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Seite 1 von 12   «  1  2  3  4  5  »     
Autor: Betreff: BierStV §2 - Petition?
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ughi
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 08:28  
Eigentlich sind wir uns ja alle einig: der Paragraf, der die "magischen" 2 Hekotliter festlegt, frisst Steuergelder. Dieser Thread sollte dazu genutzt werden, Vorschläge zur Änderung des Paragrafen für eine Petition zu sammeln. Selbige könnte online beim Bundestag (Petitionsausschuss) eingereicht werden. ( http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/ )

Daher meine Frage: wie sinnvoll erachtet Ihr den Versuch, eine Petition zu starten? Würdet Ihr mitmachen? Und natürlich müsste geklärt werden, WIE der Paragraf genau angepasst werden sollte? Einfach eine Anhebung der Menge? Komplette Abschaffung der Besteuerung von Haus- und Hobbybrauern? Was ist mit der Meldepflicht von Suden?
Mögliche sachliche Begründungen, Zahlen, Fakten? (Bspw. Zahl der Hobbybrauer, abgeführte Biersteuer von Hobbybrauern?)


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Viele Grüße, Matthias
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Berliner
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 08:47  
Ughi,
die Petition würde ich sofort unterschreiben.
Sinn macht m.E. nur eine völlige Freigabe für Heimbrauer, denn sonst hat man die Bürokratie ja immer noch am Hals. Solange für den eigenen Bedarf gebraut wird, sollte das steuer- und anmeldefrei geschehen dürfen.


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Gruß vom Berliner
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frikadellenschmied
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 08:59  
@ ughi

Du bist heute aber ganz schön fleissig! ;) Die Idee ist super!

@ Berliner

ja schön wärs ja, aber der Steuersäckel ist leer und deshalb wird der Herr Finanzminister eher die Hand aufhalten als auf ein paar Euronen zu verzichten.

Die 2 hl sind m. E. Quatsch! Dann lieber die Grenze nach oben hin offen und einen Einmalbetrag/Jahr mit der Brauerklärung abgegeben und gut ist. Wenn "wir" 10/20 Euronen dafür im Jahr "opfern" und dafür unsere Ruhe haben und der Herr Geldminister auch zufrieden ist.....

Ideal wäre natürlich alles steuerfrei brauen zu dürfen. :puzz:


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Rainer
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 09:07  
Hallo,
wäre auch mal interessant, wie es in anderen EU Ländern gehandhabt wird.
Vielleicht wäre eine Angleichung sinnvoll.
Gruß
Rainer
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Marburger
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 09:32  
Wie währe es mit einem Aufstand gegen den König, so mit niederbrennen und so weiter ;) :D :D
Das hat ja, damals, bei der Weinsteuer auch geklappt
Ne war nur spass, aber lustig wäre es trotzdem, der Vorschlag von Rainer ist sehr gut
aber da tut sich die Frage auf wie ist es in den anderen EU Ländern???? Nicht das wir uns am Ende schlechter stehen.
Mein Vorschlag währe, erstmal alle Mitglieder hier im Forum anzuschreiben und darauf hinzuweisen,
als nächster Schritt mit alle DE Bierforen zu kontaktieren so das alle an einem Strang ziehen.
Dann bräuchte man noch ein Zugpferd wie z.b. einen Politiker. Des weiteren sollten alle Hobbybrauer "Korifähen"
wie z.b. Hanghoffer und der VHD mit einbezogen werden und vielleicht sollte man die Gasthausbrauer auch mit einbeziehen.
Wenn dann alles geschaft ist, kann jeder einzelen Hobbybrauer auch noch dazu beitragen in dem er z.b. Seminare anbietet
und da für unser Anliegen werben tut und/oder z.b. auf Dorfmärkten und Festen, Ausstellungen usw. eine Unterschriftenliste auslegt.
Und ich hoffe das wir dann Frei sind :D und wir nicht mehr belästigt werden von des Königs Schergen ;) :D :D
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ughi
Beiträge: 833
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 09:50  
Im Minimalfall würde ich mir eine Abschaffung der Meldepflicht wünschen. Erst wer über 2hl braut, muss sich beim Zoll melden. - So bekommt der Herr Finanzminister genau das Geld wie vorher (von allen ehrlichen Hausbrauern, die über 2hl liegen) - was nur wegfällt sind die Bürokratiekosten für alle, die unter 2hl brauen, und das sind immerhin mehr als die hälfte aller Hobbybrauer (lt unserer Umfrage, siehe unten)

Eventuell ließe sich das auch kombinieren mit einer Anhebung der Grenze auf bspw. 5, 10 oder 20hl.
Im Hinblick auf unsere Umfrage "wie viel Liter braut ihr pro Jahr":
- 57,24% liegen unter 2hl,
- 77,05% liegen unter 5hl,
- 88,06% liegen unter 10hl,
und die verbleibenden 11,94% liegen über 10hl.
Die Zahlen sprechen für eine beibehaltung der 2hl-Grenze....

Jetzt noch was generelles:
Der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier pro Jahr liegt lt. Wikipedia im Schnitt bei 115,5 Litern. Der Trend sinkt, 1999 waren es noch 127,5 Liter.

Zitat §2 Abs. 1 BierStV:
"Bier, das ... ausschließlich zum eigenen Verbrauch bereitet und nicht verkauft wird ..."

Der Gesetzgeber geht davon aus, dass das Bier zum eigenen Verbrauch bestimmt ist. Daher wurde wahrscheinlich die Grenze von 2hl pro Brauer festgelegt (im Hinblick auf den Pro-Kopf-Verbrauch) - Was wiederum in Widerspruch steht zur Aussage, pro Haushalt zu brauen. (Denn ein Haushalt hätte ja einen von der Personenzahl abhängigen Bedarf, aber das ist ein anderes Thema)

Betrachten wir die Zahl derer, die über 10hl brauen. Das sind nur noch ca. 12%. Brauen diese wirklich alle für den Eigenbedarf? das wäre ein Durchschnitt von etwa 2,8Litern bier pro Tag (bei 10hl) - Wahrscheinlich ist, dass diese Brauer entweder für etliche Leute Bier herstellen oder es Verkaufen. Dann wäre Berliners Vorschlag durchaus interessant:

Anmeldung und Abführung der Biersteuer nur, wenn das hergestellte Bier auch verkauft wird.

Vermutlich passt dem Gesetzgeber der Gedanke nicht, dass bei so einer Regelung dann die Hobbybrauer ihr Bier "schwarz" verkaufen, wenn es keine Grenze gibt.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich bin für die Meldung der Bierherstellung erst ab dem ersten steuerpflichtigen Liter. So fällt für die Kleinbrauer die Bürokratie weg, und die, die mehr brauen, müssen dann (gerechterweise) auch die Steuern abführen...

Edit:
auf en.wikipedia.org findet man unter "homebrewing", dass die meisten Länder dieses Verfahren anwenden. Die schreiben pro person 100gallonen pro Jahr. - in den USA ist das wohl pro Staat geregelt.
Lediglich England und Schweden sind davon ausgenommen, dort gibt es keine Steuern für Hausbrauer, aber das scheint die Ausnahme zu sein.


[Editiert am 10.8.2007 um 10:22 von ughi]



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Viele Grüße, Matthias
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 10:22  
Moin,

auch ich würde das sofort unterschreiben. Meiner Meinung nach muß für nichtgewerbliche "Selbstversorger" die Melde- und Steuerpflichten völlig entfallen - ist beim Wein ja genau so! Wer Bier verkauft muß natürlich auch Bücher führen und Steuern bezahlen - das ist nunmal mit allem so :(

Die Idee mit dem Niederbrennen unterstütze ich auch aus vollem Herzen :o ;) :redhead:

Gruß
t...
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Marburger
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 10:45  
Hi ughi,
da hast du recht
Die wichtigsten Punkte finde ich ist der
1. Wiederspruch pro Kopf und pro Haushalt, es sollte in 2hl pro Kopf(ab 16 Jahren) abgeändert werden.
denn dann ergibt sich bei den meisten die Zahl 4hl im Jahr und das finde ich ausreichend.
2. Die Meldepflicht sollte erst dann erfolgen wenn man in den Steuerpflichtigen Bereich kommt.

Das ganze sollte man mal auch im Brennereibereich machen, z.b. gibt es bei den Ösis das Heimbrennrecht
ähnl. dem Heimbrauen bei uns. Aber nein bei uns ist ja schon jede Destille über 0,5liter Melde Pflichtig,
Ich hab eine mit 45liter und man wird vom Recht her behandelt wie ein Schwerverbrecher und desweiteren
gibt es da noch ein bestimmtes Kontikent an Brennrechten die das letzte mal 1902 aufgeteilt wurde.
Und somit kann man heute min 5 Jahre auf seine Lizenz warten egal ob Heimbrenner oder riesige Firma.
Das ganze System ist einfach nicht mehr Zeitgemäß aber leider so gewollt sonst hätten min. 50% der Beamten
keinen Job mehr.


[Editiert am 10.8.2007 um 10:52 von Marburger]
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frikadellenschmied
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 10:48  
Als Bamberger Bierkrieg bezeichnet man eine Episode, die 1907 in Bamberg stattfand.

Die Bamberger Brauereien wollten den Preis für 0,5 Liter Bier ("Seidla") um 1 Pfennig erhöhen (von 10 auf 11 Pfennig).

Unter der Führung Karl Panzers, der Buchhalter bei der Firma Kaliko in Bamberg war, traten die Wirte Georg Weierich und Anton Mohr in den Bierstreik: Anstatt das teurere Bamberger Bier zu verkaufen, boten sie nun das billigere Bier aus Forchheim an, das sich im Gegensatz zum Bamberger Bier in dieser Zeit sehr gut verkaufen ließ. Nach einer Woche Streik gaben die Bamberger Brauereien nach und zogen die Preiserhöhung zurück. Der halbe Liter kostete nun wieder 10 Pfennig.


Quelle: Wickipedia
Der Bierstreik

Ein Aufschrei geht 1910 durch die süddeutsche Bevölkerung:
der Preis für das bayerische Grundnahrungsmittel wird erhöht. Die Finanzreform des Reiches beschert der Brauindustrie etwa 100 Millionen Brausteuer und bedingt das am 18. März in Kraft tretende neue Malzaufschlaggesetz in Bayern. Die „vereinigten Brauereien des Westallgäus“ und die „Gastwirteinnung des Bezirkes Weiler“ geben deshalb am 13. Mai die notwendig gewordene Bierpreiserhöhung bekannt. Angehoben wird der Preis um 2 Pfennig per Liter auf 26 Pfennig, helles Bier kostet 2 Pfennig mehr. - Ein Liter Milch kostet 10 Pfennig, ein Schreiner verdient etwa 50 Pfennig pro Stunde. So tritt die biertrinkende Bevölkerung in Bierstreik. In Lindau ist es vor allem die organisierte Arbeiterschaft, die sich des Biergenusses enthält. Sie stellen auf Most um. In Opfenbach ist geplant, eine Genossenschaftsbrauerei zu erbauen. In Lindenberg wird die Boykottierung der Brauerei begünstigt durch zwei Strohhutarbeiter, die billigeres Bier von auswärts beziehen und günstig abgeben. Ganz rabiat gestaltet sich der Bierkrieg in Ober- und Niederbayern. In Gars und Rott am Inn werden gar Brauereien in Brand gesteckt. Die Feuerwehrler sind beim Löschen der Brände nicht übereifrig, wie in der Presse zu lesen ist. Sie stehen mit dem Herzen auf der Seite der gefrusteten Biertrinker. Der Bierkrieg geht regional unterschiedlich aus. Teils nehmen Brauereien und Gastwirte die Erhöhung zurück, teils sind die Biertrinker einsichtig oder es wird als Kompromiss die Vergünstigung von Wein angeboten.


Die hätten lieber selber brauen sollen! Tststs, immer diese Bayern. *lol*




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ZeroDome
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 10:51  

Zitat:
Die Idee mit dem Niederbrennen unterstütze ich auch aus vollem Herzen :o ;) :redhead:

gibt nur leider keinen König mehr :P

Die Befreiung vom Anmelden (jedenfalls für jeden einzelnen Sud, selbst wenn er nur 5L habe) wäre schon etwas tolles.
Steuerfreiheit wie beim Wein etc. wäre auch nur gerecht, aber für viele(??) wohl gar nicht so wichtig, da sie nicht über 2hl kommen, schätze ich jetzt einfach mal.

Zitat:
Ughi,
die Petition würde ich sofort unterschreiben.

dito :thumbup:

Zumindest in der Schweiz und in österreich siehts ja für die Hausbrauer besser aus

Zitat:
Lange Rede, kurzer Sinn: ich bin für die Meldung der Bierherstellung erst ab dem ersten steuerpflichtigen Liter. So fällt für die Kleinbrauer die Bürokratie weg, und die, die mehr brauen, müssen dann (gerechterweise) auch die Steuern abführen...


sehe ich genauso.

mfg


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Viele Grüße
Dominic
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tauroplu
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 12:18  
Hallo,

ich würde eine derartige Petition ebenfalls sofort unterschreiben!
Schon damals, als alles mit der Hobbythek anfing, habe ich nicht verstanden, warum man JEDEN Sud anmelden muß und gleichzeitig JEDESMAL erklären muß, daß man unter 2 Hekto bleibt????!!!
Auch ich vertrete die Meinung, daß eine Anzeigepflicht im Hobbybrau-Privat-Bereich gänzlich entfallen sollte (wie beim schon erwähnten Wein eben auch).
Soweit ich mich erinnere, war es das Verdienst eines gewissen Jean Pütz, daß es überhaupt möglich war, ein gewisses Kontingent steuerfrei zu Hause brauen zu dürfen. Vorher war soetwas gänzlich verboten.
Warum man zwischen Wein und Bier einen Unterschied gemacht hat, bleibt wohl auf ewig im Verborgenen.

Gruß
Michael


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„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 13:29  
Hallo,

die 2hl Grenze kann im Prinzip bleiben, jedoch sollte sie für jeden "biertrinkberechtigten Kopf" im Haushalt gelten. Hier ergibt sich doch das Problem, hat einer zu viele Mittrinker, wird's Bier knapp.
Dann noch eine Pauschale pro hl mehr und ein Brauprotokoll, das ev. geprüft werden kann und darf und fertig.
Ich werde auf jeden fall unterschreiben.

gruß hufpfleger
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 15:16  
wenn wir n gescheites zugpferd wollen, sollten wir evtl mal mit dem deutschen brauer bund in berlin kontakt aufnehmen... des sind ja quasi die deutschen lobbyisten fürs deutsche bier... also die vertreten sämtliche politische meinunge sobald es um bier geht :D

nur als tip

shalom shaverim
Antwort 12
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 16:08  
Hallo Hausbrauer,

eine derartige Petition würde ich auch sofort unterschreiben, wir müssten uns nur auf eine gemeinsame Linie einigen. Allerdings finde ich ist es keine gute Idee, den Deutschen Brauerbund mit einzubeziehen. Das müsste dann auch eine Petition sein, die deutschlandweit für die Hobby- und Hausbrauer gilt, ohne diejenigen, welche ihr Bier verkaufen. Also wenn eine Petition, dann nur eine, die dann von allen Befürwortern unterschrieben wird. Organisatorisch könnte man das Ganze über das Internet abwickeln.
Sinn macht meines Erachtens nach nur eine gänzliche Abschaffung, wie beim Wein, aber schon die Abschaffung der Meldepflicht gleichzeitig mit einer Erhöhung der Obergrenze wäre schon ein Erfolg.

Grüße
Wolfgang
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 18:33  
@...alle :cool:

Diese Petition unterschreibe ich gerne....super Vorschlag

Hobbywinzer brauchen ja auch keine Steuern zu bezahlen....auch bei der Mostbereitung von

Hobby-Obstbauern ist das nicht der Fall...ebensowenig bei der bereitung von Likören

Man könnte doch auch dem Herrn Geldminister pro Jahr für sich und seine Belegschaft

so 2hl Selbstgebrautes als "Obulus" überreichen

natürlich verschiedene Sorten.....die feiern ja auch mal ab und zu in der bayerischen

Botschaft in Preussens Berlin :D :D :P


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im Prinzip läuft alles...

manchmal läuft ohne Bier nix!!!

Gut - Sud und....

Hopfen und Malz...
...Gott erhalts
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dereulenspiegel
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red_folder.gif erstellt am: 10.8.2007 um 18:59  
Ich wäre bei so einer Petition auch sofort dabei. Wobei ich aber auch finde, dass Hobbybrauer die gleichen Rechte wie Hobbywinzer haben. Ich habe eh nie verstanden warum die einen soviel machen können wie sie wollen und wir beschränkt werden.
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red_folder.gif erstellt am: 11.8.2007 um 11:23  
:cool:
...der langen Rede gar kein Sinn!
Dass es so ist wie es ist,verdanken wir m.E. der Tatsache,dass z.B. der DBB die
Interessenvertretung der Industrie ist und überhaupt kein Interesse verspüren dürfte,ein
solches Ansinnen zu unterstützen. Denen dürfte viel mehr am Herzen liegen,die eigenen
Pfründe zu sichern.
Im Gegensatz zur Winzerei,die traditionell sehr stark familiär geprägt war,ging es beim
(industriellen) Brauwesen immer schon um Großkonzerne.
Merke: der Winzer geht abends in den Keller um sich ein Fläschchen für seinen Dämmerschoppen zu holen,der Brauereidirektor geht in den Keller um die MHD-abgelaufenen Flaschen zu
entsorgen,da er in seinen Deputaten ansonsten ertrinken würde.

Was laut Wikipedia der pro Kopf Verbrauch eines guten Bundesbürgers darstellt,erhält der
Brauereidirektor als monatliches Deputat!***

Ich könnte mir allerdings vorstellen,das der VHD die Petition unterstützen würde,allerdings wäre
es ratsam VORHER mit denen in Kontakt zu treten. Einige der (Vorstands-)Herren haben nämlich
auch ihre "Befindlichkeiten".

Grüsse aus der Bierstadt Dortmund

Gerd

*** ich möchte nicht mit denen tauschen!!!! Lieber mach ich mir´s selbst! :hallucine: :partyon: :hallucine:


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mibi-xxl
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red_folder.gif erstellt am: 12.8.2007 um 19:48  
Hallo Braugemeinde,

Da bin ich auch dabei!

Ich finde jeden einzelnen Sud anzumelden sehr lästig. Außerdem ist es eine ewige Rechnerei. Ich darf im Jahr 200 Liter, das sind 400 Flaschen steuerfrei brauen. Teile ich die 400 Flaschen durch 365 Tage sind das am Tag 1,095890411 Flaschen Bier die ich trinken darf. Das heißt, ich habe jeden Tag einen Rest in der Flasche den ich aufheben muss. Und Bier wird aber bekanntlich schal. Das kann ich nur umgehen wenn ich Leute einlade, die mit mir Bier trinken (meine Frau trinkt lieber Wein).

Und jetzt wird´s erst richtig schwierig zu Rechnen, denn wie viele Leute lade ich wie oft ein und wie viel Durst habe sie. Reichen die 35 Liter Bier im Jahr für meine Gäste? Da sind sehr viele "Unbekannte" in der Rechnung. :puzz: :puzz:

Es wäre doch ein Wort, wenn der Gesetzgeber jedem Hobbybrauer am Tag eine Maß Bier gönnen würde ohne ihn mit viel Bürokratie zu überschütten.

Prost!


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Uwe12
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red_folder.gif erstellt am: 12.8.2007 um 21:48  
Natürlich werde ich diese Petition auch unterzeichnen.
Ein liberaleres Brau- und Brennrecht, wie etwa in Österreich wäre ein Traum.
Paradiesische Zustände, wie etwa in Portugal, das wäre bestimmt zu viel des Guten.

mibi: eigentlich darfst Du als Hobbybrauer Dein Bier nur an Dich selbst ausschenken.
Allerdings kenne ich auch diese Freunde, die einem das frisch ausgeschenkte Bier quasi aus der Hand reißen...
Wenn's nicht reicht, kannst Du ja mal ein "Schwarzbier" brauen, das muß man beim Zoll nicht anmelden! <hüstel> ;)

Uwe


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mibi-xxl
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red_folder.gif erstellt am: 13.8.2007 um 00:10  
:P Hallo Uwe,

das wusste ich bis jetzt auch noch nicht!

Ja wenn das so ist dann pfeife ich auf Pils, Hell und Weizen und brau nur noch "Schwarzbier". ;) ;) :D :D


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ughi
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red_folder.gif erstellt am: 13.8.2007 um 07:43  
Hier noch ein paar Zahlen der Bundestagswebseite:
Spitzenreiter unter den Verbrauchssteuern ist die Tabaksteuer mit über 14Mrd. EUR. Die biersteuer dümpelt weit abgeschlagen mit ca. 800Mio Euro, und noch weiter drunter liegt die Schaumweinsteuer mit 400mio. Eur.

In den Statistiken tauchen die Prozentsätze der Haus- und Hobbybraueranteile an der Biersteuer nichtmal auf. Im Endeffekt kann das nur bedeuten, dass die Zahlen einfach viel zu klein sind.

Ich summiere mal die einzelnen Ideen auf:

1. Komplette Abschaffung der Besteuerung von Bier für Haus- und Hobbybrauer
2. Anhebung der Steuerfreigrenze auf X Hektoliter
3. Brauen pro Person statt pro Haushalt
4. Abschaffung der Meldepflicht; Meldung erst ab dem ersten steuerpflichtigen Liter
(Wobei sich einige der Punkte auch kombinieren ließen)

Mögliche Partner wären:
1. VHD


Den Vergleich mit Hobbywinzern finde ich etwas unpassend. Die stellen ja ohnehin ein nicht zu besteuerndes Produkt her.
Aus meiner Sicht ist das einzige sinnvolle Argument die Unverhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Nutzen für den Staat bei der Erhebung der Biersteuer für Hobbybrauer. Auf diesem Argument aufbauend schließen sich aber auch gleich wieder einige Ideen von selbst aus, so zum Beispiel die Anhebung der Steuerfreien Biermenge, da die das Problem nur "nach oben" verschiebt. Sprich Irgendwann beginnt halt der erste steuerpflichtige Liter, ob jetzt der 201te oder der 1001te Liter. Somit bleibt es für den Staat in diesem Randbereich ein Verlustgeschäft. Daher erscheint nur die komplette Abschaffung der Steuer für Hobbybrauer wirtschaftlich sinnvoll zu sein, so entledigt sich der Staat dem Verwaltungsaufwand und spart dadurch... und wir können nebenher in Ruhe unser Bierchen brauen :)


[Editiert am 13.8.2007 um 07:45 von ughi]



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red_folder.gif erstellt am: 13.8.2007 um 09:46  
Moin,

ja ich denke das sind die "Eckpfeiler" - wenn die totale Freigabe für Hobbybrauer nicht erreichbar ist. Dies würde ich natürlich am sinnvollsten finden.
Allerdings wäre auch eine anhebung der Steuerfreigrenze wie du z.B. schreibst auf 1000 l und gleichzeitige Abschaffung der (darunter) meldepflicht eine tolle Sache.
Jedoch verstehe ich nicht warum das "sinnlos" sein soll (wenn ich dich recht vertsanden habe) 1. ist das doch schon ne ganze Menge und 2. wenn je mand soviel braut wird sicherlich auch logischerweise die Steuer insgesammt höher was dann wiederum einem besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Staat entsrpicht.
Ob die Einnahmen auch dann des Staates kosten decken wage ich zu bezweifeln.

Wie soll das eigentlich eingereicht werden? Reicht da ein Brief mit den WÜnschen und den Unterstützern? Oder muss evlt ne Unterschriftensammlung her?

Gruß
t...


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"...ihre Väter kannten nur Bier, und das ist das Getränk, das für unser Klima paßt." Der Alte Fritz
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ughi
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red_folder.gif erstellt am: 13.8.2007 um 10:27  
Ich meine dass es aus Sicht des Staates sinnlos ist. - Der sieht ja nur seine Zahlen. Wenn ich 1001 Liter braue muss ich zur Zeit 801 davon versteuern. Wenn ich 201 Liter braue, versteuere ich 1 Liter. Was ich meinte ist, wenn die Steuerfreigrenze angehoben wird, dann ändert das Nichts an der Wirtschaftlichkeit für den Staat, einzige Konsequenz ist, dass er weniger Steuern einnimmt.
Hätten wir eine Grenze von 1000Litern, dann entspräche der 1001te Liter dem akutell 201ten Liter. - Kostenmässig gesehen. Irgendwo beginnt die Steuer zu greifen, aber wirft einfach noch kein Geld ab,eben wenn nur wenig Bier versteuert werden muss (im Beispiel 1Liter) - Am Ende ist es nur eine Verschiebung des Problems der Wirtschaftlichkeit.

Vielleicht sollte man tatsächlich klein anfangen und nur versuchen die Meldepflicht zu kippen... Schwierig!


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GronkerLonker
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red_folder.gif erstellt am: 13.8.2007 um 11:38  
Hiho,
ich bin zwar im Moment nur am lesen hier, weil ich erst mal wieder richtig zu brauen anfangen wollte bevor ich meinen Senf dazugebe, aber hier muss ich mich natuerlich einfach einklinken ;).

1)
Ich bin natuerlich dabei, wenn so eine Pedition in die Wege geleitet wird.

2)
Ich schaetze eine Anhebung der Litergrenze koennte durchaus sinnvoll sein (wenn auch der Freibrief sicher wuenschenswerter waere), da es sich hier um eine Kontrollmoeglichkeit fuer den Staat handeln duerfte. 1000l Bier / Jahr entspraeche ungefaehr 2,7l pro Tag, was fuer eine einzelne Person ja schon eine recht grosse Menge ist und die Vermutung nahe legt, dass nicht alles Bier allein getrunken wird.
In dem Sinne finde ich eine Bemessung nach Biertrinkberechtigten Personen des Haushalts sinnvoll.

Es gibt ja auch bei vielen Aemtern den Fall, dass man erst bei Aenderung der Verhaeltnisse neue Angaben machen muss. Ich koennte mir durchaus vorstellen einmal offen zu legen, wie viele Personen in meinem Haushalt wohnen und wie viel Bier ich maximal zu brauen gedenke. Zieht jemand ein oder aus, oder ueberschreite ich die Grenze zur Steuerpflicht, gebe ich diese Veraenderungen einfach an.
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red_folder.gif erstellt am: 13.8.2007 um 12:30  
Die Verfahrensweise - ob jedes mal angemeldet werden muss oder nur einmal jährlich oder vielleicht auch garnicht - ist ja nicht eindeutig durch's Gesetz geregelt ($2(2): "... Das Hauptzollamt kann Erleichterungen zulassen."), das macht offensichtlich jede Zollverwaltung anders. Darauf brauchen wir also nicht abzielen - die Möglichkeit, das zu vereinfachen bestünde schon heute.


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