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Autor: Betreff: Wie lange ist das selbstgebraute Bier haltbar?
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 18:06  
Moin,
wie der Titel schon sagt, möchte ich gerne wissen, wie lange das selbstgbraute Bier bei Kellertemperatur von 11°C oder im Kühlschrank bei 8°C haltbar ist.
Gibts da so einen Richtwert?


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flying
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 18:18  
Wo ich schon mal online bin,

Einen Richtwert gibt es nicht. Die Haltbarkeit ist abhängig vom Alkoholgehalt und von der Hefemenge in der Flasche/Faß. Außerdem noch von der Hopfung (Viel Hopfen konserviert).
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen. Ein im Keller Flaschengegärtes Bier mit 12% Stw bei 11-15° C hält sich nach der Reifung noch höchstens 4 Wochen.

m.f.g
Renè


[Editiert am 7.9.2009 um 18:18 von flying]



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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 18:21  
Hmmm, kann man das nicht irgendwie länger haltbarer machen?
Wenn ich z.b. 50L mache, kann ich das ja nicht in 4 Wochen austrinken und jeden Tag leute zum trinken einladen ist auch blöd. *g*


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ZeroDome
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 18:29  

Zitat:
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen. Ein im Keller Flaschengegärtes Bier mit 12% Stw bei 11-15° C hält sich nach der Reifung noch höchstens 4 Wochen.


Das kann ich jetzt nicht bestätigen - nach 6 Monate haben einzelne meiner Flaschen (die dann noch übrig waren) schon gehalten und waren geschmacklich noch super in Schuss. Vorallem Starkbier reift noch lange weiter. Bei vier Wochen müsste man ja weitestgehend auf Biervielfalt verzichten, jedenfalls kann ich so viel nicht trinken. Habe vor kurzem ein ca. 1 Jahr altes Weizen getrunken. Sicher nicht mehr fruchtig, aber auch keinesfalls verdorben und absolut trinkbar. Bevor die Hefe dazu kam, war es klar wie ein Pils ausm Laden :D

lg Dominic


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Viele Grüße
Dominic
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flying
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 18:35  
Natürlich gibt es Möglichkeiten. Filtration zum Beispiel. Aber es geht auch ohne. Die Nachgärung in einem zylindrokonischen Drucktank und dann Abfüllen über einen Gegendruckabfüller.


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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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daniel_s1
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 18:44  

Zitat von Schattenmeister, am 7.9.2009 um 18:21
Hmmm, kann man das nicht irgendwie länger haltbarer machen?
Wenn ich z.b. 50L mache, kann ich das ja nicht in 4 Wochen austrinken und jeden Tag leute zum trinken einladen ist auch blöd. *g*


Nein nein, Du musst Dich nicht so beeilen: Während es stimmt dass manche Komponenten sich bereits nach so kurzer Zeit verändern (das Hopfenaroma z.B. nimmt stetig ab; wie Dominic schon gesagt hat, auch die Hefe-Fruchtigkeit eines Weizen), ist das Bier absolut top - ausgenommen natürlich Biere bei denen sich etwas eingeschlichen hat.

Zudem werden etwaige Schönheitsfehler (zu starke Bitterkeit; off-flavours von der Gärung) manchmal durch Lagerung ausgebessert.

Also in aller Ruhe das Selbstgebraute genießen, so kannst Du das Bier auch in verschiedenen Reifephasen probieren!

Viele Grüße,
Daniel


[Editiert am 7.9.2009 um 18:45 von daniel_s1]
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 18:54  
Danke für die Infos. :thumbup:


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flying
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 18:55  
Hallo Dominic und Wolfgang,

Vom Starkbier jetzt mal abgesehen, ohne aktive Kühlung hab ich immer nach ca. 4 Wochen Qualitätsverluste bis hin zur Untrinkbarkeit festgestellt. Mein untergäriges Schwarzbier war nach 6 Wochen trinkbar, nach 8 Wochen extrem lecker und nach 12 Wochen untrinkbar. Eindeutiger Autolyse- Geschmack.


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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
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flying
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 19:12  
Hallo Wolfgang,

Eine Frage an mich? Ich denke Du bist eindeutig der erfahrerene Brauer. IMHO kann ich sagen das bei manchen Starbieren die Autolyse zur Geschmacksentwicklung beiträgt, so ähnlich wie bei Champagner.


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tauroplu
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 20:01  
Hallo,

mit den Gerüchen ist da so eine Sache, unter "grabelig" kann ich mir nix vorstellen (die Norddeutschen unter Euch möglicherweise schon eher...).

Der Geruch ist am ehesten mit "muffig" und nach faulen Eiern "light" zu beschreiben. Die Geschmacksbeschreibung "breite harte Bittere" trifft es m.E. am besten. Ich würde noch "nachhängende" Bittere als Beschreibung mit dazunehmen. Sie unterscheidetl sich deutlich von der kratzigen oder "spitzen" Bittere unausgereifter Biere. Ein vehement gebittertes Bier schmeckt nach ausreichender Lagerung trotz 60 IBU ausgewogen und die Bittere hängt nicht nach, außerdem ist diese Hopfenbittere aromatisch. Die Bittere des Autolysegeschmacks verläßt einen so schnell nicht.

Kresolähnlich (die alten Desinfektionsmittel der DR rochen so) hatte ich bei meinen Bieren zum Glück noch nie, aber ich hatte mal das Mißvergnügen so ein Bier in einer sauerländischen kleinen Hausbrauerei zu verklappen :mad: . Und ich hab` mich noch gewundert, wieso wir die einzigen waren, die das Hausgebraute im Glas hatten....alle anderen Gäste hatten ein Industriebier in ihren Humpen...nicht ohne Grund.

Gruß
Michael


[Editiert am 7.9.2009 um 20:13 von tauroplu]



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„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag
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flying
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 20:12  
Der gute alte Narziß hat wohl zu seiner Zeit an einem Holzschutzmittel geschnüffelt, das so ähnlich gerochen hat. Mein Autolysebier riecht käsig, nach alten Socken. Aber bei Starkbieren ist es nicht so. Das entwickelt einen eigenen Flavour nach Herbstlaub und Erde.


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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
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flying
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red_folder.gif erstellt am: 7.9.2009 um 20:40  
Dann müsste es am alten, überlagerten Hopfen liegen. Das kann ich bei meinem Schwarzbier definitiv ausschließen. Nur frische Saphir-Hopfendolden direkt aus dem Vakuumpack.


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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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Bergbock
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red_folder.gif erstellt am: 8.9.2009 um 06:53  

Zitat:
Vom Starkbier jetzt mal abgesehen, ohne aktive Kühlung hab ich immer nach ca. 4 Wochen Qualitätsverluste bis hin zur Untrinkbarkeit festgestellt. Mein untergäriges Schwarzbier war nach 6 Wochen trinkbar, nach 8 Wochen extrem lecker und nach 12 Wochen untrinkbar. Eindeutiger Autolyse- Geschmack.

Also, mein jetziges Weissbier habe ich im April gebarut und ich kann bis zum heutigen Tage keine negativen Einflüsse erkennen. Im Gegenteil, mir persönlich schmeckt es jetzt sogar besser.
Bei all meinen Suden bisher habe ich keinen Autolyse-Geschmack feststellen können und 4 - 5 Monate hat es immer gedauert, bis die letzte Flasche vernichtet war. Auch habe ich als "Grünschlaucher" sicher mehr Hefe in der Flasche als diejenigen, die mit Speise arbeiten.

Kurzum, wer nach 4 Wochen untrinkbares Bier hat, der hat höchstwahrscheinlich irgendwo ein Hygieneproblem. Mancher mag sich noch erinnern, wie man in der Ex-DDR Bier gekauft hat. Flasche aus dem Kasten nehmen, gegens Licht halten und schauen, ob es trüb ist. Die DDR-Brauereien hatten nämlich immense Probleme, die Flaschen zu sterilisieren / säubern, daher die lausige Haltbarkeit.

Soll jetzt aber keine Unterstellung sein, nur eine Vermutung.
Gut Sud !

Frank
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Weinthalbrauer
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red_folder.gif erstellt am: 8.9.2009 um 07:15  
Hallo,

hab am Wochenende ein dunkles Weizen (Kellerlagerung bei 15 bis 19°C) gebraut November 2008 getrunken und ich hab mich gewundert wie gut das Bier noch schmeckt. Keinen Fehlgeschmack nur etwas milderes Malzaroma, abgefüllt in Bügelflaschen.

Gruß
Josef
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nfaa
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red_folder.gif erstellt am: 8.9.2009 um 07:45  
Hab auch dieses WE erst ein bereits angeschlagenes Fass (aber unter CO2) vom Juni ausgetrunken und keinen Qualitätsverlust feststellen können. Es war ein Märzen mit 12° StaW.
Hingegen verändert sich mein Weißbier immer innerhalb von 4 Wochen zu einem widerlichen Etwas...


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Isarwinkler Spitzbua
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red_folder.gif erstellt am: 8.9.2009 um 11:27  
ich habe im März ein Märzen :D in Bügelflaschen abgefüllt. Letzte Woche wollte ich das letzte trinken, leider hatte es einen unangenehmen Nachgeschmack, genauer kann ich es leider nicht beschreiben. Gelagert war es bei etwa 15°. Ich habe mir daher so eine Grenze von 4-5 Monaten gesetzt (wobei die Vorräte meistens sowieso nicht solange halten :puzz: )

Ciao

Marko
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vade
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red_folder.gif erstellt am: 22.9.2009 um 08:58  
ALSO, mein altbier lasse ich normalerweise nach dem abfüllen in flaschen mindestens 1-2 monate im lagerkeller (zwische 8 - 15 grad).
mein kölsch wird nach frühestens 1 monat getrunken, das pale ale ist schon nach 3 wochen trinkfertig (nach 3 monaten ist es noch trinkbar, schmeckt aber nicht mehr so).

ich hatte vom altbier schon flaschen die 6 monate alt sind und immer noch sehr gut schmecken.

der rekord ist eine harasse welche ich im keller vergessen habe, dieses bier ist jetzt 9 jahre alt, trinkbar auch wenn von der hopfenbittere nichts mehr zu erkennen ist, es schmekt so in richtung bierlikör.


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Gruss aus der Schweiz, Dave aka Vade

meine 50l Anlage Biersektenmitglied 697 Schweizer Brauereien
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red_folder.gif erstellt am: 22.9.2009 um 09:11  
Hefeautolyse konnte ich so bei mir nie feststellen. Ich bin sogar der Meinung, dass Biere aus Flaschengärung meist haltbarer sein dürften als filtrierte Biere, da hier das Problem von Sauerstoffeintrag und Oxidation entfällt was der häufigste Qualitätsmangel bei langer Lagerung ist.
Richtig ist, dass die Biere mit der Alterung sich verändern und irgendwann das Optimum überschreiten. Denn die frischen Hefearomen und die Hopfenaromatik gehen dann verloren. Aber die Biere sind auch lange danach noch gut trinkbar, von untrinkbar weit entfernt. Ich hab erst vorige Woche wieder mal aus Spaß die vorletzte Flasche von einem Irish Stout aufgemacht, die jetzt bei 15-20 °C für 1,5 Jahre gelagert wurde. Das Bier schmeckt immer noch hervorragend, eigentlich nicht viel anders als nach 3-4 Monaten. Mein British Mild im Keller ist jetzt auch schon 3-4 Monate alt und immer noch ein schönes Bier zum trinken. Bei den meisten Weizenbieren, Ales würde ich sagen die erreichen ihr Optimum nach ca. 3-4 Wochen und sind dann problemlos noch 3-6 Monate lagerbar. Starkbiere, Stouts, etc. sind fast unbegrenzt haltbar meinem Eindruck nach, wenn sie auch an geschmacklicher Komplexität verlieren.

Gruß Thomas
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Buliwyf
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red_folder.gif erstellt am: 26.8.2010 um 07:51  
ich habe ende November 2009 ein Märzen mit 12°Stammwürze und etwa 5,5% Alk-gehalt gebraut.
20 l davon habe ich in ein 30l keg abgefüllt.
die restlichen 20l in bügelflaschen.

erst letzte woche habe ich eine bügelflasche geöffnet und getrunken. das bier war tadellos in ordnung.
das bier ist also bereits stolze 9 monate alt und in der flasche topp in schuss.

anders wars beim keg...
das habe ich vor 1 monat angestochen und es hatte einen seltsamen, von der mehrheit der verkoster als "fruchtig" beschriebenen beigeschmack. hat mich ein bisschen an apfelmost-geschmack erinnert. manche haben sogar gemeint sie fänden diese fruchtige note sehr ansprechend.

meine meinung: es war zwar trinkbar und keiner der verkoster hatte am tag danach irgendwelche beschwerden bei mir eingereicht... :D ... aber dennoch... in ordnung war das nicht mehr. OBWOHL es der gleiche sud war, wie das bier in den bügelflaschen.

die letzte bügelflasche werd ich mir für den 28.11.2010 aufheben. wenns da noch schmeckt, hab ich den beweis, dass ein selbstgebrautes durchaus in der lage ist 1 jahr lang gelagert zu werden.
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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 26.8.2010 um 08:35  
Ein nachgebrautes belgisches Trappistenbier, vom November 2009 wird grad erst so richtig gut.
Hat 9,3% Alkohol, der war immer recht sprittig im Geschmack, mittlerweile schmeckt man den gar nicht mehr, dafür entwickelt das Special B sehr schöne rosinenartge Malzaromen.
Da muss ich unbedingt noch was 1-2 Jahre auf die Seite tun ;)
Bei Flaschengärung hat man wirklich kein Sauerstoffproblem, da die Hefe sofort alles wegputzt und bei hohen Alkoholgehalten bzw viel IBU stirbt die Hefe meiner Meinung nach ohne Autolysegefahr.
Ich kenne einen, der hat jede Menge Aventinus Weizendoppelbock im Felsenkeller gelagert, da bleibt es für 5 Jahre. In USA kann man so was ziemlich teuer verkaufen (Schneider macht das selber auch).

Stefan


[Editiert am 26.8.2010 um 08:36 von Boludo]
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nfaa
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red_folder.gif erstellt am: 26.8.2010 um 09:34  
Meine Erfahrungen dazu:

ein Weihnachtsbock mit Gewürzen ist erst nach einem Jahr Lagerung erst richtig gut.
Beim Weizenbier kommt es arg auf die Hefe an. Mein Weizen mit der Lalvin 71B ist nach 4 Wochen meist "mostig", davor aber spitze.

Ein unter Gegendruck abgefülltes Märzen hat sich auch schon nach 4 Wochen ganz leicht ins säuerliche verändert. aber das liegt wahrscheinlich daran, dass die Flaschen nie 100%ig keimfrei zu bekommen sind.

Ansonsten hat noch nie ein Bier die 4 Wochenmarke geschafft :)

Einer meiner Abnehmer hat seit 4 Wochen ein Helles im 30l Fass in seinem Keller ungekühlt stehen. Bin gespannt, was der berichtet...


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hiasl
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red_folder.gif erstellt am: 26.8.2010 um 09:35  
Meine Biere habe ich (mittlerweile hefefrei durch Fasslagerung und Abziehen auf Flaschen) z.T. über 6 Monate im Kühlschrank bei 7 °C.
Bisher ist mir noch kein einziges schlecht geworden, obwohl ich die Flaschen nur mit Wasser und Spüli reinige. Es erfolgt auch keine Desinfektion.


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Mehr vom Bier wissen, heißt: Mehr vom Bier haben!
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red_folder.gif erstellt am: 26.8.2010 um 10:07  
Meine letzte Berliner Weiße vom 2008er Sud habe ich vor etwa 4 Wochen geleert. Ein paar Flaschen Kirschbier aus dem gleichen Jahr stehen noch im Kühlschrank. Die Weiße wurde mit der Lagerung immer besser, das Kirschbier ist quasi stabil gut geblieben. Also: auch zwei Jahre sind u.U. kein Problem.


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Gruß vom Berliner
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red_folder.gif erstellt am: 26.8.2010 um 12:29  
ich habe auch schon mal versucht, für mich die Frage nach der Haltbarkeit unseres Bieres zu beantworten. Bin zu dem Schluss gekommen: "Es geht nicht."
Zu viele Faktoren spielen hier eine Rolle, die in ihrer Gesamtheit vermutlich unabwägbar sind. (Alkoholgehalt, Hopfung, Hefe, Trübung, Zuckergehalt, Lagertemperatur, Licht und wahrscheinlich noch vieles mehr.)
Es bleibt bei Erfahrungswerten, die man so langsam ansammelt.

Ich kann für unsere Biere, alle zwischen 13 und 15 Plato, durchgängige Lagerung im Felsenkeller bei 9° sagen, dass uns noch kein Fläschchen schlecht geworden ist. Bis zur achten Woche wird das Bier deutlich besser, danach stagniert es. Älter als ein halbes Jahr ist aber auch noch nichts geworden.

Stephan
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red_folder.gif erstellt am: 26.8.2010 um 20:30  
Es kommt wohl schon sehr auf die Biersorte an, Böcke und Gewürzbiere vertragen längere Liegezeiten als Pilsner.
Im Bierfotothread hab' ich schon von einem 2 Jahre alten Ale berichtet, das eigentlich durch die Lagerung erst trinkbar wurde.

Michael(Tauroplu) hat dort auch von 'Cherry - Aromen' geschrieben, das trifft doch sehr gut den Geschmack gealterter Biere.
Das muß man natürlich mögen.

Mir wurde die Frage oft aus mikrobiologischer Sicht gestellt. Ich antworte dann immer, dass das bei Omas Einweckgläsern auch noch niemand gefragt hat und das Bier ja schließlich genauso gekocht wurde wie die Erdbeermarmelade aus 2004.

Grüße
Tino


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