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Seite 1 von 2   «  1  2  »     
Autor: Betreff: Verlust beim Hopfenkochen
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Beiträge: 8
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 15:12  
Hallo,

ich habe mittlerweile meinen 8.Sud hinter mir. Das was mir jedes mal auffällt ist das ich vom Volumen her nicht mal ansatzweise an die Mengenausbeuite komme wie sie z.B. die Rezepte bei MMUM angeben.

Ich habe also gestern mit 40L Wasser (25L HG 15L NG) und 6,5kg Schüttung ein Bier gebraut.

Nach dem Läutern hatte ich ca 29l Würze die Zum Hopfenkochen in die Pfanne gewandert sind. Die menge finde ich an sich OK da der Treber ja einiges aufsaugt. Da der Topf während dem Maischen meist mit dem Deckel abgedeckt ist vermute ich keine großen Verdampfungsverluste hier.

während der 30-minütigen Aufheizphase und dem 90 Minuten Kochen sind ca. 7l Flüssigkeit verdampft (7cm Flüssigkeitsstandsabnahme im Topf mit 36cm Durchmesser) was mir doch verdammt viel vor kommt. :o
gekocht habe ich mit der Hendi auf Halbgas was ausreicht damit die Flüssigkeit deutlich wallt.

Da ich noch keine Ordentliche Lösung zum Hopfenseien haben bleibt bei der Abfülung in dern Gärtank sicher gut 1l im Topf übrig.
Verluste für Jodprobe und fürs Refraktometer sind zu ignorieren.

In summe sind aus den 40L Wasser die ich hier verbraucht habe also nur 21L Würze im Gärfass gelandet.

Was mache ich denn hier falsch?
Oder passt das so alles?

Gruß
Andreas
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Gambrinus zu Borbetomagus
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 15:22  
Du musst lernen um zu denken. Was interessieren die l Angaben? Hauptguss OK bei Hellen 4 l pro KG Malz bei dunklen 3/1. Der Rest ist absolut unwichtig.

Verstehst was ich meine ?

Der Extraktgehalt sollte dich interessieren wieviel wird eingkocht oder liege ich da falsch? Wenn du nach Hopfenkochen 12 Plato haben willst, so Schwänzt du oben an, bis 10 Plato in der Pfanne sind. 2 Plato kochst du wieder ein. Den Nachgus zu berechnen ist unnötig


[Editiert am 4.10.2014 um 15:24 von Gambrinus zu Borbetomagus]



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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 15:28  
Hallo Andreas,
das etwas Flüssigkeit im Eiweißschmodder nach dem Hopfenkochen verbleibt ist ganz normal und normalerweise in die Rezepte einkalkuliert.
Das verdampfende Wasser solltest du aber mindestens teilweise ersetzen bis du auf deinen gewünschten Stammwürzegehalt kommst.
Im Normalfall ist das in etwa der Fall wenn du das verdampfte Wasser komplett mit neu hinzugefügten Wasser ersetzt.
Ersetzt du das verdampfte Wasser nicht so steigt dein Stammwürzegehalt kräftig an und du hast aus einem Bier mit normaler Trinkstärke schnell ein Bockbier erzeugt.

Du hättest also die 7L Verdampfung vermutlich komplett oder mindestens teilweise ersetzen können und entsprechend mehr Bier mit dem rezeptkonformen Stammwürzegehalt bekommen.
In einigen Fällen muss man sogar mehr Wasser hinzugeben als beim Kochen verdampfte um auf die gewünschte Stammwürze zu kommen.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 4.10.2014 um 15:41 von BerndH]
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Ladeberger
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 15:29  
Mich würde an der Stelle mal interessieren, welche Stammwürze die 21L hatten.

Gruß
Andy
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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 15:31  
Die Liter ohne Angabe der Stammwürze sagen gar nichts aus.

Stefan
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 15:44  

Zitat von BerndH, am 4.10.2014 um 15:28
Das verdampfende Wasser solltest du aber mindestens teilweise ersetzen bis du auf deinen gewünschten Stammwürzegehalt kommst.
Im Normalfall ist das in etwa der Fall wenn du das verdampfte Wasser komplett mit neu hinzugefügten Wasser ersetzt.
Ersetzt du das verdampfte Wasser nicht so steigt dein Stammwürzegehalt kräftig an, was meist nicht erwünscht ist sonst hast du schnell ein Bockbier erzeugt.

Du hättest also die 7L Verdampfung vermutlich komplett oder mindestens teilweise ersetzen können und entsprechend mehr Bier erhalten.


Da kommen wir doch schon zu des Pudels Kern :)
Es ist also nnormal das was beim Hopfenkochen verdampft wieder zu ersetzen? Ich habe es immer intuitiv so gemacht, aber irgendwie kam mir das "falsch" vor weil ich davon noch nie irgendwo was gelesen habe. Der Alte Einkocher hat es nie geschafft hier groß Verdampfung zu produzieren, da war das problem nicht so tragisch. :)

Wenn die Verluste die ich oben geschildert habe so "normal" sind dann gibt es ja keinen Grund zur Beunruhigung.

@Ladeberger: 19,5°Brix hat das Refraktoometer angezeigt... bevor ich den Flüssigkeitsverlust kompensiert habe.
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Gambrinus zu Borbetomagus
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 15:47  
Es sollte eben nicht normal sein, dass man das ersetzt was verdampft. Man sollte das was verdampft schon vorher mit einrechnen.

Verstehst du, dass du sonst wertvollen Extrakt verschenkst?


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DerDennis
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 16:03  
Stimmt. Wasser nachkippen sollte nur nötig sein, wenn man mal nicht bei der gewünschten Stammwürze nach dem Kochen landet.

Nach ein paar Suden hat man allerdings ein paar Erfahrungswerte und weiß, wie viel bei x Minuten Kochzeit verdampft, und kann schon beim Läutern entsprechend die Stammwürze so einstellen, dass es nach dem Kochen genau passt.

Z.B. wenn ich weiß, dass bei 90 Minuten Kochzeit die Würze um 1,5°P "eindickt", dann läutere ich so lange, bis ich bei (Zielstammwürze - 1,5) meiner "Pfannevollwürze" (vor dem Hopfenkochen) angelangt bin...

Grüße


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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 16:15  
Das kann man so machen Dennis aber warum sollte man das tun ?
Diese Vorgehensweise ergibt unnötig wenig Bier wenn ich das "Eindicken" gleich von vornherein mit einkalkuliere und
abschliessend nicht mehr auf Zielstammwürze verdünnen kann.
Das kann natürlich jeder machen wie er möchte, insbesondere wenn seine Töpfe groß genug sind.
Meine Rezepte die ich veröffentlich habe gehen davon aus das man am Kochende auf Zielstammwürze einstellt und nicht vorher.

Ich braue kaum nach veröffentlichten Rezepten anderer aber wenn ich es tat musste ich nach Kochende auch immer verdünnen um
auf die im Rezept genannte Stammwürze herunter zu kommen.

Würde ich gleich zu Kochbeginn schon die Verdampfung mit einkalkulieren hätte ich jedes mal 6 - 7L weniger Bier, das halte ich für vermeidbar.
Einen Vorteil kann ich dabei nicht erkennen, nur die Ungewissheit ob die ja nur geschätze Verdampfung auch wirklich zur Zielstammwürze führen wird.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 4.10.2014 um 16:25 von BerndH]
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gulp
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 16:37  
Servus Bernd,
Zitat:
Einen Vorteil kann ich dabei nicht erkennen, nur die Ungewissheit ob die ja nur geschätze Verdampfung auch wirklich zur Zielstammwürze führen wird.


Man muss halt seine Anlage kennen. Beersmith rechnet dann alles korrekt aus. x Liter und x° P, bei Pfannevoll.

In dem Zusammenhang würde mich interessieren wie du die IBUs ausrechnest.

Gruß
Peter


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Gambrinus zu Borbetomagus
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 16:43  

Zitat von BerndH, am 4.10.2014 um 16:15
Das kann man so machen Dennis aber warum sollte man das tun ?
Diese Vorgehensweise ergibt unnötig wenig Bier wenn ich das "Eindicken" gleich von vornherein mit einkalkuliere und
abschliessend nicht mehr auf Zielstammwürze verdünnen kann.
Das kann natürlich jeder machen wie er möchte, insbesondere wenn seine Töpfe groß genug sind.
Meine Rezepte die ich veröffentlich habe gehen davon aus das man am Kochende auf Zielstammwürze einstellt und nicht vorher.

Ich braue kaum nach veröffentlichten Rezepten anderer aber wenn ich es tat musste ich nach Kochende auch immer verdünnen um
auf die im Rezept genannte Stammwürze herunter zu kommen.

Würde ich gleich zu Kochbeginn schon die Verdampfung mit einkalkulieren hätte ich jedes mal 6 - 7L weniger Bier, das halte ich für vermeidbar.
Einen Vorteil kann ich dabei nicht erkennen, nur die Ungewissheit ob die ja nur geschätze Verdampfung auch wirklich zur Zielstammwürze führen wird.


Grüsse

Bernd


Verstehe ich das richtig, du hast ein Problem, dass deine Würzpfanne zu klein ist? und du nicht mehr anschwänzen kannst oder machst du von vornerein High Grafity? irgendwie werde ich aus deinem Post nicht ganz schlau. Wie so oft :redhead:


[Editiert am 4.10.2014 um 16:44 von Gambrinus zu Borbetomagus]



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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 16:51  

Zitat:
In dem Zusammenhang würde mich interessieren wie du die IBUs ausrechnest.

Du meinst welche Menge ich in die Rechner eingebe ?
Ich gebe die Menge ein die ich nach dem Hopfenkochen samt Verdünnen als Sud ansetze.
Die Menge weiss ich mittlerweile auch vor dem Kochen schon aus Erfahrung.
Ich habe aber eher das Problem das meine Biere zu bitter als zu dünn werden. :)
Als Grund habe ich dafür ausgemacht das meine Würze 30min nach Kochende und Whirlpool beim Abschlauchen noch 94 Grad hat,
was ich nie vermutet hätte bei einem Topf ohne Isolierung und nur mit Alufolie abgedeckt.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 4.10.2014 um 17:59 von BerndH]
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cyme
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 16:59  
Andreas, das ist zwar nur eiern Tropfen auf den heißen Stein, aber um hopfenseien musst du dir keinen Kopf machen. Lass ruhig etwas Hopfenreste und anderen Trub mit ins Gärfass wenn es dir 1L mehr Würze gibt. Das setzt sich nach der Gärung ohnehin mit der Hefe ab. Manche berichten, dass sie ohne Filtern klareres Bier als mit Filtern bekommen.


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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:14  

Zitat:
Verstehe ich das richtig, du hast ein Problem, dass deine Würzpfanne zu klein ist?
und du nicht mehr anschwänzen kannst oder machst du von vornerein High Grafity?


Sagen wir mal so, du läuterst länger und gewinnst dadurch mehr Würzemenge die aber insgesamt etwas dünn daher kommt und diese kochst du dann
ein bis du auf deine Zielstammwürze kommst. Du nutzt deine Behältegrößen durch die Notwendigkeit des Konzentrierens durch Kochen also nicht wirklich aus.
Das kann man so machen, viele werden das so machen, muss man aber nicht.

Man kann das Problem, das durch diese von Dir favorisierte Weise des "Eindickens" etwas weniger Bier als möglich enststeht, z.B. so lösen:
Ich läutere genauso lange nur das ich die letzten Liter in einem Eimer aufhebe (weil die nicht mehr in den Kochtopf passen würden) und ersetze später damit das verkochte Wasser.
Diese dünne Würze schütte ich aber nicht ganz am Ende rein sondern vielleicht eine halbe Stunde vor Kochende.
Der Kälteschock gibt in der Regel auch einen sehr schönen Würzebruch, zumindest empfinde ich das als positiv.
Was in den vielleicht letzten 20min noch verdampft wird, wenn überhaupt nötig, durch Wasser ergänzt um auf die Zielstammwürze zu kommen.
So habe ich insgesamt 6-7L mehr Bier als wenn ich nur einfach hätte "eindicken" lassen.

Man kann sich das ganze auch vereinfachen und nur mit Wasser das Verdampfte ergänzen aber dadurch das ich hauptsächlich mit zurück behaltender Restwürze
auffülle erhalte ich etwas mehr Stammwürze und damit auch etwas mehr Bier. Im Prinzip entspricht dieses Vorgehen fast deiner Eindickversion, nur
das ich keinen so großen Topf brauche bzw. den kleineren so besser ausnutzen kann.

Als richtiges "High Grafity" würde ich das noch nicht bezeichnen, eher als optimale Ausnutzung der Behältergrößen.
Gundsätzlich ist das meiner Meinung nach aber eigentlich schon High Grafity wenn man abschliessend auf Zielstammwürze einstellt.

Würde ich so handeln wie du es für richtig erachtest hätte ich pro Sud besagte ca. 6-7L Bier weniger und das fände ich schade wo doch
das Brauen so einen enormen Arbeitsaufwand bedeutet.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 4.10.2014 um 17:19 von BerndH]
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:17  

Zitat von BerndH, am 4.10.2014 um 17:14

Zitat:
Verstehe ich das richtig, du hast ein Problem, dass deine Würzpfanne zu klein ist?
und du nicht mehr anschwänzen kannst oder machst du von vornerein High Grafity?


Sagen wir mal so, du läuterst länger und gewinnst dadurch mehr Würzemenge die aber insgesamt etwas dünn daher kommt und diese kochst du dann
ein bis du auf deine Zielstammwürze kommst. Du nutzt deine Behältegrößen durch die Notwendigkeit des Konzentrierens durch Kochen also nicht wirklich aus.
Das kann man so machen, viele werden das so machen, muss man aber nicht.

Man kann das Problem, das durch diese von Dir favorisierte Weise immer etwas weniger Bier als möglich enststeht, z.B. so lösen:
Ich läutere genauso lange nur das ich die letzten Liter in einem Eimer aufhebe (weil die nicht mehr in den Kochtopf passen würden) und ersetze später damit das verkochte Wasser.
Diese dünne Würze schütte ich aber nicht ganz am Ende rein sondern vielleicht eine halbe Stunde vor Kochende.
Der Kälteschock gibt in der Regel auch einen sehr schönen Würzebruch, zumindest empfinde ich das als positiv.
Was in den vielleicht letzten 20min noch verdampft wird, wenn überhaupt nötig, durch Wasser ergänzt um auf die Zielstammwürze zu kommen.

Man kann sich das ganze auch vereinfachen und nur mit Wasser ergänzen aber dadurch das ich hauptsächlich mit zurück behaltender Restwürze
auffülle erhalte ich etwas mehr Stammwürze und damit auch etwas mehr Bier. Im Prinzip entspricht dieses Vorgehen fast deiner Eindickversion, nur
das ich keinen so großen Topf brauche bzw. den kleineren so besser ausnutzen kann.

Als "High Grafity" würde ich das noch nicht bezeichnen, eher als optimale Ausnutzung der Behältergrößen.
Würde ich so handeln wie du es für einzig richtig erachtest hätte ich pro Sud besagte ca. 6-7L Bier weniger und das fände ich schade wo doch
das Brauen so einen enormen Aufwand bedeutet.


Grüsse

Bernd


:idea:

Joa, gut wenn die Töpfe zu klein sind muss man das wohl so machen. Ich meine man verschenkt ein wenig Extrakt, der im Treber bleibt und die Sudhausausbeute sinkt. Aber das muss ja jeder selbst wissen.


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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:20  

Zitat:
Ich meine man verschenkt ein wenig Extrakt, der im Treber bleibt und die Sudhausausbeute sinkt.

Da wird nichts verschenkt, im Gegenteil.
So wie ich mein Vorgehen beschrieben habe nutze ich den Maischeinhalt bestmöglich aus.
Ich läutere ja sogar noch wenn der Topf schon voll ist und ergänze damit später die Verdampfung.
Lies Dir noch mal richtig durch was ich im letzten Posting schrieb.
Die Töpfe sind nicht zu klein, bzw. sind sie es vielleicht auch grundsätzlich immer. :)
Natürlich könnte ich auch jedesmal beim Brauen auf ein paar Liter Bier verzichten, nur gibt es dafür keinen Grund.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 5.10.2014 um 08:47 von BerndH]
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DerDennis
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:25  

Zitat von BerndH, am 4.10.2014 um 16:15
Das kann man so machen Dennis aber warum sollte man das tun ?
Diese Vorgehensweise ergibt unnötig wenig Bier wenn ich das "Eindicken" gleich von vornherein mit einkalkuliere und
abschliessend nicht mehr auf Zielstammwürze verdünnen kann.
Das kann natürlich jeder machen wie er möchte, insbesondere wenn seine Töpfe groß genug sind.
Meine Rezepte die ich veröffentlich habe gehen davon aus das man am Kochende auf Zielstammwürze einstellt und nicht vorher.

Ich braue kaum nach veröffentlichten Rezepten anderer aber wenn ich es tat musste ich nach Kochende auch immer verdünnen um
auf die im Rezept genannte Stammwürze herunter zu kommen.

Würde ich gleich zu Kochbeginn schon die Verdampfung mit einkalkulieren hätte ich jedes mal 6 - 7L weniger Bier, das halte ich für vermeidbar.
Einen Vorteil kann ich dabei nicht erkennen, nur die Ungewissheit ob die ja nur geschätze Verdampfung auch wirklich zur Zielstammwürze führen wird.


Grüsse

Bernd


Moin Bernd,

deine Vorgehensweise ist aber noch unnötiger, sofern du einfach genau die passende Malzmenge verwendest um nach dem Läutern auf die benötigte Stammwürze zu kommen.

Wenn natürlich die Zutatenmengen nicht passen, dann kann es schon sein dass du nach dem Hopfenkochen das Gesamtvolumen korrigieren musst, um auf deine gewünschte StaWü zu kommen (und eine Korrektur setzt ja bekanntlich voraus, das vorher etwas nicht gestimmt hat, gell?).

Grüße


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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:29  
So kann ich aber ein paar Liter Bier mehr erzeugen und das ist doch ok, oder ?

Würde ich einfach nur meinen Kochtopf mit Würze voll füllen die erst nach dem Kochen durch Eindicken
auf den gewünschten Stammwürzegehalt kommt, würde ich weniger Bier erzeugen können und hätte die Maische
auch nicht so gut ausgenutzt denn so nutze ich ja die zurück behaltene Würze auch noch aus zum ergänzen des Verdampfungsschwundes.
Mich würde es ehrlich gesagt wundern wenn andere das nicht auch so machen. :)


Grüsse

Bernd


[Editiert am 4.10.2014 um 17:33 von BerndH]
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DerDennis
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:37  

Zitat von BerndH, am 4.10.2014 um 17:29
So kann ich aber ein paar Liter Bier mehr erzeugen und das ist doch ok, oder ?

Würde ich einfach nur meinen Kochtopf mit Würze voll füllen die erst nach dem Kochen durch Eindicken
auf den gewünschten Stammwürzegehalt kommt, würde ich weniger Bier erzeugen können.

Grüsse

Bernd


Klar ist das ok, das nennt sich dann "High Gravity"-Verfahren. Gibt geringfügig mehr Bräunungsreaktionen beim Kochen aufgrund der höheren StaWü, und das Hopfenaroma und die IBU werden eben auch mit verdünnt. Wenn man das alles berücksichtigt, ist es kein Problem so ein paar Liter mehr zu erhalten. Vorteilhaft ist auch, wenn durchs Verdünnen die Temperatur schlagartig von 100°C auf <80°C gesenkt wird, das ist schlecht fürs DMS-p und daher gut fürs Bier...

Edit: übriggebliebene Läuter-Würze sollte man aber meines Wissens max. 20 Minuten vor Koch-Ende zugeben, nicht später.

Grüße


[Editiert am 4.10.2014 um 17:42 von DerDennis]



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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:44  

Zitat:
wenn durchs Verdünnen die Temperatur schlagartig von 100°C auf <80°C gesenkt wird, das ist schlecht fürs DMS-p und daher gut fürs Bier...

Das wusste ich noch gar nicht, danke Dennis.
Ich wusste nur, bzw. habe das selber für mich heraus gefunden, das der Temperaturschock oft einen wunderbaren Würzebruch auslöst, insbesondere
wenn Weizenmalze mit in der Schüttung waren aber auch ohne diese.
Wenn ich nur durchkoche tritt der Würzebruch meist nicht so ausgepägt auf, aber das mache ich ja selten. ;)

Zitat:
Edit: übriggebliebene Läuter-Würze sollte man aber meines Wissens max. 20 Minuten vor Koch-Ende zugeben, nicht später.

Genau so mache ich das, wie weiter oben schon beschrieben.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 4.10.2014 um 17:48 von BerndH]
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:52  
Um auf die eigentliche Fragestellung zurück zu kommen:
Nach dem Hopfenkochen sollte man als Neuling auf jeden Fall die durch das Kochen und Verdampfen erhaltene Stammwürze kontrollieren
und bei Bedarf korrigieren. Es könnte gut sein das man sonst viel zu hoch liegt.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 4.10.2014 um 18:00 von BerndH]
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 18:40  
So, eben von von Bernds High Gravity Verfahren das seiner Meinung nach keines ist. zurück zum Thema.

@ Gondi, lange Rede kurzer Sinn. Das Messen der Stammwürze wärend des Läutervorgangs, genauer gesagt ab dem Anschwänzen ist eigentlich sehr wichtig. Wenn ich nun 15 l Nachguss errechnet habe und ich habe in der Würzpfanne "noch Platz" und die Stammwürze liegt oberhalb oder eventuell genau auf der Zielstammwürze, kann ich noch weiter Nachgüsse geben.

Denn 1 Plato Kocht man locker noch ein und wenn ich aufhöre zu läutern bleibt eben noch Extrakt im Treber. Dieser Extrakt fehlt später natürlich und du erhältst vielleicht nur 18l anstatt der im Rezept angegebenen 21l. Klar könnte man auch einfach mehr Malz nehmen um das zu korrigieren, das aber ist ja unnötige Verschwendung.

Klar kann man auch noch Glattwasser, das noch 2 Plato hat in einem Eimer auffangen, wenn z.B. die Würzepfanne voll ist und das, wenn das erste verkocht ist dazu schütten, aber kurz vor Kochende würde ich das auch nicht machen wie Dennis das schon geschrieben hat. Denn es finden noch einige Reaktionen wärend des kochens statt, die eventuell dann nicht mehr zum abschluss kommen.

"High Gravity" ist dann ein anderes Thema.


[Editiert am 4.10.2014 um 18:40 von Gambrinus zu Borbetomagus]



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Zitat:
Es ist also normal das was beim Hopfenkochen verdampft wieder zu ersetzen?


Nein, das ist nicht normal. Die Verluste werden vorher berechnet. Je nach Anlage sind das beim Hopfenkochen um die 10-15 %.
Man berechnet, wie hoch die Pfannevolwürze, also die Würze vor dem Hopfenkochen sein soll. Wenn dieser Wert erreicht ist, enden die Nachgüsse. Beim Kochen kontrolliert man hin und wieder wo die Reise hingeht.
Gute Programme rechnen dir das aus, wenn du deine Anlage vorher korrekt anlegst. In meinem Fall ist das beersmith.

Gruß
Peter


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Ich würde dir den kleinen Brauhelfer wärmstens empfehlen.

Mit Angabe der Parameter deiner Brauanlage und dem Rezept spuckt die das Programm, meiner Erfahrung nach, nahezu perfekte Werte auch bezüglich HG u. NG.

Funktioniert bei mir sehr gut.

Gruss
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red_folder.gif erstellt am: 5.10.2014 um 13:31  
Also für mich macht es keinen Sinn bei Glattwasser mit 2°P oder weniger weiter zu läutern, nur um nach dem Hopfenkochen die Ausschlagmenge und Stammwürze genau zu treffen.
Die paar Liter Glattwasser, die ich dabei verschenke, wären letztendlich nicht einmal 1Liter fertiges Bier. Für den Liter bräuchte ich einen größeren Topf und natürlich auch etwas mehr Energie und mehr Zeit zum Läutern.

Nur meine bescheidene Meinung.
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