Hefestarter..

Antworten
mable
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 399
Registriert: Dienstag 16. Oktober 2012, 14:08
Wohnort: St. Gallen/Schweiz

Hefestarter..

#1

Beitrag von mable » Donnerstag 30. Oktober 2014, 19:55

Hallo Zusammen
Möchte mit einem Pack Wyeast ein Starter machen da ich 50-60 Liter braue..

Kann man jedes Malzextrakt nehmen (hell, dunkel, weizen etc.) ?

Oder wie macht ihr euren Starter?

Benutzeravatar
djmoehre
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1059
Registriert: Freitag 8. April 2011, 11:08
Wohnort: Neunkirchen-Seelscheid

Re: Hefestarter..

#2

Beitrag von djmoehre » Donnerstag 30. Oktober 2014, 20:03

Im Prinzip ja. Ich würde nur darauf achten, das man keinen dunklen Starter in einen Pils-Sud kippt. Das würde die Farbe dann schon beeinflussen. Um gar nicht in die Situation zu kommen, nehme ich immer hellen Mazextrakt. Den hellsten, den es bei HuM gibt.
Grüße
Maddin

Kelte
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 430
Registriert: Dienstag 19. November 2013, 10:32

Re: Hefestarter..

#3

Beitrag von Kelte » Donnerstag 30. Oktober 2014, 20:08

Oder nen Starterbier brauen :Smile :Drink

Benutzeravatar
afri
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 3978
Registriert: Donnerstag 17. Januar 2013, 21:19
Wohnort: 31840 Hessisch Oldendorf

Re: Hefestarter..

#4

Beitrag von afri » Donnerstag 30. Oktober 2014, 21:41

Ich habe nun erstmals mit Glattwasser von ~ 4°P Trockenhefe (34/70) rehydriert und was soll ich sagen, selbst bei nur 14°C Temp in der Kühlzelle geht der Sud ab wie Sau. Samstag abend habe ich angestellt, heute bin ich nurmehr 1,3°P vom Zielwert entfernt. Für mich und für Trockenhefe finde ich das sensationell schnell. Eingerührt habe ich die Trockenhefe ca. drei Stunden vor dem Anstellen und beim Anstellen hatten Sud und Hefesuspension die gleiche Temperatur. Belüftet wurde durch umschöpfen zwischen zwei Gäreimern, 35 Liter sind so ein bisschen doof, zu viel für einen und eigentlich zu wenig für zwei Eimer...

Zum Thema: Warum sollte eine Flüssighefe anders oder schlechter auf Glattwasser reagieren, als eine Trockenhefe? Würde ich Flüssighefe einsetzen, ich stellte sie genau so an, wie die Trockenhefe: etwas Glattwasser, Hefe rein, Temperatur annehmen lassen und dann zur Würze, bisschen Luft rein und fertig. Mit Malzextrakt etc. würde ich nicht herumhühnern, an Glattwasser herrscht sicherlich kein Mangel und das ist in meinen Augen besser geeignet, als Extrakt. Nein, ich bin kein Anhänger des Reinheitsgebots, ich bin nur praktisch denkender Hobbyist.
Achim
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

DanyCode
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 27
Registriert: Dienstag 27. Juni 2017, 17:53
Wohnort: Höxter

Re: Hefestarter..

#5

Beitrag von DanyCode » Sonntag 4. November 2018, 19:42

Hallo, ich greife das Thema mal wieder auf.
Ich weiß, es gibt eine Menge zum Thema Hefe Starter, was ich mir aber aus den Threads nicht beantworten kann ist: Wann habe ich denn genug "Starter"?
Hintergrund, ich möchte Ende November 60 Liter UG helles Bier brauen, habe 2 x Wyeast #2308 - Munich Lager. Meine 60 Liter Brauanlage ist neu und ich habe noch keine Erfahrungen und auch keine Würze. Mein Plan war also, mit Malzextrakt und meinen beiden Hefe-Activator Päckchen mir genügend Hefe herzustellen... Wie gesagt, nur wann ist der richtige Zeitpunkt?

Grüße aus dem Weserbergland
Daniel

Benutzeravatar
Taim
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 186
Registriert: Sonntag 24. Juli 2016, 21:47
Wohnort: Münster

Re: Hefestarter..

#6

Beitrag von Taim » Sonntag 4. November 2018, 20:01

---Don't panic---

Benutzeravatar
Kurt
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 4000
Registriert: Dienstag 2. September 2003, 18:36
Wohnort: Ulm

Re: Hefestarter..

#7

Beitrag von Kurt » Sonntag 4. November 2018, 20:06

Hm, 60 Liter ist recht viel. Das gibt einen großen Starter wenn man es richtig machen will. Überleg mal ob Du noch einen kleinen Sud (10-15L) vorher ansetzt, mit der WYeast-Hefe. Dann die Erntehefe für den großen Sud verwenden. Mache ich jede UG-Saison so: 15L (Münchner Dunkel), dann 30L Pils und schließlich 30L Maibock. Nach dem ersten Sud hat man auch genug Hefe für 60 Liter.

DanyCode
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 27
Registriert: Dienstag 27. Juni 2017, 17:53
Wohnort: Höxter

Re: Hefestarter..

#8

Beitrag von DanyCode » Sonntag 4. November 2018, 20:30

Taim hat geschrieben:
Sonntag 4. November 2018, 20:01
https://www.brewersfriend.com/yeast-pit ... alculator/
Das ist hilfreich, Danke! :Smile

@Kurt, für einen Vorab-Sud fehlt mir leider die Zeit. Wenn ich den Rechner von Taim's Link nehme und das richtig verstehe, dann kann ich einen Starter in 2 Schritten machen, einmal mit 2 Liter bei 9° Plato und dann nochmal einen mit 2,5 Liter... aber wann ist der richtige Zeitpunkt den 2. Starter anzusetzen? Nach 3-5 Tagen? Und nimmt man dann nur den Bodensatz des ersten Starters um den zweiten Starter anzusetzen?

LG

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5117
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Hefestarter..

#9

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 4. November 2018, 23:17

Ich bin da eindeutig bei Kurt. Mach einen 10 Liter Vorsud und schlauche den 2. Sud nach 24-48 Stunden drauf (belüftend, mit plätschern).
Dafür fehlt die Zeit? Verstehe ich nicht ...
Ein ordentlicher Starter braucht auch Zeit und dauert mindestens genauso lange wie der Vorsud. Besonders, wenn du ihn schon zeitsparend aus Extrakt herstellst.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Benutzeravatar
Bierjunge
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 3140
Registriert: Mittwoch 28. Oktober 2009, 15:54

Re: Hefestarter..

#10

Beitrag von Bierjunge » Montag 5. November 2018, 07:17

:Mad2
DanyCode hat geschrieben:
Sonntag 4. November 2018, 20:30
dann kann ich einen Starter in 2 Schritten machen, einmal mit 2 Liter bei 9° Plato und dann nochmal einen mit 2,5 Liter...
Der "Vermehrungsschritt" von 2,0 auf 2,5 Liter ist keiner. Das hätte so keinen Nutzen. Sinnvolle Vermehrungsschritte sind um den Faktor 5 bis 10, siehe z.B. auch hier: https://braumagazin.de/article/hefebank-weihenstephan/

Wenn Du jedoch von den 2 Litern (oder von Deinen beiden Wyeast-Packs) auf 10 Liter und dann auf den eigentlichen Sud gingst, würde das passen.

Moritz

DanyCode
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 27
Registriert: Dienstag 27. Juni 2017, 17:53
Wohnort: Höxter

Re: Hefestarter..

#11

Beitrag von DanyCode » Montag 5. November 2018, 21:44

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Sonntag 4. November 2018, 23:17
Ich bin da eindeutig bei Kurt. Mach einen 10 Liter Vorsud und schlauche den 2. Sud nach 24-48 Stunden drauf (belüftend, mit plätschern).
Dafür fehlt die Zeit? Verstehe ich nicht ...
Ein ordentlicher Starter braucht auch Zeit und dauert mindestens genauso lange wie der Vorsud. Besonders, wenn du ihn schon zeitsparend aus Extrakt herstellst.
Achsooo, ich glaube ich verstehe erst jetzt... Ich braue also ganz normal meine ca. 60 Liter. Stelle aber nur 10 liter Würze mit Hefe an und nach 24-48 Stunden schlauche ich die restlichen 50 Liter drauf?! Ich hatte Kurt seinen Beitrag so verstanden, dass ich einen extra Brautag einlegen soll... also einmal 10 Liter braue und ein paar Tage später nochmal 50 liter. Ich hoffe ich hab das jetzt so richtig kapiert?!

@Bierjunge
Jetzt wo wir drüber sprechen verstehe ich denn teil des Artikels. Hatte den Artikel schon vor ein paar Wochen gelesen und die Stelle nicht verstanden. Danke :puzz :Bigsmile

Benutzeravatar
Felix83
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 847
Registriert: Samstag 17. Dezember 2016, 17:27
Wohnort: Karlsruhe

Re: Hefestarter..

#12

Beitrag von Felix83 » Montag 5. November 2018, 21:53

Ich mach 180 l Bier mit 2-stufigem "Starter".
1 Smack Pack
4 l im Kolben aufm Rührer
Coldcrash, Dekantieren
8l im Brewferm Royal Bubbler alle Stunde geschwenkt.

Gibt laut Brewersfriend Rechner 0,75 Mio Zellen / ml / P.
Hefe geht nach 10-12 Stunden ab.
When you don't know what you are doing, anything is possible. - Tony Magee

Benutzeravatar
Bierjunge
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 3140
Registriert: Mittwoch 28. Oktober 2009, 15:54

Re: Hefestarter..

#13

Beitrag von Bierjunge » Montag 5. November 2018, 21:59

DanyCode hat geschrieben:
Montag 5. November 2018, 21:44
Achsooo, ich glaube ich verstehe erst jetzt... Ich braue also ganz normal meine ca. 60 Liter. Stelle aber nur 10 liter Würze mit Hefe an und nach 24-48 Stunden schlauche ich die restlichen 50 Liter drauf?! (...) Ich hoffe ich hab das jetzt so richtig kapiert?!
Ich fürchte leider nein.
Würze eine längere Zeit (und das sind 48h!) ungeschützt ohne Hefe stehen zu lassen ist eine ganz, ganz schlechte Idee.
Das war schon so gemeint: 10 l Vorsud machen (oder halt entsprechend viel Malzextrakt anrühren und abkochen), und dann 1 bis zwei Tage später den richtigen Sud.
Ganz ohne Zeitaufwand geht es halt leider nicht.

Moritz

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5117
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Hefestarter..

#14

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 5. November 2018, 22:47

Genau. Da hat Kurt sich eindeutig klarer ausgedrückt als ich.
Aber mal ehrlich. Malzextrakt hin oder her. Was ist denn in Bezug auf den Aufwand der Unterschied zwischen "Starterwürze kochen und 60 Liter auf einmal anstellen" und "Vorsud kochen und 50 Liter drauf lassen"? Ist doch beides 2 mal kochen und beim Extrakt kommt keine Arbeit durchs Maischen hinzu.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Benutzeravatar
Dawnrazor
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 147
Registriert: Freitag 9. September 2016, 10:31
Wohnort: Dortmund

Re: Hefestarter..

#15

Beitrag von Dawnrazor » Dienstag 6. November 2018, 07:05

Würde mal gerne eine gegen Verkostung machen von Bier was underpitched ist.
Ich habe auch mal ein OG Bier extremst underpitched...1 SmackPack auf 63L
Die Gärung war auch nach ca. 2 Wochen durch und Fehlaromen habe ich auch keine geschmeckt.
Auch ein Braumeister (ex Warsteiner) hat da nichts bemängelt.
Ich neige schon fast dazu zu sagen das das mit dem Starter übertrieben ist.
Aus Angst versuche ich das aber doch schon einzuhalten.

Habt Ihr das mal getestet und probiert?
Grüße aus Dortmund
Jens

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5117
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Hefestarter..

#16

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 6. November 2018, 10:01

Es kommt drauf an, was man erreichen will. Die Hefe produziert besonders am Anfang in der Vermehrungsphase Gärnebenprodukte. Beim Underpitching ist die Vermehrungsrate höher und man hat mehr Gärnebenprodukte im Bier. Mit Pech schwefelt die Hefe auch stark und man braucht zusätzliche Wartezeit (und ggf. eine CO2 Wäsche) vor dem Abfüllen. Wenn das Bier relativ schnell gut schmecken soll ist Underpitching das falsche Weg.
Irgendwann lagert sich das Bier vermutlich immer zurecht, egal ob underpitched oder overpitched. Sura hatte das mal in einer Testreihe probiert. Die geteilten Sude mit Underpitching oder Overpitching hatten erst krasse Unterschiede und nach einer langen Kaltreifung konnte man beide Versionen nicht mehr geschmacklich unterscheiden.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Benutzeravatar
Dawnrazor
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 147
Registriert: Freitag 9. September 2016, 10:31
Wohnort: Dortmund

Re: Hefestarter..

#17

Beitrag von Dawnrazor » Dienstag 6. November 2018, 10:09

Das kann sehr gut sein. @Jens
Underpitching can introduce an insufficient amount of yeast to entirely consume the entirety of the beer's fermentables. Your fermentation may not finish, or there could be enough food for an infection to take hold.
https://homebrew.stackexchange.com/ques ... ttle-yeast

Deswegen wäre das auch wohl zu vermeiden.
Es sei denn man haut nochmal viel Sauerstoff ins Bier und muss mit der Oxidation leben wenn ich das richtig verstehe.
Grüße aus Dortmund
Jens

bwanapombe
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 206
Registriert: Dienstag 4. November 2014, 10:19

Re: Hefestarter..

#18

Beitrag von bwanapombe » Dienstag 6. November 2018, 11:33

Wir reden ja hier in den meisten Fällen von Wahrscheinlichkeiten und Risiken.

Beim unterpitchen muß nicht zwangläufig schlechteres Bier entstehen, aber es entsteht ein höheres Risiko (wie schon angemerkt, in Form von stockender Gärung und Infektion).

Das Risiko ist generell bei untergärigen Hefen auch noch mal größer, weil wir da noch eher in die stockende Gärung laufen können. Die niedrigere Angärtemperatur wirkt dem Infektionsrisiko dann wieder leicht entgegen. In der Summe aber immernoch ein höheres Risiko. Deswegen sind Starter sinnvoll, wenn auch nicht unabdingbar.

Beste Grüße,

Dirk

DanyCode
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 27
Registriert: Dienstag 27. Juni 2017, 17:53
Wohnort: Höxter

Re: Hefestarter..

#19

Beitrag von DanyCode » Dienstag 6. November 2018, 20:07

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 5. November 2018, 22:47
Genau. Da hat Kurt sich eindeutig klarer ausgedrückt als ich.
Aber mal ehrlich. Malzextrakt hin oder her. Was ist denn in Bezug auf den Aufwand der Unterschied zwischen "Starterwürze kochen und 60 Liter auf einmal anstellen" und "Vorsud kochen und 50 Liter drauf lassen"? Ist doch beides 2 mal kochen und beim Extrakt kommt keine Arbeit durchs Maischen hinzu.
Ok, auch wenn ich Gefahr laufe, dass ihr denkt, dass ich schwer von Begriff bin... zwei/drei Fragen muss ich noch geklärt haben :Greets

Also, wenn wir hier von Vorsud sprechen, ist dann gemeint, entweder
  • ein kompletter Sud nach Rezept wie der Hauptsud werden soll, mit den entsprechenden Temperaturrasten, Läutern, Würzekochen, Wihrlpool, kühlen, anstellen? Weil dann ist es ja schon viel Zeit, für einen Brautag brauche ich ca. 6-7 Stunden in der 30 Liter Klasse... ein 10 Liter Vorsud wäre, so denke ich, nur unwesentlich schneller. ODER
  • Mache ich einen 10 Liter "Starter"-Vorsud nach dieser Methode? Was natürlich schneller gehen würde. :thumbsup
  • Wenn ich mit Malzextrakt arbeite, spare ich mir das Maischen und das Läutern. Also einfach aufkochen, abkühlen und anstellen?
Sorry, dass ich so dumm fragen muss, aber wenn ich das erste Mal in den neuen Töpfen braue kommen da sicher noch einige Unbekannte am Brautag hinzu. Und wenn ich dann nach 8 Stunden da stehe und es am Ende vielleicht daran scheiter weil ich das mit dem Hefe-Starter-Vorsud nicht kapiert habe, dann wäre ich doch ein wenig traurig. Bisher hat in der 30 Liter Klasse ohne Starter immer alles gut geklappt.... zumindest war das Bier am Ende immer top! Und dafür ein großes Dankeschön an euch alle, denn nur durch dieses Forum habe ich am Ende den Entschluss gefasst und auch wirklich gebraut - und jetzt sogar die "Anlage" aufgestockt :Drink

Also Anfang Dezember gibt es eine neue bebilderte Braudoku mit den neuen Gerätschaften! :Smile

LG Daniel

Benutzeravatar
Felix83
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 847
Registriert: Samstag 17. Dezember 2016, 17:27
Wohnort: Karlsruhe

Re: Hefestarter..

#20

Beitrag von Felix83 » Dienstag 6. November 2018, 20:29

Also, wie gesagt, ich würde das stufen.
Z.B. so:
step2.jpg
1 Päckchen Hefe, Malzextrakt, 3l im Kolben aufm Magnetrührer, dekantieren und dann nochmal 7l in nem größeren Behälter.
Das kostet Dich insgesamt vielleicht 60 min Arbeitszeit.

Klar, musst halt erst bisschen was kaufen, aber dann bist gerüstet für alle Sude.
Magnetrührer: 40 €
Kolben: 30 €
Gäreimer, Carboy etc: ab 10 €
Eventuell Topf zum DME kochen, wenn kein passender da.

Ein 10 l Vorsud allein bringt dich gerademal auf 0,6 Mio Zellen / ml P
When you don't know what you are doing, anything is possible. - Tony Magee

Benutzeravatar
Bierjunge
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 3140
Registriert: Mittwoch 28. Oktober 2009, 15:54

Re: Hefestarter..

#21

Beitrag von Bierjunge » Dienstag 6. November 2018, 22:16

DanyCode hat geschrieben:
Dienstag 6. November 2018, 20:07
Also, wenn wir hier von Vorsud sprechen, ist dann gemeint, entweder
  • ein kompletter Sud nach Rezept wie der Hauptsud werden soll,
Nein, das selbe Rezept 1:1 wäre übertrieben. Es reicht eine gut vergärbare, helle, etwas gehopfte Würze. Das ist neutral genug, dass es bei ungefähr einem Zehntel des Hauptsudes geschmacklich nicht durchschlägt. Weißbierbrauereien, die mit Speise arbeiten (ein anderes, aber ähnliches Thema), etwa Schneider, fahren dafür eigens helle, neutrale Speisesude, die sich für alle Biere eignen.
mit den entsprechenden Temperaturrasten,
Klares Jein. Freilich brauchst Du Rasten, zumindest eine im Optimum der beta-Amylase, um genug vergärbare Zucker zu erhalten. Aber nicht zwingend das volle Programm wie beim Hauptsud. Einfache Kombirast (siehe Beispiel unten) langt.
Läutern, Würzekochen, Wihrlpool, kühlen, anstellen?
Ja. Freilich musst Du läutern. Kühlen und Anstellen eh.
ODER
Mache ich einen 10 Liter "Starter"-Vorsud nach dieser Methode? Was natürlich schneller gehen würde.
Oder so. Was aufs selbe rauskommt.
Wenn ich mit Malzextrakt arbeite, spare ich mir das Maischen und das Läutern. Also einfach aufkochen, abkühlen und anstellen?
Oder so. Wobei ein wenig Hopfen nicht schadet.

Moritz

Freibier28
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 14
Registriert: Samstag 2. Februar 2019, 19:20

Re: Hefestarter..

#22

Beitrag von Freibier28 » Samstag 2. März 2019, 19:28

Abend miteinander. Habe mir einige Beiträge zum Thema Starter durchgelesen und hätte da noch eine Frage.
Ich habe gerade einen maibock in Gärung (12 Liter /16plato) und würde nach dem abfüllen gerne die Hefe ernten. Es wurde die 34/70 Trockenhefe rehydriert benutzt. Ich würde einen Teil in einem Marmeladenglas frisch für die Verwendung in ca 2 Wochen einlagern und 20ml in ein 100ml NaCl Fläschchen geben um es später mal zu starten.
Ich habe mir auch die Rechner mit der Zellanzahl angeschaut. Aber woher soll bzw kann ich es überhaupt ungefähr erahnen wieviele Zellen ich in meiner geernteten Hefe habe?
Soll ich dann einfach die nächsten 20l Untergäriges auf ein Marmeladenglas voll Hefe Schlauchen oder wie macht ihr das?

Danke schonmal

Benutzeravatar
ggansde
Moderator
Moderator
Beiträge: 5550
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Hefestarter..

#23

Beitrag von ggansde » Samstag 2. März 2019, 19:48

Moin,
1. Eine Hefe, die 16 °P hatte, ist m.E. fertig
2. Zwei Wochen Aufbewahrung von UG Hefe finde ich grenzwertig
3. Ein Päckchen 34/70 gibt's günstig zu kaufen
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Freibier28
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 14
Registriert: Samstag 2. Februar 2019, 19:20

Re: Hefestarter..

#24

Beitrag von Freibier28 » Samstag 2. März 2019, 20:13

OK. Dann lasse ich es bei dem Maibock. Dann Ernte ich halt die nächste Hefe und dann stellt sich mir die Frage mit der Zellzahl aufs Neue?
Mir geht es vor allem darum das diese trockenhefen bei mir immer ca 48 Std zum ankommen brauchen und ich es deshalb mit einer geernteten oder mit einem Starter mal versuchen möchte.

Benutzeravatar
schwarzwaldbrauer
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 155
Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 21:01

Re: Hefestarter..

#25

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Samstag 2. März 2019, 20:25

Hatte erst vor kurzem die 34/70 nach 2.Führung für 3 Wochen im Glas. Die kam dann auch nicht an.
Ergebnis: Stress, schnell OG Nothefe angestellt usw.
Dieses Risiko gehe ich nicht mehr ein.

Gruß Dieter
Brau, schau wem.

Benutzeravatar
ggansde
Moderator
Moderator
Beiträge: 5550
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Hefestarter..

#26

Beitrag von ggansde » Samstag 2. März 2019, 20:36

Mach doch aus einem frischen Päckchen einen Starter. Ist dann wie 2. Führung.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Antworten