es schwierig zu sagen je nach dem wie gut sie sedimentiert. Vollständig sedimentieren und "abschießen" wirst du ohne cold crash nicht schaffen :Grübel
Ich habe es lange Zeit so gemacht mit Zuckerlösung ins ZKG ( habe das 60 L und das 114L) nur gelegentlich hatte ich Probleme mit einer konstanten Durchmischung des Zuckers und somit unterschiedliche Karbonisierung in den Flaschen.
Jetzt fülle ich wieder in die Flaschen jeweils die definierte Menge an Zucker und fülle dann drauf.

Aber vielleicht gibt es gute Ideen zur homogeneren Zuckerverteilung dann würde ich wieder so wie gehabt direkt ins ZKG den Zucker geben.
Es ist einfach weniger Aufwand und ich würde gerne wieder auf dieses Konzept umsteigen.

lg Herbert :Drink

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#3

Beitrag von Nansen » Samstag 13. Juni 2020, 16:54

Danke Herbert,
klingt doch gut. Das dürfte der letzte Anstoß zur Kaufentscheidung gewesen sein.:)

Schöne Grüße
Marco
Du kannst es Dir vorstellen. Also kannst Du es auch brauen.

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#4

Beitrag von glassart » Samstag 13. Juni 2020, 17:31

Marco, ich habe es nicht bereut sie zu kaufen. Natürlich gibt es druckfeste mit allen Anschlüssen die man sich nur denken kann, aber eben zum 5-10-fachen Preis. Das wollte ich vor 4 Jahren vorerst nicht investieren und die Leute von Birramia waren auch bzgl. Transport sehr entgegenkommend -somit war es dann fix die 2 Stk zu kaufen und wie du siehst, fermentiere ich noch immer damit. Wobei sie sind jetzt mit Heizung/Kühlung/Rädern, ect. ausgestattet :Bigsmile

lg Herbert

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#5

Beitrag von Nansen » Samstag 13. Juni 2020, 18:57

Bisher habe ich nur "witterungsgeführt" gebraut. Kühlen war nicht drin wegenden 2 Gärfässern.
Aber jetzt bin ich natürlich gespannt. Wie kühlt du? Mit Eintauchkühler und Kaltwasser?
Du kannst es Dir vorstellen. Also kannst Du es auch brauen.

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#6

Beitrag von Innuendo » Sonntag 14. Juni 2020, 07:11

Hallo,
bei mir bleibt nach dem Ablassen relativ viel Hefe im Konus zurück. Ich denke nicht, dass Du ein gutes Ergebnis erzielen wirst. Du willst ja auch nicht 20l Jungbier beim Spülen vom Konus verlieren. Das Ablassventil ist sehr gut geeignet, um mit 1-2 Liter (blubb) die Hefe abzulassen und weiterzuführen. Ich würde Dir eher ein Zwischen-Behälter empfehlen:
- Hefe ablassen
- 1-2 Stunden in Ruhe absenken bzw. im Konus rutschen zu lassen
- durch das kleine Ventil in einen anderen Behälter schlauchen

Du verlierst die Menge an Jungbier, die in den Konus passt. Hier liegt dann aber auch die Hefe. Die Ventile beim Birramia finde ich nicht so gut, besonders das kleine obere. Ein zerlegbares 1/2" Ventil ist zwar deutlich größer und nicht so niedlich hübsch, aber viel besser zu reinigen. Die Schweißnähte (1x vertikal Behälterblech und 1x 360° horizontal Behälterblech auf Konus) sind bei meinem auch nicht so gut. Hier entsteht ebenfalls mehr Reinigungsaufwand. Mag jetzt vlt anders klingen, aber ich bin mit dem Birramia zufrieden. Preis-Leistung ist gut.
IMG_E3163.JPG
Der kleine Birramia passt in einen std. Kühlschrank und vereinfacht die Temperaturführung bei UG.
Innu

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#7

Beitrag von Innuendo » Sonntag 14. Juni 2020, 07:17

glassart hat geschrieben:
Samstag 13. Juni 2020, 17:31
Wobei sie sind jetzt mit Heizung/Kühlung/Rädern, ect. ausgestattet :Bigsmile
Hallo Herbert,
zeig doch bitte mal Dein Birramia-Tuning.
Ich habe grad ein OG mit der S-33 im Fermenter. Die Hefe entwickelt so viel Energie, dass sie von 16-18° Kellertemperatur auf 23-25°Grad Jungbier aufheizt. EIne Kühlung für OG Biere, um unter 20 Grad zu bleiben wäre eine prima Erweiterung.
Innu

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#8

Beitrag von glassart » Sonntag 14. Juni 2020, 09:16

Hallo Klaus,

ich habe mir dafür einen zentralen Kühlschlauch (wird auch im Weinbau zur Temperaturregelung in Eichenfässern verwendet) aus Edelstahlwellrohr ( 0,22 mm Wandstärke > nicht ganz einfach zu schweißen :Bigsmile ) gebaut.
Als Heizung dient ein 45W Heizkabel und alles mit Armaflex isoliert.
Aber da wird es bei dir im Kühlschrank schon etwas eng :Pulpfiction
Zentral ist auch noch eine sehr lange ( selbst geschweißte) Tauchhülse für den DS18B20.
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Aufbau am Deckel + Überdruckventil + 1/4" Ventil für Blow off oder CO²
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CIP-Kugel
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Heizung
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isoliert
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Kühlmittelzu/ablauf
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Innenansicht mit Kühlschlauch + Sensor
Das kleinere ZKG werde ich demnächst mit einer Heizleitung und einer 10mm Kupferkühlleitung am Mantel versehen, alles isolieren und dann testen da die Reinigung, das Herumwerken mit dem Kühlschlauch + Sensor schon etwas umständlich ist.
Aber das dauert noch ein wenig bis ich soweit bin :Bigsmile

lg Herbert

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#9

Beitrag von beryll » Sonntag 14. Juni 2020, 09:30

Ich kann den BirraMia auch empfehlen, hab die 60 Liter Variante. Die Schweißnähte sind ok, könnten besser sein. Aber wie schon meine Vorredner: Preis-Leistung passt einfach!
Ich hab eine Kühlspirale und eine Tauchhülse durch den Deckel geführt und kühle/heize mit einem Aquariumkühler. Da ist aber definitiv noch Verbesserungspotential, dies ist schon in der Planung und wird in den kommenden Wochen angegangen.

VG Peter

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#10

Beitrag von Innuendo » Sonntag 14. Juni 2020, 18:27

@Herbert: tolle Lösung!
@Peter: bin gespannt, das Ergebnis musst du unbedingt posten.

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#11

Beitrag von beryll » Sonntag 14. Juni 2020, 21:15

Mache ich gerne, sobald man etwas vorzeigen kann. Aktuell ist das noch auf dem Papier :-)

VG Peter

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#12

Beitrag von glassart » Samstag 27. Juni 2020, 16:35

Nachdem das größer ZKG noch belegt ist und ich das heute gebraute Forbidden Wit wo vergären muss war ich gezwungen das Vorhaben Mantelkühlung/Heizung bein 60 L ZKG noch heute umzusetzen.
Das Wit ist schon drinnen und ich hoffe dass alles nach Plan läuft :Bigsmile
Ein paar Fotos wie ich es realisiert habe
- 8 mm Cu-Leitung ca. 10 mt
- 10 mt Heitleiter flach
- STC 1000 -Regler ( dzt. ,er hat einen großen Nachteil dass bei Stromausfall sich die Werkseinstellungen mit 10°C Kühltemperatur einstellen! :thumbdown )
- 2 Lagen Armaflex 6 mm > wird evt. noch um eine Lage ergänzt :Grübel
- Druckluftkupplung für das Kühlwasser
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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#13

Beitrag von glassart » Sonntag 28. Juni 2020, 11:19

noch eine kleine Ergänzung zum Regelverhalten der Mantelkühlung jetzt nach ca. 15 Stunden.
Das deltaT beträgt 0,1- 0,2 °C und liegt im Bereich der Spindel, die ja ziemlich am oberen Ende ( Füllung mit 40 L Wit ) schwimmt um 0,5°C tiefer als der Regler eingestellt ist -dzt. auf 22,0°C
Also ich bin mehr als zufrieden mit dem Resultat, hätte nicht gedacht dass es so gut läuft. Gekühlt wird mit Zisternenwasser das wieder zurück läuft ( ich habe 75 m³ zur Verfügung :Bigsmile )
Für UG verwende ich einen Gastro-Druchlaufkühler der mit Glykol/Wasser gefüllt ist und so auf -3°C kühlen kann was dann für 6-7°C im ZKG ausreicht und auch gut funktioniert ( zumindest mit dem zentralen Kühlschlauch den ich bis jetzt in Verwendung hatte)
Somit wird jetz auch das 114 L ZKG in der gleichen Weise umgebaut.
Regelverhalten- iSpindel.jpg
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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#14

Beitrag von heinrich2012 » Sonntag 28. Juni 2020, 13:56

Das sieht super aus, habe zwei 140er Birramia und bin auch zufrieden.
Aber der Umbau macht die Dinge ja zum Hammer.

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#15

Beitrag von Rumpelstilzchen » Sonntag 28. Juni 2020, 22:31

Servus Herbert,

ich hätt wahrscheinlich das Kupferrohr vorher durch zwei Rollen mit geringfügig kleinerem Abstand als dem Außen-Durchmesser des Rohres gezogen.
Oder vom Kupferrohr, an der Seite zum Behälter, einen halben mm abgehobelt.
Ziel: die Kontaktfläche zum Gärbehälter vergrößern.

Grüße,
Lorenz
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Bud Spencer in "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle"

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#16

Beitrag von glassart » Dienstag 30. Juni 2020, 07:29

Hallo Lorenz,

es funtioniert so gut wie es ist aber eine leichte Flachstelle durch eine O-Rollung wäre eine Möglichkeit nur eben alleine mit 2 Händen ist das alles gar nicht so einfach zu bewerkstelligen :Bigsmile
Eine einseitige Flachstelle durch abfräsen ist schon was für den Sondermaschinenbau - bei 2 ZKG´s fast etwas zu aufwändig :Pulpfiction

lg Herbert

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Re: Frage zum ZKG von Birramia

#17

Beitrag von glassart » Freitag 10. Juli 2020, 17:02

so und heute musse auch das 114 L ZKG dran glauben und wurde mit Mantelkühlung/Heizung ausgestattet und bekam noch eine Zusatzlage 12 mm Armaflex :Bigsmile
Gerade rechtzeitig fertig geworden dass ich 1 h später das Nelson Summer einfüllen konnte :Pulpfiction
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