Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

HubertBräu
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#601

Beitrag von HubertBräu » Donnerstag 4. Juli 2019, 16:24

Wie groß propagiert ihr einen Starter, um eine auf NaCl eingelagerte Hefe aufzufrischen und neu einzulagern?

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#602

Beitrag von Adrian S » Donnerstag 4. Juli 2019, 17:31

HubertBräu hat geschrieben:
Donnerstag 4. Juli 2019, 16:24
Wie groß propagiert ihr einen Starter... ?
Ich mache min. vier Schritte (1:2 á 48h, 1:3 á 24h , 1:7 á 24h und dekantieren á 24h).

*dies ist meine Praxis, ob gut oder schlecht ist jedem sein eigen Bier* :P
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#603

Beitrag von Dyrdlingur » Donnerstag 4. Juli 2019, 19:02

Ich mache auch 4 Schritte (aber ohne dekantieren):
1: 10ml aus NaCL + 50ml 48h
2: +200ml 24h
3: + 1l 24h
4: + 5l 24h
VG Klaus

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#604

Beitrag von Fabolizer » Mittwoch 17. Juli 2019, 10:11

Moin Moin an alle,

ich habe vor 2 Tagen ein Starter aus der Vermont auf NaCi angesetzt, zu meinem verwundern regt sich bis jetzt noch nicht viel.
Alles steril abgezogen, Würze aufgekocht etc.

Habe 10 ml Hefe/NaCi auf 120ml Starterwürze gegeben. Eine kleine Aktivität sieht man, eine Schauminsel von weniger als 1 Quadratzentimeter hat sich in einer Ecke gebildet, da steigt auch ein strang Blasen auf. Meint ihr das wird noch oder sollte ich nochmal neu aufsetzten?

Danke und Gruß

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#605

Beitrag von CastleBravo » Mittwoch 17. Juli 2019, 11:10

Riech doch einfach mal vorsichtig. Riecht es nach Würze oder Hefe?
Viele Grüße

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#606

Beitrag von Adrian S » Mittwoch 17. Juli 2019, 12:22

Wenn man direkt im Verhältnis 1:12 aus NaCl aufzieht sollte man sich auch nicht wundern wenn nichts geschieht.


Edit sagt: Lies das Braumagazin.
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#607

Beitrag von rakader » Mittwoch 17. Juli 2019, 13:14

Als Verhältnis empfiehlt sich 1:2 bis 1:5 beim ersten Propagationsschritt. Dafür reicht ein Glasröhrchen. Dann auf den Rührer überführen.

Das Braumagazin führt allerdings sich verkürzenden Propagationsschritte auf: 1:10, 1:8 etc. Hier im Thread werden aufsteigende Schritte empfohlen. Beispiel 1:4, 1:7 etc.

Lies einfach mal die älteren Posts in diesem Thread. Es gibt dafür oben eine eigene Suche. Bei mir haben sich die Anleitungen von Jens @DerDasBierBraut sehr bewährt.

Edit: Bei so starker Verdünnung muss es nicht wundern, wenn es länger geht. Gib Deinem Versuch einfach noch mehr Zeit oder fang neu an, wenn es eilt.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#608

Beitrag von Adrian S » Mittwoch 17. Juli 2019, 17:22

Danke rakader für deine Ergänzungen! :thumbup
rakader hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juli 2019, 13:14
Das Braumagazin führt allerdings sich verkürzenden Propagationsschritte auf: 1:10, 1:8 etc. Hier im Thread werden aufsteigende Schritte empfohlen. Beispiel 1:4, 1:7 etc.
Ich Zitiere aus dem Braumagazin:
Ist in der Ausgangshefe der Anteil lebender Zellen aber ungewiss oder gering (z.B. lange gelagerte Erntehefe, eine alte Trockenhefe oder Flaschengeläger), sollte man mit deutlich kleineren Propagationsschritten von 1:2 oder 1:3 beginnen, also z.B. 10 ml in 20 ml in 60 ml in 300 ml in 1,5 l in 10 l. Nur der letzte Schritt vor dem Anstellen sollte jeweils „groß“ gewählt werden.
Dies kann man ohne weiteres auf die Aufzucht aus NaCl übertragen. Generell gilt die Anzahl lebender Zellen ohne ein Mikroskop und Zählkammer als ungewiss.

Des weiteren gibt es hier im thread mehrere Beiträge in der ein hochpropagieren von Hefe aus NaCl mit den jeweiligen Schritten beschrieben wird.
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#609

Beitrag von rakader » Mittwoch 17. Juli 2019, 18:03

Danke zurück, Adrian :thumbsup

der zentrale Satz lautet:
Adrian S hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juli 2019, 17:22
Ich Zitiere aus dem Braumagazin:
Ist in der Ausgangshefe der Anteil lebender Zellen aber ungewiss oder gering
…das wurde hier weiter oben auch schon diskutiert - bezogen auf 1ml Flüssiggefe in NaCl. Die Annahme geht dabei von 500.000 Hefezellen/ml aus.

Bei 4ml Entnahme pro Starter sind das 2 Mio. Hefezellen oder 0,002 Mrd wie es die Amis gerne haben. Diese fülle ich in ein 20ml Glasröhrchen und 16ml Starter mit 8°Plato dazu = 20 ml oder Faktor 1:4. Die weiteren Propagationsschritte hängen dann von meinem Sud und der benötigten Hefezellenmenge sowie der Zuckerkonzentration ab. Ein Wert zwischen 9-10° Plato ist optimal für die Vermehrung. Mehr stresst die Hefezellen. Die üblichsten Schritte bei meinen Bieren, die immer zwischen 14 und 19°Plato liegen, sind:
1:4 / 1:6 / 1,8 wobei der letzte Schritt angepasst wird in Abhängigkeit von der gewünschten Stammwürze (selten der 2. Schritt und nur dann, wenn die Startermenge geringer sein soll - erst machen, wenn Erfahrung da ist).
Die Werte trage ich in folgendes Formular ein und passe ggf. noch an: http://www.yeastcalculator.com/yeastcalc.html

Aus eigener Erfahrung mein Tipp: Dieser Thread ist riesig, aber auch äußerst informativ. Es lohnt sich die letzten 5 (!) Paginierungen (Seiten) durchzulesen. Das erspart viel Trial and Error. Viel Erfolg.

Edit: Bisher hat mit dieser Annahme bei mir alles geklappt, da war nichts over- oder underpitched. So falsch kann die Annahme also nicht sein. Wenn man im Calculator ein wenig spielt, sieht man zudem, dass hier das Gesetz der großen Zahl voll durchschlägt. Die Ausgangshefezahl ist nämlich vernachlässigenswert und hat wenig Einfluss auf das Endergebnis. Entscheidend ist der 2. Propagationsschritt, dort findet die größte Vermehrung/ml statt.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#610

Beitrag von Fabolizer » Donnerstag 18. Juli 2019, 17:32

Hi Zusammen,

nach eurem advise hab ich mir das ganze Topic nochmals durchgelesen und einen neuen Starter 1:2 angesetzt, ist jetzt 36 stunden her. Auch da ist bis jetzt nichts passiert. Hab mit frischen nadeln alles steril abgezogen. Naja soll wohl einfach nicht :(

Adrian S
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#611

Beitrag von Adrian S » Donnerstag 18. Juli 2019, 17:40

Hallo Fabolizer

Falls du aus der Schweiz kommen solltest, kann ich dir gerne einen Starter hochziehen. Habe nämlich die Vermont eingelagert.
Ansonnsten kann ich dir Jens (DerDerDasBierBraut) empfehlen, bei ihm kannst du preiswertig einen Starter oder gleich ein Ecoflac der Vermont beziehen.

Wie lange war die Hefe auf NaCl?
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#612

Beitrag von rakader » Donnerstag 18. Juli 2019, 17:49

Fabolizer hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 17:32
Hi Zusammen,

nach eurem advise hab ich mir das ganze Topic nochmals durchgelesen und einen neuen Starter 1:2 angesetzt, ist jetzt 36 stunden her. Auch da ist bis jetzt nichts passiert. Hab mit frischen nadeln alles steril abgezogen. Naja soll wohl einfach nicht :(
1:2 ist schon mal gut. Aber in was hast Du den angesetzt? Erwarte bei der geringen Menge nicht, dass es blubbert. In einem Glasröhrchen mit Schraubverschluss entsteht ein leichter Überdruck. Geübte Augen erkennen ferner eine Eintrübung, wenn die Hefemehrung einsetzt.

Wir helfen Dir hier alle gerne, aber lass uns nicht mit Infos verhungern und beschreibe mal Dein Equipment en detail - sonst wird das für uns alle hier ein Stochern im Nebel.

LG
Radulph
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#613

Beitrag von Adrian S » Donnerstag 18. Juli 2019, 17:53

Wenn du den Behälter in dem du die Hefe/Würzemischung hast, aufschwenkst, löst sich da co2 und es schäumt? Dies wäre ein anzeichen für Gäraktivität.

Was für eine Konzentration hatte die Würze?
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#614

Beitrag von rakader » Donnerstag 18. Juli 2019, 18:05

Stimmt in der Regel, kann aber auch täuschen. Schäumen kann ein Starter auch ohne CO2. Am zuverlässigsten ist für mich Druck. Am besten ein Stopfen mit Loch und Gärröhrchen drauf. Zweiter zuverlässiger Faktor ist der Farbumschlag – der Starter hellt sich dann merkbar auf.
img_2877.png
Das Bild zeigt zwei DME-Starter zu unterschiedlichen Phasen. Auf dem Rührer nach 24 Stunden, daneben DME frisch abgekocht. Ein Starter aus Pilsner Malz verhält sich identisch. Ich selbst mische immer DME und Pilsner Starter; DME mit 8° Plato kommt bei den ersten beiden Phasen zum Einsatz. Der Starter aus Pilsner Malz für die 3. Phase wird noch leicht gehopft auf 9 -10° Plato. Bei geschmackssensiblen Bieren braue ich auch schon einmal einen Kleinsud des aktuellen Rezeptes.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#615

Beitrag von Fabolizer » Donnerstag 18. Juli 2019, 18:44

rakader hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 17:49
Fabolizer hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 17:32
Hi Zusammen,

nach eurem advise hab ich mir das ganze Topic nochmals durchgelesen und einen neuen Starter 1:2 angesetzt, ist jetzt 36 stunden her. Auch da ist bis jetzt nichts passiert. Hab mit frischen nadeln alles steril abgezogen. Naja soll wohl einfach nicht :(
1:2 ist schon mal gut. Aber in was hast Du den angesetzt? Erwarte bei der geringen Menge nicht, dass es blubbert. In einem Glasröhrchen mit Schraubverschluss entsteht ein leichter Überdruck. Geübte Augen erkennen ferner eine Eintrübung, wenn die Hefemehrung einsetzt.

Wir helfen Dir hier alle gerne, aber lass uns nicht mit Infos verhungern und beschreibe mal Dein Equipment en detail - sonst wird das für uns alle hier ein Stochern im Nebel.

LG
Radulph
Hi Radulph,

starterwürze = 8 Plato aus flüssigem Gerstenmalzextrakt. Ich hab auf dem Verschluss eine Gärglocke. Bin jedoch nicht sicher, die Glocke ist gehoben, jedoch weiß ich nicht ob es vom gelegentlichen aufschütteln kommt oder weil wirklich druck im inneren aufbaut.

Heller oder Eintrübung gibt es nicht wirklich, es lagert sich nach längerer Ruhezeit immer etwas am Boden ab. Einen Magnetrührer habe ich leider nicht.
Ich mach später mal ein Foto, vielleicht kannst du mit geübtem Auge dann eine bessere Aussage treffen.

Besten Dank.
Fabian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#616

Beitrag von rakader » Donnerstag 18. Juli 2019, 19:03

Fabolizer hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 18:44
Heller oder Eintrübung gibt es nicht wirklich, es lagert sich nach längerer Ruhezeit immer etwas am Boden ab. Einen Magnetrührer habe ich leider nicht.
Ich mach später mal ein Foto, vielleicht kannst du mit geübtem Auge dann eine bessere Aussage treffen.
Hallo Fabolizer,
Der zentrale Satz ist der mit dem Magnetrührer. Ich sage mal laut "Autsch". Siehst Du, warum wir Gefahr laufen aneinander vorbeizureden, wenn man nicht alle notwendigen Infos gleich zu Beginn anführt? Ich wie andere gehen beim Thema davon aus, dass mit einem Magnetrührer gearbeitet wird. Ohne kannst Du alle Zeitangaben in die Tonne treten. Gehe davon aus, dass Du mindestens die doppelte Zeit benötigen wirst. Wenn das überhaupt was wird, denn Du erhöhst die Kontaminationsgefahr.

Sei mir nicht bös, aber so ganz nehme ich Dir nicht ab, dass Du den Artikel im braumagazin und die nötigen Posts in diesem Thread ernsthaft gelesen hast. Ich schlage vor, Du ziehst Dir für 26 Euro bei ebay einen Magnetrührer (magnetic stirrer, Magnetrührer von Intllab) und fängst dann richtig an.
Sicher kann man mit Deiner Ausrüstung auch zum Ziel kommen, da ist aber mehr Einlesen und Erfahrung nötig.

Viel Erfolg
Radulph

Edit: Der Farbumschlag kann auch mit dem Osmosewasser zusammenhängen, das ich mische und Hefenahrung dazugebe. Muss ich noch empirisch erhärten. Fakt ist, dass bei den letzten 4 Suden der Farbumschlag immer Nachweis für einen fertigen Starter war. Ferner entspricht die hellere Farbe den Herstellerangaben.
---
Viele Grüße / Regards
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#617

Beitrag von lakredo » Montag 22. Juli 2019, 20:23

Hallo,
ich habe zu Hause eine Wyeast 3068Flüssighefe im Smack Pack(für bis zu 20l)
Am kommenden Wochenende teste ich drei verschiedene Hefen mit je 10l.
Ist es möglich, dass ich das Smack Pack aktiviere, und nur mit der Hälfte die 10l anstelle und die andere Hälfte bzw. 20ml davon in eine Kochsalzlösung gebe?
Oder schadet es der Hefe, wenn diese schon aktiviert wurde und dann in eine Kochsalzlösung gegeben wird?
Gibt es eine andere, elegantere Lösung um die restliche Flüssighefe weiter zu verwenden?

Gruß lakredo

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#618

Beitrag von VolT Bräu » Montag 22. Juli 2019, 20:50

Smacken und einlagern ist nicht so gut, weil da ja dann Extrakt drin ist. "Elegant" kriegt man das denke ich nicht hin. Die beste Lösung ist m. E. vor dem smack mit der Spritze die 10-20ml abzunehmen und den Rest dann in ein Becherglas o. ä. geben (mit Smackbeutel). Smacken im Beutel geht natürlich nicht mehr wenn ein Loch drin ist...
Sonst würde man ja auch auf dem Magnetrührer propagieren. Ist nur etwas umständlich wg. dem Smackbeutel.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#619

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 22. Juli 2019, 21:09

lakredo hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 20:23
Ist es möglich, dass ich das Smack Pack aktiviere, und nur mit der Hälfte die 10l anstelle und die andere Hälfte bzw. 20ml davon in eine Kochsalzlösung gebe?
Oder schadet es der Hefe, wenn diese schon aktiviert wurde und dann in eine Kochsalzlösung gegeben wird?
Gibt es eine andere, elegantere Lösung um die restliche Flüssighefe weiter zu verwenden?
Das musst du anders machen. Der Hefe schadet das Aktivieren nicht, aber der innere Beutel im Smackpack enthält eine Nährlösung. Bedeutet, dass deine aktivierte Hefe gärt und CO2 produziert. So darf sie nicht in die NaCl Lösung, weil dir dann der Ecoflac platzt oder das Einstichgummi aus dem Glasfläschchen fliegt.

Ich würde das anders machen. Zieh 20 ml Hefe aus dem äußeren Beutel ab und spritze sie ins Ecoflac. Dann ziehst du weitere 20 ml ab und propagierst dir daraus 2-3 Tage vor dem Brautag einen zweistufig 1 Liter Starter für deinen Sud (Stufe 1: 80 ml Starterwürze, Stufe 2: 900ml Starterwürze). Dann hat die Hefe im Ecoflac kaum Chance zu kontaminieren und du bist sicher, dass die Hefe im Starter fit ist.


Edit:
Zu langsam, und es kam kein Hinweis, dass zwischenzeitlich ein Post geschrieben wurde. :Grübel
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#620

Beitrag von rakader » Dienstag 23. Juli 2019, 15:29

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 21:09
Dann hat die Hefe im Ecoflac kaum Chance zu kontaminieren und du bist sicher, dass die Hefe im Starter fit ist.
Ich weiß nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Warum soll die Hefe im Ecoflac eher kontaminieren, als wenn ein ganzer SmackPack eingelagert wird? Wenn er sauber arbeitet und zuerst auf NaCl abzieht, kontaminiert gar nichts.

So ganz verkehrt finde ich Lakredos Ansatz mit einer Ausnahme nicht: Wichtig ist, dass die einzulagernde Hefe nicht aktiviert wird.

Ich denke, das kann man bei ihm mit angepeilten 10l Bier auch ohne ersten Starter machen: Im Smack Pack befinden sich 80ml Hefe und im inneren Beutel 40ml Nährlösung. Man muss die Hefemenge halt mit 60ml berechnen.
Am Brautag zu Beginn oder mindestens 4 Stunden vor dem Anstellen 20ml Hefe abziehen und ins Ecoflac geben, die restliche Hefe und die Nährlösung in einen kleinen Behälter geben und verschließen. Dann wie üblich anstellen.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#621

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 23. Juli 2019, 15:44

Das direkte Anstellen mit dem Rest kann aber auch schief gehen. Leider gibt es immer mal wieder Smackpacks, bei denen Hefe ziemlich hinüber ist.

Daher war mein Gedankengang, einen Teil der Hefe direkt als erstes "sauber" einzulagern. Da man den Beutel anschließend nicht mehr aktivieren kann (also keine Kontrolle durch das Aufblähen hat), weiß man nicht, ob die Hefe OK ist. Das direkte Anstellen wird zum Glücksspiel.
Daher der zweistufige Starter. So hat man die Gewissheit, dass beim Anstellen genug Zellen vorhanden sind und das lebende Hefe eingelagert wurde. Wenn sich im Starter nichts tut verwirft man das Ecoflac eben im nachhinein.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#622

Beitrag von rakader » Dienstag 23. Juli 2019, 16:10

Dass bei SmackPack Hefe jenseits des MHD hinüber ist, höre ich zum ersten Mal. Das ist natürlich ein Argument. Aber es dürfte extrem selten sein. Für Fälle, dass die Hefe nicht anspringt, würde ich eine ähnliche Trockenhefe als Nothilfe bevorraten.

Wenn es aber um die "Kontrolle durch Aufblähen" geht, wäre doch eine Lösung diese: Erlenmeyerkolben + Stopfen + Gärröhrchen?
Was meinst Du in Fall eines defekten Starters mit "Ecoflac im Nachhinein verwerfen"?

Edit: Als ich mit dem Thema Starter anfing, gefolgt vom Thema Einlagern auf NaCl und mehr Fragen als Antworten hatte, kaufte ich einfach je zwei SmackPacks, eben für den Fall, das was schiefgehen könnte. Denke, das wäre die einfachste und sicherste Lösung.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#623

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 23. Juli 2019, 16:32

rakader hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 16:10
Was meinst Du in Fall eines defekten Starters mit "Ecoflac im Nachhinein verwerfen"?
Naja. Wenn sich die Hefe aus dem Smackpack im Starter nicht vermehrt, dann hat der zuvor eingelagerte Teil im Ecoflac doch auch keinen Nutzen mehr.
Den Rest soll einfach jeder machen wie er will. Vor und Nachteile haben alle Varianten irgendwo.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#624

Beitrag von rakader » Dienstag 23. Juli 2019, 16:41

Ich sehe an meiner Frage, dass ich noch nie einen defekten SmackPack hatte :Ahh
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#625

Beitrag von Adrian S » Dienstag 23. Juli 2019, 17:16

rakader hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 16:10
Dass bei SmackPack Hefe jenseits des MHD hinüber ist, höre ich zum ersten Mal.

Ich zitire hier mal an diesem Punkt
Liquid yeast viability drops 21% each month, or 0.7% each day, from the date of manufacture. The assumption is the yeast viability drops in a linear fashion. In 4.75 months or 143 days, ... the yeast is 100% dead.
Quelle:
Brewersfriend - Yeast


P.S.: Falls du der englischen Sprache nicht mächtig sein solltest übersetze ich es gerne auch in Deutsch. War bis jetzt nur zu faul dazu :redhead
Grüsse
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#626

Beitrag von rakader » Dienstag 23. Juli 2019, 18:23

Das P.S. musste wohl sein... Adrian im Sinne eines guten Umgangs hier im Forum: kann man auch weniger herablassend seine Einwände hervorbringen? War im anderen Thread mit der iSpindel kürzlich gegenüber mir schon mal so.

Wenn Du genau gelesen hast, erwähne ich oben MHD. Wenn Du in der FAQ von Wyeast liest, bedeutet ein abgelaufenes MHD nicht, dass die Hefe nicht doch noch verwendbar ist. Frei nach Ulrich Peise, sobald eine einzige lebende Zelle drin ist, kann man jede Hefe hochpäppeln. Ich habe hier schon mit Wyeast Packs gearbeitet, die ein halbes Jahr abgelaufen waren.
Allgemein sollte man für Hefe auf NaCl Packs verwenden, die nicht mehr als 3 Monate alt sind. Das wird weiter oben im Thread eingehend besprochen und darf hier als vorausgesetzt angesehen werden.
Jens Einwand habe ich eher so verstanden, dass die SmackPacks andere Produktionsfehler haben können. Er hätte das MHD sonst schon erwähnt.

Best
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Zuletzt geändert von rakader am Dienstag 23. Juli 2019, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#627

Beitrag von Gandalf15 » Dienstag 23. Juli 2019, 18:33

rakader hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 18:23
Allgemein sollte man für Hefe auf NaCl Packs verwenden, die nicht mehr als 3 Monate alt sind. Das wird weiter oben im Thread eingehend besprochen und darf hier als vorausgesetzt angesehen werden.
Sehe ich nicht so. Man kann sowohl geerntete Hefe einlagern (Hochkräuse) oder aus nem smack pack nen starter machen und von dem einlagern oder aus "Schmodder" wieder ein Starter machen und einlagern. Da wird weder was als vorausgesetzt angesehen, noch ist dass eine allgemeine Regel.

Direkt aus nem Smackpack ist einfach ein sicherer Weg, sich nichts falsches in NaCl zu lagern, mehr nicht. Ich habe bis jetzt nur aus Schmodder neu hochgezogene Hefe eingelagert, wie viele andere hier auch. Das machen übrigens alle, wenn sie von NaCl aufpeppeln und neu einlagern, wenn die Hefe schon lange auf NaCl liegt.

Ich weiss nicht, wie du darauf kommst, dass dies eine Regel oder Voraussetzung ist und finde die Aussage schlicht mal falsch.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#628

Beitrag von rakader » Dienstag 23. Juli 2019, 18:37

Dein Einwand in Ehren - geht aber gerade am Thema vorbei. Lies #617 - darauf beziehen sich die Antworten.
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Viele Grüße / Regards
rakader

Adrian S
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#629

Beitrag von Adrian S » Dienstag 23. Juli 2019, 19:01

rakader hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 18:23
Das P.S. musste wohl sein... Adrian im Sinne eines guten Umgangs hier im Forum: kann man auch weniger herablassend seine Einwände hervorbringen? War im anderen Thread mit der iSpindel kürzlich gegenüber mir schon mal so.
Nun rakader, dies kann und will ich so nicht stehen lassen!

Was bitteschön soll daran herablassend sein? Ich kenne sehr viele Menschen die kein Englisch können. Nicht jeder ist gut im Umgang mit Fremdsprachen, bzw. Sprachen im Allgemeinen. Ich selbst habe mühe in jeder Sprache, sei es Deutsch, Englisch oder Französisch!
Deutsch ist m.M.n sehr komplexesten und braucht lange um es zu verstehen und es anzuwenden. Da es werder in deinem Profil, noch in deiner Signatur ersichtlich ist, ob und welche Fremdsprache du sprichst, kann ich guten Gewissens davon ausgehen dass du des englischen nicht mächtig bist.


Meines Wissens ist auf den Wyeast Packungen nur das Produktionsdatum und von diesem aus ist die Mindesthaltbarkeit zu entnehmen.
Des weiteren zitierst du Ulrich Preise mit der Theoretischen einzelnen Hefezelle, dies ist m.M.n in unserem Hobbymassstab ab einem gewissen Minimum an Hefezellen nicht mehr zu bewerkstelligen.

Auch verallgemeinerst du in deiner Antwort die drei (3) Monate als vorausgesetzt, dann aber im Post #628 bezieht sich die Antwort nur auf einen expliziten Beitrag. Dies ist doch ein Wiederspruch in sich und das ist nicht das erste mal dass ich so eine Antwort mitschneide.



P.S.: Was den iSpindel-Thread angeht, da habe ich dir es erklärt, dass der Post nicht herablassend gemeint war, dies anscheinend mittlerweile ignoriert wird. Du legst es dir immer aus damit es für dich stimmig ist und kommst selbst herablassend gegen anderen Forenteinehmer an. Wie ich damals schon sagte, erst an der eigenen Nase kratzen, dann bei andern.

P.P.S.: Wenn du auf dies eine Antwort abgeben willst, gerne via PN, da wir sonst gegen Boardregeln verstossen würden, da wir ja nicht human miteinander umzugehen vermögen wie es den Anschein erweckt.
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#630

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 23. Juli 2019, 20:28

rakader hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 18:23
Jens Einwand habe ich eher so verstanden, dass die SmackPacks andere Produktionsfehler haben können.
Produktionsfehler wollte ich nicht unterstellen. Die großen Hefeproduzenten wissen definitiv gut was sie tun (außer sie verteilen unbemerkt Reinzuchthefen mit Diastaticuskontamination). Sobald die Hefen das Werk verlassen beginnt allerdings die Grauzone für uns und die Hefen altern abhängig von ihren Transport- und Lagerbedingungen unterschiedlich schnell.
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Viele Grüße
Jens

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#631

Beitrag von rakader » Dienstag 23. Juli 2019, 21:17

Ja, Diastaticus ist ein Problem, meiner Kenntnis nach wird das v.a. in Profikreisen diskutiert. Die Transportbedingungen sind allerdings ein Problem. Deswegen versenden viele Händler keine Hefe mehr, wenn ein Feiertag oder ein Wochenende dazwischen liegt. Mithin war das ein Grund bei mir für die Entscheidung zur Kochsalzlösung.

Ich würde trotzdem nicht gleich das Ecoflac wegschmeißen, wenn der Rest der Hefelösung aus dem SmackPack nicht anspringt. Manchmal kann man aus einer schlecht behandelten Hefe noch einen Starter hochziehen, während es aus der Packung nicht klappt.

Letzten Winter konnte ich eine ähnliche Erfahrung mit einer abgelaufenen Packung French Saison machen. Im Jungbier tat sich nichts, also eine frische Packung hinterher. Aus der abgelaufenen Packung zweigte ich noch 2-3 Tropfen ab und zog erfolgreich einen Starter hoch. Brauchte halt nur mehr Zeit.

Wenn ich's mir so überlege ist Dein Vorschlag mit einem zweistufigen Starter doch der beste für @lacredo (außer er hat 2 Packungen) - gibt einfach die nötige Sicherheit, v.a. wenn man nie oder selten mit Flüssighefen gearbeitet hat.

Grüße
Radulph
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Viele Grüße / Regards
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#632

Beitrag von Adrian S » Dienstag 23. Juli 2019, 21:51

Edit: Unpassender Beitrag.
Zuletzt geändert von Adrian S am Mittwoch 24. Juli 2019, 05:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#633

Beitrag von Tozzi » Dienstag 23. Juli 2019, 23:00

[mod]Bitte sachlich bleiben und nicht "ad-hominem" debattieren.[/mod]
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#634

Beitrag von Terlon » Mittwoch 24. Juli 2019, 16:13

Moinsen,

ich hab schon verschiedene Versuche mit dem Einlagern gamacht.
Aus Smackpack und der Dickflüssigen Hefe das daraus erfolgten Suds hat schön geklappt. Hier hat sich eine ordentliche Schicht Hefesediment am Boden der NaCl Flaschen (ca. 2-3mm) abgesetzt.
Meine Probleme habe ich mit Startern aus gestrippter Hefe.

Von der letzten Dienstreise habe ich mir ein paar frische Flaschen Gutmann Weizen mitgenommen und aus drei Bodensätzen einen Starter gemacht.
Erst 1:1, 1:2, bis auf ca 0,4l Volumen aufgepeppelt. Das ging richtig ab. Da ich nicht brauen wollte, sondern die Hefe einlagern, hab ich zuerst 20ml direkt aus dem trüben Starter entnommen. Dann wurde mir gewahr, dass hier womöglich zu wenig Hefe drin ist. Also den Starter noch für 2h in den Kühlschrank und noch mal 20ml aus den tieferen Schichten abgezogen. Vorher natürlich 20ml aus der Flasche verworfen.
Heute mal nachgeschaut und leider hat sich da nur eine hauchdünne Schicht Hefe abgesetzt.

Wie geht ihr da vor und wo ziehe ich die Hefe am Besten ab? Ganz unten? Etwas darüber?
Ich werde den Starter wohl noch einmal machen.Zum Glück hab ich noch Vorrat!
Gruß
Olli
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#635

Beitrag von CastleBravo » Mittwoch 24. Juli 2019, 17:00

Ob die Hefeschicht hauchdünn ist oder dicker ist m. M. nach unerheblich. Bei meinen Hefen hab ich das bei vielen. Bisher war es nie ein Problem einen Starter damit anzusetzen. Ordentlich schütteln vorher vorausgesetzt. Theoretisch kannst du ja aus einer Hefezelle einen Starter ansetzen.
Viele Grüße

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#636

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 24. Juli 2019, 17:17

Die Starter für Ecoflacs propagiere ich in der Regel dreistufig auf 500ml. Nachdem die dritte Stufe ausgegoren ist kommt der Starter mit Parafilm versiegelt in den Kühlschrank. So lange, bis die Würze über dem Sediment klar ist. Dann über der Flamme auf 20-50 ml Rest dekantieren, aufschütteln und 20ml für das Ecoflac aus dem Starter abziehen.

Ich sehe das aber auch wie Reimar ... Weniger ist manchmal mehr.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#637

Beitrag von lakredo » Freitag 26. Juli 2019, 07:34

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 21:09
Das musst du anders machen. Der Hefe schadet das Aktivieren nicht, aber der innere Beutel im Smackpack enthält eine Nährlösung. Bedeutet, dass deine aktivierte Hefe gärt und CO2 produziert. So darf sie nicht in die NaCl Lösung, weil dir dann der Ecoflac platzt oder das Einstichgummi aus dem Glasfläschchen fliegt.

Ich würde das anders machen. Zieh 20 ml Hefe aus dem äußeren Beutel ab und spritze sie ins Ecoflac. Dann ziehst du weitere 20 ml ab und propagierst dir daraus 2-3 Tage vor dem Brautag einen zweistufig 1 Liter Starter für deinen Sud (Stufe 1: 80 ml Starterwürze, Stufe 2: 900ml Starterwürze). Dann hat die Hefe im Ecoflac kaum Chance zu kontaminieren und du bist sicher, dass die Hefe im Starter fit ist.


Edit:
Zu langsam, und es kam kein Hinweis, dass zwischenzeitlich ein Post geschrieben wurde. :Grübel
Danke für die Tipps. Hab jetzt gestern je 20ml aus den Smack Pack in je zwei NaCl Lösungen gespritzt und mit knapp 20ml einen Starter angesetzt. Allerdings aus Mangel an Alternativen mit abgekochten Malzbier. Aber es sieht wohl ganz gut aus.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#638

Beitrag von Terlon » Freitag 26. Juli 2019, 12:59

Ob die Hefeschicht hauchdünn ist oder dicker ist m. M. nach unerheblich. Bei meinen Hefen hab ich das bei vielen. Bisher war es nie ein Problem einen Starter damit anzusetzen. Ordentlich schütteln vorher vorausgesetzt. Theoretisch kannst du ja aus einer Hefezelle einen Starter ansetzen.
Viele Grüße
Danke für den Hinweis. Mit zwei Zellen geht es dann ja wohl doppelt so schnell :thumbsup
Die Starter für Ecoflacs propagiere ich in der Regel dreistufig auf 500ml. Nachdem die dritte Stufe ausgegoren ist kommt der Starter mit Parafilm versiegelt in den Kühlschrank. So lange, bis die Würze über dem Sediment klar ist. Dann über der Flamme auf 20-50 ml Rest dekantieren, aufschütteln und 20ml für das Ecoflac aus dem Starter abziehen.

Ich sehe das aber auch wie Reimar ... Weniger ist manchmal mehr.
Hört sich gut an.
Ich werde bei Gelegenheit mal einen Starter aus den besagten Fläschen ansetzen und schauen, ob sich was tut.
Dann bin ich auf der sicheren Seite.
Gruß
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#639

Beitrag von nursbeschde » Freitag 20. September 2019, 12:58

Hallo,
Ich habe folgende fragen über Hefen auf Nacl
Ich möchte für meine Starter anfangs Laborflaschen verwenden bis 500ml und danach meine 2L Bechergläser.
Kann ich von anfang an den Starter in der 500ml Flasche propagieren? Oder benötige ich noch eine Nummer kleiner? welche Rührfisch größen sind hier ideal? Bleibt die Flasche dann leicht geöffnet während diese auf dem Rührer steht?
Wie groß muss ich meinen Starter aus einer eingelagerten Hefe machen um diese neu einzulagern? Und wie lange muss ich den ausgären lassen um die Hefe neu einzulagern?
Ich wäre über ein paar Erfahrungen dankbar
Gruß Denis

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#640

Beitrag von gulp » Freitag 20. September 2019, 13:05

nursbeschde hat geschrieben:
Freitag 20. September 2019, 12:58
Hallo,
Ich habe folgende fragen über Hefen auf Nacl
Ich möchte für meine Starter anfangs Laborflaschen verwenden bis 500ml und danach meine 2L Bechergläser.
Kann ich von anfang an den Starter in der 500ml Flasche propagieren? Oder benötige ich noch eine Nummer kleiner? welche Rührfisch größen sind hier ideal? Bleibt die Flasche dann leicht geöffnet während diese auf dem Rührer steht?
Wie groß muss ich meinen Starter aus einer eingelagerten Hefe machen um diese neu einzulagern? Und wie lange muss ich den ausgären lassen um die Hefe neu einzulagern?
Ich wäre über ein paar Erfahrungen dankbar
Gruß Denis
Steht alles hier im Thread....

Gruß
Peter
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