Scheps

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Scheibelhund
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Scheps

#1

Beitrag von Scheibelhund » Donnerstag 7. April 2016, 21:28

Scheps, ein Schankbier aus Niederbayern, das früher durch ein nochmaliges Auswaschen des Trebers gewonnen wurde und als billiges Getränk für das Gesinde gedacht war, wird heute in der Schloßbrauerei Mariakirchen gebraut.

Heut haben mich Gäste die selber Hobbybrauer sind auf die Idee gebracht, beim zweimaligen Einmaischen für den Doppelbock, nur die Vorderwürze zu verwenden und den Nachguß für eben so eine Schankbier zu verwenden.

Hat jemand Erfahrungen damit? Angeblich hat es bei Hobbybrauern in der Nähe schon geklappt.
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§11
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Re: Scheps

#2

Beitrag von §11 » Donnerstag 7. April 2016, 21:43

Das ist absolut moeglich.

Englische Biere warden so gebraut. Du findest mehr dazu unter dem Stichwort batch sparge.

In England warden (wurden) dazu alle Nachguesse getrennt aufgebracht und auch getrennt gesammelt. Diese wurden dann entweder untereinander verschnitten oder eben als abestufte Biere getrennt gekocht und vergoren.

Gruss

Jan
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Scheps

#3

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 7. April 2016, 22:04

Für die verschiedenen Würzen aus dem benannten batch sparging findet man auch unter "Parti-Gyle" viele Infos.

Gruß
Andy

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chaos-black
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Re: Scheps

#4

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 7. April 2016, 22:23

Genau so ein parti gyle hat auch eine kleine Brauerei in Riga im Programm. Reisebericht wird noch kommen ;)
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Scheps

#5

Beitrag von afri » Freitag 8. April 2016, 22:50

Scheibelhund hat geschrieben: Hat jemand Erfahrungen damit? Angeblich hat es bei Hobbybrauern in der Nähe schon geklappt.
Ja ich. Aus dem Treberkuchen eines Vorderwürzebiers mit ~23°P habe ich mittels Nachgüssen noch einen weiteren Sud gekitzelt, der knapp 12°P hatte. Dieser schmeckte unauffällig und nach Bier.
Achim
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Re: Scheps

#6

Beitrag von WölkStoff » Samstag 9. April 2016, 00:48

Servus,
ich habe mal aus einer Maische einen Weizen-Doppelbock mit 18° und ein normales Weizen mit 12° gemacht. Das hat wunderbar geklappt, ich habe nur ein bisschen zu früh geteilt und musste hinterher noch verschneiden.
Ich schätze, das wird mit weniger Stammwürze genauso gehen.
Grüße. Jürgen
Gibts denn leicht ebbs Bessas wia a Bier?

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WölkStoff
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Re: Scheps

#7

Beitrag von WölkStoff » Samstag 9. April 2016, 00:50

Schloßbräu Mariakirchen kenn' ich auch, ist nur ein paar Kilometer von mir. Schöner Biergarten :thumbup
Gibts denn leicht ebbs Bessas wia a Bier?

Scheibelhund
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Re: Scheps

#8

Beitrag von Scheibelhund » Montag 11. April 2016, 21:11

Der Brautag ist durch.

ca 150 Liter Doppelbock mit 28 ° P
und ca 150 Liter Vollbier mit 11 ° P, aus dem Treber, den sonst die Hühner bekommen hätten
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Re: Scheps

#9

Beitrag von Scheibelhund » Samstag 16. April 2016, 14:24

Denkste Puppe.

Beim Abfüllen waren es gerade mal 100 Liter Bock und ^110 Liter von dem Vollbier.

Also insgesamt kein lohnendes Vorgehen. Wenig Bock und ein Vollbier unklarer Beschaffenheit.

Von Geschmacksfragen mal ganz abgesehen. Aber das ergibt sich erst in ein paar Wochen
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Flothe
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Re: Scheps

#10

Beitrag von Flothe » Samstag 16. April 2016, 15:13

Wie hast du dich um 50 Liter vermessen? :Shocked

LG Florian

Jeder Tag ohne Bier ist ein Gesundheitsrisiko.
- Zitat: Hildegard von Bingen in ihrem Buch über Heilverfahren "Causae et Curae"

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Re: Scheps

#11

Beitrag von Scheibelhund » Samstag 16. April 2016, 19:14

Nicht vermessen, verschätzt.
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