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Autor: Betreff: Ginger Beer Plant
Posting Freak
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grimbart
Beiträge: 581
Registriert: 28.1.2009
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 00:56  
Hallo!

Schon mal jemand was von Ginger Beer Plant gehört, oder gar
schon mal damit experimentiert? Sachdienliche Hinweise werden
gerne entgegengenommen.

Um´s kurz zusammenzufassen:

Es soll sich um eine Art "Mikroorganismensyndikat" handeln, das
klassischerweise eine Wasser-Ingwer-Zucker-Zitrone-Mischung zu
DEM Ginger Beer fermentiert (mit allem was dazugehört, Alkohol,
Geschmack und so böses Zeug). Über Jahunderte hinweg in britischen
Haushalten zuhause, und von Hand zu Hand weitergereicht, fiel es
jedoch irgendwann dem modernen Konsumapparat zum Opfer, geriet in
Vergessenheit, und die Konsumenten durften sich fortan an 100%ig
unnatürlichem, garantiert unfermentiertem und alkoholfreiem
Gingerirgendwas laben. Cheers!
Glücklicherweise konnte ein gewisser Harry Marshall Ward noch
die beiden Hauptverdächtigen der "Biersauerteigmafia" identifizieren:

Saccharomyces florentinus und Lactobacillus hilgardii

Hier noch ein altes Fahndungsfoto und eine Täterbeschreibung:



About Ginger Beer Plant

Overview
Perhaps it's best to start by explaining what real ginger
beer is not! Cans of ginger beer in shops are not real
ginger beer. These are made fizzy by adding carbon dioxide,
do not contain only pure, natural ingredients and there is
no alcohol content. Some manufacturers sell 'botanical'
ginger beer, or 'starter kits' for ginger beer. These are
yeast-based products. If a description mentions adding yeast,
then you're not looking at real ginger beer plant, but a
simulacrum. This is because you can't make a genuine ginger
beer plant - it is a live culture that has to be passed on
from person to person.

Ginger beer plant is an organism which, when treated correctly,
will help provide you with a lifetime's supply of real,
old-fashioned ginger beer. Below we explain a little about the
origins of the plant and describe the basic care.

Origins
Around in the UK from at least the 1700's, and passed from
person to person, the ginger beer plant's origins were shrouded
in mystery. To some extend they still are, but now at least we
know what real ginger beer plant is. We have Harry Marshall Ward
(a man with a singularly impressive moustache) to thank for
solving some of the mysteries of the ginger beer plant. It took
him many years, but he was able to determine that the plant is a
"composite organism consisting of a fungus, the yeast Saccharomyces
florentinus (formerly Saccharomyces pyriformis) and the bacterium
Lactobacillus hilgardii (formerly Brevibacterium vermiforme)".
It forms a gelatinous cluster which moves about within its jar
rather like lava in a lava lamp! You can visit the gallery to see
what the ginger beer plant looks like.

If we look back just one or two generations, most households had a
ginger beer plant on their kitchen windowsill. Ask your older
relatives and you'll often hear that spark of recognition as they
remember that their great aunt always had a jar filled with a glorious
golden liquid which would be tapped and drunk by the eager kids. As
shop-bought fizzy pop increased in popularity, people forgot about the
ginger beer plant and instead drank sugary chemical concoctions from
multi-national corporations. Thankfully people are now realising that
the old ways had merit and are thinking about brewing their own real
ginger beer.


____________________
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Posting Freak
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Tudo
Beiträge: 1791
Registriert: 6.7.2004
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 08:30  
Hallo,

ich haber gerade einen 2-Liter Ansatz zuhause. Der erste Ansatz war nach drei Tagen noch zu süß. Deshalb steht der jetzt seit einer Woche rum.
Es handelt sich dabei tatsächlich um eine Symbiose, die wie Kristalle aussieht und immer weiter wächst. Angeblich sollen die Kulturen nur mit Kunststoff und auf keinen Fall mit Metall in Berührung kommen, da sie dann schaden nehmen.
Warum das so ist? Keine Ahnung.

Ich werde heute mal Testen wie der Ansatz schmeckt und berichten.

http://www.wellness-drinks.de/html/ginger_root_beer_wissens wertes.html

Gruß
Udo
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Moderator
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Uwe12
Beiträge: 4922
Registriert: 5.4.2005
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 08:34  
Sieht aus, wie das, was man gelegentlich in der Bucht als "Wasserkefir" angeboten bekommt.
Habe mit den "Kristallen" einige Zeit experimentiert, sind bei mir aber immer wieder degeneriert (wurden immer kleiner) oder aufgeweicht oder es haben sich Fremdhefen eingenistet.
In einem Kefirforum wurde diskutiert, daß die Wasserzusammensetzung wichtig ist für den Vermehrungserfolg.

Uwe


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Posting Freak
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tazzyminator
Beiträge: 1307
Registriert: 1.12.2010
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 09:33  
@Uwe: Was an Flüssigkeiten die man zu sich nehmen kann hast du nocht nicht in deinem geheimen Labor fünf Stockwerke unter deinem Keller zum experimentieren herangezogen?

Grüsse
Chris

PS: Am Wochenende werde ich deinen Apfelcider mit Hopfung mal testen. Werde aber wohl noch etwas Honig nachkippen. Test findet aber mit einer Weizenbierhefe in zweiter Führung statt. Gärfass soll dann eine Woche nach draussen um zu sedimentieren.
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Moderator
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flying
Beiträge: 9088
Registriert: 14.8.2008
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 10:44  
Hi Grimbart,

ob Wasserkefir und Ginger Beer Plant identisch sind wage ich zu bezweifeln. Allerdings sind sie sich, als symbiotische Lebensform sehr ähnlich. Zumindest ähnlicher wie zum Kombucha-Pilz, wo verschiedene Kulturen in einer Art übergeordneten Essigmutter zusammenleben.
Vielleicht gibt es gemeinsame Ursprünge? Ähnliche Kristalle sollen auch in der freien Natur vorkommen. Wahrscheinlich haben sich die Mikoorganismen im Laufe der Zeit an ihr "Arbeitsmedium" angepasst.
So wurde die "Ingwerbierpflanze" von englischen Hausfrauen immer schön weitervermehrt. Das ursprüngliche Ginger-Ale soll übrigens mit bis zu 11% Alk ein ganz schöner Bretterknaller gewesen sein.

Die Kultur gibt es z.B hier zu kaufen:

http://www.retro-culture.com/shop.html


[Editiert am 18.2.2011 um 10:56 von flying]



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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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Moderator
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Uwe12
Beiträge: 4922
Registriert: 5.4.2005
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red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 11:04  
Hallo Chris!

...dachte ich mir, daß das mal kommt! :)
...hmm, an Sake habe ich mich noch nicht rangewagt... :gruebel:


Noch was zum Wasserkefir, falls das jemand mal probieren will: der Standardansatz war damals Zuckerwasser mit Zitronensaft und einer Trockenfeige drin.
Das hat so etwa 1 Woche warm gestanden (am besten großes Einmachglas mit dem Glasdeckel aufgelegt wg. CO2).
Mit Mineralwasser hatte ich gelegentlich ein tolles Wachstum, allerdings wurden die "Kristalle" dann sehr weich und haben sich tlw. fast im Getränk aufgelöst.

20 Pfünder für 10g getrocknete "Kristalle" ist schon stolz, die Google-Krake findet in der Region UK aber noch andere Anbieter.

Uwe


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Moderator
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flying
Beiträge: 9088
Registriert: 14.8.2008
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 11:12  
ja, 20 Pfund ist schon eine Menge Holz. Allerdings handelt es sich im besten Fall um eine "einmalige" Anschaffung fürs Leben :)

@Grimbart,

Zitat:
Über Jahunderte hinweg in britischen
Haushalten zuhause


wahrscheinlich ist es eher im 18. und 19. Jahrhundert anzusiedeln. Vorher war kristalliner Zucker zu teuer. Ist aber nur eine Vermutung...

@Uwe,

an Sake hab ich mich auch noch nicht rangewagt. Um guten Sake zu brauen muss man wahrscheinlich erst mal so 20-30 Jahre bei einem japanischen Sakemeister in die Lehre gehen!
:redhead: :redhead:


[Editiert am 18.2.2011 um 11:21 von flying]



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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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grimbart
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red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 12:33  
Hi folks,

über die Ähnlichkeit zum Wasserkefir hatte ich auch
schon gelesen.
Würde mich darum auch flyings Standpunkt anschließen
wollen, dass es evt. mal einen gemeinsamen Ursprung gab,
und sich die unterschiedlichen Kulturen aufgrund der
voneinander abweichenden Lebenbsbedingungen herausgebildet
haben.
Selbst wenn man nur den WK allein betrachtet, soll ja
keine Kultur mit einer anderen vollkommen identisch sein.
Ist jetzt vielleicht in bischen weit hergeholt, aber ähnlich
verhält es sich ja auch beim selber hergestellten Sauerteig
für ST-Brot. Während der Herstellung des Teiges kann man
da ja auch Einfluss (über Temperatur, Wassermenge etc.)
auf die beteiligten MOs ausüben und somit entweder die
eine oder eben eine andere Gruppe begünstigen. Treibt man
es zu weit, könnte auch ein bestimmter Zweig verschwinden.

Werde jedenfalls mal einen Versuch mit dem Ginger Beer
angehen.

Interessieren würde mich dabei auch, wie dieser Fermentations-
prozess speziell verläuft und ob bzw. wann sich ein stabiles
(genießbares) Produkt ergibt oder ob man da vorher die Umsetzungen
auf geeignete Art und Weise stoppen muss.

@Tudo
Bitte unbedingt berichten, ob da was Genießbares rauskommen
kann.

Gruß
Christopher


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Tudo
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red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 15:23  
Das mache ich heute Abend. Wenn du willst kann ich dir nach dem nächsten Ansatz einige Kristalle per Post schicken.
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flying
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red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 17:20  
Hi Leute,

ich hab mal ein bisschen gegoogelt. Der Überbegriff für die Kristalle ist wohl Tibicos. Sie sind weltweit unter verschiedenen Namen anzutreffen. Wasserkefir, Biernüsse, Biersamen, Ginger Beer Plant, Tibi u.s.w.
Dabei ist keine Kultur gleich der anderen. Zusammengehalten werden die Körnchen vom Polysaccharid Dextran, was die symbiotisch lebenden Organismen selbst erzeugen.

Die Tibicos können angeblich nicht kontaminieren, da sie sich selbst vor Fremdorganismen schützen (Säure, Alkohol). Es sei denn irgendeine Bakterienkultur schafft es sich in die Polysaccharid-Matrix einzufügen und Teil der symbiotischen Lebensgemeinschaft werden.

Echtes GBP kann in Hefebanken erworben werden. Man warnt davor billigen Ferment zu kaufen. Z.B Wasserkefir-Ferment. Das funktioniert zwar genau so ist aber keine lebensfähige Kultur und nach wenigen Ansätzen verbraucht.

Da die Körner Hefen und Milchsäurebakterien enthalten wird die Vergärung ähnlich wie bei einer Berliner Weißen sein. Bei der Vergärung von Zuckerwasser hat man allerdings kaum Restextrakt (außer vielleicht noch ein paar Zuckerstoffe im Ingwer). Vermutlich wird sich die Säure in Grenzen halten, da die Hefen meißtens schneller arbeiten und alles wegfressen..


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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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Uwe12
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red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 19:53  
Bei meinem Wasserkefir ist das Getränk mit der Zeit immer alkoholischer geworden (habe damals noch nicht gebraut, wg. Biotop ;) )
Man trinkt es eigentlich, bevor es ausgegoren ist. Wenn man es komplett durchgären läßt, schmeckt es sauer und leer und ist kein Genuß.

Interessant das mit dem Dextran! In Wikipedia stand auch, daß viel Calcium verarbeitet wird, weshalb sich der Wasserkefir in weichem Wasser schlecht vermehrt.
War vielleicht genau mein Fehler damals.

Vielleicht hole ich mir mal wieder eine Kultur? :)

Uwe


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flying
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red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 20:03  
mein Wasser hat 40° dH. Jetzt weiß ich für was es gut ist! ;) ;)


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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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grimbart
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red_folder.gif erstellt am: 18.2.2011 um 21:42  
@Udo
Super, werde Dein Angebot gerne annehmen. Hatte mir allerdings
schon letztes WE die Luxus-Kultur von Retro Culture
bestellt. Wenn sie angekommen ist, und ich sie erfolgreich
vermehren kann, können wir ja einfach tauschen.

@all
D. h. wenn man an einem gewissen Punkt der Gärung zufrieden
mit dem Geschmack ist, müsste man auf Flaschen ziehen, eine
Kontrollflasche mit Manometer bestücken, eine weitere
Aufkarbonisierung abwarten und dann den Prozess stoppen (Pasteur)
um zu einem spritzigen Ingwerbier zu gelangen.
Oder, wenn möglich, Druckgärung, mit Gegendruck füllen und dann
pasteurisieren. Oder ausgären lassen und blenden.
Fragt sich dann nur ob und wie das Zeug "reift".

Hat eine gewisse Ähnlichkeit mit sauren Belgiern, oder?

Mit Zuckeralternativen ließe sich auch noch was machen, wo wir
dann wieder beim "richtigen" Bier wären.


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