Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

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Blechpirat
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Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#1

Beitrag von Blechpirat » Donnerstag 25. Juni 2020, 19:40

Hi,

ich möchte in ein paar Tagen zum ersten Mal Hopfenstopfen. Ich überlege gerade, ein ALDI-Obstsäckchen (die Dinger, die man kaufen soll, um Plastiktüten in der Obstabteilung zu sparen) zu verwenden.

Ist das Netz eng genug? Oder andersherum gefragt: Wie engmaschig muss so ein Beutel sein?

Danke!
Karsten

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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#2

Beitrag von Beerkenauer » Donnerstag 25. Juni 2020, 19:55

Hi Karsten.

Ich verwende keinen Beutel oder Ähnliches.
Werfe den Hopfen direkt in den Sud.
Zu Klärung mache ich am Ende der Gärung ein Cold Crash.

Gruß

Stefan

_matthi_
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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#3

Beitrag von _matthi_ » Donnerstag 25. Juni 2020, 21:07

Bei den Obstsäckchen hätte ich ein wenig Angst mit irgendwelchen chemischen Stoffen (sie sind vielleicht für Früchte ausgelegt, aber sie in die Würze zu werfen wäre für mich zu unsicher). Ich mache es wie Beerkenauer oder nutze für Dolden und andere Zusätze (Mango, Holunderblüten usw.) einen sogenannten Hopfenkochsack, welchen ich noch mit Murmeln beschwere.

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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#4

Beitrag von Unbewegter Beweger » Donnerstag 25. Juni 2020, 21:19

Hi Carsten,
ich mache das auch wie Stefan. Ich gebe den Hopfen lose in den Sud. Nach dem Coldcrash sinkt das dann schön zu Boden.
Wenn du die Hefe wieder verwenden möchtest, bietet sich allerdings ein Sack an. Die gibts im Shop extra für Hopfen für wenig Geld. Einen Obstsack zu nehmen, ist da meiner Meinung nach, an der falschen Stelle gespart.
Liebe Grüße, Sven

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Archie
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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#5

Beitrag von Archie » Donnerstag 25. Juni 2020, 22:52

Hallo Carsten,

als ich meine ersten Biere stopfte, habe ich den Hopfen ebenfalls einfach reingeworfen ohne die Möglichkeit eines Coldcrash. Da habe ich dann mit Gelatine und Kieselsol geklärt. Mittlerweile benutze ich Teesiebe aus Papier, vielleicht heißen die auch Filterpapier, dass weiß ich gerade nicht so genau. Du musst nur darauf achten, dass du nicht zuviel Hopfen in einen Filter gibst, denn der Hopfen quillt natürlich auf. Ich habe gute Erfahrungen mit 10g pro Filtertüte (die langen) gemacht. Einfüllen, vorsichtig zuknoten, reinwerfen, fertig.

Gruß
Archie

Tante Edith: Ich habe gerade noch mal nachgeschaut, das Zeugs heißt "Teefilter für losen Tee", gibt es im 100er Pack.

uhu
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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#6

Beitrag von uhu » Freitag 26. Juni 2020, 17:51

Moin,
als Anregung: Die Teefilter kann man auch mit einem Vakuumiergerät verschweißen.
Die Idee stammt nicht von mir, bin letztens zufällig darauf gestoßen:
https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... &tid=17215
Habe es selber erst nicht geglaubt aber es funktionierte tatsächlich.

LG

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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#7

Beitrag von Blechpirat » Sonntag 28. Juni 2020, 14:42

Vielen Dank für eure Antworten. Jetzt überlege ich natürlich. Aber die Ausgangsfrage ist noch unbeantwortet: Wie engmaschig muss so ein Hopfenstopfsack sein?
Karsten

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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#8

Beitrag von Beerkenauer » Sonntag 28. Juni 2020, 15:57

Blechpirat hat geschrieben:
Sonntag 28. Juni 2020, 14:42
Vielen Dank für eure Antworten. Jetzt überlege ich natürlich. Aber die Ausgangsfrage ist noch unbeantwortet: Wie engmaschig muss so ein Hopfenstopfsack sein?
Das liegt wohl daran m, dass es hier kein richtig oder falsch (oder ideale Meshsize) gibt.
Es gibt unterschiedliche Arten und Materialien den Hopfen zusammenzuhalten (Stoff Beutel, Kunststoffsäckchen oder ein Behälter aus Meshgewebe). Du musst für Dich das passende herausfinden was am Besten zu Deinem Set up und gebrauten Bierstilen passt.

Gruß

Stefan

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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#9

Beitrag von Blechpirat » Mittwoch 1. Juli 2020, 13:13

Vielen Dank. Ich hatte vermutet, dass es zumindest ein "zu grobmaschig" gibt, bei dem der Hopfen, wenn man Pellets verwendet, durch das Netz durchkommt.

Aber dann ist es wohl "Teebeutel", weil ich auf Nummer sicher gehen will.
Karsten

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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#10

Beitrag von Kurt » Mittwoch 1. Juli 2020, 14:23

Es wurde schon erwähnt aber ich möche es nochmal betonen: Am besten extrahiert man die Aromen aus dem Hopfen ohne Sack! Es gibt hier sogar Berichte in denen das Innere des Hopfensäckchens nach dem Stopfen noch trocken war...
Zuletzt geändert von Kurt am Mittwoch 1. Juli 2020, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hopfenstopfen: Welcher Beutel?

#11

Beitrag von Beerkenauer » Mittwoch 1. Juli 2020, 14:31

Bin auch der Meinung, dass man kein Hopfensäckchen etc braucht. Mit dem Cold Crash sinkt eigentlich alles zu Boden.
Ich habe das schon ewig nicht mehr gehabt, dass ich Hopfenstücke mit ins Glas eingeschenkt habe.

Nur Mut :thumbup


Stefan

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