Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

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Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#1

Beitrag von Schoki » Mittwoch 16. September 2020, 13:12

Hallo zusammen,

während mein erster Sud noch in der Nachgärung ist, konnte ich es natürlich nicht lassen, schon den nächsten Sud zu planen. Obwohl es wahrscheinlich klüger wäre, erstmal altbewährte Rezepte nachzubrauen, hat mich dann die Experimentierfreude gepackt - wozu braut man schließlich selbst? :Wink - und ich habe mich etwas von den fertigen Rezepten gelöst. Damit das kein komplette Reinfall wird, wollte ich mir frühzeitig eure Meinung dazu abholen.

Das Bier soll spritzig und fruchtig werden, mit schöner Weizennote. Gleichzeitig möchte ich aber auf Gewürze verzichten und stattdessen ordentlich hopfen um so komplexe (tropische) Fruchtaromen einzubringen - in der Hinsicht also ein bisschen vom IPA inspiriert, aber nicht ganz so bitter. Ich hab die Bezeichnung Wheat Pale Ale aufgeschnappt, weiß aber nicht, ob die hier treffend ist. Hier also das Rezept. Ich hoffe, die Spickzettel-PDF vom brauhelfer tut's.
Wheat Pale Ale.pdf
(85.29 KiB) 64-mal heruntergeladen
Falls irgendwas unsinnig erscheint (vor allem Richtung Stopfhopfen), dann liegt das wahrscheinlich an meiner mangelnden Erfahrung, also hakt da ruhig nach. Danke schon mal für euer Feedback!

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#2

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 16. September 2020, 15:20

Nur mit Weizenschüttung bekommst du eher nicht das typische Weißbier Aroma und Mundgefühl rein. Falls das das Ziel ist würde ich eine Weißbier Hefe nehmen.
Ich habe das mal als Splitsud gemacht. Einen Teil US-05 und etwas gestopft und einen Teil M20 und ohne Stopfen. Ist schon ein großer Unterschied - das eine halt eher ein normales Pale Ale und das andere ein hopfiges Weizen. Letzteres fand ich in dem Fall besser.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#3

Beitrag von Schoki » Mittwoch 16. September 2020, 16:11

Es sollte tatsächlich eher in Richtung Witbier als typisches deutsches Weißbier gehen. Das hätte ich vielleicht explizit schreiben sollen. Ich bin das Ganze wohl etwas übersturzt angegangen und habe gekonnt vergessen, dass da komplett mit unvermälztem Weizen gearbeitet wird. Würde ich also trotz der IPA-Hefe eine Witbier-Charakteristik bekommen, wenn ich den Weizenmalz-Anteil durch Rohfrucht ersetze? Oder soll ich lieber eine typische Witbier-Hefe nehmen (gerne auch mit Vorschlägen)? Die Verdant IPA Hefe war mir sympathisch, weil sie tropische Früchte und ein volles Mundgefühl verspricht.

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#4

Beitrag von Beerkenauer » Mittwoch 16. September 2020, 16:16

Hallo Schoki

Ich finde das kein schlechtes Rezept. Ich stehe ja auch auf so fruchtige Biere.
Würde daher empfehlen eher die Hopfen in den Whirlpool zu werfen und vielleicht in der Mitte des Hopfenkochens auch eine Hopfengabe.
Vorderwürze würde auch passen.
Aber wie VOlt Bräu schreibt. Eine Weizenbiernote wird es nicht haben.

Ich habe damals mit diesem Bier hier angefangen und es kontinuierlich angepasst bzw variiert.

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... hite%20IPA


Gruss und viel Spass beim Brauen.
Berichte mal wie es geworden ist.

Stefan

Nachtrag. Ein Wit wird das Bier auch nicht werden. Aber wie gesagt. Schau Dir mal das OAt White IPA an. Das geht in die Richtung (auch wenn der Hafer bei Dir fehlt)

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#5

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 16. September 2020, 16:31

Weder Weizenmalz noch Weizenrohfrucht sind für den typischen Geschmack verantwortlich. In beiden Fällen ist es die Hefe.
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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#6

Beitrag von Schoki » Mittwoch 16. September 2020, 17:20

Also sehe ich das richtig, dass der Konsens ist, dass eine andere Hefe besser passen würde? Das White Oat IPA nutzt ja auch eine Weißbierhefe. Wären GOZDAWA Fruit Blanche oder Mangrove Jack's M21 hier gute Kandidaten?

Die Hopfengabe würde ich dann folgendermaßen anpassen:

Vorderwürze:
7,6g Centennial
6g Mosaic
12,5g Motueka

Nach 45 Minuten Kochzeit:
7,3g Centennial (Bitterhopfung)

Whirlpool:
4,8g Mosaic
10g Motueka

Stopfen:
40g Mosaic
40g Motueka

Zur Dosierung bei den verschiedenen Gaben muss ich mich vermutlich nochmal ein bisschen informieren. Die Werte hier hab ich jetzt einfach anhand der Alphasäure vom brauhelfer ausrechnen lassen.
Zuletzt geändert von Schoki am Mittwoch 16. September 2020, 18:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#7

Beitrag von Beerkenauer » Mittwoch 16. September 2020, 18:14

Hallo Schoki

Rezeptanpassungen finde ich gut.
Wird ein fruchtiges erfrischendes Ale.
Weissbierhefe würde für mich auch passen .
Ich persönlich mag Mozaic zwar sehr gerne aber finde, dass das andere Hopfen sehr überlagert. Von daher setze ich den immer nur sehr dosiert ein, wäre schade um den guten Motueka.

Stefan

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#8

Beitrag von Schoki » Mittwoch 16. September 2020, 18:56

Alles klar, dann passe ich die Dosis noch dementsprechend an. Danke schon mal fürs Feedback.

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#9

Beitrag von BrauSachse » Mittwoch 16. September 2020, 20:47

Alt-Phex hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 16:31
Weder Weizenmalz noch Weizenrohfrucht sind für den typischen Geschmack verantwortlich. In beiden Fällen ist es die Hefe.
Genauso ist es. Kleiner Zusatz: Koriander und Orangenschalen machen das Wit evtl. noch etwas wittiger. :Wink

Ich hatte mal die Hälfte einer Wit-Würze mit der 3638 vergoren. Da kam pures, leckeres Weizenbier raus, das mit einem Wit wirklich nichts mehr zu tun hatte. Auch Koriander- und Orangenschalen-Geschmack waren weg.

Mein Vorschlag: Gozdawa Belgian Wit - fruchtig und typische Wit-Aromen, ähnlich der Forbiddden Fruit von Hoegarden, falls das deinem Geschmack entspricht.

Viele Grüße
Tilo

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#10

Beitrag von Frudel » Mittwoch 16. September 2020, 22:00

Hoegaarden Ist ein belgisches Wit von InBev . Mag bevor die das
übernommen haben gut gewesen sein , jetzt ist es das in meinen
Augen nicht mehr. Warum es als Referenzen genannt wird ist
mir schleierhaft.
Forbidden Fruit Ist eine Wit Hefe von Wyeast 3463
habe ich bisher für Wit genommen.
Eigenschaften
https://wyeastlab.com/yeast-strain/forbidden-fruit

Letztendlich kommt es , wie schon gesagt drauf an welche Hefe
du nimmst!,
Viele Menschen benutzen Informationen und Fakten wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl :
Vor allem zur Stütze ihres Standpunktes und weniger zum Beleuchten eines Sachverhaltes.

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#11

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 17. September 2020, 00:10

Schoki hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 17:20
Die Hopfengabe würde ich dann folgendermaßen anpassen:

Vorderwürze:
7,6g Centennial
6g Mosaic
12,5g Motueka
Was soll das bringen hier drei verschiedene Hopfen rein zu schmeissen? Wenn du glaubst das da irgendwas vom Aroma übrig bleibt bist du auf dem Holzweg. Stell mit der Vorderwürzehopfung deine Bittere ein, da reicht ein Hopfen. Aroma bekommst du durch späte Hopfengaben. Am besten unter 80°C im Whirlpool und ggf. noch Stopfen.
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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#12

Beitrag von Schoki » Donnerstag 17. September 2020, 00:47

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 00:10
Was soll das bringen hier drei verschiedene Hopfen rein zu schmeissen? Wenn du glaubst das da irgendwas vom Aroma übrig bleibt bist du auf dem Holzweg. Stell mit der Vorderwürzehopfung deine Bittere ein, da reicht ein Hopfen. Aroma bekommst du durch späte Hopfengaben. Am besten unter 80°C im Whirlpool und ggf. noch Stopfen.
Ich hatte mir dazu ein bisschen was durchgelesen und der Artikel hier sagt "Durch die Vorderwürzehopfung werden bestimmte Hopfenalkohole gebildet, die ein abgerundetes, ausgewogenes und feines Hopfenaroma im späteren Bier erzeugen." - Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#13

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 17. September 2020, 01:11

Schoki hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 00:47
Ich hatte mir dazu ein bisschen was durchgelesen und der Artikel hier sagt "Durch die Vorderwürzehopfung werden bestimmte Hopfenalkohole gebildet, die ein abgerundetes, ausgewogenes und feines Hopfenaroma im späteren Bier erzeugen." - Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Es ist schon richtig das die VWH eine bessere Bitterstoffausbeute und ein runderes Geschmacksprofil erzeugt. Von den tollen Aromen des Hopfens bleibt da aber nicht viel übrig wenn die 60-90min kochen. Deswegen macht es wenig Sinn hier gleich drei Aromahopfen zu verballern. Nimm einen davon, im besten Fall den mit dem höchsten Alphasäurewert und gut ist.
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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#14

Beitrag von gulp » Donnerstag 17. September 2020, 08:32

Frudel hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 22:00
Hoegaarden Ist ein belgisches Wit von InBev . Mag bevor die das
übernommen haben gut gewesen sein , jetzt ist es das in meinen
Augen nicht mehr. Warum es als Referenzen genannt wird ist
mir schleierhaft.
Forbidden Fruit Ist eine Wit Hefe von Wyeast 3463
habe ich bisher für Wit genommen.
Eigenschaften
https://wyeastlab.com/yeast-strain/forbidden-fruit

Letztendlich kommt es , wie schon gesagt drauf an welche Hefe
du nimmst!,
Für mich ist Hoegarden schon sowas wie die Referenz bei Witbieren. Die Wit Aromen kommen leicht, fast schon schwebend daher. Insgesamt sehr rund, niemals aufdringlich. Sobald man da den Koriander herausschmeckt ist das schon fast eine Themaverfehlung. Aber egal, hier geht es ja sowieso um etwas Anderes. Mit zuviel Hopfen wird man ein Wit sowieso killen.

Btw: https://www.belgianbeerfactory.com/en/f ... -33cl.html
Warum das Wit, nicht die Forbidden fruit unter Inbev schlechter geworden sein soll erschließt sich mir nicht.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#15

Beitrag von daleipi » Donnerstag 17. September 2020, 09:48

BrauSachse hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 20:47
...
Mein Vorschlag: Gozdawa Belgian Wit - fruchtig und typische Wit-Aromen, ähnlich der Forbiddden Fruit von Hoegarden, falls das deinem Geschmack entspricht.
...
ich hab beim letzten Wit den Sud zweigeteilt und mit den beiden oben genannten Hefen angestellt.

die Gozdawa war am Anfang sehr aromaneutral, nach ein paar Wochen kamen dann richtig frische Witaromen in das Bier.

die Verboden Vrucht/Forbidden Fruit war von Anfang an eine Aromabombe. das Verboden Vrucht ist eines meiner Lieblingskaufbiere, aber in dem Wit war mir das zu viel. vielleicht hab ich da auch auf zu hoher Temperatur vergoren. nach einigen Wochen hat sich das etwas relativiert. es ist ein richtig gutes Bier geworden aber für ein FRISCHES Wit ist mir das zu viel.

bei den Koriander- und Orangenschalenmengen habe ich mich an den Mengen in Boludos Wit-Rezept gehalten.

die Wy 3944 Belgian Wit (die Hoegaarden Wit-Hefe?) wollte ich auch probieren. die scheint aber beim Postversand kaputt gegangen zu sein. mit der ist im Starter garnix passiert, deswegen hab ich auch die Gozdawa Trockenhefe genommen. nächstes mal...

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#16

Beitrag von BrauSachse » Donnerstag 17. September 2020, 20:07

Interessant! Danke fürs Teilen. :Drink

Viele Grüße
Tilo

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#17

Beitrag von Schoki » Mittwoch 23. September 2020, 16:23

Ich hab jetzt nochmal ein bisschen dran rumgebastelt und bin zu folgendem vorläufigen Rezept gekommen:
Wheat Pale Ale.pdf
(208.75 KiB) 16-mal heruntergeladen
Änderungen: VWH jetzt dann nur mit Centennial, weniger Mosaic und dafür mehr Motueka in Whirlpool und als Stopfhopfen, Gozdawa Witbier Hefe, Torrefied Wheat statt Weizenmalz.

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#18

Beitrag von flying » Mittwoch 23. September 2020, 17:40

Vorderwürzehopfung beruht auf der Oxidation von Hopfenölen an der Oberfläche, hauptsächlich Terpenen, die aromastabile Verbindungen mit Würzebestandteilen bilden.

Schon mal über den Klassiker "American Wheat" nachgedacht? Hier ein Artikel aus BYO in Englisch..

https://byo.com/article/american-wheat-style-profile/
Held im Schaumgelock

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#19

Beitrag von Beerkenauer » Donnerstag 24. September 2020, 08:10

Schoki hat geschrieben:
Mittwoch 23. September 2020, 16:23
Ich hab jetzt nochmal ein bisschen dran rumgebastelt und bin zu folgendem vorläufigen Rezept gekommen:

Wheat Pale Ale.pdf

Änderungen: VWH jetzt dann nur mit Centennial, weniger Mosaic und dafür mehr Motueka in Whirlpool und als Stopfhopfen, Gozdawa Witbier Hefe, Torrefied Wheat statt Weizenmalz.

Morgen Schoki

Rezept sieht gut aus. Ich würde es jetzt einfach mal brauen :Drink
Wird schon ein gutes Bier werden.
Interessant wird es, wenn Du es danach dann nochmal braust und das Rezept leicht abänderst.
Da kannst Du dann direkt den Einfluss der einzelnen Zutaten erkennen (bei den Einen mehr, bei den Anderen weniger).

Viel Spass

Stefan

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#20

Beitrag von Schoki » Donnerstag 24. September 2020, 21:54

Ich muss noch ein bisschen Leergut produzieren, damit ich rechtzeitig abfüllen kann, dann wird sofort gebraut :Bigsmile

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#21

Beitrag von Beerkenauer » Freitag 25. September 2020, 06:31

Schoki hat geschrieben:
Donnerstag 24. September 2020, 21:54
Ich muss noch ein bisschen Leergut produzieren, damit ich rechtzeitig abfüllen kann, dann wird sofort gebraut :Bigsmile
Das kenne ich woher :Bigsmile
Dein Bier gärt ja auch noch 2-3 Wochen im Eimer, in der Zeit bekommt man auch gut Leergut produziert :thumbsup

Gruß

Stefan

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#22

Beitrag von Rattertat » Freitag 25. September 2020, 10:02

Vielleicht wäre es ja auch interessant, die Würze zu splitten und mit verschiedenen Hefen zu vergären, um die Ergebnisse vergleichen zu können. Du sagst ja, dass dich die Experimentierfreude gepackt hat. :Wink

Ich sehe hier drei verschiedene Bierstile, die allesamt gemein haben, dass Sie von unterschiedlichen Hefearomen geprägt sind. Du kannst Richtung NEIPA gehen (z. B. mit der LalBrew Verdant IPA oder der S-04), versuchen den Weizencharakter zu betonen (z. B. WYEAST 3068 oder Gozdawa BW 11) oder den Wit-Weg einschlagen (z. B. WYEAST 3463, Mangrove Jack's M21 oder WLP 410). Der Hopfen wirkt hier typischerweise nur komplementär - die richtige Balance ist entscheidend. Die NEIPA-Richtung verträgt vielleicht mehr Hopfen als die Weizenaromen handlen können.

Je nachdem, welche Richtung deiner Idee entspricht kannst du dann auch weitere Punkte im Rezept entsprechend anpassen. Weniger Bittere? Mehr / weniger Hopfenaroma? Vielleicht noch Hafer für ein seidigeres Mundgefühl oder doch eher Richtung schlankeres Bier?
Ich finde es aber insbesondere auch immer spannend, wenn nicht immer das "typische" Bier gebraut wird. Brau ruhig etwas, das von verschiedenen Kategorien inspiriert ist.

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#23

Beitrag von Schoki » Freitag 25. September 2020, 15:34

Ein Splitsud wär wahrscheinlich eine gute Idee. Ich habe aber irgendwo gelesen, dass das wohl problematisch werden kann, wenn der Gäreimer nicht ausreichend gefüllt ist. Infektionsgefahr, zu viel Sauerstoff etc. Dann müsste ich mir also nochmal was kleineres zulegen als die 30l Eimer.

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Re: Rezeptcheck: fruchtiges Wheat Pale Ale (?)

#24

Beitrag von Beerkenauer » Freitag 25. September 2020, 15:51

wenn Du sauber arbeitest sehe ich darin kein Probleme auch mal weniger im Gäreimer zu haben.
Der Sauerstoff wird anfangs doch von der Hefe weggeknabert.
Darfst halt net so oft reinschauen :Smile

Gruss

Stefan

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