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Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 12:11
von chaos-black
Hallo Leute,
nachdem gestern in einem anderen Thread über Weissbier in Irland gesprochen wurde, hatte ich eine Idee. Ich würde ein Bier planen, das eine Kombination aus Irish Red und Bayrischem Weissbier werden soll. Basis des Rezeptes waren das bekannte bananige Triticum Wormatia Weizenrezept und ein "traditionelles" Irish Red Rezept aus der Brew Your Own Zeitschrift. Dazu hab ich folgende Parameter geplant und wüsste gern, was ihr davon haltet:

Stammwürze 12°P
Bitterkeit 26 IBU
Karbonisierung 5,5g/L

Schüttung:
50% Weizenmalz, hell
42% Pale Ale Malz
6% Caraamber
2% Pale Chocolat Malt (hier wäre mir eine leichter erhältliche Alternative willkommen)

Maischprogramm
Einmaischen bei 57°C
Eiweisrast 55°C für 15min
Maltoserast 62°C für 50min
Verzuckerungsrast 72°C für 20min
Abmaischen bei 78°C

Hopfenkochen 70min
65% der Bittere aus East Kent Gold in der Vorderwürze
35% der Bittere aus Saphier, der 10min vor Kochende dazu kommt.
1g/L Saphir in den Whirlpool bei 80°C für 30min

Vergären mit Wyeast #3068 Weihenstephan bei 20-22°C.

Freu mich auf eure Gedanken dazu!
Alex

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 12:24
von beercan
Hallo Alex,
wieviel Gramm PaleChocolate brauchst du denn? Ich habe noch was davon da.
Ansonsten gibts das auch bei einem der bekannten Versandhändler.

Gruß Robert

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 12:29
von muldengold
Hi Alex, klingt nach einem interessanten Versuch. 26 IBU ist schon ordentlich und schmeckt dann sicher nicht "normal" - aber Du willst ja auch kein normales Weißbier. Bei dem Maischprogramm könntest Du m.E. auch gleich eine Kombirast bei z.B. 67°C fahren - wäre dann auch "irischer".

VG
Sandro

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 15:36
von chaos-black
Danke euch beiden für die Antworten, Sandro und Robert :)
Ich hab das Pale Chocolate von Fawcett auch schon bei Simon gesehen, danke dir fürs Angebot. Ich versuche aber wo es geht auch geeignete Alternativen kennenzulernen und Weyermann gibts öfter als Fawcett :)
Das Bier soll wirklich ein kleines Experiment und nicht einfach nur ein rotes Weizen sein. Da ich gern das volle Bananenprogramm drin hätte, hab ich das Maischeprogramm vom Triticum Wormatia übernommen. Das hatte da zu nem guten Ergebnis geführt und ich befürchte, dass ich das bei ner einfachen Kombirast einbußen könnte.

Beste Grüße,
Alex

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 16:10
von muldengold
Klar fahr das Maischprogramm so wie im Triticum Wormatia. Allerdings wird das Bier damit wahrscheinlich nicht bananiger. Sinnvoll wäre evtl. eine kurze Eiweißrast um die 50°C einzubauen und dann eine Kombirast (mein Vorschlag) oder die getrennten 63/72°C Rasten. Viele Wege führen nach Ro... äh Dublin!

VG
Sandro

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 16:48
von chaos-black
Danke dir für den Denkanstoß. Kannst du mir noch kurz erklären, warum du die 50°C Eiweißrast empfiehlst? Laut dem Braumagazin Artikel (http://braumagazin.de/article/stilportr ... d-bananen/) ist 55°C für 10min für ein bananiges Ergebnis empfohlen.
Ich hatte außerdem gerade noch die Idee, dass ich ja auch zwei Hefen in Kombination ausprobieren könnte, nämlich die 3068er Weizenbierhefe mit der #1084 Irish Ale. Was meint ihr - dumme Idee? Oder spannendes Experiment?

Beste Grüße,
Alex

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 16:57
von Boludo
Was willst Du denn genau erreichen?
Mir wären 26 IBU deutlich zu viel für ein Weißbier.
Aber irgendwie willst Du ja was ganz anderes, oder?

Stefan

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 17:38
von uli74
Für Bananenaroma ist definitiv das Hermann-Verfahren zu empfehlen (s. auch -----> Maltaseverfahren).

Ist zwar etwas zeitraubender, wird aber extrem bananig!

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 17:41
von muldengold
Na ja - 55C ist schon am oberen Limit für eine Eiweißrast, aber noch ok. Vermutlich wollen die Autoren in dem von dir zitierten Artikel mit einer hoch angesetzten Eiweißrast auch deutlich über die Ferulasäurerast im 40iger-Bereich zielen um die Nelke in Schach zu halten. Mein Vorschlag: brau das Bier genau wie von dir ursprünglich geplant - das Ergebnis wird sicher interessant und wahrscheinlich auch lecker. Die Frage ob 26 IBU zuviel sind ist Geschmackssache. Das sehr leckere aber ungewohnt herbe Schneider Tap 5 Hopfenweisse hat z. B. 40 IBU, auch wenn diese für ein Weizen unglaubliche Zahl durch eine sehr hohe Stammwürze etwas abgemildert wird.

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 18:07
von chaos-black
Ja, ein normales Weissbier soll es nicht werden. Eher ein Bier, wie es entstehen könnte, wenn ein Irish Red und ein Bayrisches Weissbier ein gemeinsames Kind hätten. Daher, und auch weil ich ein Freund bitterer Biere bin, sind die 26IBU glaube ich ganz gut.
Das Triticum Wormatia hab ich schonmal exakt nach Rezept gebraut, und bin mit der Bananigkeit mehr als zufrieden gewesen. Womöglich wäre es für dieses Bier also sogar etwas übers Ziel hinausgeschossen, wenn ich hier mit Hermann brauen würde.
Ich denke ich halte mich an Sandros Vorschlag. Nur bezüglich der Nutzung zweier Hefestämme bin ich noch unschlüssig...

Beste Grüße,
Alex

Re: Irish Red trifft Weissbier

Verfasst: Mittwoch 25. Oktober 2017, 19:04
von Boludo
Misch doch mal ein Gutmann mit einem Red Ale. Ehrlich gesagt kann ich mir so was überhaupt nicht vorstellen.

Stefan