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Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 21:18
von chaos-black
Hallo liebe Leute,
ich mache mir gerade Gedanken zur genaueren Karbonisierung meiner Biere. Ich praktiziere Zwangskarbonisierung im CC-KEG und bei den ersten Versuchen hatte ich mich auch an die Spundungstabelle gehalten ( wiki/doku.php/spundungstabelle?s[]=co2 ) und einfach mein Bier für 5,5g/L Co2 für eine Woche bei 5°C bei ca. 1 Bar für eine Woche gelassen. Das Ergebnis war bei drei bis vier Versuchen heillos unterkarbonisiert.
Um dann wenigstens anständig karbonisiertes Bier zu haben, bin ich seit dem auf die Schüttel-Methode umgestiegen. Dazu kühle ich das Bier auf 5°C herunter, drehe den Druck auf 2,5 bis 3 Bar und schüttel das Fass für 3 Minuten. Das funktioniert soweit mit einer bisher meist passenden Karbonisierung, genau geht aber anders, und vielleicht will ich ja auch mal die CO2-Sättigung verändern.

Um das nun also genauer hinzubekommen, wüsste ich gern, wielange ihr bei der langsamen Methode das Bier dem CO2 aussetzt? Zeit hat mein Bier eigentlich meistens.

Außerdem oute ich mich als kein besonders aufmerksamer Physikschüler wenn ich mich und euch frage: Wenn ich das Bier bei der der Spundungstabelle entsprechenden Temperatur/Druck Kombination schüttle, würde ich damit dann auch meinen gezielten Wert erreichen, weil Temperatur und Druck eben dazu führen dass es eine Punktlandung wird? Oder bestünde auch hier die Möglichkeit übers Ziel hinaus zu schießen.

Beste Grüße,
Alex

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 21:28
von Tozzi
Ich bin auch bekennender "Schüttler" und stelle die Karbonisierung ein, indem ich mich "herantaste".
Als erstes 3 Bar, dann 2 Tage stehen lassen, messen. Je näher ich ans ZIel komme, desto weniger Überdruck geb ich auf das Keg.
Ein einigermaßen genauer Druckmesser ist natürlich von Vorteil, meine "Spundapparate" liegen meist weit daneben.

Wenn man's ganz genau haben will, hilft eventuell folgendes Teil (ich hab mir das gekauft, aber bisher noch nicht ausprobiert):
https://www.blichmannengineering.com/products/quickcarb
Ist halt leider nicht ganz billig.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 21:50
von DerDerDasBierBraut
Bei der langsamen Methode ist etwas Kopfraum sehr vorteilhaft (beim Rollen eigentlich auch). Randvolle Kegs brauchen besonders bei der langsamen Karbonisierung ewig. Man kann auch beide Methoden kombinieren - Kurz rollen und schütteln bei Spundungsdruck, dann ein paar Tage bei Spundungsdruck an der CO2 Flasche lassen. Das geht schneller und trotzdem ist die Karbonisierung genau (genaues Manometer am Druckminderer vorausgesetzt). Ich bin kein Fan von der Rollmethode, verwende sie aber dennoch bei Bedarf, wenn ich viel braue und ich mehr "Durchsatz" in der Truhe brauche.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 23:00
von Aeppler
Tozzi hat geschrieben: Sonntag 10. September 2017, 21:28 ... hilft eventuell folgendes Teil ...
Absolut genial das Gerät :thumbsup

Keg kann voll gemacht werden bis knapp unter das CO2 Röhrchen vom Einlassventil. Nach Anleitung anschließen und mit dem gewünschten Druck + 0,2 Bar eine Stunde laufen lassen. :Drink

So schnell schüttelt man kein Bier den gewünschten Druck auf.

Ich muss zugeben, inspiriert vom oben zitierten, aber schon dreimal mit Erfolg getestet.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 09:35
von Exedus
Also ich handhabe das wie folgt:

Nach dem Schlauchen aus den Gäreimer ins KEG, schließe ich für ca. eine Woche die Co² Pulle an bei ~ 2-2,5 bar.

Dann kommt das Teil in den Zapfkühlschrank und hängt dort wieder permanent am Druck. Zapfdruck ist bei mir gleich Sättigungsdruck. Sobald das Bier trinkreif ist, stimmt auch definitiv die Karbonisierung genau... Falls zuviel Co² drin war, stellt sich der gewünschte Druck schnell ein, nachdem 1-2 Bier gezapt wurden sind und ein bisschen Zeit vergangen ist.

Habe dabei nen festen Druck und Temperatur im Kühlschrank, so dass immer in etwa 5,5g Co² gelöst sein sollten.

Ich habe übrigens auch ein KEG mit Wasser in dem Kühlschrank (6°C) stehen, welches ich alle paar Tage neu auffülle. Nach 2-3 Tagen hat es wieder den Ziel Co² Gehalt erreicht, ist aber bereits nach einem Tag mit deutlich Co² versehen :Greets

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 10:03
von chaos-black
Hm, ich glaube fürs gezielte Karbonisieren ist mir dein Vorgehen, Stefan, noch ein bisschen zu sehr Pi mal Auge, insbesondere wenn man den Manometern im Spundapparat nicht vertrauen kann. Das QuickCarb klingt eigentlich ganz gut, ist dann aber natürlich wieder mehr Krams auf den man verzichten kann wenn man Zeit hat, und es ist tatsächlich nicht ganz billig.
Vielleicht probier ich es demnächst mal mit Jens' Vorschlag wenn ich gezielt und etwas schneller karbonisieren möchte.

Danke auf jeden Fall schonmal an alle Beteiligten :)

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 11:24
von olibaer
Hallo Alex,
chaos-black hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 10:03 [...] insbesondere wenn man den Manometern im Spundapparat nicht vertrauen kann[...]
Naja, wenn ich meinen Manometern nicht trauen kann ist, unabhängig von der Art, gänzlich wurscht wie ich karbonisiere, hm ? :Bigsmile
chaos-black hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 10:03 Um das nun also genauer hinzubekommen, wüsste ich gern, wielange ihr bei der langsamen Methode das Bier dem CO2 aussetzt?
Du möchtest Dauer mit Präzision & Richtig verheiraten ? Ich kenne keinerlei Gasgesetze, die derartiges in ihrer freien Natur hergeben.

Die wichtigsten Schlagworte sind im Thread gefallen und Handlungsweisen wurden beschrieben - auch wenn sie dir nicht gefallen oder für dich unbefriedigend in ihrer Wirkung sind.

Über das Thema "Gasraum" und "Schütteln", nebst physikalischen Zusammenhängen, habe ich mich hier in allen Breiten ausgelassen. Eine Antwort, zumindest in ihrer Deutung, dürfte für Dich dabei sein :Wink

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 12:38
von schloemi
Ich mache es ähnlich wie Stephan (Tozzi). Vor allem wenn meine Biere länger lagern, lasse ich mir mit der Entkarbonisierung etwas Zeit oder gehe in kleinen Schritten vor, denn auch wenn ich mich zu denjenigen zähle die gerne die HG sehr lange betreiben, stelle ich immer wieder fest, dass sich doch noch einiges im Laufe der Zeit tut und ich in der Regel eher Probleme mit Überkarbonosierung habe.

cu schloemi

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 15:48
von Alexa140872
Huhu,

ich stand vor der gleiche Frage und habe hin und her ueberlegt...... Am Schluss habe ich mich dazu entschieden den QuickCarb von Blichmann nachzubauen.

Hier mal der Testaufbau:
2017-09-11_08-36-32.jpg
Mitlerweile ist alles auf einer Holzplatte verschraubt und mit Schnellverschluessen fuer die CO2 Leitung versehen. Zusaetzlich wurde die Solarpumpe gegen ein self priming Food Grade pump getauscht und in die Ansaugleitung verlegt.

Fuer mich funzt das jetzt einwandfrei. Nach der Hauptgaerung kommt das Bier in die Kegs und ich gebe 1,5 bar Druck auf die Faesser. Anschliessend werden die Kegs auf 3-4 Grad runtergekuehlt. Dann wird das pump System angeschlossen und der Druck je nach Wunsch nach Spunddrucktabelle eingestellt. Anschliessend lasse ich das Ganze fuer eine Stunden zirkulieren und anschliessend ist das Bier carbonisiert and eigentlich auch umgehend trinkbar.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 16:44
von Düssel
Alexa140872 hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 15:48 Huhu,

ich stand vor der gleiche Frage und habe hin und her ueberlegt...... Am Schluss habe ich mich dazu entschieden den QuickCarb von Blichmann nachzubauen.

Hier mal der Testaufbau:
2017-09-11_08-36-32.jpg
Mitlerweile ist alles auf einer Holzplatte verschraubt und mit Schnellverschluessen fuer die CO2 Leitung versehen. Zusaetzlich wurde die Solarpumpe gegen ein self priming Food Grade pump getauscht und in die Ansaugleitung verlegt.

Fuer mich funzt das jetzt einwandfrei. Nach der Hauptgaerung kommt das Bier in die Kegs und ich gebe 1,5 bar Druck auf die Faesser. Anschliessend werden die Kegs auf 3-4 Grad runtergekuehlt. Dann wird das pump System angeschlossen und der Druck je nach Wunsch nach Spunddrucktabelle eingestellt. Anschliessend lasse ich das Ganze fuer eine Stunden zirkulieren und anschliessend ist das Bier carbonisiert and eigentlich auch umgehend trinkbar.
Welche Pumpe hast Du benutzt? Könnte diese gehen? https://www.aliexpress.com/item/New-DC- ... 262.1JCane

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 16:47
von Alexa140872

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 16:58
von Aeppler
Alexa140872 hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 15:48 Huhu,
.. Am Schluss habe ich mich dazu entschieden den QuickCarb von Blichmann nachzubauen.
Hi, guter Plan :Bigsmile Wie hast du die Integration des Carb Stone gelöst? Ich sehe du hast einen einfachen T-Fitting verwendet.

Grüße
Ulrich

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 17:01
von Aeppler
@Düssel

Schau dir mal diese Pumpe an - sieht so aus wie das Original.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 17:07
von JollyJumper
Wäre auch an einer genauen Beschreibung interessiert.
Gruß Matthias

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 17:12
von Alexa140872
Aeppler hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 16:58
Alexa140872 hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 15:48 Huhu,
.. Am Schluss habe ich mich dazu entschieden den QuickCarb von Blichmann nachzubauen.
Hi, guter Plan :Bigsmile Wie hast du die Integration des Carb Stone gelöst? Ich sehe du hast einen einfachen T-Fitting verwendet.

Grüße
Ulrich
Ja genau, das ist ein Edelstahl T-Fitting und dieser Carb Stone:
https://de.aliexpress.com/item/1-2-MPT- ... 0.0.EU3uL4

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 17:23
von chaos-black
olibaer hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 11:24 Hallo Alex,
chaos-black hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 10:03 [...] insbesondere wenn man den Manometern im Spundapparat nicht vertrauen kann[...]
Naja, wenn ich meinen Manometern nicht trauen kann ist, unabhängig von der Art, gänzlich wurscht wie ich karbonisiere, hm ? :Bigsmile
Naja, ich hab ja noch ein Manometer im Druckminderer. Dem wiederum vertraue ich :P
olibaer hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 11:24 Die wichtigsten Schlagworte sind im Thread gefallen und Handlungsweisen wurden beschrieben - auch wenn sie dir nicht gefallen oder für dich unbefriedigend in ihrer Wirkung sind.
Nagut, werde ich dann mit umgehen müssen.

Der Nachbau sieht aber auch sehr interessant aus :)

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 17:31
von Düssel
Wenn ich das richtig verstanden habe, Keg raus - Pumpe - T-Stück mit Sprudelstein im CO2-Anschluss - Keg wieder rein. Das ist alles ?

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 17:53
von Alexa140872
Hier wird das Prinzip ganz gut erklaert:
https://www.youtube.com/watch?v=ASc7Bsu8ZAw

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 17:54
von Aeppler
Düssel hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 17:31 Wenn ich das richtig verstanden habe, Keg raus - Pumpe - T-Stück mit Sprudelstein im CO2-Anschluss - Keg wieder rein. Das ist alles ?
Der Sprudelstein sitzt im T-Stück. Die Pumpe pumpt das Bier aus dem Getränkeanschluß durch das T-Stück in dem der Sprudelstein sitzt und wieder zurück durch den CO2 Anschluß.

>>>> Vom Bieranschluß v
Zum CO2 Anschluß <<<<<< CO2 Injektor

Lässt sich leider auf die Schnelle nicht hübscher darstellen. Der Sprudelstein von Alexa hat den Vorteil, dass er ein 1/2" AG hat. Damit läßt er sich sich in einen Fitting einschrauben.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 17:59
von gulp
Alexa140872 hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 15:48 Huhu,

ich stand vor der gleiche Frage und habe hin und her ueberlegt...... Am Schluss habe ich mich dazu entschieden den QuickCarb von Blichmann nachzubauen.

Hier mal der Testaufbau:
2017-09-11_08-36-32.jpg
Mitlerweile ist alles auf einer Holzplatte verschraubt und mit Schnellverschluessen fuer die CO2 Leitung versehen. Zusaetzlich wurde die Solarpumpe gegen ein self priming Food Grade pump getauscht und in die Ansaugleitung verlegt.

Fuer mich funzt das jetzt einwandfrei. Nach der Hauptgaerung kommt das Bier in die Kegs und ich gebe 1,5 bar Druck auf die Faesser. Anschliessend werden die Kegs auf 3-4 Grad runtergekuehlt. Dann wird das pump System angeschlossen und der Druck je nach Wunsch nach Spunddrucktabelle eingestellt. Anschliessend lasse ich das Ganze fuer eine Stunden zirkulieren und anschliessend ist das Bier carbonisiert and eigentlich auch umgehend trinkbar.
Eine Stunde? Mit der Methode geht das in 10 min: http://stixbraeu.de/tipps-und-tricks

Gruß
Peter

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 18:09
von ggansde
Moin Peter,
ist das KEG vorgekühlt? Wieviel Druck gibt's Du drauf? Die CO2-Flasche hängt am Gasanschluss des KEG, ohne Rückschlagventil?
VG, Markus

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 18:10
von Alexa140872
gulp hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 17:59
Alexa140872 hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 15:48 Huhu,

ich stand vor der gleiche Frage und habe hin und her ueberlegt...... Am Schluss habe ich mich dazu entschieden den QuickCarb von Blichmann nachzubauen.

Hier mal der Testaufbau:
2017-09-11_08-36-32.jpg
Mitlerweile ist alles auf einer Holzplatte verschraubt und mit Schnellverschluessen fuer die CO2 Leitung versehen. Zusaetzlich wurde die Solarpumpe gegen ein self priming Food Grade pump getauscht und in die Ansaugleitung verlegt.

Fuer mich funzt das jetzt einwandfrei. Nach der Hauptgaerung kommt das Bier in die Kegs und ich gebe 1,5 bar Druck auf die Faesser. Anschliessend werden die Kegs auf 3-4 Grad runtergekuehlt. Dann wird das pump System angeschlossen und der Druck je nach Wunsch nach Spunddrucktabelle eingestellt. Anschliessend lasse ich das Ganze fuer eine Stunden zirkulieren und anschliessend ist das Bier carbonisiert and eigentlich auch umgehend trinkbar.
Eine Stunde? Mit der Methode geht das in 10 min: http://stixbraeu.de/tipps-und-tricks

Gruß
Peter
LOL, ich weiss. Hab ich vorher immer so gemacht. Hab aber keinen Bock mehr auf schuetteln. :Bigsmile :Bigsmile :P :P

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 18:22
von gulp
ggansde hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 18:09 Moin Peter,
ist das KEG vorgekühlt? Wieviel Druck gibt's Du drauf? Die CO2-Flasche hängt am Gasanschluss des KEG, ohne Rückschlagventil?
VG, Markus
Servus Markus, klar, vorgekühlt, hat so um die 6°, Druck nach Tabelle wiki/doku.php/carbonisieren?id=Spundungstabelle&x=0&y=0, oder bis mir das schmeckt. Rückschlagventil habe ich inzwischen, aber im Prinzip noch nicht gebraucht. Wenn man an der Bierleitung Gas anschließt ist das aber sinnvoll.
LOL, ich weiss. Hab ich vorher immer so gemacht. Hab aber keinen Bock mehr auf schuetteln. :Bigsmile :Bigsmile :P :P
Das mit dem Fuß ein bisserl hin und herrollen ist ja nicht so tragisch. :Bigsmile

Gruß
Peter

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 18:37
von Ruthard
ggansde hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 18:09 Die CO2-Flasche hängt am Gasanschluss des KEG, ohne Rückschlagventil?
Solange mehr Druck in der CO2-Flasche ist als im Keg, brauchst du kein Rückschlagventil.
Mit einer Waage und etwas Rechnen geht das Zwangskarbonisieren punktgenau ohne dieses ganze teure Technikgelumps mit Pumpe, Sprudelstein und Co.

Cheers, Ruthard

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 18:42
von DerDerDasBierBraut
Ein 10 Liter Keg mit 2 Liter Kopfraum bekommt man auch direkt nach dem Abfüllen bei Raumtemperatur in 15 Minuten "trinkbar" karbonisiert. 5 Minuten intensiv schütteln (bis man keinen Piepton mehr erzeugen kann), 5 Minuten rollen (bis das Blubbern zurückgeht) und 5 Minuten still liegen (bis das letzte klägliche Blubbern von selbst aufhört) ...Genaue Karbonisierung geht natürlich anders.
Bei kalten Kegs sollte man bei der Methode nur auf Spundungsdruck gehen oder minimal darüber. Sonst karbonisiert man super schnell brachial über. Das kann ins Auge gehen, wenn 2,5 bar bei 2°C ins Keg rollt und das Teil später auf der BBQ Party im Garten in der Sonne steht (Fassrakete, spontane Schaumparty).

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 18:51
von Tozzi
Brauwolf hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 18:37 Mit einer Waage und etwas Rechnen geht das Zwangskarbonisieren punktgenau ohne dieses ganze teure Technikgelumps mit Pumpe, Sprudelstein und Co.
Eine Waage mit derartiger Präzision dürfte aber auch nicht ganz billig sein... :Grübel

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 19:04
von bierfaristo
Warum? Ein Keg hat ca. 19l. Vor dem Abfüllen sind zB 1,5g/l gelöst, fehlen zB 4g/l. Das heißt es kommen 76g CO2 ins Bier. Die Waage muss noch nicht mal absolut genau sein, nur die Differenz ist wichtig. Waagen mit 1g Genauigkeit kosten nicht die Welt.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 19:08
von Tozzi
Ein Gramm Genauigkeit bei 25 Kilo ist aber schon eine Hausnummer...
Meine Paketwaage kann das nicht, da fehlt mindestens eine Stelle hinter dem Komma...

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 19:19
von Alexa140872
Hehe,

jetzt geht die Diskussion los...... :Bigsmile :Bigsmile
Ich hab 40$ gezahlt fuer ein System mit dem ich reproduzierbar die richtige Karbonisierung ins Bier bekomme.
Ich muss nicht rollen, schuetteln, wiegen. Nur kuehlen, Druck am Manometer einstellen und Pumpe anschmeissen.
Fertig ist die Laube, jedes Keg ist gleich karbonisiert.
War das nicht genau die Frage von chaos-black? Reproduzierbar Bier zu karbonisieren? Ich denke jeder muss fuer sich selbst herausfinden, welche Art die Beste fuer einen selbst ist.
Ist doch das Gleiche beim Brauen selbst, mein Brauprozess ist garantiert anders, als bei vielen Anderen. Aber dennoch hab ich ein Bier am Ende.

So sehe ich das auch mit dem Karbonisieren, viele Wege fuehren nach Rom und ich bin zufrieden mit meiner Karbonisierungs- und Reproduzierbarkeitsrate. :Bigsmile :Greets

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 20:50
von Aeppler
Meine Kegs bekommen von mir Druck, aber keine Fußtritte. Rückenschonender ist das Spielzeug jedenfalls.

Den Gedanken von Alexa kann ich mich nur anschließen. Kein Rumgezappel, einstellen und laufen lassen. Geschenkte Zeit.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 21:55
von Ruthard
Tozzi hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 19:08 Ein Gramm Genauigkeit bei 25 Kilo ist aber schon eine Hausnummer...
Meine Paketwaage kann das nicht, da fehlt mindestens eine Stelle hinter dem Komma...
Immer locker, du wiegst das Bier, nicht das CO2 - eine Paketwaage mit 50g Genauigkeit ist vollkommen ausreichend. Vielleicht haben wir am Wochenende mal Gelegenheit, das zu üben.

Cheers, Ruthard

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 21:58
von Ruthard
viele Wege fuehren nach Rom und ich bin zufrieden mit meiner Karbonisierungs- und Reproduzierbarkeitsrate.
Vollkommen richtig so - und 40$ sind kein Betrag über den man diskutieren muss. Wenn es funktioniert ist das doch so in Ordnung.

Cheers, Ruthard

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 22:06
von mo*
Hat bei euch die CO2-Flasche die selbe Temperatur wie das zu karbonisierende KEG? Wenn nein: welche Temperatur wählt ihr um den richtigen Druck zu bestimmen?

Meine Kühlmöglichkeit liegt schlecht belüftet zu unterst im Haus, da möchte ich nur ungern mit einer CO2-Flasche hantieren. Also muss ich das kalte KEG zur CO2-Flasche bringen und dort karbonisieren. Welche Temperatur nehme ich jetzt (Bier oder CO2)? Das Gas beim Manometer auf dem Druckminderer weiss ja nicht, dass am Ende kaltes Bier wartet (also Temperatur bei Flasche massgebend) und das kalte Bier kühlt das Gas in seiner Nähe ja schnell auf seine Temperatur runter (also sollte ich die Temperatur des Biers massgebend sein)? Ja was denn nun :Grübel ?

Danke für die Hilfe

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 22:15
von DerDerDasBierBraut
Es zählt immer der Spundungsdruck laut die Biertemperatur im Keg. In der Flasche sind rund 60 bar Druck bei 20°C. Der lässt sich nur marginal durch die +/- 20°C CO2-Flaschentemperatur beeindrucken.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 11. September 2017, 23:54
von uli74
Tozzi hat geschrieben: Sonntag 10. September 2017, 21:28
Wenn man's ganz genau haben will, hilft eventuell folgendes Teil (ich hab mir das gekauft, aber bisher noch nicht ausprobiert):
https://www.blichmannengineering.com/products/quickcarb
Ist halt leider nicht ganz billig.
Dieser Eigenbau ist billiger und funktioniert angeblich auch:

https://www.youtube.com/watch?v=u9kb8u0eRmk

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Dienstag 12. September 2017, 01:48
von Tozzi
Brauwolf hat geschrieben: Montag 11. September 2017, 21:55 Immer locker, du wiegst das Bier, nicht das CO2 - eine Paketwaage mit 50g Genauigkeit ist vollkommen ausreichend. Vielleicht haben wir am Wochenende mal Gelegenheit, das zu üben.
Gern, da bin ich gespannt drauf! :thumbup

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 23. Oktober 2017, 13:06
von RoyBroi
Ja genau, das ist ein Edelstahl T-Fitting und dieser Carb Stone:
https://de.aliexpress.com/item/1-2-MPT- ... 0.0.EU3uL4
[/quote]

Hi ihr Zwangskarbonisierer (schweres Wort),
würde bei dem Nachbau auch ein "Carb Stone" mit 2 Mikron statt des 0,5 Mikron funktionieren? :Grübel
Ich habe von solch kleinen Dingen keinen Plan.

Danke schon mal im voraus für die Erleuchtung :redhead

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 23. Oktober 2017, 17:15
von uli74
2 Mikron sollten auch funktionieren, jedenfalls werden auf Amazon.com die 2 Mikron-Sprudelsteine für Hobbybrauer beworben:

https://www.amazon.com/dp/B071LC3NF4/re ... B01BWMR5UM

Was ich mich aber frage: Wie kriegt man die Schläuche alle wieder sauber (und trocken)? Wenn das Zeugs ne Weile nicht benutzt wird kanns gammeln. Füllen mit Isopropanol und liegenlassen bis zum nächsten Einsatz? Oder wie machen das die QuickCarb-onisierer?

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Montag 23. Oktober 2017, 18:49
von Tozzi
uli74 hat geschrieben: Montag 23. Oktober 2017, 17:15 Füllen mit Isopropanol und liegenlassen bis zum nächsten Einsatz? Oder wie machen das die QuickCarb-onisierer?
Vor dem Einsatz mit StarSan aus dem Reinigungskeg spülen.
Nach dem Einsatz erst mit PBW oder Beviclean, dann Starsan, dann so gut es geht abtropfen lassen.
Den "Stein" am besten in eine Flasche mit Starsan legen.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Mittwoch 1. November 2017, 13:41
von uli74
Morgen werden noch ein paar Kleinteile bei mir eintreffen, dann wird der Eigenbau-QuickCarb zusammengebaut.

Was ich mich jetzt aber frage: Könnte man den QuickCarb nicht auch zum Hopfenstopfen umfunktionieren? Also sone Art Hopfentorpedo in die Bierleitung eingebaut, durch den dann das das Bier gleich durchgedrückt wird? Oder ist das dann zuviel des Guten?

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Mittwoch 1. November 2017, 19:18
von Tozzi
Genau diese Idee hatte ich auch schon. :Greets
Hab es aber noch nicht ausprobiert.
Mir fällt kein Grund ein, warum das nicht klappen sollte. :Grübel

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Mittwoch 1. November 2017, 19:32
von uli74
Die Frage ist: Die Zwangskarbonisierung mit dem QuickCarb dauert ne Stunde. Reicht diese Zeit aus um ausreichend Aroma ins Bier zu bekommen?

Andererseits kann man mit der Pumpe das Bier auch ohne CO2 durch den Stopfhopfen zirkulieren lassen...

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Mittwoch 1. November 2017, 19:46
von Tozzi
Genau. Ich würde erst mal ein paar Stunden durch die Hop Rocket zirkulieren lassen und dann karbonisieren.
6 Stunden müssten doch eigentlich reichen? :Grübel
Interessant wäre noch, wie sich das auf die Schaumstabilität auswirkt.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Mittwoch 1. November 2017, 21:01
von uli74
Tozzi hat geschrieben: Mittwoch 1. November 2017, 19:46 Genau. Ich würde erst mal ein paar Stunden durch die Hop Rocket zirkulieren lassen und dann karbonisieren.
6 Stunden müssten doch eigentlich reichen? :Grübel
Interessant wäre noch, wie sich das auf die Schaumstabilität auswirkt.
Und auf die Haltbarkeit der Chinapumpen...

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Samstag 4. November 2017, 00:20
von uli74
Hallo Gemeinde,

ich muss einen 10 mm-Bierschlauch (Pumpenein-/ausgang) an ein NC-Keg anschliessen und suche eine entsprechende Schlauchtülle. Nur scheint es die nirgends zu geben.

Weiss jemand eine Bezugsquelle für 10 mm Schlauchtüllen auf NC? Oder kann man da was umbauen? Für CC-Kegs gibts jedenfalls 10 mm Schlauchtüllen.

Ich wäre sehr dankbar falls mir jemand weiterhelfen könnte.

Nachtrag: Bei Gastro-Brennecke hab ich einen Schlauchverbinder mit 10/7 mm gefunden. Damit sollte mein Problem gelöst sein. Oder muss die Pumpe wegen der Verjüngung zu stark drücken (vorzeitiger Pumpenverschleiss, zu hoher Druck im Schlauch, der hält 3 bar aus)?

https://gastro-brennecke.de/de/metall-s ... 7mm-x.html

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Samstag 4. November 2017, 00:49
von quasarmin
Moin Uli

8mm Nippel geht direkt maximal auf 7/16". Aber es gibt ein Adapter auf eine 1/2 BSF Gewinde, und da passt dann der CC 10mm Nippel drauf: https://www.candirect.eu/Adapter-7-16-IG-auf-1-2-BSF-AG
https://www.candirect.eu/Mutter-Nippel- ... CC-1-2-BSF

Gruß
Armin

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Samstag 4. November 2017, 01:07
von DerDerDasBierBraut
Ich habe keine NC Kegs und weiß nicht was dort praktisch ist. Alternativ zum 1/2" BSF könnte man schlauchseitig ggf. auch auf 5/8" gehen:
https://www.zapfanlagendoktor.de/schlau ... utter.html

und von dort aus per Adapter weiter auf NC:
https://www.zapfanlagendoktor.de/adapte ... winde.html

Das hätte vielleicht den Vorteil, dass man den Adapter auch mal "unterwegs" gebrauchen kann, um Kompatibilität mit Standardzapftechnik herzustellen.

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Samstag 4. November 2017, 01:08
von uli74
Cool, danke! :thumbsup

Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Samstag 4. November 2017, 13:29
von Düssel
Einsatzbereit !
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Re: Gezielte Zwangskarbonisierung

Verfasst: Samstag 4. November 2017, 15:58
von uli74
Kann man mit der Membranpumpe nicht auch das Bier über den Getränkeanschluss ins Fass drücken? Oder würde das zu sehr schäumen? Zumindest könnte man die Kegs mit Wasser füllen und das dann mit CO2 rausdrücken. Die Gefahr der Oxidation wäre dann kein Thema mehr.

Die Dinger sind angeblich selbstansaugend, man müsste das Gärfass also nicht höher stellen als das Keg. Das Keg einfach auf ne Paketwaage stellen, Schlauch ins Gärfass hängen, Pumpe einschalten und warten bis das Fass voll ist.