Flanders Red Ale

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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docpsycho
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Flanders Red Ale

#1

Beitrag von docpsycho » Freitag 15. Dezember 2017, 12:33

Gude,

da mein Brettgäreimer bald wieder frei wird brauche ich natürlich dringend Nachschub. Meine kürzliche Belgienreise hat mich natürlich mal wieder voll überzeugt und in mir den Wunsch geformt ein Flanders Red Ale zu brauen. Allerdings habe ich nach einiger Recherche noch ein paar Fragen aber zunächst zum Rezept:

Eckpunkte

StW: 15°P
IBU: 15
Alc Vol%: 6-7
sRE ~ 2-1°P
EBC~ 47
Karbonisierung: 5g/l CO2
Ausschlag: 22l

Aroma: in Richtung Rodenbach Grand Cru (natürlich sehr hoch gegriffen)

Rohstoffe

Schüttung

Münchner Malz 30%
Wiener Malz 30%
Pilsener Malz 28%
CARAMÜNCH II 8%
Special B 4%

Hopfen

Magnum 100% 90min

Hefe

1Pkt S-04 anstellen bei 18°C
1Pkt Wyeast 3763 Roeselare Ale Blend bei fallenden Kräusen

Sonstige Zutaten

4g/l Eichenholzchips heavy toast 5d in Rotwein eingelegt
Gabe 2-3 Wochen nach Anstellen

Prozess

Maischprogramm

Kombirast 69°C 60min
Abmaischen bei 78°C
Nachgüsse mit kochendem Wasser


Kochen

90min
100% Magnum bei Würzebruch

Fragen

Die Schüttung findet sich in englischsprachigen Rezepten überall ziemlich ähnlich, darum habe ich mir eine ausgesucht und etwas angepasst. Wenn hier Ansatzpunkte vorhanden sein sollten bitte ich gerne um Rückmeldung, da ich eher selten mit Spezialmalzen arbeite.
Die Amis geben die Hefe/Bakterien wie oben angegeben, irgendwie würde ich aber lieber einfach nur 2 Smackpacks (ich will mir mein Starterequipment nicht einsauen) Roeselare Blend geben wollen und bei 18°C anstellen, gibt es da Erfahrungen?
Auch die Eichenholzchips verunsichern mich etwas, da ich noch nie damit gearbeitet habe. Ich würde gerne ein Jahr gären lassen, geht das mit den Chips klar oder sollte man die lieber später geben, zB. nach einem halben Jahr erst.
Am Schluss natürlich die abschließende Frage, meint ihr das geht alles in allem so klar oder habe ich mich irgendwo fies vertan?

Danke schon mal im Vorraus.

Grüße, der Doc
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DerDallmann
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Re: Flanders Red Ale

#2

Beitrag von DerDallmann » Freitag 15. Dezember 2017, 14:11

Schönes Projekt. :Smile
Ich kann nicht viel beisteuern, interessiert mich aber sehr, was draus wird.

Hohe Kombirast macht viel Funk, das gefällt schonmal. :thumbsup
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Re: Flanders Red Ale

#3

Beitrag von gulp » Freitag 15. Dezember 2017, 14:24

Servus Doc, gibts da auch einen Vornamen? Außer Prof?

ich habe ja demnächst was ähnliches vor: http://www.brouwerij-strubbe.be/start/p ... chtegem/nl, alerdings ein Brown.

da liegt die Schwierigkeit im Verschnitt.

Was mir bei deinem Rezwpt auffällt ist die englische Hefe S04. Da würde ich was belgisches nehmen oder eben von Anfang an die Roeselare, bzw den Sud aufteilen, mit und ohne Eichenchips, zwei Hefen, nur die Roeselare, oder so, oder ganz anders. :puzz

Hoffentlich meldet sich hier noch einer der das schon mal durchgezogen hat. Bei mir ist das noch graue Theorie. :Smile

Gruß
Peter
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Re: Flanders Red Ale

#4

Beitrag von tbln » Freitag 15. Dezember 2017, 14:27

Mein Flanders Red steht jetzt seit knapp 3 Monaten im Keller. Gute Quellen bei der Rezeptfindungen waren: Vom Malz her, habe ich schlußendlich ungefähr dein Rezept gebraut (mit zusätzlich 8% Weizenmalz und 1% Crystal 400EBC). Rodenbach nutzt Mais, um den Proteingehalt der Würze zu senken wie sie schreiben. Kombirast bei 69°C. Hopfen Brewers Gold 60 Minuten, 15 IBU. Bei den Holzchips hab ich mich fürs erste für 2g/L Medium Toast franz. Eiche entschieden (abgekocht 10 Minuten).
Da in diversen Quellen zu lesen ist, dass die WYeast 3763 in der ersten Führung nicht sehr stark säuert, hab ich die direkt gepitcht und das Bier auf der Hefe gelassen. Angestellt bei >20°C. Zusätzlich hab ich nach ein paar Wochen zusammen mit den Holzchips einige Gueuze Bodensätze nachgelegt. Rodenbach lässt bei 15°C nachgären, falls du entsprechende Temperaturen bieten kannst. Ich hab das Bier in Glasballons, bei Kunststoff musst du evtl. nocheinmal schauen wie es mit dem Sauerstoffeintrag aussieht.

Über Ergebnisse kann ich also leider noch nicht berichten. Bei Sauerbieren scheinen Ergebnisse aber generell schwer zu übertragen zu sein.

ps: Die WYeast Hefekultur hat Ewigkeiten gebraucht um anzukommen. Also keine Panik an Brautag +2. :Drink
Zuletzt geändert von tbln am Sonntag 17. Dezember 2017, 12:26, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Flanders Red Ale

#5

Beitrag von Kurt » Freitag 15. Dezember 2017, 14:33

Bei mir gärt aktuell mein 2. Flanders Red Ale. Die Schüttung sieht sehr gut aus. 15 IBU sind eher viel für die Bakterien. Da würde ich auf maximal 10 IBU heruntergehen. Ich habe bisher immer etwas geschummelt und meine Würze kurz biologisch angesäuert (Malzstarter), Hopfengekocht und dann mit einer neutralen Alehefe (US05) vergoren. Nach Ende der Gärung dann in den Glasballon und den Roselare-Blend dazu. Nachgärung dann 6 Monate bis 1 Jahr. Die biologische Säuerung habe ich deshalb gemacht, weil dem Roselare Blend beim ersten Pitch (zu) wenig Säurebildung nachgesagt wird und ich ein deutlich saures bier wollte. Mit Eichenholzchips habe ich noch nicht experimentiert, wohl aber mit Früchten. Eine ordentliche Ladung Sauerkirschen verträgt das Bier extrem gut!

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Re: Flanders Red Ale

#6

Beitrag von docpsycho » Freitag 15. Dezember 2017, 15:12

Gude,
gulp hat geschrieben:
Freitag 15. Dezember 2017, 14:24
Servus Doc, gibts da auch einen Vornamen? Außer Prof?

ich habe ja demnächst was ähnliches vor: http://www.brouwerij-strubbe.be/start/p ... chtegem/nl, alerdings ein Brown.

da liegt die Schwierigkeit im Verschnitt.

Was mir bei deinem Rezwpt auffällt ist die englische Hefe S04. Da würde ich was belgisches nehmen oder eben von Anfang an die Roeselare, bzw den Sud aufteilen, mit und ohne Eichenchips, zwei Hefen, nur die Roeselare, oder so, oder ganz anders. :puzz

Hoffentlich meldet sich hier noch einer der das schon mal durchgezogen hat. Bei mir ist das noch graue Theorie. :Smile

Gruß
Peter
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Die S04 mag ich einfach gerne, darum habe ich die gewählt. Ich dachte daran, dass die Fruchtester ganz gut passen würden. Natürlich hast du recht, eine belgische Hefe würde deutlich mehr Sinn machen, hast du da eine Idee? Persönlich kenne ich da nur die Forbidden Fruit, die mir auch ausgezeichnet schmeckt. Das blending und aufteilen ect. hatte ich auch lange überlegt aber da fehlt mir schlicht die Erfahrung, darum wollte ich davon zunächst absehen.
tbln hat geschrieben:
Freitag 15. Dezember 2017, 14:27
Mein Flanders Red steht jetzt seit knapp 3 Monaten im Keller. Gute Quellen bei der Rezeptfindungen waren: Vom Malz her, habe ich schlußendlich ungefähr dein Rezept gebraut (mit zusätzlich 8% Weizenmalz und 1% Crystal 400EBC). Rodenbach nutzt Mais, um den Proteingehalt der Würze zu senken wie sie schreiben. Kombirast bei 69°C. Hopfen Brewers Gold 60 Minuten, 15 IBU. Bei den Holzchips hab ich mich fürs erste für 2g/L Medium Toast franz. Eiche entschieden (abgekocht 10 Minuten).
Da in diversen Quellen zu lesen ist, dass die WYeast 3763 in der ersten Führung nicht sehr stark säuert, hab ich die direkt gepitcht und das Bier auf der Hefe gelassen. Angestellt bei >20°C. Zusätzlich hab ich nach ein paar Wochen zusammen mit den Holzchips einige Gueuze Bodensätze nachgelegt. Rodenbach lässt bei 15°C nachgären, falls du entsprechende Temperaturen bieten kannst. Ich hab das Bier in Glasballons, bei Kunststoff musst du evtl. nocheinmal schauen wie es mit dem Sauerstoffeintrag aussieht.

Über Ergebnisse kann ich also leider noch nicht berichten. Bei Sauerbieren scheinen Ergebnisse aber generell schwer zu übertragen zu sein.

ps: Die WYeast Hefekultur hat Ewigkeiten gebraucht um anzukommen. Also keine Panik an Brautag +2. :Drink
Die Quellen sind ausgezeichnet, danke. Ich selbst habe das "American Sour Beers" daheim, ein tolles Buch. Das habe ich auch zur Rezepterstellung zu Rate gezogen. Die Temperaturen kann ich bieten, im Keller hat's ganzjährig zwischen 14 und 16°C. Ja der Sauerstoffeintrag ist so eine Sache denn mein Bretteimer ist tatsächlich aus Plaste. Ich habe vor 3 Tagen zum ersten Mal nach einem Jahr mein Lambic geöffnet und gekostet, der Sauerstoff scheint keinen Schaden angerichtet zu haben aber es ist einen Gedanken wert auf Glas umzusteigen, hat ja schon seinen Sinn.
Kurt hat geschrieben:
Freitag 15. Dezember 2017, 14:33
Bei mir gärt aktuell mein 2. Flanders Red Ale. Die Schüttung sieht sehr gut aus. 15 IBU sind eher viel für die Bakterien. Da würde ich auf maximal 10 IBU heruntergehen. Ich habe bisher immer etwas geschummelt und meine Würze kurz biologisch angesäuert (Malzstarter), Hopfengekocht und dann mit einer neutralen Alehefe (US05) vergoren. Nach Ende der Gärung dann in den Glasballon und den Roselare-Blend dazu. Nachgärung dann 6 Monate bis 1 Jahr. Die biologische Säuerung habe ich deshalb gemacht, weil dem Roselare Blend beim ersten Pitch (zu) wenig Säurebildung nachgesagt wird und ich ein deutlich saures bier wollte. Mit Eichenholzchips habe ich noch nicht experimentiert, wohl aber mit Früchten. Eine ordentliche Ladung Sauerkirschen verträgt das Bier extrem gut!
Ich frage mich allerdings, warum erst mit einer Hefe vergären und dann den Blend zugeben? Das will mir nicht so recht in den Kopf oder übersehe ich einfach etwas? Was die IBUs angeht machen ja 10 oder 15 keinen großen geschmacklichen Unterschied, deswegen werde ich den Gedanken mal mitnehmen.

Worin sich aber scheinbar alle einig sind, ist die unzureichende Säuerung, den Punkt sollte ich überdenken, denn deutlich sauer sollte es schon sein. Man könnte ja auch etwas mit Milchsäure bescheißen. Mein letztes Kettle Sour Desaster habe ich noch sehr gut in der Nase, darum bin ich da etwas vorsichtig.


Grüße, der Doc
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Re: Flanders Red Ale

#7

Beitrag von Kurt » Freitag 15. Dezember 2017, 16:01

Kettle Sour nur mit CO2 über dem Bier - sonst wird das halt nix.

tbln
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Re: Flanders Red Ale

#8

Beitrag von tbln » Freitag 15. Dezember 2017, 16:50

docpsycho hat geschrieben:
Freitag 15. Dezember 2017, 15:12
Ja der Sauerstoffeintrag ist so eine Sache denn mein Bretteimer ist tatsächlich aus Plaste. Ich habe vor 3 Tagen zum ersten Mal nach einem Jahr mein Lambic geöffnet und gekostet, der Sauerstoff scheint keinen Schaden angerichtet zu haben aber es ist einen Gedanken wert auf Glas umzusteigen, hat ja schon seinen Sinn.
Vielleicht funktioniert wirklich beides. Ich würde nur meinem Eimer mit Hahn kein Bier für ein Jahr oder mehr anvertrauen. Abgesehn davon lässt selbst der Silikonstopfen Sauerstoff durch beim Glasballon. Durch das Hinzufügen von Gueuzebodensätzen geht man halt zusätzlich das Risiko von Essigsäurebakterien ein. Ist ja sicherlich geschmacksache, mir kann man leider absolut gestohlen bleiben mit entsprechenden Aromen im Bier. Aceto Balsamico gerne, aber bitte nicht in Unmengen im Sauerbier.

Supplication von Russian River wird wohl auch erst mit einer belgischen Hefe und anschließend mit der Bakterien/Brettanomyces Kulturen vergoren. Ich hatte auch überlegt beides auszuprobieren, vielleicht beim nächsten Mal...

S04 würde ich eher für ein Old Ale einsetzen. Sowas hier oder mit Pale Ale, Amber und Crystal. Hab noch ein paar Flaschen von meinem ersten "wilden" Sud mit S-04 und Brett Brux (De la Senne Bodensatz). Das ist wirklich super, geht allerdings geschmacklich nicht in die Richtung Kirschen etc. in die die WYeast Kultur gehen soll mit dem Sherry-Hefestamm und der Brettanomyces Lambicus. Wobei nach 1-2 Jahren vermutlich eh relativ wenig von dem Esterprofil der Primärhefe übrig bleibt.

Kettle Sour könnte man evtl. für ein Flanders Brown/ Oud (vlaams) Bruin einsetzen. Wenn ich das richtig sehe, spielen hier typische Aromen von Brettanomyces eine untergeordnete Rolle.
Zuletzt geändert von tbln am Samstag 16. Dezember 2017, 00:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Flanders Red Ale

#9

Beitrag von DerDallmann » Freitag 15. Dezember 2017, 19:09

http://www.milkthefunk.com/wiki/Mixed_Fermentation

Mtf ist auch immer eine sehr gute Quelle
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Re: Flanders Red Ale

#10

Beitrag von Tozzi » Freitag 15. Dezember 2017, 19:40

Ist ja witzig, beinahe Telepathie.
Ich habe ebenfalls vorgestern angefangen, ein Rezept für ein Flanders Red zu basteln.

Diesen Artikel hier fand ich noch ganz interessant:
https://beerandbrewing.com/make-your-be ... s-red-ale/

Ich werde aber 10 IBU ansteuern, und anstelle von Mais mal 15% Weizen (Rohfrucht, evtl. Torrified?) einplanen.
Für die "Bugs" nehme ich dann je ein Päckchen Roeselare Blend und eine Dose Sour Batch Kidz von Imperial.

Bin ja sehr gespannt was das wird.
Wenn fertig, müssen wir unbedingt eine Flasche tauschen!
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Flanders Red Ale

#11

Beitrag von Frudel » Freitag 15. Dezember 2017, 21:43

Ich habe im März ein Rezept von Jeff Sparrow ein West Flanders Red Ale umgesetzt
Zum Gären habe ich ein 50l Kunsstofffass verwendet wollte eigentlich 35l haben
sind aber etwas über 40l geworden.
Auf Holz im Bier habe ich verzichtet , werden von dem Bier noch 10l verholzen und 10l
befruchten.
Derzeit mache ich mir Gedanken wie ich Bier abfülle , mit GDA iss ja nicht.......

Recipe: West Flanders Red Ale TYPE: All Grain
Style: Flanders Red Ale
---RECIPE SPECIFICATIONS-----------------------------------------------
SRM: 25,1 EBC SRM RANGE: 19,7-31,5 EBC
IBU: 10,4 IBUs Tinseth IBU RANGE: 10,0-25,0 IBUs
OG: 1,056 SG OG RANGE: 1,048-1,057 SG
FG: 1,011 SG FG RANGE: 1,002-1,012 SG
BU:GU: 0,184 Calories: 427,1 kcal/l Est ABV: 6,0 %
EE%: 64,00 % Batch: 38,00 l Boil: 46,62 l BT: 90 Mins


Total Grain Weight: 10,99 kg Total Hops: 33,18 g .
---MASH/STEEP PROCESS------MASH PH:5,40 ------
>>>>>>>>>>-ADD WATER CHEMICALS BEFORE GRAINS!!<<<<<<<
Amt Name Type # %/IBU
4,89 kg BEST Vienna (BESTMALZ) (9,0 EBC) Grain 1 44,5 %
2,30 kg BEST Pale Ale (BESTMALZ) (6,0 EBC) Grain 2 20,9 %
1,96 kg Wheat, Unmalted (Rahr) (3,2 EBC) Grain 3 17,8 %
0,79 kg Aromatic Malt (51,2 EBC) Grain 4 7,2 %
0,79 kg Caramel/Crystal Malt - 20L (39,4 EBC) Grain 5 7,2 %
0,26 kg (de) CHÂTEAU SPECIAL B® (300,2 EBC) Grain 6 2,4 %


Name Description Step Temperat Step Time
Mash In Add 31,78 l of water at 53,7 C 50,0 C 20 min
1 Add 0,00 l of water at 63,0 C 63,0 C 40 min
2 Add 0,00 l of water at 72,0 C 72,0 C 30 min
Mash Out Add 0,00 l of water at 76,0 C 76,0 C 10 min


Fly sparge with 26,84 l water at 80 C

---BOIL PROCESS-----------------------------
Est Pre_Boil Gravity: 1,048 SG Est OG: 1,056 SG
Amt Name Type # %/IBU
33,18 g Tradition [4,90 %] - Boil 60,0 min Hop 7 10,4 IBUs

Wyeast 3763 (Roeselare Blend) or White Labs WLP655 (Belgian Sour Mix)


Gulp

Lustig bin gerade am Flanders Brown Ale/Oud Bruin basteln - scheint irgendwie Sour in der Luft zu liegen
Von Wyeast gab es mal eine 3209-PC Oud Bruin Blend so wie es aussieht nur 2014

LG
Markus
Wenn man etwas oft genug zerlegt und zusammengebaut hat , hat man irgendwann 2 davon

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Re: Flanders Red Ale

#12

Beitrag von Tozzi » Freitag 15. Dezember 2017, 22:16

@Markus:
Dieses Rezept liegt sehr nah an meinem. Bin echt baff. Da hätte ich mir ein paar Stunden der Mühe sparen können... :Wink
Ich werd Saazer nehmen (Dolden, 3,06% Alpha).
Frudel hat geschrieben:
Freitag 15. Dezember 2017, 21:43
Derzeit mache ich mir Gedanken wie ich Bier abfülle , mit GDA iss ja nicht.......
Würde ich mich schon trauen.
Musst ihn halt sofort danach richtig sauber machen, volles Programm, erst BeviLiquid dann StarSan.
Ich werde aber zur Sicherheit die BeerGun nehmen, die ist leichter zu säubern.
Ist noch ein Weilchen hin bei mir.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Flanders Red Ale

#13

Beitrag von ggansde » Freitag 15. Dezember 2017, 22:40

Moin,
wie witzig, habe gestern 5 Päckchen Roeselare aktiviert um ein Kriek anzusetzen. Jetzt habt ihr mich aber in Richtung rotes Flandern angefixt.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#14

Beitrag von Tozzi » Freitag 15. Dezember 2017, 23:40

5 Päckchen? Braucht man da so viel davon?
Über das "richtige" Pitching habe ich nur sehr wenig online gefunden.

Seit ich mit Stefan (Boludo) vor 2 Wochen im Tap House das Rodenbach Grand Cru vom Fass genossen habe bin ich total angefixt von der Idee.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Flanders Red Ale

#15

Beitrag von ggansde » Samstag 16. Dezember 2017, 08:03

Moin,
Ich weiss nicht ob notwendig. Ich hatte sie halt liegen und sie musste weg. Der Kühlschrank voll mit Flüssighefen bedeutet echt Stress.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#16

Beitrag von Frudel » Samstag 16. Dezember 2017, 09:46

ggansde hat geschrieben:
Freitag 15. Dezember 2017, 22:40
Moin,
wie witzig, habe gestern 5 Päckchen Roeselare aktiviert um ein Kriek anzusetzen. Jetzt habt ihr mich aber in Richtung rotes Flandern angefixt.
VG, Markus
Ich glaube du bist der einzige den ich kenne der 5 Päckchen Roeselare Blend daheim hat , Respekt.
Reich für über 100l gloob ich ?
Wie ist euer Gallische Hammer Sour Experiment ausgegangen ?

Eine Vermehrung der Kultur wird nicht empfohlen da es zu einer Veränderung der Anteile der einzelnen Komponenten führt.
Wegen der Starterfrage



Gut Sour-Sud - wie wäre es mit einer globalen Verkostung?

Markus
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Re: Flanders Red Ale

#17

Beitrag von ggansde » Samstag 16. Dezember 2017, 10:02

Moin,
ich habe die letzten Monate nicht genau mitbekommen, was beim Stammtisch gelaufen ist. Abgefüllt ist er wohl schon. Im Januar gehe ich wieder hin. Vielleicht ist der Hammer dann schon zu verkosten.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#18

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 16. Dezember 2017, 11:58

Hallo,

ein interessanter Fred :thumbsup

Einiges aus alten Zeiten zu diesem Thema:

[url]https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... &tid=12567[/url

Wer langfristig eine gute Basis für ein Flanders red haben möchte, ist gut beraten, in ein Eichenfass (unbelegt!) von 30 - 50 L zu investieren und sich dort seine "Hauskultur" aufzubauen. Hier empfiehlt sich das Solera-Prinzip beim Bier anzuwenden.
Meine läuft jetzt seit über 5 Jahren ganz gut.
Anfang November waren die Bierhistoriker in der Bierakademie in der Trinkhalle in Bochum und da gab es u.a. mein Flanders red. Ist recht gut angekommen/ es waren einige Hobbybrauer dort - vielleicht liest ja einer den Thread und sagt etwas dazu.
Ich bin vor 2 1/2 Jahren beim Alvinne-Festival zufällig mit dem Braumeister von Haandbryggeriet ins Gespräch gekommen. Die fahren für ihr Flanders red auch eine Solera (70 Hecto, schon ein Tick größer als meine :Bigsmile), tolles Bier.
Letzte Woche ghatte ich Flanders von der Brauerei Amercan Solera, war klasse.
Gerade habe ich bei Facebook/Alvinne gelesen, dass sie 2 400-Liter-Eichenfässer (unbelegt) gekauft haben und zum ersten Mal ihre Haushefe Morpheus dort einsetzen wollen.

Das nur Info

Cheers ( Frau ruft, auf zum Essen fahren ... )


Jürgen

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Re: Flanders Red Ale

#19

Beitrag von docpsycho » Sonntag 17. Dezember 2017, 14:24

Gude,

ich finde es ja witzig, wie viele hier dann noch schon mal ein Flanders Red gemacht haben oder gerade planen. Schade nur, dass das Forum bisher recht frei davon ist, dafür dikutieren wir lieber zum 100sten Mal ob Flaschen wirklich in den Backofen gehören. :Bigsmile Ein paar Sauerberichte wären schon mal klasse.
Für einen Tausch brauchen wir allerdings ein gutes Gedächtnis, dauert ja doch etwas bis alles fertig ist. :Bigsmile

Was ich jetzt zum herausgefunden habe ist, dass die Gabe einer Primärhefe und dann das Blend eher eine moderne und zeitsparende Variante ist. Da ich mich aber gerade nicht besonders modern fühle und ich dem Bier gerne eine menge Zeit geben will, werde ich wohl einfach 2 Päckchen Blend pitchen und gut ist. Am besten dann noch bei einer Temperatur im oberen Segment und dann langsam kühler, einfach um den Lactos den Start etwas einfacher zu machen.
Dem Lambicblend von WYEAST wird an verschiedenen Stellen auch eine unzureichende Säuerung nachgesagt. Mein Lambic habe ich damals auch relativ warm angestellt, jetzt ist es schön ausgeglichen sauer und ohne für mich erkennbare Fehler. Über eine Vorabsäuerung werde ich dennoch nachdenken.

Weizenmalz und Weizenrohfrucht, sowie Mais lasse ich aus der Schüttung weg, irgendwie will das bei einer so aromatischen Schüttung in meinem Kopf keinen Sinn machen. Dass diverse Rezepte und auch kommerzielle Hersteller damit arbeiten, habe ich gesehen aber wie gesagt, kann ich den Sinn dahinter nicht ganz verstehen.

So wie das klingt Markus, werde ich wohl im Januar doch mal den langen Weg zum Stammtisch auf mich nehmen müssen, den Hammer möchte ich mir ungern entgehen lassen :redhead
bierhistoriker.org hat geschrieben:
Samstag 16. Dezember 2017, 11:58

Wer langfristig eine gute Basis für ein Flanders red haben möchte, ist gut beraten, in ein Eichenfass (unbelegt!) von 30 - 50 L zu investieren und sich dort seine "Hauskultur" aufzubauen. Hier empfiehlt sich das Solera-Prinzip beim Bier anzuwenden.
Meine läuft jetzt seit über 5 Jahren ganz gut.



Jürgen
Dafür braucht man gewiss etwas mehr Platz als meine Mietskaserne mit Keller bietet, ist aber ein absoluter Traum, das steht außer Frage. Es gilt eben doch, was lange währt wird gut.

Grüße, der Doc
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Re: Flanders Red Ale

#20

Beitrag von Frudel » Sonntag 17. Dezember 2017, 14:59

Wenn ich vorne Eichenfässer in den Keller rolle , rollt mich meine Frau hinten raus.

Ja man liest hier oder allgemein wirkliche wenig über Sauerbier , liegt wohl mit daran , dass viele den Aufwand scheuen und
2 Sude ( oder vielleicht Sudenten Mz von Sud ? ) über ein Jahr oder mehr einfach Platz brauchen und
dass es schwierig ist vernünftiges Sourbier in Deutschland zu bekommen.Ausser Berliner Weiss fällt mir da nichts ein
was man eben mal kaufen kann , wenn man Lust auf Sour hat.
Das Lindemans Framboise schmeckt furchtbar ( mit fallen da noch andere Worte ein ) ich hatte früher
Brause die war besser , das bekommt man auch relativ oft , will man aber nach 1 x nicht mehr.
Ich habe im Augenblick 50l Lambic Framboise und das besagte Flanders Red
Das Lambic mit der 3278 Lambic Blend mit Starter das Flanders mit der Roeselare Blend auch Starter.
Es wird zwar immer behauptet , dass sich das Verhältnis der Kulturen verschiebt , das tut es sich aber
auch wenn ich die Kultur aktiviere und 2 Tage warte.
Der Beutel hat sich nicht gebläht , dafür ich , wollte die Kultur schon kicken als Markus meinte das
wäre normal.
Bin mal auf die Imperial Sour Kultur gespannt vielleicht sollte ich die in das Flanders Brown einbauen.

Ich habe inzwischen gelesen ( weiss der Teufel wo ) dass es kein Nachteil ist , wenn man auch bei größeren
Mengen nur einen Beutel Kulturen nimmt , bezog sich auf ein Projekt mit Tockenhefe S04 oder US05 bei dem
die Trockenhefe mit der Kultur angesetzt wurde - macht wohl angeblich nichts aus weil die Kultur eh später
startet.

LG
Markus
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Re: Flanders Red Ale

#21

Beitrag von docpsycho » Sonntag 17. Dezember 2017, 15:32

Gude,

ich glaube auch, dass es wohl am vermeintlichen Aufwand liegt, eigentlich braucht man nur einen Platz für den Eimer und Geduld. Vielleicht schreckt sauer im allgemeinen ab, vielleicht ist es einfach nicht der deutsche Geschmack.
Was die Quellen angeht, habe ich halt direkt den Maruhn um die Ecke, das ist schon echt Gold wert. letzten Freitag habe ich mir erst auf dem Heimweg die Geldbörse erleichtert. Bei Lindemanns muss man tatsächlich aufpassen, die haben gesüßtes Lambic und traditionelles in der Produktpalette.

Würde ich einen Starter machen, hätte ich eher Angst um mein Starterequipment. Was das underpitching angeht, wäre es ja durchaus interessant noch die ein oder andere Meinung zu hören.

Grüße, der Doc
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Re: Flanders Red Ale

#22

Beitrag von ggansde » Sonntag 17. Dezember 2017, 16:38

Moin,
ein Fass kommt meiner Holden auch nicht ins Haus. Ich werde mich mal hier umschauen, Chips aus belegten Fässern (Sherry, Port, ...) hört sich nicht schlecht an:
https://www.faesser-shop.de/holzalternativen/bier
Ich würde diese Chips auch nicht auskochen, sondern im Dampfkochtop autoklavieren.
Morgen wird gebraut.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#23

Beitrag von docpsycho » Sonntag 17. Dezember 2017, 17:38

ggansde hat geschrieben:
Sonntag 17. Dezember 2017, 16:38
Moin,
ein Fass kommt meiner Holden auch nicht ins Haus. Ich werde mich mal hier umschauen, Chips aus belegten Fässern (Sherry, Port, ...) hört sich nicht schlecht an:
https://www.faesser-shop.de/holzalternativen/bier
Ich würde diese Chips auch nicht auskochen, sondern im Dampfkochtop autoklavieren.
Morgen wird gebraut.
VG, Markus
Warum überhaupt Keimarm machen? Welche Keime sollen sich daran befinden, die wir nicht eh schon im Bier haben oder die aufgrund der Gegebenheiten klein gehalten würden? Natürlich verstehe ich die Bedenken aber die Dinger können auch nicht belasteter sein als Hopfen. Korrigieret mich bitte wenn ich komplett daneben liege, ich habe noch nie mit Holz gearbeitet aber das geht mir durch den Kopf.

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Re: Flanders Red Ale

#24

Beitrag von Frudel » Sonntag 17. Dezember 2017, 19:26

docpsycho hat geschrieben:
Sonntag 17. Dezember 2017, 17:38
ggansde hat geschrieben:
Sonntag 17. Dezember 2017, 16:38
Moin,
ein Fass kommt meiner Holden auch nicht ins Haus. Ich werde mich mal hier umschauen, Chips aus belegten Fässern (Sherry, Port, ...) hört sich nicht schlecht an:
https://www.faesser-shop.de/holzalternativen/bier
Ich würde diese Chips auch nicht auskochen, sondern im Dampfkochtop autoklavieren.
Morgen wird gebraut.
VG, Markus
Warum überhaupt Keimarm machen? Welche Keime sollen sich daran befinden, die wir nicht eh schon im Bier haben oder die aufgrund der Gegebenheiten klein gehalten würden? Natürlich verstehe ich die Bedenken aber die Dinger können auch nicht belasteter sein als Hopfen. Korrigieret mich bitte wenn ich komplett daneben liege, ich habe noch nie mit Holz gearbeitet aber das geht mir durch den Kopf.

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Schimmelschleim zum Beispiel manche behaupten wenn man viel davon hat wird er intelligent ( siehe Philip K. Dick
Kleiner Mond für Psychopathen )
Aber ernsthaft , keine Ahnung was sich alles darauf und darin tummelt , ich würde abkochen.
Kannst gerne auch mal ein Experiment machen und es ohne Kochen versuchen , das wird bestimmt spannend was da alles
rauskommt - vielleicht entdeckst du eine neue Art , die wenn es ganz doof läuft nach der Weltherrschaft trachtet
Alles schon dagewesen.....

Wir haben uns die Frauen nach dem Aussehen , der Intelligenz oder die passt prima zu mir ausgesucht , heute sind wir 1 Schritt weiter
die erste Frage beim Date wäre , wie findest du ein Eichenfass im Keller oder 3 übereinander - ich habe da so ein Projekt.
Vielleicht kann man den Namen Sauerbier irgendwie in Zusammenhang mit den Fässer im Keller bringen - Markus - was meinste ?
Aber ich schweife ein wenig ab.

Ich bin auch für Chips aus belegten Fässern , habe mir schon überlegt ob ich mein Glück mit Chips fürs Smoken versuchen
soll ( Weber oder Napoleaon ), sind nicht teuer und gibt es auch in verschieden Aromarichtungen.

LG
Markus
Wenn man etwas oft genug zerlegt und zusammengebaut hat , hat man irgendwann 2 davon

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Re: Flanders Red Ale

#25

Beitrag von ggansde » Montag 18. Dezember 2017, 12:58

Moin,
passt eine kleine Gabe chocolate malt (1%) um die Farbe zu erhöhen? Ich wollte brauen, tüftele aber immer noch am Rezept.
VG, Markus
BTW: Die letzen 6 Monate werde ich Chips verwenden: Französische Eiche, Belegung Cognac.
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Re: Flanders Red Ale

#26

Beitrag von docpsycho » Montag 18. Dezember 2017, 15:04

Frudel hat geschrieben:
Sonntag 17. Dezember 2017, 19:26

Schimmelschleim zum Beispiel manche behaupten wenn man viel davon hat wird er intelligent ( siehe Philip K. Dick
Kleiner Mond für Psychopathen )
Aber ernsthaft , keine Ahnung was sich alles darauf und darin tummelt , ich würde abkochen.
Kannst gerne auch mal ein Experiment machen und es ohne Kochen versuchen , das wird bestimmt spannend was da alles
rauskommt - vielleicht entdeckst du eine neue Art , die wenn es ganz doof läuft nach der Weltherrschaft trachtet
Alles schon dagewesen.....


Ich bin auch für Chips aus belegten Fässern , habe mir schon überlegt ob ich mein Glück mit Chips fürs Smoken versuchen
soll ( Weber oder Napoleaon ), sind nicht teuer und gibt es auch in verschieden Aromarichtungen.

LG
Markus
Gut Schimmelsporen sind ein ausgezeichnetes Argument, könnte man ja aber auch tot bekommen, wenn man sie in etwas hochprozentiges einlegt, da betseht nur die Frage, will man das?

Chips aus belegten Fässern findet man durchaus, leider nur keine von Weinfässern und genau das wollte ich eigentlich haben. Dann muss man es eben doch selbst machen also für eine Weile in einem guten Rotwein einlegen (was auch immer guter Wein ist, das weiß sicher meine Frau). Wenn sich dann Schimmel am holz finden sollte, sollte man den damit dann vielleicht nicht unbedingt tot bekommen aber zumindest feststellen ob sich welcher bildet oder nicht? So ganz schmeckt mir das kochen nicht, verliere ich damit nicht ungeheuer viele Aromen?
ggansde hat geschrieben:
Montag 18. Dezember 2017, 12:58
Moin,
passt eine kleine Gabe chocolate malt (1%) um die Farbe zu erhöhen? Ich wollte brauen, tüftele aber immer noch am Rezept.
VG, Markus
BTW: Die letzen 6 Monate werde ich Chips verwenden: Französische Eiche, Belegung Cognac.
Hatte auch überlegt einen kleinen Prozentsatz Pale Chocolate Malz zu geben, weil ich das sehr gerne mag, ich habe mich aber dagegen entschieden, da es durchaus (wenn komplett mitgemaischt) leichte Röstnoten mitbringt, allerdings sollten die vielleicht nach der langen Reife und Lagerzeit kaum noch eine Rolle spielen. Mir persönlich reichen allerdings knapp 50EBCs auch völlig aus muss ich sagen.

Warum ausgerechnet Cognacchips?

Kannst du, wenn du heute gebraut hast, vielleicht kurz von denem Rezept und Vorgehen berichten, würde mich schwer interessieren.

Grüße, der Doc
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Re: Flanders Red Ale

#27

Beitrag von ggansde » Montag 18. Dezember 2017, 15:18

Warum ausgerechnet Cognacchips?
Französische Limousin-Eiche, Cognac-Aroma, einfach nur Holz finde ich zu billig. Morgen gehe ich ans Werk.
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Re: Flanders Red Ale

#28

Beitrag von Frudel » Montag 18. Dezember 2017, 17:40

Du könntest wegen der Farbe statt Pale Chocolate Malz event. Carafa 1 Special nehmen.
Kenne deine Schüttung nicht aber irgendwas zwischen 20 und 30 EBC wäre es laut Style ,
oder willst du ein Flanders Brown ?
Was genau und wieviel Schüttest du ? ( bin schon mal neugierig )
LG
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Re: Flanders Red Ale

#29

Beitrag von ggansde » Montag 18. Dezember 2017, 20:13

Moin,
gute Idee! Habe ich sogar noch im Keller liegen.
Ich wollte auf 40 L so schütten:
6500 g Münchner Typ 1
1000 g Wiener
1000 g Pale Ale
500 g Weizenflocken
50 g Carafa
Dabei sollten etwa 25 EBC rauskommen. Bittern werde ich auf 13 IBU. Dann schön mit kochenden Wasser Nachgüsse geben und mit der Roeselare anstellen. Gerade habe ich meinen 50 L Glasballon gereinigt. Seit dem Abfüllen im September lagen da noch die Kirschen vom Kriek drin. Es roch immer noch toll nach Brett. Am liebsten hätte ich draufgeschlaucht :Bigsmile

@Felix,
So ganz schmeckt mir das kochen nicht, verliere ich damit nicht ungeheuer viele Aromen?
Deshalb autoklaviere ich ja auch trocken in dem Siebeinsatz vom Dampfkochtopf. Ich habe aber noch ein halbes Jahr Zeit um mir darum einen Kopf zu machen :Wink
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#30

Beitrag von Tozzi » Montag 18. Dezember 2017, 22:01

Ich werde ein wenig Mela und Special B mit reintun, um die Komplexität etwas zu erhöhen und rötliche Farbe zu fördern.
Die Chips zu autoklavieren halte ich auch für eine sehr gute Idee. Denselben Gedanken hatte ich auch.
Ganz neue Holzchips sollen angeblich etwas streng rüberkommen, es wird oft empfohlen, die erst mal ein paar Tage in Wasser einzulegen und das wegzukippen.
Sehr geil, ich freu mich wirklich schon sehr auf die Vergleichsverkostung.
ggansde hat geschrieben:
Montag 18. Dezember 2017, 20:13
Dann schön mit kochenden Wasser Nachgüsse geben
Warum kochendes Wasser? Wäscht das nicht zuviel Gerbstoffe aus?
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Flanders Red Ale

#31

Beitrag von Frudel » Montag 18. Dezember 2017, 22:21

Das Wasser hat 85 C um Stärke auszulösen , die Gerbstoffe werden im Laufe der Zeit
abgebaut

The hotter than normal sparge helps to get a high degree of extract (about 91% in this case), including the starches and dextrins that the wild yeast and bacteria need. A sparge that causes the grain bed to go over 170 is not done in most styles because it leaches astringent tannins from the husks, but with several years of aging the tannins in a Lambic will bind with other proteins and settle out.

D.h wir brauen Bier für unsere Kinder ( hätte ich denn welche .... )

LG
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Re: Flanders Red Ale

#32

Beitrag von Tozzi » Montag 18. Dezember 2017, 22:27

Danke, Markus, wieder was gelernt! :thumbup
In dem Fall sollte man aber wohl dennoch wenigstens den pH im Auge behalten (5,6 oder sowas), nehme ich an.
//Nachtrag: Ein absichtlicher Blausud, sozusagen? :Grübel
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Flanders Red Ale

#33

Beitrag von ggansde » Dienstag 19. Dezember 2017, 18:12

Moin,
die Würze ist im Gärballon.
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Re: Flanders Red Ale

#34

Beitrag von docpsycho » Dienstag 19. Dezember 2017, 18:41

Tozzi hat geschrieben:
Montag 18. Dezember 2017, 22:27
//Nachtrag: Ein absichtlicher Blausud, sozusagen? :Grübel
Ja damit die gute Brett was zum naschen hat, wenn der Zucker ausgeht.
ggansde hat geschrieben:
Dienstag 19. Dezember 2017, 18:12
Moin,
die Würze ist im Gärballon.
VG, Markus
Dann sprechen wir spätestens in einem Jahr wieder darüber. Hast du eigentlich tatsächlich die ganzen 5 Päckchen gepicht?

Grüße, Felix
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Re: Flanders Red Ale

#35

Beitrag von Frudel » Mittwoch 20. Dezember 2017, 13:37

Das mit den Päckchen würde mich auch interessieren.
Was und wieviel hast du zum Färben genommen , entspricht den
Erwartungen?

Bin mal sowas von gespannt auf das Ergebnis auch von den eigenen

LG
Markus
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Re: Flanders Red Ale

#36

Beitrag von ggansde » Mittwoch 20. Dezember 2017, 18:40

Moin,
ist schon etwas dunkel geworden, aber es wird sich noch aufhellen. Ich habe 100 g Carafa als Auszug (kurz aufgekocht und abgefiltert) verwendet. Ich habe alle 5 Päckchen versenkt.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#37

Beitrag von Frudel » Mittwoch 20. Dezember 2017, 20:40

ggansde hat geschrieben:
Mittwoch 20. Dezember 2017, 18:40
Moin,
ist schon etwas dunkel geworden, aber es wird sich noch aufhellen. Ich habe 100 g Carafa als Auszug (kurz aufgekocht und abgefiltert) verwendet. Ich habe alle 5 Päckchen versenkt.
VG, Markus
War dann da noch Platz für die Würze? :Angel

Auszug habe ich noch nicht versucht ich zerhacke das Carafa immer im
Mixer kaffefein und gebe es in den letzten 5-10 min dazu + die Läuterzeit.

LG
Markus
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Re: Flanders Red Ale

#38

Beitrag von ggansde » Mittwoch 20. Dezember 2017, 21:03

Ist schlecht beim Braumeister. Daher der Auszug. Das Carafa war auch klein gemahlen.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#39

Beitrag von docpsycho » Donnerstag 21. Dezember 2017, 16:15

Gude,

was ich mich jetzt noch frage ist, meint ihr Dekoktion wäre bei einer solch gehaltvollen Schüttung überzogen?

Grüße, Felix
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Re: Flanders Red Ale

#40

Beitrag von ggansde » Freitag 22. Dezember 2017, 08:33

Moin,
Deko geht immer. Ist auch ziemlich typisch für viele belgische Biere. So sieht es heute morgen bei mir aus:
IMG_0689.JPG
Das wird jetzt mal für ein halbes Jahr vergessen. Danach kommen die Chips hinein.
Gerade maische ich ein California Common ein.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#41

Beitrag von docpsycho » Freitag 22. Dezember 2017, 10:05

Bei wieviel °C hast du die Flasche stehen?
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Re: Flanders Red Ale

#42

Beitrag von ggansde » Freitag 22. Dezember 2017, 15:00

16 °C.
VG, Markus
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Re: Flanders Red Ale

#43

Beitrag von Cobo » Dienstag 26. Dezember 2017, 16:04

Geiler Fred :thumbsup

Danke für die interessanten Infos und Einblicke.

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Re: Flanders Red Ale

#44

Beitrag von DarkUtopia » Dienstag 26. Dezember 2017, 23:20

Habt ihr alles gleichzeitig gepitcht? Bin am tüfteln für ein old/dark Ale mit Brett und überlege ob ich die Hefe mal starten lassen soll, und dann vom Hefe Kuchen runter in ein Glas Ballon und Brett dazu und Holz oder so

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Re: Flanders Red Ale

#45

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 27. Dezember 2017, 01:27

DarkUtopia hat geschrieben:
Dienstag 26. Dezember 2017, 23:20
Habt ihr alles gleichzeitig gepitcht? Bin am tüfteln für ein old/dark Ale mit Brett und überlege ob ich die Hefe mal starten lassen soll, und dann vom Hefe Kuchen runter in ein Glas Ballon und Brett dazu und Holz oder so
So werde ich es machen. In einem Jahr können wir dann eventuell die Unterschiede beurteilen...
Allerdings lasse ich die Hefe mit drin, denn die liefert angeblich den Bretts nachher nochmal Nährstoffe, wenn sie autolysiert.
Ich ziele aber auch auf sehr dezente Säure ab.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Flanders Red Ale

#46

Beitrag von DarkUtopia » Mittwoch 27. Dezember 2017, 10:13

Ja das hab ich auch gehört, ich dachte ich werde ohne cold crash arbeiten dann sollte ja einiges an Material noch drinnen bleiben.
Habt ihr euch schon über die Abfüllung Gedanken gemacht? Hefe repitchen? Direkt aus dem Glasballon raus in die Flaschen? Vorher in einen Eimer umschlauchen?

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Re: Flanders Red Ale

#47

Beitrag von bierhistoriker.org » Mittwoch 27. Dezember 2017, 11:59

Zwar schon 6 Jahre alt, aber immer noch sehr informativ:

http://brewingtv.com/episodes/2012/2/25 ... beers.html


Mann, habe das Ende von Brewing TV bedauert .....

Cheers


Jürgen

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Re: Flanders Red Ale

#48

Beitrag von docpsycho » Donnerstag 28. Dezember 2017, 17:43

DarkUtopia hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 10:13
Ja das hab ich auch gehört, ich dachte ich werde ohne cold crash arbeiten dann sollte ja einiges an Material noch drinnen bleiben.
Habt ihr euch schon über die Abfüllung Gedanken gemacht? Hefe repitchen? Direkt aus dem Glasballon raus in die Flaschen? Vorher in einen Eimer umschlauchen?
Gute Frage, man hat die Möglichkeit neue Sacc zu geben oder eben warten bis die Brett alles erledigt hat. Irgendwie ist mir letzteres zu unsicher/ungenau, ich werde eine kleine Menge Hefe nachgeben.
Allerdings stehe ich auch gerade erst zum ersten Mal davor ein Brettbier abzufüllen, aus Erfahrung kann ich da nicht sprechen, das ist nur meine Idee dazu.
bierhistoriker.org hat geschrieben:
Mittwoch 27. Dezember 2017, 11:59
Zwar schon 6 Jahre alt, aber immer noch sehr informativ:

http://brewingtv.com/episodes/2012/2/25 ... beers.html


Mann, habe das Ende von Brewing TV bedauert .....

Cheers


Jürgen
BreingTV schau ich gerne, allerdings erst seit kurzem, dass die aufgehört haben ist in der Tat sehr schade.

Grüße, Felix
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Re: Flanders Red Ale

#49

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 11. Januar 2018, 00:08

Nächste Woche werde ich dieses Projekt endlich auch angehen.
Bin immer noch am Tüfteln für das Rezept, vor allem, was die Malzschüttung betrifft.
Für die Farbe werde ich wohl auf Cara Bohemian (200 EBC), Cara Red, Special B und Mela zurückgreifen.
Statt dem ursprünglich geplanten Maris Otter versuch ich's mal mit "Golden Promise".
Wird man aber sicherlich nicht rausschmecken.

Gebittert wird mit Saazer bei 60 Minuten auf ca. 13 IBU.

Ich plane, erst mal mit der WY1007 relativ warm anzugären, ca. bis auf 50%, dann cold crashen und in meinen bisher unbenutzten Speidel Plastikeimer umfüllen.
Dann kommt eine Dose Imperial Sour Batch Kidz rein und 2 Packungen Roeselare Blend.
Die Eichenchips werde ich wohl auch gleich zu Beginn mit reinkippen, damit ich das Ganze nachher schön in Ruhe lassen kann.
Ich peile dezente Säure und dezenten Brett Charakter an, und hoffe auf maximale Komplexität...
Die Lactos werden da wohl kaum zum Zuge kommen, ich hoffe auf die Pediokokken im Roeselare Blend.

Mit Holzchips habe ich noch überhaupt keine Erfahrung.
Ich habe die "French Medium Toast". Wieviel soll ich nehmen? Das Holz sollte halt keinesfalls zu dominant werden...
Ich werde das im Dampftopf autoklavieren, so wie Markus.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Flanders Red Ale

#50

Beitrag von Kurt » Donnerstag 11. Januar 2018, 08:22

Klingt gut! Die 1007 ist Ideal für die Vergärung von Sauerbieren. Irgendwo im Netz kursiert ein Test der sagt das sie besonder säuretolerant sei. In Deinem Fall ist das nich so wichtig, wenn man vorher ansäuert allerdings schon.

Die Sauerbierexperten raten übrigens von langen Lagerzeiten in Kunststoffgefäßen ab. Da diffundiert über die Zeit angeblich zu viel Sauerstoff ins Innere, der die im Roselar Blend vorhandenen Essigsäurebakterien dazu verleiten könnte größere Mengen Essigsäure zu produzieren.
Ich habe aktuell mein zweites Flanders Red in der Gärung und mir dafür extra einen 25L Glasballon im Baumarkt besorgt. Das erste Bier war über ein Jahr im Ballon und wurde grandios - vor Allem die Version mit Kirschen. Ich würde mich freuen wenn Du Deine Erfahrungen mit der Vergärung von Sauerbier im Speidel Fass (irgendwann in der Zukunft) berichten würdest.

Viele Spaß auf der "Dunklen Seite der Macht" ;)

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