Rezept selbst erstellen

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen zum Bierbrauen
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Pingurin
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Rezept selbst erstellen

#1

Beitrag von Pingurin »

Hey,
Ich bin hier ganz neu, ich hab mich mal an ein eigenes rezept gesetzt. Kann hier denn bitte einer drüber schauen ob das was wird? Ich wollte gerne ein obergäriges Kellerbier brauen.
Hier ist meine Vorstellung". :

Ziel der Stammwürze 12 - 13° Plato

5kg Pilsner Malz
2kg Münchner Malt
3kg' Wiener Malz
1kg Haferflocken

Hauptguss: 35L bei 62°C einmeischen

1. Rast: 55°C 18 min
2. Rast: .63°C 40 Minuten
3.Rast 72°C 20 min

Nachguss: 25L 78°C

Abmeischen bei 78°C 6min

Würze Kochen 95min

Hopfen: Hallertauer Tradition 20g 50min kochen
Tettnanger 15g 15min kochen
Hallertauer Magnum 15g in den Whirlpool geben

Hefe: obergärige Trockenhefe von Braupartner 19g

Hauptgärung bei 21°C ca.10 Tage (bis 3 Tage der selbe Wert gemessen wird.

Flaschengärung Ca. 14 Tage mit 4g Zucker pro 0,5L Flasche.

Reifung 2 bis 4 Wochen im Kühlschrank bei 6°C

Kann man das so machen? Kommt da was trinkbares raus?
Ich bin offen für ehrliche Meinungen und gute Tipps.

Danke und die besten Grüße
:Drink
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emjay2812
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Re: Rezept selbst erstellen

#2

Beitrag von emjay2812 »

Das sieht bis auf ein paar Kleinigkeiten gut aus. Haferflocken habe ich noch nicht verwendet, dienen ja für Schaumstabilität und sind nicht zwingend nötig.

Die Rast bei 55°C kannst du auch weglassen.

Magnum ist ein Bitterhopfen, den ich nicht zur Aromagabe in den Whirlpool geben würden. Magnum für die Bittere anstelle des Tettnangers 50 Minuten kochen, und den Tettnanger statt dessen für das Aroma in den Whirlpool geben.

Wie viele Liter sollen das werden? Es kommt mir etwas wenig Hopfen vor - kommt aber auch auf die angestrebte Bittere und den Bitterstoffgehalt des Hopfen an (hier fehlen die Angaben).
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Juergen_Mueller
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Re: Rezept selbst erstellen

#3

Beitrag von Juergen_Mueller »

4 Gramm Zucker pro 0,5L-Flasche zur Karbonisierung sind schon hoch für ein Kellerbier, 3 bis 3,5 Gramm ist stimmiger.
Bier wird´s immer - aber es wird auch immer nur Bier!
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Re: Rezept selbst erstellen

#4

Beitrag von Pingurin »

emjay2812 hat geschrieben: Freitag 26. Dezember 2025, 10:00

Wie viele Liter sollen das werden? Es kommt mir etwas wenig Hopfen vor - kommt aber auch auf die angestrebte Bittere und den Bitterstoffgehalt des Hopfen an (hier fehlen die Angaben).

Also ich habe gehofft am ende so auf ca. 50L rauszukommen.
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Re: Rezept selbst erstellen

#5

Beitrag von Pingurin »

emjay2812 hat geschrieben: Freitag 26. Dezember 2025, 10:00

Magnum ist ein Bitterhopfen, den ich nicht zur Aromagabe in den Whirlpool geben würden. Magnum für die Bittere anstelle des Tettnangers 50 Minuten kochen, und den Tettnanger statt dessen für das Aroma in den Whirlpool geben..

Soll ich dann den Tettnanger statt des Tradition zugeben meinste?
Also den Tradition ganz weglassen und den Magnum dann in den Whirlpool geben?
Wie würdest du dann die Menge anpaasen?
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emjay2812
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Re: Rezept selbst erstellen

#6

Beitrag von emjay2812 »

Den Magnum setzt du zu Beginn des Kochens ein für die Grundbittere. Die Aromahopfen kommen kurz vor Kochende dazu bzw. In den Whirlpool. Ob du jetzt den Tettnanger oder den Tradition in den Whirlpool gibst ist Geschmackssache.

Wie viel IBU soll rauskommen?
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guenter
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Re: Rezept selbst erstellen

#7

Beitrag von guenter »

Magnum nur am Anfang, gegen Ende Tettnanger, 5 Minuten vor Kochende sollte reichen. In den Whirlpool ist Tettnanger auch OK, eher Geschmackssache bei einem Kellerbier.

Bei 78 Grad nur abmaischen, dort macht eine Rast keinen Sinn mehr. Man kann auch gut bei 72 Grad abmaischen, reicht im Hobbybrauermaßstab aus. Ich gehe auf 76 Grad.
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guenter
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Re: Rezept selbst erstellen

#8

Beitrag von guenter »

Markus war schneller. Du musst natürlich neu rechnen, sollte aber klar sein.
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Duc1302
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Re: Rezept selbst erstellen

#9

Beitrag von Duc1302 »

Zur Hopfung und zur Karbonisierung ist ja schon alles gesagt.
Zwei Punkte sind mir allerdings aufgefallen:
1. Kellerbiere werden m. E. normalerweise untergärig vergoren.
2. Die Hefemenge ist in meinen Augen angesichts des zu erwartenden Ausschlagvolumens viel zu gering. Da würde ich 40g einer etablierten Hefe (nicht gerade Braupartner) nehmen.
Gruß
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Re: Rezept selbst erstellen

#10

Beitrag von Pingurin »

emjay2812 hat geschrieben: Freitag 26. Dezember 2025, 12:35 Den Magnum setzt du zu Beginn des Kochens ein für die Grundbittere. Die Aromahopfen kommen kurz vor Kochende dazu bzw. In den Whirlpool. Ob du jetzt den Tettnanger oder den Tradition in den Whirlpool gibst ist Geschmackssache.

Wie viel IBU soll rauskommen?
Da mir hier einfach Erfahrungswerte fehlen, tu ich mir etwas schwer das in ne Zahl zu packen. Hab daher keinen richtigen Zielwert was die IBU angeht.
Ich hätte es gerne nicht all zu bitter, also nicht wie ein Pils.

Vielleicht könnt ihr mir tipps geben was die Mengenangaben angehn? Wieviel g von welchem Hopfen ?
Pingurin
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Re: Rezept selbst erstellen

#11

Beitrag von Pingurin »

Duc1302 hat geschrieben: Freitag 26. Dezember 2025, 12:54
1. Kellerbiere werden m. E. normalerweise untergärig vergoren.
2. Die Hefemenge ist in meinen Augen angesichts des zu erwartenden Ausschlagvolumens viel zu gering. Da würde ich 40g einer etablierten Hefe (nicht gerade Braupartner) nehmen.
Gruß
Alwin
1. Ich wollte gerne ein obergäriges Kellerbier brauen weil ich das von der Gärtemperatur leichter umsetzen kann.

2. Was würdest du denn empfehlen an Hefe und wieviel, dass es zu meinem Rezept hier passt?

Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Grüße
Benni
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Re: Rezept selbst erstellen

#12

Beitrag von Stuggbrew »

Hallo Benni,

Bzgl IBU: verwende doch gängige Rechner, ich finde Bräureka sehr gut. Da kannst du mal deine ganzen Werte reinhauen. Damit kannst du dir dann auch die Bittere berechnen. Für ein Kellerbier würde ich 30 IBU maximal ansetzen. Eher 24 IBU.

Setz deine Rast auf 64C. Das ist sicherer damit es auch wirklich gut funktioniert.

Zucker und Hefe Haben die anderen ja schon benannt. Nimm eine neutral vergärende OG Hefe (zB Nottigham); und davon entsprechend genug. Eher am kühleren Ende der Hefe anstellen dann hast du auch ein „cleanes“ Profil.

Nur eine Frage aus Neugier: warum braust du gleich 50l?!
Am Anfang finde ich es (vor allem bei einem neuen Rezept) immer mal ganz gut eher eine kleine Menge 10-15m zu brauen. Die muss Ja auch wer trinken…
Einstiegsklasse: 27l Einkocher, Läuterfeinblech, Eintauchkühler, klassische Gäreimer - Hauptsache es schmeckt :Drink
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Re: Rezept selbst erstellen

#13

Beitrag von Duc1302 »

Die empfohlene Nottingham Hefe wäre O.K. Davon würde 40g nehmen.
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gulp
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Re: Rezept selbst erstellen

#14

Beitrag von gulp »

Was ein Kellerbier ist, ist ja eh umstritten: viewtopic.php?t=24803#:~:text=Lager%20w ... bezeichnet.

Mit obergäriger Hefe wirds halt eher ein Ale.
Untergärig passen dann auch die Haferflocken nicht. Da würden sie dich in Franken teeren und federn, wenn du dergleichen in dein Bier gibst.

Die 55° Rast macht bei Verwendung von Haferflocken schon Sinn, weil dann FAN für die Hefe als Nahrung entsteht. 10 min reichen da aber.
Wenn du mit der Notti arbeiten willst, schau dir mal das an: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... f=no.%2011

Die obergärige Trockenhefe von Braupartner hat jetzt nicht den besten Ruf. Habe ich noch nicht verwendet. Unser wichtigster Mitarbeiter sollte aber gut ausgesucht werden.

Gruß
Peter
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Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
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Re: Rezept selbst erstellen

#15

Beitrag von Malzwurm »

Wenn’s obergärig sein soll vielleicht die white labs 029 oder die OGA9.
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guenter
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Re: Rezept selbst erstellen

#16

Beitrag von guenter »

Pingurin hat geschrieben: Freitag 26. Dezember 2025, 13:30
Duc1302 hat geschrieben: Freitag 26. Dezember 2025, 12:54
1. Kellerbiere werden m. E. normalerweise untergärig vergoren.
2. Die Hefemenge ist in meinen Augen angesichts des zu erwartenden Ausschlagvolumens viel zu gering. Da würde ich 40g einer etablierten Hefe (nicht gerade Braupartner) nehmen.
Gruß
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1. Ich wollte gerne ein obergäriges Kellerbier brauen weil ich das von der Gärtemperatur leichter umsetzen kann.

2. Was würdest du denn empfehlen an Hefe und wieviel, dass es zu meinem Rezept hier passt?

Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Grüße
Benni
Obergärig kann ich verstehen, wie warm ist es denn in deinem Gärkeller? Davon würde ich die Hefe abhängig machen. Wie schon erwähnt, die ist nicht ganz unwichtig. Die Notti macht schon gute Biere, aber nicht wenn es über 20 Grad geht: bei 16 Grad anstellen wäre gut.

Da es dein erstes eigenes Rezept ist, ging ich schon davon aus, dass du die Mengen berechnen kannst. Wenn nicht, bleibe bei einem bekannten Rezept. Oder nimm dir einen Rechner, ich nutze den kleinen Brauhelfer. Oder passe ein Rezept auf Maische Malz und mehr an. Alles andere wäre ein Blindflug. Auch bei der Hefemenge.
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Pingurin
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Re: Rezept selbst erstellen

#17

Beitrag von Pingurin »

Sooooooo, da ihr alle so hilfreich geantwortet habt und mir tolle Tipps gegeben habt, bin ich nochmal in mich gegangen und habe mein Rezept für mein eigenes Kellerbier nochmal komplett überarbeitet.
Schaut ihr bitte nochmal drüber? Vielleicht passt es jetzt so besser!?

Kellerbier (obergärig)
Stammwürze (Ziel): 12,5°Plato
Farbe: ich denke um die 24 EBC
Bittere: 24 IBU
Alkoholgehalt: ich hoffe auf ca.5,0% vol. - 5,4% vol. zu kommen

Ausschlagmenge: 30L
Hauptguss: 20L

Schüttung:
3kg Wiener Malz 42,56%
2,5kg Münchner Malz 35,46%
1kg Pilsner Malz 14,29%
0,049kg Carafa ll 0,6%
0,5Kg Haferflocken 7,09%
Gesamt: 7,049kg

Einmaischen bei 42°C
1. Rast 52°C 18min
2. Rast 63°C 40min
3. Rast 72°C 20min
Abmaischen bei 78°C
Würzekochzeit: 95min
Hallertauer Magnum 13,9% 18g 30min
Hallertauer Tradition 6,5% 18g 10min
Hallertauer Tradition 6,5% 14g 5min

Gärung 7-10 Tage bei 20°C
Karbonisierung 3,8g Zucker pro 0,5L Flasche
Flaschengärung: 14 Tage bei 20°C
Reifung 4 Wochen bei 4 - 8°C
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Re: Rezept selbst erstellen

#18

Beitrag von Juergen_Mueller »

Wie stark und wie bitter das Bier wird, hängt auch von deinem Brauprozeß ab. Dazu hast du noch nichts geschrieben.
Welche Gerätschaften verwendest du, (Einkocher, Kochtopf oder Malzrohrautomat, etc)?
Bier wird´s immer - aber es wird auch immer nur Bier!
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Re: Rezept selbst erstellen

#19

Beitrag von Pingurin »

Juergen_Mueller hat geschrieben: Samstag 27. Dezember 2025, 03:43 Wie stark und wie bitter das Bier wird, hängt auch von deinem Brauprozeß ab. Dazu hast du noch nichts geschrieben.
Welche Gerätschaften verwendest du, (Einkocher, Kochtopf oder Malzrohrautomat, etc)?

Ich Braue mit der Vevor Brauanlage.

https://www.vevor.de/bierbrauanlage-c_1 ... 0487496627
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Re: Rezept selbst erstellen

#20

Beitrag von Johnny H »

Pingurin hat geschrieben: Samstag 27. Dezember 2025, 01:58 [...]
Würzekochzeit: 95min
Hallertauer Magnum 13,9% 18g 30min
Hallertauer Tradition 6,5% 18g 10min
Hallertauer Tradition 6,5% 14g 5min
[...]
Was ist die Intention bzw. der Gedankengang dahinter, bei einer Würzekochzeit von 95 min den Magnum als Bitterhopfen für nur 30 min mitzukochen?

Bei 30 min hast Du eine deutlich schlechtere Bitterstoffausbeute, ca. 20-25%. Siehe dazu das folgende Diagramm:
IBUDiagramm.png
IBUDiagramm.png (18.47 KiB) 360 mal betrachtet
Quelle

Ein möglicher Aromabeitrag vom Magnum lohnt sich m.E. auch nicht wirklich.

Es gibt durchaus Gründe, mit der Bitterhopfung bis nach dem Würzebruch abzuwarten, aber so lange?
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)
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Re: Rezept selbst erstellen

#21

Beitrag von Pingurin »

Ich wollte nur vermeiden, dass das Bier zu Bitter wird.
Vielleicht sollte ich auf 50min gehn ?

Wobei der Hopfenrechner mir das so auf 30min ausgerechnet hatte:
Dateianhänge
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Re: Rezept selbst erstellen

#22

Beitrag von Johnny H »

Pingurin hat geschrieben: Samstag 27. Dezember 2025, 12:40 Ich wollte nur vermeiden, dass das Bier zu Bitter wird.
Vielleicht sollte ich auf 50min gehn ?
"Zu bitter" kann man vermeiden, indem man weniger Hopfen nimmt bzw. seine Bitterstoffberechnung anpasst.

So ab 60/70 min Kochzeit flacht die Bitterstoffausbeute ab (siehe Grafik in #20), sprich so lange würde ich für eine reine Bitterhopfung immer kochen.

(Nachtrag: sorry, Posts haben sich überlappt, hatte Deine eingebundene Grafik nicht gesehen und den folgenden Absatz geschrieben, ohne diese gesehen zu haben):
Mitbedenken bzgl. "zu bitter" muss man auch noch eine mögliche Nachisomerisierung, wenn die Würze schon nicht mehr kocht, aber ggf. immer noch heiß steht. Bis 80°C werden so weitere Bitterstoffe erzeugt. Für mich ist das durchaus relevant, weil ich nicht aktiv kühle, aber generell ist das bei späten Hopfengaben immer mitzubedenken, weil hier die Bitterstoffausbeute sehr viel stärker auf zeitliche Schwankungen reagiert (der steile Teil in den Kurven im linken Bereich der Grafik).
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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