Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#151

Beitrag von mo* » Freitag 29. Juni 2018, 20:01

Erst mal vielen Dank Oli fürs starten dieses sehr interessanten Threads. Er gab mir den Anstoss mich doch mal genauer mit meinem Wasser auseinander zu setzen.
olibaer hat geschrieben:
Freitag 29. Juni 2018, 13:17
Zusammenfassend denke ich kann man zum derzeitigen Stand folgendes tun:
  1. Die Enthärtung im Maischgefäss betreiben und mit Harzüberschüssen arbeiten(ähnlich wie vorgestellt) - im Verbund mit bewussten Teilenthärtungen
  2. Die Enthärtung ausserhalb des Maischgefäss betreiben und mit Patronen, Filtergehäusen etc. arbeiten(#1)
  3. Jemand hat eine schlaue Idee, wie man das Harz möglichst homogen und stetig an das Rohwasser im Maischgefäß bekommt, ohne dass das Harz in die Maische gerät.
Zum letzten Punkt würde mir eine engmaschige Siebkugel/Siebstab einfallen, ganz ähnlich der eines Teesiebes, deren/dessen Innenvolumen min. 2 x so groß ist, wie das der eingefüllten Harzmenge.
Durch die Mitte der Konstrtuktion geht eine Achse, um die sich die "Harzsiebkugel" drehen kann. Die Achse wir am Topfrand eingehängt und dadurch fixiert. An der "Harzsiebkugel" sind aussen Lamellen angebracht, die die Kugel um die Achse herum mit dem Maischwasser in Rotation vesetzen(Raddampfer).
Man könnte ja einfach an jeden Flügel des Rührwerks ein Teeei hängen :Grübel

Und: ich kenne mich zuwenig mt Malzrohrsystemen aus. Aber dort müsste es doch recht einfache Lösungen geben, um die Zirkulation durch die Pumpe zu nutzen...
Beste Grüsse, mo

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#152

Beitrag von Boludo » Freitag 29. Juni 2018, 20:51

Malzwein hat geschrieben:
Freitag 29. Juni 2018, 17:38
Ist denn in diesem Fall ein "Mischbett"-Harz nötig? Ein Anionentausch könnte doch reichen.
Gegen welches Anion willst Du denn tauschen? OH- ist eine ganz schlechte Idee, das gibt dann Natronlauge. Chlorid gibt jede Menge Kochsalz. Sulfat macht das Abführmittel Natriumsulfat. Alles keine gute Idee.

Stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#153

Beitrag von daleipi » Freitag 29. Juni 2018, 22:33

Mischbettharz in einer Brewbag oder ähnlich großem Sack? da könnte man das Harz ja quasi frei verrrühren.

ob der nach der Behandlung gut sauber zu bekommen ist?

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#154

Beitrag von stefan78h » Samstag 30. Juni 2018, 07:28

Warum so umständlich. .....
Filtergehäuse kostet 30€ mit Leerkartusche.
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#155

Beitrag von glassart » Samstag 30. Juni 2018, 10:40

mit diesem Teil
https://www.ebay.at/itm/Edelstahl-Bierf ... SwduNZwjnS

werde ich heute den ersten Enthärtungversuch für mein morgen zu brauendes Sour Honey Wheat starten und auch Verlaufsmessungen des Leitwertes machen.
Ich berichte darüber ob es funktioniert oder unzureichend ist

lg Herbert :Drink

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#156

Beitrag von daleipi » Samstag 30. Juni 2018, 12:35

stefan78h hat geschrieben:
Samstag 30. Juni 2018, 07:28
Warum so umständlich. .....
Filtergehäuse kostet 30€ mit Leerkartusche.
wegen der Richtigen Menge Harz für die richtige Menge Wasser zur Einmalbenutzung vom Harz

das mit dem Preis ist schon klar.

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#157

Beitrag von Humulus » Samstag 30. Juni 2018, 12:47

olibaer hat geschrieben:
Freitag 29. Juni 2018, 13:17
[*]Jemand hat eine schlaue Idee, wie man das Harz möglichst homogen und stetig an das Rohwasser im Maischgefäß bekommt, ohne dass das Harz in die Maische gerät.[/list]
Wäre es nicht, zumindest für die Leute mit Rührwerk, eine Möglichkeit, das Teesieb unten an einem der Flügel zu befestigen und dann mit dem Rührwerk durch das Rohwasser zu ziehen?

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#158

Beitrag von glassart » Samstag 30. Juni 2018, 14:24

genau das habe ich vor :Bigsmile
Fotos gibts wenn es funktioniert

lg Herbert

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#159

Beitrag von glassart » Samstag 30. Juni 2018, 17:10

so nun das ernüchternde Ergebnis
- 450 gr starksaures Kationenharz in den Hopfenfilter gefüllt und am Rührwerk montiert und dauernd gerührt
- 40 L Wasser zugegeben und auf 25 °C erwärmt

Das Ergebnis ist leder sehr bescheiden - von 660 myS auf 650 myS in 30 min.
Anschließend habe ich abgebrochen da sich von 20 auf 30 min praktisch keine Änderung mehr zeigte.
Fazit für mich > es scheint wirklich nur die Durchströmung in der Filterkartusche zu funktionieren :Grübel

@ Oli
Eine Frage habe ich noch zum Harz.
Bei mir hat sich (auch ohne Wasser und dann das Wasser selbst) ein ganz eigenartiger, süßlicher Geruch gezeit den ich eigentlich im Bier nicht haben möchte.Ist dein Harz geruchslos und hast du "vorgespült" (ausgewaschen) oder gleich von Beginn an alles Wasser verwendet ?
Ich habe dieses verwendet
https://www.aqmos.com/filtermedien-ione ... ertung?c=9

lg Herbert

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#160

Beitrag von JackFrost » Samstag 30. Juni 2018, 17:22

Hi,

das Harz in dem Link tauscht Ca2+ und Mg2+ gegen Na+ aus. Damit bleibt die Karbonathärte erhalten.
Damit ändert sich die Leitfähigkeit kaum. Zudem hat das NaHCO3 haltige Wasser einenen Geschmack,
den ich persönlich eher als seifig beschreiben würde.

Gruß JackFrost

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#161

Beitrag von Boludo » Samstag 30. Juni 2018, 17:35

So siehts aus, das war das falsche Harz. Das gibt sodaalkalisches Wasser. Hoffentlich hast Du nicht damit gebraut.

Stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#162

Beitrag von glassart » Samstag 30. Juni 2018, 17:39

Nein Stefan, alles entsorgt und Maichetopf penibel gereinigt da mir der Geruch als ziemlich aufdringlich, unausstehlich vor kommt.

lg Herbert

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#163

Beitrag von Flothe » Samstag 30. Juni 2018, 21:05

stefan78h hat geschrieben:
Samstag 30. Juni 2018, 07:28
Warum so umständlich. .....
Filtergehäuse kostet 30€ mit Leerkartusche.
Sehe ich ganz genau so. Die Kartuschenlösung ist doch ausgereift und etabliert. Oli hat wunderbar im ersten Post demonstriert, dass es funktioniert. Lediglich die Sache mit der Teilfüllung der Kartusche ist scheinbar nicht ideal? Warum überhaupt? Es wurde Mal gesagt wegen der inhomogenen Ausnutzung des Harzes, weil es in der teilgefüllten Kartusche verwirbelt wird. Leuchtet mir nicht ganz ein. Zudem soll das Harz ja auch nicht wiederverwendet werden.

Warum muss hier also das Rad mit Teeeiern und Hopfensieben an Rührwerken neu erfunden werden?

LG Florian

Jeder Tag ohne Bier ist ein Gesundheitsrisiko.
- Zitat: Hildegard von Bingen in ihrem Buch über Heilverfahren "Causae et Curae"

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#164

Beitrag von olibaer » Montag 2. Juli 2018, 08:17

Hallo Flothe, hallo zusammen,
Flothe hat geschrieben:
Samstag 30. Juni 2018, 21:05
Sehe ich ganz genau so. Die Kartuschenlösung ist doch ausgereift und etabliert. Oli hat wunderbar im ersten Post demonstriert, dass es funktioniert. Lediglich die Sache mit der Teilfüllung der Kartusche ist scheinbar nicht ideal? Warum überhaupt? Es wurde Mal gesagt wegen der inhomogenen Ausnutzung des Harzes, weil es in der teilgefüllten Kartusche verwirbelt wird. Leuchtet mir nicht ganz ein. Zudem soll das Harz ja auch nicht wiederverwendet werden.

Warum muss hier also das Rad mit Teeeiern und Hopfensieben an Rührwerken neu erfunden werden?
Mittlerweile sehe ich das auch so, dass die Kartuschenlösung im Verbund mit dem Harzverwurf genau das ist, was ich gesucht habe. Meine im Eingangspost formulierten Ansprüche sind erfüllt:
  • schnell verfügbar
  • schnell zu reinigen
  • hohe Leistung
  • einfach in der Handhabung
  • modular aufgebaut
  • leicht zu warten
  • geringe Erst-Investitionen
  • geringe laufende Kosten
  • leicht zu kontrollieren
  • Ersatzteile leicht zu beschaffen
On Top kommt die flexible Harzauswahl(Mischbett, stark sauer, ...) und die flexible Bemessung der Harzmenge. Im Verbund mit einer einfachen Kontrolle des Enthärtungseffektes(Leitwert), kann im Chargenbezug beinahe jedes Rohwasser auf das jeweils gewünschte Brauwasser in Menge und Qualität zugeschnitten werden.

Ich werde längerfristig auf ein stark-saures-Kationenharz umsteigen, die Anionen, und die so verbleibende NKH dürfen bei meiner Rohwasserqualität(Nichtkarbonathärte 2°dH) gerne im Brauwasser verbleiben. Die pH-Wert-Verschiebung in Richtung sauer habe ich dabei im Blick.

Bezüglich des Totraumes in der Patrone, über den ich mir nach den Versuchen nicht wirklich große Sorgen mache, werde ich trotzdem etwas Einhalt gebieten. Mit der nächsten Harzlieferung bestelle ich mir eine zweite Leerkartusche mit und erhalte begleitend dazu zwei weitere Feinfilter, die ich ggf. als Füllmaterial verwenden kann.

Auch wenn es entlang des threads zu Diskussionen bezüglich Hygiene im Vergleich zu Osmoseanlagen kam und nicht final geklärt werden konnte, ob solche Probleme auf Seite der Osmoseanlagen tatsächlich bestehen, bin ich aus hygienischer Sicht mit der Lösung "Harz verwerfen" und "Anlage zerlegen, ausspülen, trocknen bis zum nächsten Gebrauch" sehr zufrieden, zumal es sich nur um ein paar wenige Handgriffe handelt.

Künftig rechne ich mit laufenden Kosten von 5€/100L für (voll)entsalztes Brauwasser und wenn ich möchte, kann ich bis zur vollständigen Erschöpfung des Harzes das Überschusswasser im Haushalt verwenden. Hier sind schon 10°dH weniger ein "Bringer"(ausgehend von 17°dH).

Das schönste daran ist: das gesamte Prozedere ist simpel, die Kosten sind gering und der Hobbybrauer hat die "Erfolgskontrolle" mit einer einfachen Leitwertmessung und wenigen Handgriffen weitesgehend im Griff.

Wer weiter an einer noch einfacheren Lösung "tüfteln" möchte, der soll sich nicht beirren lassen. Ich denke da ist noch Luft nach oben, immerhin ist die Technologie für den Hobbybrauer noch jung :-)

Viel Spaß damit :-)


EDITH: + zu
Zuletzt geändert von olibaer am Montag 2. Juli 2018, 10:55, insgesamt 2-mal geändert.
Gruss
Oli
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#165

Beitrag von stefan78h » Montag 2. Juli 2018, 08:52

würdest du mir bei meinem Wasser (sehr ähnlich deinem) auch eienn stark-saures-Kationenharz empfehlen?

Hatte eigentlich an das Mischbettharz gedacht....

Parameter vom Wasserversorger
HCO3--Kon­zentration:*(16.2°dH)
Kalzium: 106mg/l (14.8°dH)
Magnesium:22mg/l (5.1°dH)
Sulfat:30 mg/l
Chlorid:31mg/l
Natrium: 11mg/l
Restalkalität: 4 mmol/l (=11.2°dH)
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#166

Beitrag von olibaer » Montag 2. Juli 2018, 10:15

Hallo Stefan,
stefan78h hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 08:52
würdest du mir bei meinem Wasser (sehr ähnlich deinem) auch eienn stark-saures-Kationenharz empfehlen?
Für die "ersten Schritte" würde ich immer eine Vollentsalzung mit Mischbettharzen empfehlen.

Mischbettharze sind nicht wesentlich teurer als "spezifische Harze", hinterlassen aber eine durchsichtigere Situation im entsalzten Brauwasser(-> nachgelagerte Aufsalzung/Konditionierung im Schüttungsbezug planen und berechnen).

Ich hab das so für mich entschieden, da ich mein Rohwasser sehr genau kenne und schon eine "gewisse Übung" im Umgang mit Ionentauschern habe. Begleitend sind Messgeräte im Haus, die mich im "Ist" vor unliebsamen Überraschungen warnen.

Es macht keinen Sinn einen eben erst gewonnen Vorteil gleich wieder mit "Unsicherheiten" zu verspielen.

Bleib für die ersten Chargen beim Mischbettharz und optimiere aus einer bekannten Situation heraus :-)
Gruss
Oli
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#167

Beitrag von stefan78h » Montag 2. Juli 2018, 10:29

OK.
da ich von der Osmose Anlage komme.... ist mir das Mischbettharz da schon lieber...

Danke
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#168

Beitrag von mwx » Montag 2. Juli 2018, 10:57

olibaer hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 08:17
Bezüglich des Totraumes in der Patrone, über den ich mir nach den Versuchen nicht wirklich große Sorgen mache, werde ich trotzdem etwas Einhalt gebieten. Mit der nächsten Harzlieferung bestelle ich mir eine zweite Leerkartusche mit und erhalte begleitend dazu zwei weitere Feinfilter, die ich ggf. als Füllmaterial verwenden kann.
Dafür könnte man auch Filterschwamm/Filterwatte aus dem Aquarienhandel nehmen.

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#169

Beitrag von olibaer » Montag 2. Juli 2018, 12:14

Hallo Michael,
mwx hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 10:57
Dafür könnte man auch Filterschwamm/Filterwatte aus dem Aquarienhandel nehmen.
Ein link zur Angabe "Filterschwamm" wäre nett.

Im "Aquarienhandel" werde ich niemals wirksam eingepasste Filterelemente für diesen Preis bekommen(Leerkartusche).
Ich hatte Ansätze dazu geprüft und der "Aquarienhandel" zeigte sich im Verkauf vor allem als "Apotheke" - geht gar nicht.

Hantieren mit "Teppichmesser" oder "Schere" entlang günstig eingekaufter Flächen ist auch nicht zweckdienlich - die gaps am Schnittrand passen nicht bündig zur Patronengeometrie(Harzrückhaltung).
Gruss
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#170

Beitrag von mwx » Montag 2. Juli 2018, 13:14

Ich meinte sowas hier: https://amzn.to/2MH9A7w

Ich habe das früher schon mal gemacht in meiner Meerwasseraquarien Zeit. Einfach etwas größer grob rund zuschneiden und reindrücken .. fertig und dicht. Wenn Du natürlich gar nicht weißt wie man eine Schere bedient ist das nichts für dich :)

Gruß, Michael

Das geht sicher auch: https://amzn.to/2tY7fh1
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#171

Beitrag von olibaer » Montag 2. Juli 2018, 13:57

Hallo mwx,
mwx hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 13:14
Einfach etwas größer grob rund zuschneiden und reindrücken .. fertig und dicht
Damit musst du im Durchmesser eine Korngrösse von 0,3-1,2 mm beeindrucken - nicht mich. Viel Erfolg an dieser Stelle.
mwx hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 13:14
Wenn Du natürlich gar nicht weißt wie man eine Schere bedient ist das nichts für dich
Eben, sag ich doch - trotzdem gut dich als "Scherenprofi" in unseren Reihen zu wissen - zum "Ausschneiden" gibt es hier immer etwas !
Gruss
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#172

Beitrag von mwx » Montag 2. Juli 2018, 13:59

Ich frage mich warum Du so gereizt bist ...
Gruß, Michael

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#173

Beitrag von sb11 » Montag 2. Juli 2018, 14:03

Was spricht denn gegen Florians Idee, Glaskugeln als Füllmaterial in der Filterkartusche zu verwenden?

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#174

Beitrag von Sura » Montag 2. Juli 2018, 14:27

Ich versteh immer noch nicht warum du die Patrone nicht einfach voll mit Harz machst? So extrem genau auf den Liter wirst du die Standzeit des Harzes doch eh nicht abschätzen können, und wenn du ahnst, bzw. merkst, daß die Füllung schlapp macht, dann hast du schon eine Ersatzpatrone (wolltest du doch eh kaufen) bereit liegen?
Ich mach mir da keine Gedanken. Meine Kartusche ist randvoll, und bei der nächsten Bestellung bestelle ich mir eine "Ersatzpatrone" mit, die ich direkt zum Zeitpunkt "beim nächsten mal könnte es knapp werden" fertig vorbereitet in den Kühlschrank stelle.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#175

Beitrag von stefan78h » Montag 2. Juli 2018, 14:33

Sura hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 14:27
Ich versteh immer noch nicht warum du die Patrone nicht einfach voll mit Harz machst? So extrem genau auf den Liter wirst du die Standzeit des Harzes doch eh nicht abschätzen können, und wenn du ahnst, bzw. merkst, daß die Füllung schlapp macht, dann hast du schon eine Ersatzpatrone (wolltest du doch eh kaufen) bereit liegen?
Ich mach mir da keine Gedanken. Meine Kartusche ist randvoll, und bei der nächsten Bestellung bestelle ich mir eine "Ersatzpatrone" mit, die ich direkt zum Zeitpunkt "beim nächsten mal könnte es knapp werden" fertig vorbereitet in den Kühlschrank stelle.
Ahmen... :Drink :Bigsmile

sehe ich genau so...Ihr Such das Haar in der Suppe....
Gruß
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#176

Beitrag von olibaer » Montag 2. Juli 2018, 15:05

mwx hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 13:59
Ich frage mich warum Du so gereizt bist ...
Ich bin überhaupt nicht gereizt, das hätte ganz andere züge.
Aus meiner Sicht: alles gut :-)
Gruss
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#177

Beitrag von flensdorfer » Montag 2. Juli 2018, 15:06

Was bin ich froh, dass wir hier oben in Flensburg gut geeignetes Wasser haben und ich maximal mit etwas Milchsäure verfeinern muss... Ansonsten gibt es ja noch das Purania von real.

Aber ich finde es total interessant und spannend, was ihr hier entwickelt :thumbup
Gruß, Arne

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#178

Beitrag von daleipi » Montag 2. Juli 2018, 15:07

Sura hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 14:27
Ich versteh immer noch nicht warum du die Patrone nicht einfach voll mit Harz machst? So extrem genau auf den Liter wirst du die Standzeit des Harzes doch eh nicht abschätzen können, und wenn du ahnst, bzw. merkst, daß die Füllung schlapp macht, dann hast du schon eine Ersatzpatrone (wolltest du doch eh kaufen) bereit liegen?
Ich mach mir da keine Gedanken. Meine Kartusche ist randvoll, und bei der nächsten Bestellung bestelle ich mir eine "Ersatzpatrone" mit, die ich direkt zum Zeitpunkt "beim nächsten mal könnte es knapp werden" fertig vorbereitet in den Kühlschrank stelle.
und wie lagerst Du die noch nicht ganz verbrauchte Patrone? Harz raus und bei Bedarf wieder rein oder alles in der Patrone lassen...?

mir gefällt die Patronen-Lösung auch am besten. ich weiß nur nicht was mit dem nicht ganz 'verbrauchten' Harz tun zwischen den Brautagen.
oder ich schaff mir ein billiges 60-Liter-Plastikfaß an. mach das in einem Rutsch voll da 1 Liter Harz das bei meinen Wasserwerten so schafft und zapfte aus diesem bei Bedarf mein Brauwasser das ich wahrscheinlich mit Leitungswasser verschneiden werde? bleibt sicher noch eine gewisse Verkeimungsgefahr im Fass...

LG
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#179

Beitrag von stefan78h » Montag 2. Juli 2018, 15:19

dann kauft euch doch einen Filter in 5"+ Gehäuse

https://www.ebay.de/itm/Leer-Kartusche- ... SwE-lZ-xXQ
Gruß
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#180

Beitrag von Sura » Montag 2. Juli 2018, 15:20

Patrone nach Gebrauch aufrecht hinstellen zum abtropfen, während des Brautages dann ab und an mal das Wasser was sich unten sammelt "ausschlagen", und dann am Ende des Brautages das Harz in einen Zip-Beutel und in den Gefrierschrank. (Wahrscheinlich kann man auch die komplette Patrone eintüten und in den Gefrierschrank stellen, das probier ich aber erst wenn ich eine Ersatz da habe :) )

Dem Harz macht der eingefrorene Zustand nichts aus. Das hat nach dem nächsten auftauen wie erwartet funktioniert.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#181

Beitrag von daleipi » Montag 2. Juli 2018, 15:27

D A N K E Kai!

irgendwie ist mir das nicht klar gewesen obwohl's ja im Eingangspost ja schon erwähnt worden war. ich dachte immer........ zu viel ;-)

also: Patronenteile kaufen und 'a Ruah is'

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#182

Beitrag von olibaer » Dienstag 3. Juli 2018, 20:35

Hallo zusammen,

auf mehrfachen Wunsch hin, hier die komplette Einkaufsliste für die im Eingangspost (#1) dargestellten Komponenten(Bild 01).

Basis:
  • Filtergehäuse PRO 10" x 2,5", 1/2" Innengewinde, Artikel-Nr.: WFG.PRO1025.384
  • Leerkartusche Wasserfilter 10" Acryl befüllbar Transparent 10", Artikel-Nr.: WFK12.1
  • Mischbettharz erzeugt VE-Wasser & destilliertes Wasser, Artikel-Nr.: AFT-01233
Optional:
  • Anschlussset für Vollentsalzer, Artikel-Nr.: AFT-01431
  • DUROVAL CPM - Messbesteck zur Bestimmung des p- und m-Wertes in Wasser, z.B. hier
  • Aquapro Leitfähigkeitsmessgerät, z.B. hier. Beim Kauf eines LFM immer auf ATC achten, alles andere macht keinen Sinn
  • Halbzollhahn 1/2", Aussengewinde, Massenware, z.B. örtlicher Baumarkt
  • Filterschlüssel für Filtergehäuse, Artikel-Nr.: AFT-01754

Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob die Auflistung gegen gesetzte Forenregeln verstösst. Wenn ja, bitte korrigierend eingreifen :-)

Für diejenigen, die sich leicht verständlich in das Thema "Wasseraufbereitung mit Ionentauschern" einlesen möchten, habe ich noch einen link parat: hier entlang. Wer eher nach Grundlagen hungert, darf diesem link folgen.


Ein- oder mehrere abschließende Hinweise:
Wer seine ersten Gehversuche mit einem "Ionentauscher" unternimmt, sollte zunächs beim Mischbettharz bleiben und eine "Vollentsalzung" anstreben.

Die Begrifflichkeiten rund um die Harze und deren Austauschmöglichkeiten sind teilweise verwirrend. Hier eine kleine Auflistung, aus welchen Einzelharzen ein "Mischbettharz" als "RundUmSorglosPaket" für den Hobbybrauer bestehen sollte:
  • starksaures Kationenharz(H-Form) (ca.40-60%). Nicht Na-Form, siehe #160
  • starkbasisches Anionenharz (ca.40-60%)
In diesem Umfeld wird zwar das "Anionenharz" durch die freie Kohlensäure des "stark sauren Kationaustauschs" zusätzlich belastet, allerdings bleibt der pH-Wert nahezu konstant und rutscht nicht undefiniert in Richtung "sauer" ab(< 7) - was im Verbund mit einer bereits berechneten Milchsäuredosage o.ä.(Sauermalz) für den Maische pH schlimme Folgen haben könnte.

In #164 z.B. formuliere ich für mich, dass ich längerfristig auf ein stark saures Harz umsteigen werde. In einem 2.Schritt kann man das gerne tun, allerdings sollten die Meß- und Regelmöglichkeiten vorrätig sein - dann ist auch das kein Problem.

Beim "Harzeinkauf" bitte darauf achten, für welche "Zwecke" es hergestellt wurde. Generell eine "Lebensmitteltauglichkeit" hinterfragen.
Aus dem Bauch heraus:
Taucht in der Produktbeschreibung ausschließlich "Prozesswasser" oder "Heizungsanlage auf" -> den Finger in die Wunde legen
Taucht in der Produktbeschreibung ausschließlich "Aquaristik" oder "Medizin" auf -> eher entspannt bleiben

Ganz unabhängig vom Ionenaustausch, sollte man sich die Begrifflichkeiten "Entsalzen", "Entkarbonisieren" und "Umsalzen" im gesamten Kontext nochmals auf der Zunge zergehen lassen. Die links oben helfen dabei.


Ich find': Wasserenthärtung war noch nie so einfach, günstig, flexibel, sauber und beherrschbar :-)


EDITH:
Filterschlüssel auf Wunsch als optionale Komponente hinzugefügt
Zuletzt geändert von olibaer am Dienstag 3. Juli 2018, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#183

Beitrag von Sura » Dienstag 3. Juli 2018, 20:48

... Zu der Liste kann man getrost einen passenden Schlüssel hinzufügen. Oder nen Ölfilterschlüssel. Ich hab den nicht von Hand zubekommen....
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#184

Beitrag von olibaer » Dienstag 3. Juli 2018, 21:04

Sura hat geschrieben:
Dienstag 3. Juli 2018, 20:48
... Zu der Liste kann man getrost einen passenden Schlüssel hinzufügen. Oder nen Ölfilterschlüssel. Ich hab den nicht von Hand zubekommen....
Gut, hab ich gemacht, bei mir gings auch ohne, könnte aber an meinen "Pratzen" liegen.
Gruss
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#185

Beitrag von stefan78h » Samstag 7. Juli 2018, 00:17

Habe meinen Mischbettentsalzer grade getestet. Wollte morgen Brauen.
650us Ausgangswasser
30us mit Osmose
320us mit dem Mischbettharz. Egal ob langsam oder schnell.....

Versteh ich jetzt nicht.....
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#186

Beitrag von stefan78h » Samstag 7. Juli 2018, 00:22

Bild nach dem Test...

Links Eingangrechts Ausgang...
15309156642665534735645180298988.jpg
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#187

Beitrag von Sura » Samstag 7. Juli 2018, 08:36

stefan78h hat geschrieben:
Samstag 7. Juli 2018, 00:22
Bild nach dem Test...

Links Eingangrechts Ausgang...
15309156642665534735645180298988.jpg
Das sieht mir nach einer schludrigen Füllung aus. Du musst das Harz reingeben, dann ein wenig klopfen, dann weiter reingeben, nochmal klopfen, usw.
Das muss stramm sitzen, sonst fliesst das Wasser doch vorbei....
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#188

Beitrag von stefan78h » Samstag 7. Juli 2018, 09:01

Ok da hast du recht. Ist lose drinn und hat sich gesetzt.

Gestopft war mein Stichwort!
Danke
Gruß
stefan

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#189

Beitrag von olibaer » Samstag 7. Juli 2018, 11:36

Hallo Stefan, hallo zusammen,

neben der Patronenfüllung selbst ist die Lage und Abdichtung der Patrone innerhalb des Filtergehäuses wichtig.

Die Dichtung auf der Oberseite der Patrone und die Konstruktion des Filterkopfes bilden zusammen auch die Trennung zwischen der Roh- und der Brauwasserseite:
mbv_v01_b04.png
mbv_v01_b04.png (270.19 KiB) 2461 mal betrachtet
I. liegt nach dem Verschrauben des Filterkopfes auf II. auf.

Ist dieser Übergang nicht dicht, kann Rohwasser ohne die Patrone zu durchlaufen auf direktem Weg in den Auslauf gelangen, was einen miserablen Enthärtungseffekt zur Folge hätte.

Am einfachsten überprüfen lässt sich das wohl dadurch, dass man die Patrone mit dem Gehäuse fest verschraubt(Betriebszustand) und das Gehäuse ein wenig schüttelt. Bewegt sich die Patrone an dieser "sensiblen" Stelle noch, besteht keine oder nur eine schlechte Abdichtung zwischen I. und II. bzw. zwischen Roh- und Brauwasser.

Jetzt gibt es mehrere Gründe für eine mögliche Ursache. Ich zähle mal' auf, was mir spontan in den Sinn kommt:
  • die Patrone passt nicht zum Gehäuse(falsch bestellt, falsch geliefert)
  • die Patrone ist beschädigt
  • die Patrone hat sich verkantet
  • der Patronendeckel schliesst nicht dicht zum Patronengehäuse(-> verkleben, wie vom Hersteller empfohlen -> Tesa, Klebepistole)
  • der Filterkopf ist beschädigt
  • das Filtergehäuse ist beschädigt
  • der Filterkopf ist nicht stramm genug veschraubt
  • die Dichtung wurde vergessen(O-Ring oben auf dem Filtergehäuse)
  • die Toleranzen bei der Herstellung von Gehäuse, Patrone und Dichtungen haben sich innerhalb der Liefercharge ungünstig aufaggregiert
  • ein kleines "gap" ist ganz bewusst zwischen I. und II. vorhanden
Letzteres kann ich mir zwar kaum vorstellen, aber möglich wärs, um u.U. Temperaturschwankungen und unterschiedliche Ausdehnungen zu berücksichtigen. Das "verkleben" des Patronendeckels war, bei mir zumindest, auch nicht nötig. Nach der Harzbefüllung hab ich diesen nur fest angedrückt.

Sind die Punkte hier, und die von Sura genannten Punkte überprüft und der gewünschte Enthärtungseffekt tritt trotzdem nicht ein,
müsste man im Anschluss Harzmenge, Harztyp und Harzverteilung überprüfen. Passt auch das, würde ich nächsten Schritt folgendes versuchen:

Auf der Rohwasserseite "voll aufdrehen", so dass der gesamte Rohrleitungsdruck am Einlauf anliegt. Anschliessend am Auslauf drosseln, damit sich der gesamte "Rohrleitungsdruck" im Gehäuse aufbauen kann. Das müsste die Patrone innerhalb des Filtergehäuses nach oben treiben und zusätzlich für "Dichtheit" sorgen ... sofern mich meine Physikkenntnisse nicht im Stich gelassen haben.

Führt auch das nicht zum Erfolg, hilft vielleicht eine neue Leerpatrone oder eine zusätzliche Dichtung zwischen I. und II.
Gruss
Oli
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#190

Beitrag von stefan78h » Samstag 7. Juli 2018, 11:41

Ich Braue heute Abend nochmal mit Osmosewasser.

Mache aber nochmal einen Test mit gestopfter Patrone.
Richtig zusammengebaut ist alles. Und Dicht!


Danke
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#191

Beitrag von Flothe » Sonntag 8. Juli 2018, 10:52

stefan78h hat geschrieben:
Samstag 7. Juli 2018, 00:17
Habe meinen Mischbettentsalzer grade getestet. Wollte morgen Brauen.
650us Ausgangswasser
30us mit Osmose
320us mit dem Mischbettharz. Egal ob langsam oder schnell.....

Versteh ich jetzt nicht.....
Du kommst ziemlich genau auf die Hälfte des Ausgangsleitwerts. Hast du eventuell kein Mischbettharz, sondern nur Kat- oder Anionentauscher gekauft/verwendet, oder wie von Oli angedeutet, eventuell wurde fehlerhaft geliefert?

LG Florian

Jeder Tag ohne Bier ist ein Gesundheitsrisiko.
- Zitat: Hildegard von Bingen in ihrem Buch über Heilverfahren "Causae et Curae"

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#192

Beitrag von stefan78h » Sonntag 8. Juli 2018, 13:47

Hab das gleiche Mischbettharz bestellt....
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#193

Beitrag von olibaer » Montag 9. Juli 2018, 12:28

Hallo Stefan,
stefan78h hat geschrieben:
Samstag 7. Juli 2018, 11:41
Mache aber nochmal einen Test mit gestopfter Patrone.
Richtig zusammengebaut ist alles. Und Dicht!
...Hab das gleiche Mischbettharz bestellt....
Du hast alles geprüft und trotzdem läuft noch etwas schief - unbefriedigend und passt nicht ins Bild.
Was hat denn der zweite Test mit der "gestopften" Patrone ergeben ?
Gruss
Oli
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#194

Beitrag von stefan78h » Montag 9. Juli 2018, 12:37

olibaer hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 12:28
Hallo Stefan,
stefan78h hat geschrieben:
Samstag 7. Juli 2018, 11:41
Mache aber nochmal einen Test mit gestopfter Patrone.
Richtig zusammengebaut ist alles. Und Dicht!
...Hab das gleiche Mischbettharz bestellt....
Du hast alles geprüft und trotzdem läuft noch etwas schief - unbefriedigend und passt nicht ins Bild.
Was hat denn der zweite Test mit der "gestopften" Patrone ergeben ?
Habe bis jetzt nur einmal getestet.
Den zweiten Test mache ich diese Woche abends. Sorry hatte keine Zeit mehr... Habe kurzfristig Sa. um 19 Uhr noch gebraut. Bin dann erst So. Morgen um 3 Uhr ins Bett... :redhead
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#195

Beitrag von olibaer » Montag 9. Juli 2018, 13:46

stefan78h hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 12:37
Habe kurzfristig Sa. um 19 Uhr noch gebraut. Bin dann erst So. Morgen um 3 Uhr ins Bett... :redhead
... bis zum Sonnenaufgang wäre aber noch gut eine Stunde Zeit gewesen - erschreckend wie leichtfertig du mit meinen Ressourcen umgehst :Wink
Gruss
Oli
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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#196

Beitrag von stefan78h » Montag 9. Juli 2018, 14:00

Frag nicht wie mich meine Frau angeschaut hat als Sie mich morgens gefragt hat wann ich ins Bett gekommen bin...
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#197

Beitrag von schloemi » Dienstag 10. Juli 2018, 18:23

Hm, verstehe das Anschluss- Set nicht ganz, die Anschlüsse sind 1/4 Zoll, der Einlass beim Filter 1/2 Zoll. brauche ich da noch einen zusätzlichen Adapter, der etwa nicht auf der Einkaufsliste steht?!

Ansonsten bin ich ziemlich gespannt auf das Ergebnis. vielen Dank Oli!

cu schloemi

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#198

Beitrag von stefan78h » Dienstag 10. Juli 2018, 18:39

Ich hab beidseitig Gardena männlich mit 1/2" AG.
Eingebaut.
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#199

Beitrag von stefan78h » Dienstag 10. Juli 2018, 22:08

So hab getestet. Mit Neuem Harz. Volle Packung. Alles Dicht ....
150-250us
Ausgangswert 759us.

Ich rufe morgen mal bei denen an. Das muss am Harz liegen.
Könnte das sein? Passt das zu den Werten?

Oder könnte ich das mal gegentesten. In einem Messbecher 1l Wasser mit einer definierten Menge Harz und paar min umrühren?

Danke Gruß Stefan
Gruß
stefan

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Re: Mischbettvollentsalzer im Eigenbau

#200

Beitrag von ppuetz » Dienstag 10. Juli 2018, 22:46

hat die Durchflussrichtung einen großen Einfluss?

Antworten