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Autor: Betreff: Vorstellung mit Bilder
Newbie
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Beiträge: 9
Registriert: 21.7.2014
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 3.9.2014 um 22:20  
Hallo zusammen.

Seit Längerem bin ich stiller Mitleser in diesem Forum. Endlich habe ich die Zeit gefunden Bilder raus zu suchen und mich kurz vorzustellen.
Nachdem ich meiner Freundin lange in den Ohren gelegen habe, mit meiner Idee selbst Bier zu brauen, hat sie mir Mitte Juni ein Brauset von "Hopfen und mehr" zum Geburtstag geschenkt. Nach dem ich mit " Brauen für Anfänger" von Rudolph durch war, habe ich meinen ersten Sud gestartet. Zeitgleich habe ich mir "Bier selbst gebraut" von Klinge angeschafft. Und im Anschluss Sud 2-4 gebraut.

Mir ist allerdings erst nach dem letzten Sud bewusst geworden, dank dieses Forums, dass man während der Rast die Temperatur halten soll. Bei allen Suden ging ich zu Beginn 1-2 Grad über die Rasttemperatur (damit der Sud nicht zu stark auskühlt) und schaltete dann das Heizwerk für die Dauer der Rast aus. Für meine zukünftigen Sude will ich während den Rasten penibel die Temperatur halten. Vorallem um reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.

Hier eine kurze Übersicht meiner bisherigen Sude. Ich halte mich bewusst kurz, da die Sude für mich abgeschlossen sind und hauptsächlich der Lerneffekt und der Gewinn von Erfahrung im Vordergrund stand.

Sude:

Sud#1- Weissbier nach Rezept aus dem Rudolph Buch.
Bei der Hopfenzugabe bin ich vom Rezept abgewichen. Hopfensorte war der Mittelfrüh.
Hefe war die Wyeast #3638 - Bavarian Wheat

Da ich noch keinen seperaten Kühlschrank zur Verfügung hatte, reiften 20 Flaschen im Kühlschrank, die andern 20 im Keller (16 Grad). Nach 10 Tagen wechselte ich durch.

Nach der Flaschengärung mit Speise (10% von Pfannenvollwürze) probierte ich das Bier zum erstenmal. Ich empfand es als "trinkbar", jedoch viel mir nach den ersten Schlucken ein starker einseitiger Geschmack auf, welchen ich erst lange nicht einordnen konnte. Ich entschloss mich dazu ihn als "Eiweiß" zu betiteln. Nach dreiwöchiger Reifezeit verschwand er jedoch weitestgehend. Die doch starke Spritzigkeit blieb, nach diesem Sud hab ich meine Speise immer berechnet. Leztenendes schmeckte meinen Bekannten und mir das Bier hervorranged. Es hatte einen guten Bananen touch. Ein Arbeitskollege meinte er schmeckt Nelke raus.


2x das gleiche Weissbier einmal mit direkter Sonneneinwirkung :)




Sud#2- Hopfen Weissbier aus der Rezeptdatenbank. Allerdings ohne Stopfen.
Mein zweiter Sud war abermals ein Weissbier. Ich habe mich ziemlich genau an das Rezept gehalten, jedoch empfand ich den Hopfengeschmack sehr dezent - aber doch hopfiger als bei Sud#1. Bei der Abfüllung ist mir ein dummer Fehler unterlaufen. Nach dem Zugeben der Speise rührte ich zu stark um und wirbelte somit die abgesunkene Hefe auf. Leider kam ich nicht auf die Idee zu warten bis sich die Hefe wieder legt. In den Flaschen war schon extrem viel Hefe. Wenn ich mir die Flasche jedoch nicht komplett einschenkte war es meiner Meinung nach völlig in Ordnung. Ich nannte das Bier "Urweiße" , es fällt mir schwer es genau fest zu machen, jedoch empfand ich es "kräftiger", mehr Alkohol, und irgendwie einfach "voller". Es traft deutlich besser meinen persönlich bevorzugten Weissbier Geschmack als Sud#1, da ich es schon etwas "schwerer" mag. Meine Freundin bevorzugten deutlich Sud#1. Im Bekanntenkreis bevorzugten durch die Bank Frauen Sud#1.



Kleiner Rest Bier mit viel Hefe bleibt in der Flasche.


Hier "Urweiße" mit kompletten Flascheninhalt.

Sud#3- Altdeutsches Hell aus der Rezeptdatenbank.
Als Hefe benutzte ich die Nottingham, die im Rezept verwendete Schalke04 war bei "Hopfen und mehr" gerade nicht verfügbar.
Ich war sehr begeister von "Notti". Ich hab an der oberen Grenze der empfohlenen Temperatur vergoren, nicht direkt beabsichtigt, ich hatte sie erst im Keller bei 17 Grad. Ich hatte das Gefühl, dass sie nicht richtig ansetzt und hab sie deswegen in einen 22 Grad warmen Bereich verschoben. Hier reagierte die Hefe deutlich aktiver. Im Nachhinein bereue ich es ein bisschen, ich war wohl noch die Flüssighefe gewöhnt. Allerdings freue ich mich schon auf den Vergleich zu einer im unteren Bereich vergorenen Notti. Da ich dieses Rezept wieder Brauen werde.

Das Altdeutsche Helle hat mir sehr gut geschmeckt, richtig süffig.





Sud#4- Saarmoench´s Simcoe IPA aus der Rezeptdatenbank.

Schließlich wollte ich unbedingt ein IPA versuchen und einmal Hopfenstopfen.
Hier hielt ich mich penibel an das Rezept. Mir persönlich schmeckt das Bier gut, jedoch könnte ich wohl keine 2 Stück hintereinander trinken.
Besonders interssant am IPA brauen fand ich das Verkosten im Bekannten/Verwandtenkreis und die Unterschiede der persönlichen Geschmäcker. Fast niemand hatte zuvor ein IPA getrunken.
Die Meinungen schwankten zwischen "untrinkbar" und "was ganz Besonderes" bishin zu "richtig lecker".





Flaschen


Hoffe meine Vorestllung ist nicht zu lange geraten. Freu mich hier zu sein und bin euch schon sehr dankbar für die viele Informationen die ich aus dem Forum gesaugt habe.

Viele Grüße & Prost, Martin


[Editiert am 3.9.2014 um 22:24 von hopfenbaer]
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Alt-Phex
Beiträge: 854
Registriert: 1.2.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 3.9.2014 um 22:28  
Willkommen im Forum.

Scheint doch alles soweit gut geklappt zu haben.

Vieleicht magst du uns ja mal was zu deiner Anlage erzählen, am besten mit Bildern.

Wir stehen hier alle auf Brauanlagen-Porno ;)


____________________
---
Brauer & Mälzer - Jahrgang 1994
Mediendesigner seit 2000
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Newbie
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Beiträge: 9
Registriert: 21.7.2014
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 3.9.2014 um 22:54  
Besonders unsicher war ich mir während dem Brauen, was das Gären betrifft. Letztenendes habe ich aber immer die perfekt passende Antwort hier im Forum gefunden. :thumbup:

Die Anlage ist im Grunde einfach das Deluxe Set von Hopfen und mehr. Bis jetz bin ich recht zufrieden damit. Hier ein paar Bilder.



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gulp
Beiträge: 3937
Registriert: 20.7.2009
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 3.9.2014 um 23:09  
Wolpertinger?, da tippe ich mal auf einen bayerischen Brauer. :D
Herzlich willkommen im Forum.

Mit der Urweißen kann man wahrscheinlich direkt einen Gichtanfall auslösen, aber die Anderen sehen sehr gut aus. Respekt! Sauberer Einstieg. :thumbup:

Gruß
Peter


____________________
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier.
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Moderator
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Boludo
Beiträge: 9432
Registriert: 12.11.2008
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 4.9.2014 um 08:34  
Hallo und willkommen!

Du musst das Jungbier unbedingt von der Hefe runterschlauchen, bevor Du die Speise zugibst und umrührst.
Ich weiß, dass das bei Hagen Rudolf anders beschrieben ist, aber da stehen noch andere Dinge, die ich nicht gut finde.
Z.B. das Hopfenseihen, da gibt es nichts besseres als ein Whirlpool.
Die Speisemenge würd ich auich unbedingt berechnen.
Viel Erfolg weiterhin!

Stefan
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Newbie
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Beiträge: 9
Registriert: 21.7.2014
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 4.9.2014 um 08:56  

Zitat von gulp, am 3.9.2014 um 23:09
Wolpertinger?, da tippe ich mal auf einen bayerischen Brauer. :D


Danke.
Richtig, aus Erding daher woipERDINGER ;). Bin schon am sparen für den Rechtsstreit mit Erdinger Weissbier. :)

Das Buch von Rudolph lies bei mir zu viele Fragen offen, nach dem Buch von Klinge wars besser.
Bei Sud 3 und 4 hab ich brav abgeschlaucht und Speise berechnet.
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BerndH
Beiträge: 1762
Registriert: 6.1.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 4.9.2014 um 09:07  
Hallo Hopfenbaer und herzlich willkommen im Forum.
Deine Vorstellung liest sich gut und deine Biere scheinen Dir auch gelungen zu sein.
Ein erkennt man gleich auf den Bildern, der am Glas klebende Schaum, der es nicht zurück ins Bier schafft spricht
für eine sehr gute Schaumqualität.

Allzeit gut Sud.


Bernd
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Senior Member
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Corvus
Beiträge: 122
Registriert: 28.1.2014
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 4.9.2014 um 15:09  
Hi Martin,

das sieht doch super aus. Weiter so. :)


Zitat von hopfenbaer, am 3.9.2014 um 22:20
Mir ist allerdings erst nach dem letzten Sud bewusst geworden, dank dieses Forums, dass man während der Rast die Temperatur halten soll. Bei allen Suden ging ich zu Beginn 1-2 Grad über die Rasttemperatur (damit der Sud nicht zu stark auskühlt) und schaltete dann das Heizwerk für die Dauer der Rast aus.

Mache Dir da nicht zu viel Stress. Wenn Du Dir eine Thermomanschette für den Einkocher baust (billige Isomatte kaufen/zuschneiden/Gummiband aus der Nähkiste der Gattin mopsen/fertig) dann hält sich die Temperatur ganz gut. Kannst ja alle 10 min zum Umrühren messen und schauen. Dann wirst Du auch nicht mehr oft heizen müssen. Die Frage ist auch, mit welchem Thermometer Du misst. Diese Standardmaischthermos haben auch eine extreme Schwankung. Bei mir hat eines mal 105 Grad für kochenden Wasser angezeigt. :puzz:

Bei dem einen Läuterfoto sieht man ein Teesieb. Ich denke, damit fängst Du das eine oder andere Körnchen noch ab. Das ist aber gar nicht so relevant. Selbst wenn ein paar in der Würze landen sollten und mitgekocht werden. Allerdings wird bei der Methode die heiße Würze beim Läutern belüftet > Achtung Oxidation. Besser wäre, Du würdest einen Schlauch an den Läuterbottich anbringen, um Sauerstoffeintrag zu vermeiden - am besten direkt in den Einkocher zurück, dann brauchst Du das auch nicht noch einmal zusätzlich umschütten.

Und ich muss Bernd recht geben. Top-Schaum! :thumbup: :thumbup:

Weiter gut Sud.
LG

Andreas


[Editiert am 4.9.2014 um 15:10 von Corvus]
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Moderator
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Boludo
Beiträge: 9432
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Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 4.9.2014 um 15:46  
Der Hanghofer ist übrigens auch zu empfehlen.
Didaktisch etwas unübersichtlich, fachlich aber sehr gut und die Rezepte sind prima!

Stefan
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Newbie
Newbie


Beiträge: 9
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 21:37  
Vielen Dank für die Tipps, hab alle bei meinem neuen Sud angewandt.
Vor allem das Läutern mit Schlauch ist sehr angenehm. :thumbup:

In der Zwischenzeit habe ich ein Amarillo Weissbier gebraut. Dabei war ich relativ unsicher in Bezug auf Whirlpoolhopfung, Nachisomisierungs Zeit und Abkühlen der Würze.

Ich bin mit Tradition und bisschen Chinook auf 14IBU gegangen. Nach 90 Minuten kochen habe ich mit Hilfe des Würzekühlers schnell auf 60 Grad abgekühlt. Bei knapp über 94 Grad hab ich 40g Amarillo hinzugefügt. Wenige Minuten später war ich schon deutlich unter 90 Grad, so wollte ich verhindern das zuviel Bittere aus dem Amarillo ins Weißbier kommt. Bei 60 Grad hab ich dann den Whirlpool angesetzt, der auch sehr schön funktioniert hat.

Ist mein Vorgehen sinnvoll?
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Member
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Bronkhorst
Beiträge: 77
Registriert: 15.5.2014
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 24.9.2014 um 09:56  
Hi hopfenbaer,

Whirlpoolhopfen tatsächlich in den Whirlpool schmeißen.
Wenn du die 40g Amarillo bei >90 °C in den Sud geworfen hast, wird sicherlich auch noch etwas Alphasäure isomerisiert sein, zumal dieser mit ca. 9% auch nicht so wenig enthält.
So viel ich rausbekommen habe, isomerisiert die Säure bis UNGEFÄHR 80°C.

Bei mir dauert die Nachisomerisierung nach Flameout u. abnehmen der Isolierung vom Einkocher ohne aktive Kühlung ca. 25 min., dann hat die Würze 80 °C erreicht.
Jetzt gebe ich den WP Hopfen zu und drehe den WP an. 15 Minuten stehen lassen u. abseihen.

Gruss


[Editiert am 24.9.2014 um 14:55 von Bronkhorst]
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Newbie
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Beiträge: 9
Registriert: 21.7.2014
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 24.9.2014 um 10:09  
Hi Bronkhorst,

danke nochmal für die Erklärung, das nächste mal gebe ich den Hopfen wircklich nur in den Whirlpool. Weiß grad auch nicht mehr wieso ich den noch über 90Grad zugeben wollte.
Da ich den Würzekühler verwendet habe war ich schätzungsweise innerhalb von 2-3 Minuten bei 80 Grad. Ich hoffe jetz einfach mal das da nicht zu viel Bittere gelöst wurde.
Zumindest riecht es jetz nach 6 Tagen Gären, sehr schön nach Amarillo.
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Bronkhorst
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Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 24.9.2014 um 14:54  
Ich glaube nicht, dass Du Dir Gedanken machen must. Die Abkühlung ging ja wirklich schnell.

Dann wünsche ich Dir ein leckeres Bier, prost!
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