Untergärig - Euer Lagersystem

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Enfield
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Untergärig - Euer Lagersystem

#1

Beitrag von Enfield » Donnerstag 13. Oktober 2016, 09:36

Morgen an alle!

Da es bei uns Hobbybrauern immer mehrere Wege zum Ziel gibt würde mich mal interessieren, wie ihr es bei den untergärigen Bieren macht.

Schlaucht ihr nach der Hauptgärung in einen zweiten Gärbottich und lagert dann bei niedrigen Temperaturen bis zum Abfüllen oder füllt ihr nach der Hauptgärung direkt ab, lasst nachgären und lagert dann im Kühlschrank?

Ich habe es bisher immer so gemacht wie es die Amis machen. Nach Ende der HG eine kurze (paar Tage) "Warmphase" von 16-18° C eingelegt habe, dann in einen neuen Gärbottich umgeschlaucht und für 4-6 Wochen im 5-7° C kalten Kühlschrank "gelagert" habe. Dann wurde aufgespeist und abgefüllt.

Bin gespannt, was ihr für Vorgehensweisen habt!

lg

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diapolo
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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#2

Beitrag von diapolo » Donnerstag 13. Oktober 2016, 09:49

Hi,
ich bin ein "Grünschlaucher" ich mache eine SVP und 2 %w/w über rel. EVG, dann schlauche ich in Fässer und mache dann bei 18°C für 2 Tage Diacetyl-Rast.
Anschließend kommt das KEG bei 5°C für 4 Wochen in die Kühlung. Spunddruck stelle ich mit einem Spundapparat ein.
Abfüllen geht dann via GDA in Flaschen.

mfg

Bernd
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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#3

Beitrag von Gartenbrauer » Donnerstag 13. Oktober 2016, 09:51

Die Hauptgärung läuft bei mir bei 9°C an, dann erwärmen auf 11 - 12°C,
kurz vor Ende der Hauptgärung schlauche ich grün in 9-Liter-Container, die ich dann bei Kellertemperatur zwischen 12 und 16°C nachgären lasse.
Nach ca. 14 Tagen kommen die Container in die Reifekühlung bei 2°C.
Nach weiteren 4 Wochen wird per GDA abgefüllt.

Harald
Gruß
Harald

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#4

Beitrag von cyme » Donnerstag 13. Oktober 2016, 10:09

Untergärig fülle ich auch meist erst nach einer längeren Kaltphase ab. Meist, aber nicht immer.

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#5

Beitrag von Frissnix » Donnerstag 13. Oktober 2016, 10:11

Meiner einer handhabt das mittlerweile folgendermaßen.

- Nach Ende der HG (meist 9 Grad gegen Ende steigend auf 12 Grad) wird in ein anderes Fass umgeschlaucht.
- Dieses Fass steht dann nochmals 7-10 Tage bei meistens 5 Grad um anschließend...
- nochmals umgeschlaucht zu werden. In diesem Fass mache ich dann einen Coldcrash bei 1 Grad für 4-5 Tag.
- Dann wird das ganze abgezogen und in ein neues Fass, in welchem ich mein "Traubenzuckergemisch" vorgelegt habe, umgeschlaucht.
- Das ganze wird dann gleich in Flaschen abgefüllt und bei meist 17 Grad (Kellertemperatur) die NG durchgeführt.
- Gelagert wird das ganze dann bei 6 Grad.

Um so wenig Sauerstoff wie möglich mit rein zu bekommen "flute" ich seit neustem alle Fässer mit Co2 und schaue das alles ohne plätschern abläuft.
Da ich dies mit dem Co2 erst seit kurzem mache weis ich noch nicht ob es eine Verbesserung für mich bringt.
"Das kannst Du schon so machen, aber dann isses halt KACKE"

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#6

Beitrag von Brauknecht96 » Donnerstag 13. Oktober 2016, 10:36

Im Prinzip ähnlich zu deiner Vorgehensweise.

Hauptgärung bei niedrigen Temperaturen, dann schlauche ich in einen Weinballon um. Dort mache ich die "Warmphase". Das Umschlauchen erfolgt kurz vor abgeschlossener Gärung, so dass im Weinballon noch CO2 im Kopfraum entsteht. Dann 4 Wochen unter 4 °C im Weinballon lagern. Die Hefe ist dann allerdings platt. Zum Aufspeisen ist neue Hefe notwendig.

Das sorgt für ein arschklares Bier und minimalen Bodensatz in der Flasche. Dagegen steht der Aufwand. Daher würde ich wahrscheinlich in Zukunft wieder wie bei Ales üblich verfahren, d.h. Vergären, Coldcrashen, in Flaschen füllen, Nachgärung bei 20 °C (= Diacetylrast) und in Flaschen lange kalt lagern.

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#7

Beitrag von Holger-Pohl » Donnerstag 13. Oktober 2016, 11:01

Hauptgärung bei 8 bis 9 Grad
Grün schlauchen in meine 100 Liter Kegs
Ohne Warmphase direkt weiter runterkühlen im Kühlhaus auf 5 Grad
6 Wochen Lagerung
Umdrücken in Ausschankfässer
Genießen

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#8

Beitrag von Ursus007 » Donnerstag 13. Oktober 2016, 11:01

Ich lasse die HG langsam wärmer werden, von unter 10°C zu Beginn bis auf 12 ... 13°C am Ende (ug hg't bei mir mind. 3 Wochen).
Dann umschlauchen und Karbozucker und gleich abfüllen.
Dann 2...3 Wochen bei Raumpemp. nachgären lassen und ...
... dann so lange in den Kühli, solange ich den nicht für ein weiteres Bier brauche (aber mind. 2 Wochen).

Hab 2x gecoldcrashed, ohne sichtbare Klärung. (Vielleicht hat sich das Sediment ja abgesetzt und wurde durch Kühltrub ersetzt. Was auch keine Verbesserung ist ...)
Mach ich aber nicht nochmal, lohnt sich für mich nicht.

Klärung erfolgt von selbst in der Flasche mit der Zeit.

Ursus
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#9

Beitrag von danieldee » Donnerstag 13. Oktober 2016, 11:03

So klärt mich mal auf bitte ob mein Vorgehen so iO ist.

Nach der HG bei 10° fülle ich in Fässer mit Zucker ab und stelle die in den wärmeren Bereich für ca. 1 Woche. Danach wird gelagert im Kühlraum.
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#10

Beitrag von Holger-Pohl » Donnerstag 13. Oktober 2016, 11:07

Ich weiß, dass dies einige hier machen, aber ich finde das als Grünschlaucher furchtbar.

Aber gut, das wird jetzt wieder endlos Diskussion.

Für mich als ug BRauer sind 10 Grad für die Hauptgärung auch schon grenzwertig - aber das wird jetzt auch endlos Diskussion.

Wenn es mit deinen technischen Möglichkeiten so funktioniert und du mit deinem geschmacklichen Ergebnis zufrieden bist, dann ist dein Verfahren für dich in Ordnung und es kann dir wurscht sein, was andere erst mal denken. Wenn du aber nicht zufrieden bist, dann musst du klarer sagen, was dir nicht passt und dann kann man versuchen, gewisse Parameter zu ändern.

Grüßele
Holger

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#11

Beitrag von chixxi » Donnerstag 13. Oktober 2016, 11:12

Nach der HG einfach kurz die Hefe aus dem ZKG ablassen, das ist auch der Moment wo ich den Tank schliesse :Drink Dann 1-2 Wochen NG, gelegentlich Hefe ablassen und anschliessend Temperatur im ZKG auf 18-20 Grad Celsius für mind. 48 Stunden, gleich darauf Cold-Crash und wieder Hefe ablassen. In dem Moment habe ich ca. 80% der gewünschten Karbonisierung da meine Tanks druckfest sind. Dann kommt das Bier direkt ohne Kontakt zu Aussenwelt (insbesondere Sauerstoff) in Kegs. Die Kegs stehen dann bei mir minimal 8 Wochen bei ca. 1 Grad Celsius, tendenziell länger, während dieser Zeit erfolgt auch die endgültige Einstellung der Karbonisierung (ab CO2-Flasche).
Ubi cervisia, ibi patria.

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#12

Beitrag von hutschpferd » Donnerstag 13. Oktober 2016, 11:28

Enfield hat geschrieben:Morgen an alle!

Da es bei uns Hobbybrauern immer mehrere Wege zum Ziel gibt würde mich mal interessieren, wie ihr es bei den untergärigen Bieren macht.

Schlaucht ihr nach der Hauptgärung in einen zweiten Gärbottich und lagert dann bei niedrigen Temperaturen bis zum Abfüllen oder füllt ihr nach der Hauptgärung direkt ab, lasst nachgären und lagert dann im Kühlschrank?

Ich habe es bisher immer so gemacht wie es die Amis machen. Nach Ende der HG eine kurze (paar Tage) "Warmphase" von 16-18° C eingelegt habe, dann in einen neuen Gärbottich umgeschlaucht und für 4-6 Wochen im 5-7° C kalten Kühlschrank "gelagert" habe. Dann wurde aufgespeist und abgefüllt.

Bin gespannt, was ihr für Vorgehensweisen habt!

lg
HG bis zum Ende, ohne umschlauchen da die von mir verwendete UG Hefe sehr gut sedimentiert.
Danach abfüllen, Karbonisierung durch Zucker, und warm die Flaschengärung machen lassen.
Danach bei 0 Grad 2-3-4-5 Wochen lagern

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#13

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 13. Oktober 2016, 11:38

- HG temperaturüberwacht in der Truhe, dabei vollständig ausgären lassen.
- Cold Crash
- Umschlauchen in Kegs
- Diacetylrast 2-3 Tage bei Kellertemperatur
- zurück in die Truhe (bei 5°C) zur Kaltreifung und Zwangskarbonisierung
- die Kegs bleiben danach so lange bei 5°C stehen bis ich die Truhe für andere Biere brauche - also meistens nicht sehr lange :o)
- danach endlagern bei Kellertemperatur bis leer

Beim nächsten Bier will ich auch mal in Kegs Grünschlauchen und spunden, um etwas CO2 zu sparen und den Restsauerstoff im Keg durch die Hefe eliminieren zu lassen.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#14

Beitrag von cyrano330 » Donnerstag 13. Oktober 2016, 23:02

HG im Keg mit gekürtztem Degen, angestellt bei 5°C, gegoren bei 12°C.
Bei 50% Restextrakt wird der bis dahin offene KEG-Verschluss mit einer Kellerfee verschlossen, die auf den Druck passend zur gewünschten Karbonisierung eingestellt ist. Wenn EVG erreicht für 2 tage hoch auf 15°C und danach runter auf 4°C. Dann wird umgedrückt und geht bei 5° in den Fasskühler für 3 Wochen. Danach nochmal umgedrückt und nochmal 3 Wochen bei 5°C stehen gelassen. Dann geht es ohne das Fass zu bewegen per GDA in die Flasche, die bis zum Verzehr auch wieder in die Kühlung wandert.
:Greets

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#15

Beitrag von Scheibelhund » Donnerstag 13. Oktober 2016, 23:26

Ich braue jede Woche und am Brautag wird das Jungbier in Bauchfässer abgefüllt und im Kühlraum bei ca 5 ° C aufgestellt. Nach Bedarf wird dann direkt aus den Bauchfässern mit Stechdegen gezapft. Wichtig ist, daß die Fässer ein paar Tage vor dem Zapfen nicht mehr bewegt werden, damit sich die Hefereste nicht aufschütteln. Ideal ist beim Abfüllein ein Restextrakt von 4 %. Sollte man aus Termingründen vorher oder nachher abfüllen müssen, kann man die Kohlensäure mit der Schankanlage erzänzen oder die Fässer noch einen Tag geöffnet lassen. Funktioniert einwandfrei. Diacetyl kenn ich nur aus der Literatur.
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aus Freude, daß der Frühling nah ist,
und kommt der Frühling, trink' ich wieder,
aus Freude, daß er endlich da ist.

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#16

Beitrag von Bierdimpfl » Freitag 14. Oktober 2016, 01:09

Hefe Herfuehren bei 8-10 Grad in der Endphase (zweite bit dritte Fuerhrung). Wird immer Hergefuehrt mir puren O2 und ein paar Wochen vorm Anstellen.

Anstellen bei 5C, dann ueber zwei Tage auf 7-8C, dann bis auf 50% EVG halten, langsam runter bis auf 5-6 Grad. Schlauchen.

Dann kommen ca 8 Wochen Lager mit langsamer Senkung der Temperatur.

Hefenahrung wird bein Kochen dazugegeben.

Beluefted wird mit Venturi Rohr auf 6-8 mg/l

Alte Hefezellen werden zwei mal abgelassen bis es zum Schlauchen kommt.

Geschlaucht wird mit 0.5-1.0% Restextrakt. Spundruck is 0.5 BAR bei 5C.

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#17

Beitrag von ggansde » Freitag 14. Oktober 2016, 06:55

Moin Bierdimpfl,
ich verfolge diesen thread mit Interesse. Ich habe Fragen zu Deiner Vorgehensweise.
Hefe Herfuehren bei 8-10 Grad in der Endphase (zweite bit dritte Fuerhrung). Wird immer Hergefuehrt mir puren O2 und ein paar Wochen vorm Anstellen.
Diesen Satz verstehe ich nicht. Kannst Du Dein Herführen einmal genauer erklären?
Anstellen bei 5C, dann ueber zwei Tage auf 7-8C, dann bis auf 50% EVG halten, langsam runter bis auf 5-6 Grad. Schlauchen.
Geschlaucht wird mit 0.5-1.0% Restextrakt. Spundruck is 0.5 BAR bei 5C.
Welche und wieviel Hefe benutzt Du? Wie stellst Du den Druck ein? Ich kenne keine untergärige Hefe die bei diesen tiefen Temperaturen zufriedenstellend arbeiten würde geschweige denn, bis zu diesem Restextrakt runtergären könnte.
Dann kommen ca 8 Wochen Lager mit langsamer Senkung der Temperatur.
Wieso langsame Senkung der Temperatur und bis zu welcher Temperatur?
VG, Markus
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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#18

Beitrag von Bierdimpfl » Freitag 14. Oktober 2016, 11:27

Herführen, Aufzüchten, einen Starter machen. Bei kalter Gärung ist die Vitaliät der Hefe schon sehr wichtig.

Ich benütze ca 18 x 10^6 Zellen per ml

Untergärige Hefen schaffen 5C schon, müssen aber eine gute Vitalität besitzen. Bei der langen Reifung sind sie ja sogar bei tieferen Temperaturen noch tätig.

Ich benütze meisstens WLP838 oder WLP820.

Der Druck wird nach dem Schlauchen im Keg per Spundapparat eingestellt.

Ich hab mich leider nicht gut Ausgedrückt. Nicht Restextrakt (Vsend) sondern vergärbarer Zucker war gemeint. Halt 0.5% - 1.0% über dem Endvergärungsgrad.

Langsame Senkung der Temperatur ist so das die Hefe keinen Schaden erhält und noch einige Nebenprodukte abbauen kann. Die Temperaturspanne fängt bei 5C an und ended in der letzten Woche um ca -1.5 bis 0C.

Die kalte Untergärung ist sehr gut im Narziss beschrieben (Abriss der Bierbrauerei). Noch besser stehts in meinem Lieblingsbuch zum Thema, "Gärung und Reifung des Bieres (2. Überarbeitete Auflage), Gerolf Annemüller, Hans-J. Manger."

Greets

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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#19

Beitrag von Fridurener » Freitag 14. Oktober 2016, 11:49

hat man denn ohne in ein neues Fass umzudrücken zwangsläufig immer extrem trübes Bier? Ich hatte mir erhofft die Hefe mit dem Zapfen des ersten Glases verschwinden zu lassen
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Re: Untergärig - Euer Lagersystem

#20

Beitrag von diapolo » Freitag 14. Oktober 2016, 14:33

Fridurener hat geschrieben:hat man denn ohne in ein neues Fass umzudrücken zwangsläufig immer extrem trübes Bier? Ich hatte mir erhofft die Hefe mit dem Zapfen des ersten Glases verschwinden zu lassen
Nein aber du darfst das Fass dann nicht bewegen sonst schüttelst du das Sediment wieder auf und hast trübes Bier. Ich fülle nicht immer in ein anderes Fass um wenn du es nicht bewegst ist es genauso klar

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