Britisches Bitter

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Britisches Bitter

#1

Beitrag von schabowski » Samstag 24. September 2016, 23:31

Hallo,

hat jemand ein gutes Rezept für ein britisches Bitter?
Beispiele: John Smith's, Tetley's, Brains... und viele andere, die mir nicht mehr einfallen.
Ich fand sie, als ich mal in Wales war, gar nicht so schlecht und würde so etwas gerne mal brauen.
Gerne auch einfach auf ein erprobtes Rezept verlinken.
Vermutlich werde ich etwas höher karbonisieren und die Stammwürze etwas erhöhen, aber mal schauen...

Gruß,
Björn.

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Re: Britisches Bitter

#2

Beitrag von riegelbrau » Sonntag 25. September 2016, 00:20


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Re: Britisches Bitter

#3

Beitrag von riegelbrau » Sonntag 25. September 2016, 00:22


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Re: Britisches Bitter

#4

Beitrag von Seed7 » Sonntag 25. September 2016, 09:14

10Plato
94% Pale Malt (Maris Otter oder Golden Promise)
6% Cara 120
35 IBU EKG @ 60 min
2g/l EKG flamme aus
Expressieve Englische Hefe!

Zusaetzlich kann mann bis zu 5% Torrified Wheat nehmen oder Maisflocken. Eine Priese Amber malz bringt etwas mehr Farbe und Tiefe. Das Cara120 kann auch durch ein dunkleres Dark Crystal Malt ersetzt werden. Alternative hopfen Fuggles.

Ingo
"Wabi-Sabi" braucht das Bier.

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Re: Britisches Bitter

#5

Beitrag von der_ak » Donnerstag 29. September 2016, 21:39

Dieses Buch enthält jede Menge Klon-Rezepte für bekannte britische Bitters: https://www.amazon.de/Brew-Your-Own-Bri ... 1852493194 Selbst wenn du kein Rezept direkt nachbraust, so kriegt man mit dem Buch doch einen guten Eindruck, wie Rezepte für britische Biere typischerweise zusammengesetzt sind.

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Re: Britisches Bitter

#6

Beitrag von schabowski » Freitag 30. September 2016, 19:56

Das Indian Summer Ale klingt vorallem gut und wird mit den herkömmliche Zutaten gebraut.

http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... ,%20Bitter

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Re: Britisches Bitter

#7

Beitrag von der_ak » Montag 3. Oktober 2016, 00:39

schabowski hat geschrieben:Das Indian Summer Ale klingt vorallem gut und wird mit den herkömmliche Zutaten gebraut.

http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... ,%20Bitter
Melanoidinreiche Malze sind in britischen Bieren allerdings eher unüblich. Das gilt im übrigen auch für Karamellmalze (britisches Crystal Malt wird geröstet und erhält seine Farbe primär durch die Karamellisierung; deutsches Karamellmalz wird gedarrt und erhält seine Farbe primär durch die Maillard-Reaktion).

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Re: Britisches Bitter

#8

Beitrag von Enfield » Montag 3. Oktober 2016, 08:34

In welche Richtung soll denn dein Bitter gehen?
Eher Richtung Ordinary Bitter mit geringer Stammwürze, so 9-10° Plato oder eher höher so ESB?

respect
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Re: Britisches Bitter

#9

Beitrag von respect » Montag 3. Oktober 2016, 10:37

Seed7 hat geschrieben:10Plato
94% Pale Malt (Maris Otter oder Golden Promise)
6% Cara 120
35 IBU EKG @ 60 min
2g/l EKG flamme aus
Expressieve Englische Hefe!

Zusaetzlich kann mann bis zu 5% Torrified Wheat nehmen oder Maisflocken. Eine Priese Amber malz bringt etwas mehr Farbe und Tiefe. Das Cara120 kann auch durch ein dunkleres Dark Crystal Malt ersetzt werden. Alternative hopfen Fuggles.

Ingo
Das hört sich super an! Das Gärfaß noch nicht leer & schon wieder ein 'ToBrew'!
Gibt's auch eine Empfehlung für die Rasten?
Welche (trockene) Hefe soll ich mir dafür besorgen?

Mathias
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Re: Britisches Bitter

#10

Beitrag von Enfield » Montag 3. Oktober 2016, 13:12

Wenns richtig englisch sein soll, nimm die S-04. Ist bei höheren Gärtemperaturen richtig schön fruchtig, wenn du die Gärung kühler ablaufen lässt, wird es dezenter.
Möchtest du es schön malzig haben ohne dass du den geringen Stammwürzegehalt mitbekommst, nimm eine er niedrig vergärenden Hefen wie Brewferm Top, Gozdawa Pure Ale 7 oder die etwas merkwürdige Safbrew S-33 (mit der ich schon super Bitter gemacht habe, VGs von 65 % bei 9° P Stammwürze, da merkst du nicht, dass es an der Grenze zum "Leichtbier" ist).

Zu den Rasten würde ich zur klassischen englischen Kombirast von 67 oder 68° für 60-90 Minuten raten.

Edit: natürlich wäre auch die neue Danstar London ESB Yeast einen Versuch wert :P

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Re: Britisches Bitter

#11

Beitrag von Seed7 » Montag 3. Oktober 2016, 13:25

und fuer etwas mehr koerper den Windsor.

Ingo
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Re: Britisches Bitter

#12

Beitrag von respect » Freitag 25. November 2016, 11:56

Enfield hat geschrieben: Edit: natürlich wäre auch die neue Danstar London ESB Yeast einen Versuch wert :P
Hab mir diese Hefe besorgt.
Anscheinend ist dabei den EVG nicht recht hoch - soll ich das beim Rezept berücksichtigen? Und wenn ja: Wie? :Bigsmile

Danke
Mathias
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Re: Britisches Bitter

#13

Beitrag von schabowski » Sonntag 30. August 2020, 16:35

So, das Thema "Britisches Bitter" war ein bisschen in den Hintergrund geraten, aber jetzt soll es soweit sein.
Dank euerer Tipps kommt hier mein aktaulisierter Vorschlag.

Bitte anschauen und Rückmeldung geben, insbesondere zu den Rasten und Gärtemperatur.

Rezept für 20 Liter:

3,5 kg Maris Otter (6,25 EBC) (94,6 % der Schüttung)
0,2 kg Cara Crystal (120 EBC) (5,4 % der Schüttung)
Stammwürze 11,0%
Bierfarbe ca. 13,6 EBC (Bernstein - Amber)

Rasten:
Einmaischen 70 Grad
67 Grad 60 Minuten
78 Grad Abmaischen

Hauptguss 16,0 Liter
Nachguss 14,5 Liter

Vorderwürzehopfung: 33 g East Kent Golding (4,0% alpha) (IBU-Anteil: nach Earls Hopfenrechner 45%)
Bitterhopfung (20 Minuten nach Kochbeginn): 17 g East Kent Golding (4,0% alpha) (IBU-Anteil nach Earls Hopfenrechner: 25%)
Aromahopfung: (10 Minuten vor Kochenende) 18 g East Kent Golding (4,0% alpha) (IBU-Anteil nach Earls Hopfenrechner: 15%)
Whirlpoolhopfung: (direkt nach Kochende) 30 g East Kent Golding (4,0% alpha) (IBU-Anteil nach Earls Hopfenrechner: 15%)

Gesamtkochzeit: 90 Minuten
Nachisomerisierungszeit: 10 Minuten
35 IBU

Hefe: LalBrew® Windsor Ale – 11g
EVG: 67% (geschätzt)
Gärtemperatur 18 Grad
Karboniersierung: 4,5g CO2/Liter

Gruß,
Björn.

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Re: Britisches Bitter

#14

Beitrag von chaos-black » Sonntag 30. August 2020, 19:57

...ohne jetzt dein Rezept zu kommentieren, hier nur der Hinweis, dass David Heath gerade ein neues Video zu Extra Special Bitters (ESB) rausgebracht hat: https://www.youtube.com/watch?v=psfYrLCg6kE

Beste Grüße,
Alex
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Britisches Bitter

#15

Beitrag von schabowski » Montag 31. August 2020, 14:09

Sehr interessant, danke.

Mein Rezept ist aber eher im Bereich Standard / Ordinary Bitter.

Siehe auch hier:
https://brauerei.mueggelland.de/biertyp ... ems/9.html

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Re: Britisches Bitter

#16

Beitrag von schabowski » Dienstag 22. September 2020, 20:05

Würdet Ihr Fuggles zusammen mit East Kent Golding verwenden ?
Wenn ja, welche Hopfengabe würdet ihr ersetzen oder aufteilen ?

Viele Grüße,
Björn.

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Re: Britisches Bitter

#17

Beitrag von Seed7 » Mittwoch 23. September 2020, 07:36

Ja. Fuggles fuer bittere, Goldings aroma.
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Re: Britisches Bitter

#18

Beitrag von schabowski » Mittwoch 23. September 2020, 11:00

Wenn der Fuggles 70 Minuten mitgekocht wird, bleibt dann überhaupt etwas übrig vom Aroma ?
Oder meinst Du den Fuggles bei der Vorderwürzehopfung verwenden ?

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Re: Britisches Bitter

#19

Beitrag von Seed7 » Mittwoch 23. September 2020, 12:31

Vorderwürzehopfung, ja

Ingo
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Re: Britisches Bitter

#20

Beitrag von schabowski » Mittwoch 23. September 2020, 22:02

Hallo Ingo und auch die anderen Hobbybrauer-Kollegen,

ich möchte nochmal kurz nachhaken.
Momentan habe ich 4 Zeitpunkte für Hopfengaben:

Vorderwürzehopfung
20 Minuten nach Kochbeginn
10 Minuten vor Kochende
Whirlpoolhopfung
jeweils mit East Kent Golding

Du würdest jetzt Fuggles "nur" für die Vorderwürzehopfung verwenden.
Lohn sich dann überhaupt der Fuggles, wird da geschmacklich etwas durchkommen ?

Hamonieren die beiden Hopfen zusammen gut ?
Ich weiß, es sind beides sehr typische englische Hopfen, das heißt aber nicht unbedingt, dass sie gut zusammenpassen.

Oder passt auch:
VWH: EKG
20 Minuten nach Kochbeginn: Fuggles (egal)
10 Minuten vor Kochende: Fuggles
WPH: EKG

Wie sind denn Deine Erfahrungen ?

Vielen Dank für Deine Hilfe,
Björn.

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Re: Britisches Bitter

#21

Beitrag von Seed7 » Donnerstag 24. September 2020, 07:54

Fuggles hat einen sehr erdigen geschmack, EKG ist mehr in der richtung von orangenschale. Beiden werden viel im bitter benuetzt. Fuggles dan nicht als die "oben liegenden" aromahopfen.

Bei Ron Pattinson:
Rezepte mit Fuggles
Rezepte mit Goldings

Ingo
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Re: Britisches Bitter

#22

Beitrag von schabowski » Mittwoch 20. Januar 2021, 16:46

So, ich habe nochmal weiter recherchiert.
In den englisch-sprachigen Foren ist doch einiges zu finden.

Viel gelobt wird die folgende Hefe, das ist jetzt mal mein Favorit:
Wyeast 1318 - London Ale III

Ich finde tatsächlich gar nicht so viele Rezepte, die EKG und auch Fuggles verwenden.
Vielleicht bleibe ich doch erstmal bei EKG.
Vorderwürzehopfung ist wohl auch eher ein "deutsches" Thema, oder ?
Für weitere Tipps / Hopfenkombinationen bin ich aber gerne dankbar.
Oft ist noch der Challenger dabei, den gibt es aber nicht bei "Hopfen und mehr" (dort möchte ich eigentlich bestellen).

Dort gibt es jetzt auch die folgenden zwei Swaen-Malze, hat die schon jemand verwendet ?
GoldSwaen© Brown Supreme (280 - 320 EBC)
BlackSwaen© Honey Biscuit (80 - 90 EBC)

Ich hatte bisher vor, nur die folgenden Malze zu verwenden:
Maris Otter (6,25 EBC) (94,6 % der Schüttung)
Cara Crystal (120 EBC) (5,4 % der Schüttung)
Stammwürze 11,0%
Bierfarbe ca. 13,6 EBC (Bernstein - Amber)

An Torrified Wheat kommt man wohl in D auch nicht so leicht ran, ich möchte es aber eigentlich nicht selber herstellen.
Mit Familie ist die Zeit doch begrenzt (Herstellung / Einarbeiten in das Thema).
Ist Torrified Wheat wichtig oder kann/sollte man es sinnvoll ersetzen ?

Viele Grüße,
Björn.

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Re: Britisches Bitter

#23

Beitrag von Cubase » Mittwoch 20. Januar 2021, 19:36

Dieses Rezept kann ich sehr empfehlen.
https://www.maischemalzundmehr.de/inde ... enerezepte

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Re: Britisches Bitter

#24

Beitrag von bierhistoriker.org » Mittwoch 20. Januar 2021, 19:53

schabowski hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 16:46
An Torrified Wheat kommt man wohl in D auch nicht so leicht ran, ich möchte es aber eigentlich nicht selber herstellen.
Mit Familie ist die Zeit doch begrenzt (Herstellung / Einarbeiten in das Thema).
Hallo Björn,

Einarbeitung nicht erforderlich :Bigsmile

torrified_wheat.pdf
(271.31 KiB) 124-mal heruntergeladen
Viel Spaß

Jürgen
Hobbybrauerstammtisch Köln und Umgebung: https://www.facebook.com/groups/KoelnerHobbybrauer/
Kölner Bierhistoriker eV : http://koelnerbierhistoriker.org/
BJCP Deutschland (Facebook-Gruppe): https://www.facebook.com/groups/625748487884003/

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Re: Britisches Bitter

#25

Beitrag von schabowski » Donnerstag 21. Januar 2021, 14:29

Ja, das Rezept klingt ganz gut.
Ich möchte vermutlich eher den EKG bei Kochende verwenden.

Die Herstellung des Torrified Wheat scheint ja wirklich nicht so schwierig zu sein.

Hier wird zumindest die Hefe
Wyeast 1318 - London Ale III
sehr gelobt (von bierhaus15) , daher ist das erstmal mein Favorit:

https://www.homebrewtalk.com/threads/br ... ts.221817/

Kennt jemand von euch die von mir genannten Swaen-Malze ?

Viele Grüße,
Björn.

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Re: Britisches Bitter

#26

Beitrag von hkpdererste » Donnerstag 21. Januar 2021, 16:41

Zu den Malzen kann ich nix sagen, aber wenn du öfter Britisches Bitter machst, probier unbedingt mal die Fermentum Mobile FM11. Die hat mich echt begeistert und macht ein tolles Bier.

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Re: Britisches Bitter

#27

Beitrag von rakader » Mittwoch 27. Januar 2021, 16:05

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 19:53
schabowski hat geschrieben:
Mittwoch 20. Januar 2021, 16:46
An Torrified Wheat kommt man wohl in D auch nicht so leicht ran, ich möchte es aber eigentlich nicht selber herstellen.
Mit Familie ist die Zeit doch begrenzt (Herstellung / Einarbeiten in das Thema).
Hallo Björn,

Einarbeitung nicht erforderlich :Bigsmile


torrified_wheat.pdf

Viel Spaß

Jürgen
Hallo Jürgen, zuerst Dank für das Sheet. Ich habe mich noch etwas schlauer gemacht. Man kann von einer milden Pyrolyse sprechen. Ein anderes Verfahren ist übrigens mit Heißluft bei dann doch 400 °C. https://crispmalt.com/news/torrefied-wh ... heat-malt/

Das leitet zu meiner Frage über: Wie kommst Du im Heimbereich auf 185—190 °C?

Torrified Wheat gibt es zwar im polnischen Shop bei Twoj Browar (von Fawcett), aber Selbermachen ist hier wirklich angesagt, dank Deiner Anleitung.
Kleine Anmerkung: Keimling ist nicht zu 100% der richtige Begriff; Stärkekörper fiele mir jetzt noch ein, aber glücklich bin ich damit auch nicht.

LG
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Re: Britisches Bitter

#28

Beitrag von renzbräu » Mittwoch 27. Januar 2021, 19:13

rakader hat geschrieben:
Mittwoch 27. Januar 2021, 16:05
Das leitet zu meiner Frage über: Wie kommst Du im Heimbereich auf 185—190 °C?
Jetzt wollte ich schreiben: Schafft doch der Umluftherd, das Haligenöfelchen oder auch eine Heißluftfritteuse. Aber das wirst Du nicht gemeint haben... :Ahh
Gott gebe Glück und Segen drein!
Johannes

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Re: Britisches Bitter

#29

Beitrag von BrauSachse » Mittwoch 27. Januar 2021, 19:36

Das mit dem Torrified Wheat hatten wir gerade: :Greets Das gibt es auch hier in D zu kaufen.

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 04#p412204

Viele Grüße
Tilo

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Re: Britisches Bitter

#30

Beitrag von rakader » Mittwoch 27. Januar 2021, 19:41

renzbräu hat geschrieben:
Mittwoch 27. Januar 2021, 19:13
rakader hat geschrieben:
Mittwoch 27. Januar 2021, 16:05
Das leitet zu meiner Frage über: Wie kommst Du im Heimbereich auf 185—190 °C?
Jetzt wollte ich schreiben: Schafft doch der Umluftherd, das Haligenöfelchen oder auch eine Heißluftfritteuse. Aber das wirst Du nicht gemeint haben... :Ahh
Da wollte wohl jemand schneller geschrieben als gelesen haben – gelle :P
BTW: Narziß Bd.2, S. 25.
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Re: Britisches Bitter

#31

Beitrag von Colindo » Dienstag 16. Februar 2021, 16:47

Hallo zusammen,

ich schreibe hier meinen Erstlingspost, weil mir das Thema ins Auge sprang. Ich braue seit 2017, und fast ausschließlich britische Biere. Von dem eingangs erwähnten Buch "Brew Your Own British Real Ale" habe ich fast jedes Rezept mal ausprobiert, deswegen dachte ich, meine Gedanke helfen hier vielleicht dem ein oder anderen.

Zu Torrefied Wheat: Die Idee dabei ist, dass man den Schaum stabilisiert, ohne irgendwelche Aromen einzubringen. Englische Biere benötigen das, weil viele mit Doldenhopfen gebraut werden und die darin traditionell enthaltenen Samen den Schaum killen. Wenn ich mit Doldenhopfen und ohne TW braue, ist der Schaum immer gleich Null. In England ein Qualitätsmerkmal (wegen der Doldenhopfen), bedeutet hier allerdings, dass man sich bei der Benutzung von Pellets das TW sparen kann.
Was die Frage angeht, was TW ist, finde ich die Erklärung am besten: https://beerandbrewing.com/dictionary/46QTKOblvu/
Englische Brauereien benutzen nämlich ausschließlich micronized wheat, was nochmal leicht anders ist.

Bezüglich Aromahopfen: Es gibt sowohl Rezepte mit Fuggle als auch mit EKG als Aromahopfen. EKG wirkt auf mich immer sehr fruchtig, sprich Rosinen, mit einer sahnig-Baileys-artigen Note. Fuggle hingegen ist eher hopfig-würzig, mit erdigen Noten. Historisch wurde Fuggle als der edelste Bitterhopfen angesehen und nur zum Bittern benutzt, das ist wegen des geringen Alphasäurengehalts aber nicht gerade wirtschaftlich. Challenger ist die bessere Alternative, mit einer sehr neutralen Bittere. Northern Brewer ist eine in Deutschland erhältliche Alternative mit hohen Alphasäuren.

Als Hefe habe ich, einfach durch Zufall, am meisten die Imperial Yeast Voyager benutzt. Sehr schnell und recht neutral, bei höherer Zimmertemperatur auch fruchtig. Eine echte englische Hefe habe ich erst später benutzt, die Bulldog English Ale Yeast, die ist deutlich esteriger. Mein Lieblingsbier ist das Ringwood Best Bitter, das mit der Voyager zusammen sehr exakt meiner Erinnerung des Bieres aus England ergab.

Übrigens, wenn man ein Stout mit 20% Torrefied Wheat braut (statt Gerstenflocken o.Ä.) wird ein extrem sahniger Geschmack erzeugt. Zumindest mit der Voyager-Hefe. Das macht aus einem Schokoladenstout dann nochmal etwas ganz Besonderes.

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Re: Britisches Bitter

#32

Beitrag von riegelbrau » Dienstag 16. Februar 2021, 17:40

Aus dem Buch habe ich auch das Ringwood Best Bitter gebraut (10 l Kleinsud):
Screenshot_20210216_173310_org.kleinerbrauhelfer.app.jpg
Es hat mir und anderen gut geschmeckt, aber erst nach mehreren Wochen Reifung war es richtig gut. Eigentlich brauchen doch OG Biere gar nicht so lange.

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Re: Britisches Bitter

#33

Beitrag von schabowski » Dienstag 16. Februar 2021, 18:09

Wie sind denn Stammwürze, IBU und Rasten bei dem Rezept ?

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Re: Britisches Bitter

#34

Beitrag von riegelbrau » Dienstag 16. Februar 2021, 18:24

Hier:
Screenshot_20210216_182308_org.kleinerbrauhelfer.app.jpg

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Re: Britisches Bitter

#35

Beitrag von schabowski » Dienstag 16. Februar 2021, 18:37

Vielen Dank für Eure Infos !!

Ich gehe mal von Kombirast bei 67 Grad für 60 Minuten aus.

Edit: Nur 24 IBU, da hätte ich jetzt mehr erwartet.

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Re: Britisches Bitter

#36

Beitrag von Colindo » Dienstag 16. Februar 2021, 19:23

riegelbrau hat geschrieben:
Dienstag 16. Februar 2021, 17:40
Aus dem Buch habe ich auch das Ringwood Best Bitter gebraut (10 l Kleinsud):
Es hat mir und anderen gut geschmeckt, aber erst nach mehreren Wochen Reifung war es richtig gut. Eigentlich brauchen doch OG Biere gar nicht so lange.
Das ist mein Lieblingsbier. Stehen gerade 25 L davon neben mir und reifen. Ich lasse entsprechend dem Buch die englischen Biere immer warm nachgären, und bei so einem leichten Bier 4-6 Wochen. Stouts 8. Es hilft einfach enorm, und die Wärme lässt die englischen Hefen das letzte bisschen Zucker aufessen.

Allerdings sollten bei deinem Rezept die Haferflocken durch Torrefied Wheat ersetzt werden, so steht's nämlich in dem Buch. Oder ist das deine gewählte Alternative?

@schabowski Die Bittere bei Bitter Ale ist standardmäßig bei 24-28, alles andere wäre ein anderer Stil.
Edit: Wenn du Jodprobe nimmst, sind 60 Minuten ok, sonst lieber 90. Wobei ich fast immer 60 mache, und nie Jodprobe nehme :D

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Re: Britisches Bitter

#37

Beitrag von schabowski » Dienstag 16. Februar 2021, 19:47

Ich habe das Buch "Brew Your Own British Real Ale" Ende Januar bestellt, hat allerdings eine Lieferzeit von 6 Wochen. Bald müsste es aber da sein, ich freue mich schon sehr darauf.

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Re: Britisches Bitter

#38

Beitrag von riegelbrau » Dienstag 16. Februar 2021, 20:19

Colindo hat geschrieben:
Dienstag 16. Februar 2021, 19:23
riegelbrau hat geschrieben:
Dienstag 16. Februar 2021, 17:40
Aus dem Buch habe ich auch das Ringwood Best Bitter gebraut (10 l Kleinsud):
Es hat mir und anderen gut geschmeckt, aber erst nach mehreren Wochen Reifung war es richtig gut. Eigentlich brauchen doch OG Biere gar nicht so lange.
Das ist mein Lieblingsbier. Stehen gerade 25 L davon neben mir und reifen. Ich lasse entsprechend dem Buch die englischen Biere immer warm nachgären, und bei so einem leichten Bier 4-6 Wochen. Stouts 8. Es hilft einfach enorm, und die Wärme lässt die englischen Hefen das letzte bisschen Zucker aufessen.

Allerdings sollten bei deinem Rezept die Haferflocken durch Torrefied Wheat ersetzt werden, so steht's nämlich in dem Buch. Oder ist das deine gewählte Alternative?

@schabowski Die Bittere bei Bitter Ale ist standardmäßig bei 24-28, alles andere wäre ein anderer Stil.
Edit: Wenn du Jodprobe nimmst, sind 60 Minuten ok, sonst lieber 90. Wobei ich fast immer 60 mache, und nie Jodprobe nehme :D
Ja, ich habe es so gemacht weil ich kein TW hatte. Oben schrieb ja Colindo auch, dass man bei Pellets kein TW braucht...

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Re: Britisches Bitter

#39

Beitrag von riegelbrau » Dienstag 16. Februar 2021, 20:29

Hier ist mein Rezept:
38. Ringwood Best Bitter.pdf
(294.01 KiB) 38-mal heruntergeladen

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Re: Britisches Bitter

#40

Beitrag von schabowski » Dienstag 16. Februar 2021, 21:44

Wie ist das Ringwood Best Bitter im Vergleich zu Deinem
Bronx Best Bitter II ?
Welches gefällt Dir besser ?

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Re: Britisches Bitter

#41

Beitrag von riegelbrau » Dienstag 16. Februar 2021, 22:05

Das BBB II ist zu lange her, so das ich das nicht sagen kann. Ich weiß nur, dass mir und anderen beide gut schmeckten.
Ich hoffe, jetzt im Ruhestand mehr Zeit zum Brauen zu haben...

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Re: Britisches Bitter

#42

Beitrag von Colindo » Dienstag 16. Februar 2021, 22:59

@schabowski Wenn du mir sagst, was du an englischen Bieren magst, kann ich dir ein Rezept aus dem Buch empfehlen. Oder sogar schonmal ablichten.

@riegelbrauer Habe mir eben deinen Bericht vom Bronx Best Bitter II angeschaut. Ich würde vermuten, mit EKG bei 0min (nennt man das im deutschen "kaltgehopf"? - Kenne nur "Post-Boil") sollte das Bier deutlich fruchtiger sein. Habe mal das Ringwood Old Thumper mit ähnlicher Hopfengabe gemacht, leider war das das erste Bier, das bei mir Essigbakterien-Kontamination hatte. Seitdem gibt es Tage, wo ich Post-Boil EKG nicht riechen kann. An anderen Tagen gefällt es mir aber :Grübel

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Re: Britisches Bitter

#43

Beitrag von rakader » Dienstag 16. Februar 2021, 23:19

schabowski hat geschrieben:
Dienstag 16. Februar 2021, 18:37
Vielen Dank für Eure Infos !!

Ich gehe mal von Kombirast bei 67 Grad für 60 Minuten aus.
Wenn es um britische Aromen geht, z.B. malzig und doch trocken, leichte Torfigkeit, Toffee, Brotaromen, sollte eine einstufige Rast mit einer Temperatur am oberen Ende besser sein, also 69-70C. also eine Art Schwebezustand für die ɑ- und β-Amylasen mit geringerer Ausbeute, die durch längere Maischearbeit kompensiert wird. Dazu eine deutlich längere Kochzeit für komplexere Aromen, also 90 min und mehr. Diese Aromen kann man heute mit Karamellmalzen leicht nachstellen, traditionell bestand die Kunst darin, dies mit britischen Malzen wie Mild, Amber etc. zu tun; das verraten zumindest traditionelle Rezepte wie die von Ron Pattinson gesammelten.
Zuletzt geändert von rakader am Mittwoch 17. Februar 2021, 00:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Britisches Bitter

#44

Beitrag von riegelbrau » Mittwoch 17. Februar 2021, 00:09

  • Die Kombirast war bei meinen beiden Bitters (BBB und Ringwood) jeweils bei 66 °C.
  • Die Rastdauer beim BBB war 60 min., beim Ringwood aber 90 min.
  • Die Kochdauer beim BBB war 65 min. und beim Ringwood 90 min.

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Re: Britisches Bitter

#45

Beitrag von rakader » Mittwoch 17. Februar 2021, 00:14

riegelbrau hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 00:09
  • Die Kombirast war bei meinen beiden Bitters (BBB und Ringwood) jeweils bei 66 °C.
  • Die Rastdauer beim BBB war 60 min., beim Ringwood aber 90 min.
  • Die Kochdauer beim BBB war 65 min. und beim Ringwood 90 min.
Das entbindet Dich nicht Dir eigene Gedanken über ein Rezept zu machen und Dich zu fragen, was das Ziel einzelner Prozessschritte ist. Sonst ist Brauen nur blindes Malen nach Zahlen :P
https://byo.com/article/british-bitter- ... the-month/
Warum und weshalb: https://www.homebrewtalk.com/threads/br ... re.621930/
Kombirast ist ein neues Verfahren, das nicht immer für jeden Bierstil optimal ist. Es ist immer gut Rezepte kritisch abzuklopfen
http://barclayperkins.blogspot.com

Damit:
• zu niedrig
• zu kurz
• zu kurz
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Re: Britisches Bitter

#46

Beitrag von rakader » Mittwoch 17. Februar 2021, 03:31

der_ak hat geschrieben:
Montag 3. Oktober 2016, 00:39


Melanoidinreiche Malze sind in britischen Bieren allerdings eher unüblich. Das gilt im übrigen auch für Karamellmalze (britisches Crystal Malt wird geröstet und erhält seine Farbe primär durch die Karamellisierung; deutsches Karamellmalz wird gedarrt und erhält seine Farbe primär durch die Maillard-Reaktion).

Röst- und Maillardaromen gibt es bei beiden Malztypen, da die Prozesse parallel ablaufen. Maillard beginnt ab 140°C. Caramalze haben durch das Darrverfahren mehr Maillard-Produkte, weil in der oberen Darrschicht andere Prozesse ablaufen als unten, wo geröstet wird.
https://antwortenhier.me/q/was-ist-der- ... 6670195270

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 13#p363113
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 23#p363323

Der Kern beim Crystal ist glasig, beim Cara mehlig.
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Re: Britisches Bitter

#47

Beitrag von Colindo » Mittwoch 17. Februar 2021, 07:29

rakader hat schon Recht, dass man sich selbst Gedanken machen sollte. Ich habe mich bisher immer nach den im Buch empfohlenen 66°C für die meisten Biere entschieden, aber das kann auch eine zeitgenössische Konvention für englische Hobbybrauer sein, anstatt einer empirisch ermittelten Zahl. Für Milds und andere besonders malzige Biere werden höhere Temperaturen auch in dem Buch empfohlen, 67-68°C. Je höher die Temperatur, dest mehr werden unvergärbare Zucker gebildet, ist hier glaube ich jedem klar.

@rakader: Es gibt aber auch Leute, die gerne nach Zahlen malen ;-)

Edit: Achso, Kochzeit immer 90 Minuten, sonst schmeckt der Bitterhopfen wie bei deutschem Bier. Das ist ein schmeckbarer Unterschied.

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Re: Britisches Bitter

#48

Beitrag von schabowski » Mittwoch 17. Februar 2021, 09:12

Colindo hat geschrieben:
Dienstag 16. Februar 2021, 22:59
@schabowski Wenn du mir sagst, was du an englischen Bieren magst, kann ich dir ein Rezept aus dem Buch empfehlen. Oder sogar schonmal ablichten.
Ich habe 2003/2004 in Swansea (Wales) studiert. Da habe ich wirklich gerne die Brains-Biere getrunken, vor allem auch das Brains SA und das Brains Bitter.
Ich mochte aber auch das John Smiths und Tetleys, die gab es zu der Zeit in fast jedem Pub.

Bei Live-Musik im Pub, da hat fast jedes frisch gezapfte Ale gut geschmeckt. :-)

Ist leider schon so lange her.

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Re: Britisches Bitter

#49

Beitrag von Colindo » Mittwoch 17. Februar 2021, 09:33

schabowski hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 09:12
Ich habe 2003/2004 in Swansea (Wales) studiert. Da habe ich wirklich gerne die Brains-Biere getrunken, vor allem auch das Brains SA und das Brains Bitter.
Ich mochte aber auch das John Smiths und Tetleys, die gab es zu der Zeit in fast jedem Pub.
Die Biere sind mir noch nicht untergekommen, aber das hängt ja in England enorm von der Gegend ab, in der man ist. Ich meine aber auch, in dem Buch kommen die nicht vor. Aber ich habe noch einen Bier-Almanac mit 1-2 Sätzen zu fast jedem Bier in England. Also falls du exakt eins von denen nachbrauen möchtest, könnte ich da reinschauen.

Das Ringwood Best Bitter sollte dem aber nahe kommen, näher als das Bronx Bitter.

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Re: Britisches Bitter

#50

Beitrag von Commander8x » Mittwoch 17. Februar 2021, 09:44

rakader hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 03:31
Röst- und Maillardaromen gibt es bei beiden Malztypen, da die Prozesse parallel ablaufen. Maillard beginnt ab 140°C. Caramalze haben durch das Darrverfahren mehr Maillard-Produkte, weil in der oberen Darrschicht andere Prozesse ablaufen als unten, wo geröstet wird.
https://antwortenhier.me/q/was-ist-der- ... 6670195270

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 13#p363113
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 23#p363323

Der Kern beim Crystal ist glasig, beim Cara mehlig.
Da ist dir aber einiges durcheinander gekommen,
Radulph.

Gruß Matthias
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