Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

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aple16
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Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#1

Beitrag von aple16 »

Hi!

Ich habe bereits alle Threads zu RO Anlagen hier gelesen, die sind aber schon etwas älter und ich habe doch eine etwas spezifischeres Anliegen.

Denn mein Wasser wäre eigentlich perfekt, nur der Bicarbonatwert von 160 mg/l spielt nicht mit. Abkochen oder mit Destilliertem Wasser verdünnen kommt für mich nicht in Frage (auch diese Harzfilter nicht). Ich habe mich daher dazu entschlossen eine Umkehrosmoseanlage zu kaufen.

Könnt ihr mir bitte eine konkrete Anlage empfehlen? Preis spielt keine Rolle aber das Verhältnis sollte passen. Ich benötige pro Brautag ca. 150 l Wasser und die Kessel sollten einigermaßen schnell gefüllt werden können. Leider bin ich bei diesem Dschungel an Angeboten komplett überfordert und brauche daher eure geschätzte Expertise.

Besten Dank im Voraus!!
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secuspec
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#2

Beitrag von secuspec »

Das sind starke Vorannahmen.
Was konkret spricht für Dich gegen "diese Harzfilter" - also Mischbettvollentsalzer?
Was spricht aus Deiner Perspektive konkret für eine Umkehrosmose Anlage, die ja auch erhebliche Nachteile im Handling und der Standzeit mit sich bringen kann?
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Kurt
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#3

Beitrag von Kurt »

Ich nutze eine Osmosenlage aus der Aquaristik. Läuft gut und ist auch über Jahre anwendbar. Wenn nur Bicarbonat das Problem ist: Neutralisieren mit Säure ist keine Option?
Fricky
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#4

Beitrag von Fricky »

Was verstehst du unter einigermaßen schnell?
Wenn Du eine Osmoseanlage mit z.B.800GPD (gallons per day) nimmst, kriegst du so ca. 1.5 bis vielleicht 1.8l/min raus, abhängig vom Ausgangswasser..
Da geht's aber schon in Richtung 700 bis 800€.
Was kleineres mit 150GPD kriegst du schon um die 80 bis 100€, sowas nutze ich z.B. Wie lange damit 150 Liter dauern, kannst du dir ausrechnen. Ich bereite das deshalb 1 Tag vorher schon vor. Wenn du also die 150 liter in 30min haben willst, wirds mit Umkehrosmose richtig teuer.

Wenns schnell gehen soll, ist halt ein Mischbettentsalzer die 1. Wahl. Oder, was ich auch nutze ( wenn ichs eilig habe) zwei Harzsäulen nacheinander. Die eine ist ein Kationentauscher, die andere ein Anionentauscher. Hat den selben Effekt wie Mischbett, mit dem Vorteil, dass man die Harze selber regenerieren kann. Nachteil; zum Regenerieren hantiert man mit Salzsäure und Natronlauge. Man sollte also wissen was man da macht.

Gruß, Peter.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#5

Beitrag von aple16 »

secuspec hat geschrieben: Donnerstag 5. Dezember 2024, 13:59 Das sind starke Vorannahmen.
Was konkret spricht für Dich gegen "diese Harzfilter" - also Mischbettvollentsalzer?
Was spricht aus Deiner Perspektive konkret für eine Umkehrosmose Anlage, die ja auch erhebliche Nachteile im Handling und der Standzeit mit sich bringen kann?
Ja da hast du mich erwischt. Diese Vorannehmen beruhen einzig und allein darauf, dass Nate Lanier von Tree House ausschließlich eine Umkehrosmoseanlage empfiehlt. Tatsächlich kann ich dir keinen anderen Grund pro Umkehrosmose nennen. Gerne lasse ich mich jedoch eines besseren belehren. Ich werde mich einmal im Thread einlesen.
Kurt hat geschrieben: Donnerstag 5. Dezember 2024, 14:07 Neutralisieren mit Säure ist keine Option?
Gerade bei hellen Bieren merke ich einen deutlichen Unterschied, wenn ich den HCO3 Wert durch Verdünnung halbiere, selbst wenn der Maische PH Wert in beiden Fällen der Gleiche ist. Seit dem ich da drauf gekommen bin will ich eben eine Lösung finden. Ständig mit destilliertem Wasser zu verdünnen ist nicht nur Mühsam sondern auch teuer.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#6

Beitrag von aple16 »

Fricky hat geschrieben: Donnerstag 5. Dezember 2024, 14:53 Was verstehst du unter einigermaßen schnell?
Wenn Du eine Osmoseanlage mit z.B.800GPD (gallons per day) nimmst, kriegst du so ca. 1.5 bis vielleicht 1.8l/min raus, abhängig vom Ausgangswasser..
Da geht's aber schon in Richtung 700 bis 800€.
Was kleineres mit 150GPD kriegst du schon um die 80 bis 100€, sowas nutze ich z.B. Wie lange damit 150 Liter dauern, kannst du dir ausrechnen. Ich bereite das deshalb 1 Tag vorher schon vor. Wenn du also die 150 liter in 30min haben willst, wirds mit Umkehrosmose richtig teuer.

Wenns schnell gehen soll, ist halt ein Mischbettentsalzer die 1. Wahl. Oder, was ich auch nutze ( wenn ichs eilig habe) zwei Harzsäulen nacheinander. Die eine ist ein Kationentauscher, die andere ein Anionentauscher. Hat den selben Effekt wie Mischbett, mit dem Vorteil, dass man die Harze selber regenerieren kann. Nachteil; zum Regenerieren hantiert man mit Salzsäure und Natronlauge. Man sollte also wissen was man da macht.

Gruß, Peter.
vielen dank für eure Antworten. Ich werde mir die Mischbettentsalzer genauer anschauen. Wie schnell krieg ich denn in etwa 100 liter mit nur einer Säule in den Kessel?

LG
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Herbert52
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#7

Beitrag von Herbert52 »

aple16 hat geschrieben: Donnerstag 5. Dezember 2024, 12:40 Ich benötige pro Brautag ca. 150 l Wasser und die Kessel sollten einigermaßen schnell gefüllt werden können.
Deine Vorgabe siehe oben, ist mit einer Osmoseanlage nur dann zu machen, wenn du eine gute Anlage anschaffst oder einen großen Vorratsbehälter. Die Fa Osmo liefert Premiumgeräte, "Osmoseanlage Proline X3 600 GPD" die komplett aufgebaut sind, mit Druckpumpe, 2 Vorfilter, Aktivkohle Vorfilter, RO Filter und Aktivkohlenachfilter und eine Leistung von 1,5 l/min.
https://www.osmofresh.de/osmoseanlagen/ ... d-ropx3600

Gruß Herbert
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#8

Beitrag von Fricky »

aple16 hat geschrieben: Donnerstag 5. Dezember 2024, 15:02
vielen dank für eure Antworten. Ich werde mir die Mischbettentsalzer genauer anschauen. Wie schnell krieg ich denn in etwa 100 liter mit nur einer Säule in den Kessel?

LG
Das geht Ruckzuck.

Hier mal beispielhaft ein paar Daten:

https://lfs-cleantec.de/Vergleichstabelle-IVEG

Gruß, Peter.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#9

Beitrag von dieck »

Die hier von einigen verwendeten einfachen Mischbettentsalzer mit dem Blauen Plastikkopf liegen zwischen

65 L/min leer (https://aft-shop.de/wasserfilter-pro-?number=01025.4016 )
und 2 L/min in einem fertigen Set mit einem Durchflussbegrenzer (https://aft-shop.de/vollentsalzer-ve1)

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen ;)
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#10

Beitrag von secuspec »

dieck hat geschrieben: Donnerstag 5. Dezember 2024, 15:56 Die hier von einigen verwendeten einfachen Mischbettentsalzer mit dem Blauen Plastikkopf liegen zwischen

65 L/min leer (https://aft-shop.de/wasserfilter-pro-?number=01025.4016 )
und 2 L/min in einem fertigen Set mit einem Durchflussbegrenzer (https://aft-shop.de/vollentsalzer-ve1)

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen ;)
Im letzteren Bereich - das funktioniert dann aber auch wirklich gut. :Drink
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#11

Beitrag von secuspec »

Ich habe übrigens den MBK.IH.25 von AFT - der ist fast überdimensioniert.Zusätzlich noch das Messgerät : https://aft-shop.de/leitfaehigkeit-messen-ve-wasser
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#12

Beitrag von Pivnice »

aple16 hat geschrieben: Donnerstag 5. Dezember 2024, 12:40 .. mein Wasser wäre eigentlich perfekt, nur der Bicarbonatwert von 160 mg/l spielt nicht mit.
Zeige uns bitte deine Trinkwasseranalyse, insbesondere den "Bicarbonatwert von 160 mg/l" in der Analyse.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#13

Beitrag von Spittyman »

Also ich habe die Smartline Gold mit 125GPD und die schafft bei 4 Bar 5l in ca 12 min. Zudem hat sie eine Durchspülfunktion. Stelle sie nach Gebrauch immer in meinen Gärkühlschrank. Harz wäre mir persönlich auf Dauer zu teuer.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#14

Beitrag von Pivnice »

Hallo aple16
Dein Wasserprofil in
viewtopic.php?p=535588#p535588
gehört hier rein. Ich hatte dich auch nach den Analysewerten gefragt.

Säurekapazität (pH 4.3) mmol/l 2,7 ---> ist das Gleiche wie Hydrogenkarbonat !!!
Hydrogencarbonat mg/l 160

Die HCO3--Kon­zentration der Trinkwasseranalyse ist auch als
Säurekapazität bis pH 4.3
Hydrogen- oder Bikarbonat-Konzentration
Alkalität oder Alkalinität
Carbonathärte oder Temporäre Härte
zu finden.
Siehe https://www.maischemalzundmehr.de/index ... serrechner

Sieh dir die Gleichungen zum Dissoziationsgleichgewicht von CO2 in Wasser an --> https://www.chemie.de/lexikon/Kohlens%C3%A4ure.html

--------------------------------------
Calcium mg/l 40
Magnesium mg/l 8,8
Natrium mg/l < 1,0
Nitrat mg/l 3,7
Chlorid mg/l < 1,0
Sulfat mg/l 3,9

Fazit: Lass Dein Wasser wie es ist.
Hydrogencarbonat mg/l 160 --> Du jagst einem Phantom hinterher. Hier gibts keine Geschmacksbeeinflussungen.

Zitat aus https://www.chemie.de/lexikon/Kohlens%C3%A4ure.html
Die Konzentrationen der drei Kohlensäure-Spezies, also der freien Kohlensäure, des Hydrogencarbonat und des Carbonat sowie der Oxoniumionen stehen miteinander durch das Massenwirkungsgesetz in einem berechenbaren Zusammenhang.
Hubert
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#15

Beitrag von secuspec »

Pivnice hat geschrieben: Freitag 6. Dezember 2024, 14:46 Hallo aple16
Dein Wasserprofil in
viewtopic.php?p=535588#p535588
gehört hier rein. Ich hatte dich auch nach den Analysewerten gefragt.

Säurekapazität (pH 4.3) mmol/l 2,7 ---> ist das Gleiche wie Hydrogenkarbonat !!!
Hydrogencarbonat mg/l 160

Die HCO3--Kon­zentration der Trinkwasseranalyse ist auch als
Säurekapazität bis pH 4.3
Hydrogen- oder Bikarbonat-Konzentration
Alkalität oder Alkalinität
Carbonathärte oder Temporäre Härte
zu finden.
Siehe https://www.maischemalzundmehr.de/index ... serrechner

Sieh dir die Gleichungen zum Dissoziationsgleichgewicht von CO2 in Wasser an --> https://www.chemie.de/lexikon/Kohlens%C3%A4ure.html

--------------------------------------
Calcium mg/l 40
Magnesium mg/l 8,8
Natrium mg/l < 1,0
Nitrat mg/l 3,7
Chlorid mg/l < 1,0
Sulfat mg/l 3,9

Fazit: Lass Dein Wasser wie es ist.
Hydrogencarbonat mg/l 160 --> Du jagst einem Phantom hinterher. Hier gibts keine Geschmacksbeeinflussungen.

Zitat aus https://www.chemie.de/lexikon/Kohlens%C3%A4ure.html
Die Konzentrationen der drei Kohlensäure-Spezies, also der freien Kohlensäure, des Hydrogencarbonat und des Carbonat sowie der Oxoniumionen stehen miteinander durch das Massenwirkungsgesetz in einem berechenbaren Zusammenhang.
:goodpost:
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#16

Beitrag von Malzwein »

Mir erscheint der Aufwand mit Mischbettharzen nicht ganz unerheblich und ich möchte eine Lanze für die UO brechen.

Wir haben hartes Wasser mit 19 dGH und im Haus ist eine klassische Enthärtungsanlage installiert, die mit Salz regeneriert wird. Das Wasser schmekt so behandelt nicht und ist zum Brauen überhaupt nicht zu gebrauchen.

Die Umkehrosmoseanlage ist mit einem zweiten Hahn in der Küche montiert, Tee, Kaffee und Leitungswasser (mit ca 1/3 Leitungswasser verschnitten) schmecken so wesentlich besser. Die erste Anlage habe ich gerade nach 10 Jahren ausgetauscht, an der Pumpe war beim zuletzt angesetztem Filterwechsel das ersten Ablagerungen von Sickerwasser zu sehen. Filter und Membran wurden regelmäßig, aber deutlich seltener als angegeben gewechselt. Die Filter sahen beim ersten Wechsel wie neu aus. In den Filterbehältern war nie spürbarer Biofilm, es hat nie nach irgendetwas gerochen. Auch nicht nach Fisch ;-)

Die neue Anlage ("PUR Booster 5 Stufen 600 GPD Direct flow") kostet aktuell um die 300€ und liefert einer Minute 1,5 Liter Wasser. Zum Brauen mische ich das Wasser mit dem unbehandeltem Gartenwasser 1:1 bis 1:2, je nach Bierstil. Zum Thema Abwasser meine ich, dass Brauen ansich eine erhebliche Ressourcenverschwendung ist. Welche Ressourcen bei Herstellung der Mischbettharzen und deren Entsorgung verwendet werden, ist mir unbekannt. Die Fallen ja auch nicht vom Himmel und lösen sich anschließend in Luft auf.

Für mich gibt's zumindest bei unserem Wasser nichts besseres.
Gruß Matthias

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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#17

Beitrag von Spittyman »

Malzwein hat geschrieben: Dienstag 10. Dezember 2024, 20:44 Mir erscheint der Aufwand mit Mischbettharzen nicht ganz unerheblich und ich möchte eine Lanze für die UO brechen.

Wir haben hartes Wasser mit 19 dGH und im Haus ist eine klassische Enthärtungsanlage installiert, die mit Salz regeneriert wird. Das Wasser schmekt so behandelt nicht und ist zum Brauen überhaupt nicht zu gebrauchen.

Die Umkehrosmoseanlage ist mit einem zweiten Hahn in der Küche montiert, Tee, Kaffee und Leitungswasser (mit ca 1/3 Leitungswasser verschnitten) schmecken so wesentlich besser. Die erste Anlage habe ich gerade nach 10 Jahren ausgetauscht, an der Pumpe war beim zuletzt angesetztem Filterwechsel das ersten Ablagerungen von Sickerwasser zu sehen. Filter und Membran wurden regelmäßig, aber deutlich seltener als angegeben gewechselt. Die Filter sahen beim ersten Wechsel wie neu aus. In den Filterbehältern war nie spürbarer Biofilm, es hat nie nach irgendetwas gerochen. Auch nicht nach Fisch ;-)

Die neue Anlage ("PUR Booster 5 Stufen 600 GPD Direct flow") kostet aktuell um die 300€ und liefert einer Minute 1,5 Liter Wasser. Zum Brauen mische ich das Wasser mit dem unbehandeltem Gartenwasser 1:1 bis 1:2, je nach Bierstil. Zum Thema Abwasser meine ich, dass Brauen ansich eine erhebliche Ressourcenverschwendung ist. Welche Ressourcen bei Herstellung der Mischbettharzen und deren Entsorgung verwendet werden, ist mir unbekannt. Die Fallen ja auch nicht vom Himmel und lösen sich anschließend in Luft auf.

Für mich gibt's zumindest bei unserem Wasser nichts besseres.
Dem kann ich nur zustimmen! Es muss auch nicht so eine teure Anlage sein, wenn man einmal ausgerechnet hat, wie viel Liter das Ding in einer Stunde ausspuckt, kann man sich ja den Wecker stellen, dann passt das.

Ich möchte zumal zu bedenken geben, dass die Osmose und der vorgeschaltete Aktivkohlefilter auch eventuelle Chlorverunreinigungen beseitigt!
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#18

Beitrag von Pivnice »

Malzwein hat geschrieben: Dienstag 10. Dezember 2024, 20:44 Mir erscheint der Aufwand mit Mischbettharzen nicht ganz unerheblich und ich möchte eine Lanze für die UO brechen.
Ich finde Olis Argumente FÜR den Mischbettvollentsalzer sehr überzeugend.
Mischbettvollentsalzer im Eigenbau
viewtopic.php?t=17921
Die Erstinvestitionen sind gering, die laufenden Kosten gestalten sich überschaubar, die Kontrollmöglichkeiten sind einfach(µS), der Pflegeaufwand ist minimal und die Verfügbarkeit ist hoch.
Auch Olis Bedenken bei Osmoseanlagen kann ich nachvollziehen.
Zitat: ...Osmoseanlagen. Bedenken rund um diese Anlagen bestehen hauptäschlich in der Verkeimung und der Verblockung, wenn sie mehr "ausser Betrieb" als "in Betrieb sind" - mit Recht.
im Detail:
viewtopic.php?p=281255#p281255
Zitat:
Da in DE, im Gegensatz zu den USA, das Trinkwasser nur in besonderen Fällen gechlort wird, haben die sich an der Membrane aufkonzentrierten Keime zu Stillstandszeiten leichtes Spiel - es ist warm und feucht.
... man darf schon gelten lassen, dass eine Umkehrosmoseanlage mit langen Stillstandszeiten überhaupt nicht umgehen kann. Erdacht, konstruiert und gebaut ist sie für das genaue Gegenteil - zum Dauerbetrieb.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#19

Beitrag von PabloNop »

Malzwein hat geschrieben: Dienstag 10. Dezember 2024, 20:44 Die neue Anlage ("PUR Booster 5 Stufen 600 GPD Direct flow") kostet aktuell um die 300€ und liefert einer Minute 1,5 Liter Wasser.
300€ sind bei mir Mischbettharz für etwa 10 Jahre brauen.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#20

Beitrag von aple16 »

Viele, lieben dank für eure Antworten! Ihr habt mir sehr weitergeholfen. Dass ich hier wegen 160 mg/l womöglich Phantom hinterherjage kann natürlich sein. Es wurmt mich halt trotzdem seit einiger Zeit. :Grübel
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#21

Beitrag von Pivnice »

aple16 hat geschrieben: Mittwoch 11. Dezember 2024, 12:14 Dass ich hier wegen 160 mg/l womöglich Phantom hinterherjage kann natürlich sein. Es wurmt mich halt trotzdem seit einiger Zeit. :Grübel

Gelöstes Kohlendioxid in wässriger Lösung.
Siehe: Dissoziationsgleichgewicht von CO2 in Wasser.
https://www.chemiezauber.de/inhalt/basi ... aeure.html
Da brauchst du nicht weiter grübeln.
Hubert
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#22

Beitrag von Malzwein »

Für mich macht eine Osmoseanlage nur im Dauerbetrieb Sinn und das setzt quasi entsprechend zu behandelndes Wasser voraus. Das ist für Teetrinker bei unseren Bedingungen gegeben.

Zu den Kosten mal gefragt: Wieviel Harz benötige ich, um 20 Liter Wasser der Härte 20 zu enthärten? Und was kosten die aktuell?
Gruß Matthias

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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#23

Beitrag von Pivnice »

Malzwein hat geschrieben: Donnerstag 12. Dezember 2024, 10:19 Zu den Kosten mal gefragt: Wieviel Harz benötige ich, um 20 Liter Wasser der Härte 20 zu enthärten? Und was kosten die aktuell?
Ein paar "Hausnummern" vom Anbieter
https://aft-shop.de/media/pdf/47/1f/15/ ... ellung.pdf
Beispiel
Ausbeute pro Liter Mischbettharz 80 - 120 Liter
bei
Anwendung Batteriewasser 5 - 15 μS
Kosten kannste gucken mittels https://aft-shop.de/search?sSearch=mischbettharz
Hubert
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#24

Beitrag von Malzwein »

Danke
Gruß Matthias

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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#25

Beitrag von gloserbräu »

Servus zusammen,

Ich spiele mit dem Gedanken eine Osmoseanlage zu kaufen, deswegen wärme ich den Thread mal auf.

Warum Osmose: Ich würde gerne mein Wasser komplett unter Kontrolle haben und je nach Bierstil gezielt aufsalzen. Mein Leitungswasser ist extrem hart.

Das ewige Purania-Gekaufe bin ich satt. Auf Mischbettvollentsalzer habe ich ehrlich gesagt keine Lust.

Nun meine Frage an erfahrene Experten:
Laut Datenblatt des Herstellers ist das Wasser nahezu voll entsalzt (Leitfähigkeit 10). Aber: Der PH-Wert des VE Wassers liegt bei 5,4?

Wie genau spielt das jetzt eine Rolle? Normalerweise würde man ja bei Leitungswasser mit ca PH 7,0 einmaischen+Nachguss geben.

Ist bei denjenigen unter euch, welche eine Osmoseanlage nutzen, ebenfalls so und bereitet das Probleme?

(Es gibt auch Nachfilter, welche den PH wieder erhöhen, anwe dann hat man wieder (eine unbestimmte Menge) Salze drin..)

Danke für die Hilfe,

VG Jonas
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#26

Beitrag von ggansde »

Moin, unser Leitungswasser hat pH 8, mein Osmosewasser mit der Billiganlage von Osmofresh hat ca. pH 7.VG, Markus
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#27

Beitrag von Sauppi »

Mein erster Gedanke dazu: Dadurch, dass das Wasser vollentsalzt ist, hat es faktisch auch null Ionenpufferung. Wenn du destilliertes Wasser an die Luft stellst und ein pH-Meter reinhältst, kannst du quasi zusehen, wie das Wasser immer saurer wird. Grund ist das CO2 aus der Luft, das sich im Wasser löst und damit zu Kohlensäure wird. Wenn das Wasser erwärmt und das Malz eingemaischt wird, erübrigt das natürlich sofort wieder.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#28

Beitrag von Spittyman »

ggansde hat geschrieben: Sonntag 1. Februar 2026, 20:51 Moin, unser Leitungswasser hat pH 8, mein Osmosewasser mit der Billiganlage von Osmofresh hat ca. pH 7.VG, Markus
Ich kann die Geräte von Osmofresh auch nur empfehlen. Wenn man mit etwas zeitlichem Abstand zum Brauen zuvor die Anlage anschmeißt, passt das. Einfach mal messen, wie viele Minuten das Ding für nen Liter Wasser brauch. Habe es jetzt nicht mehr ganz in Kopf, aber bei mir sind das so um die 5 Minuten. Zum Lagern kommt die bei mir immer in den Kühlschrank und wird vor Verwendung ordentlich durchgespült.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#29

Beitrag von gloserbräu »

Sauppi hat geschrieben: Montag 2. Februar 2026, 05:53 Mein erster Gedanke dazu: Dadurch, dass das Wasser vollentsalzt ist, hat es faktisch auch null Ionenpufferung. Wenn du destilliertes Wasser an die Luft stellst und ein pH-Meter reinhältst, kannst du quasi zusehen, wie das Wasser immer saurer wird. Grund ist das CO2 aus der Luft, das sich im Wasser löst und damit zu Kohlensäure wird. Wenn das Wasser erwärmt und das Malz eingemaischt wird, erübrigt das natürlich sofort wieder.
Hallo zusammen, danke für die Antworten!

Also welche Anlage es werden soll, ist eigentlich schon relativ klar. GPD-Zahl, Hersteller, usw. Wir nutzen es dann auch für Kaffeemaschine und Co. :)

Mich macht nur der PH-Wert stutzig. Will ja nicht 400€ für so ein Teil ausgeben und am Ende kann ich es zum Brauen nicht gebrauchen.

Also verstehe ich es richtig: Der PH-Wert des VE-Wassers ist egal, weil sobald man gezielt aufsalzt (z.B für ein PaleAle) und/oder die Malze zugibt, sich das dann wieder auf den normalen Wert einpendelt?

Heißt: Der PH-WERT des VE-Wassers ist in der Praxis schnuppe? :Grübel

VG
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#30

Beitrag von olibaer »

Hallo gloserbräu,
gloserbräu hat geschrieben: Montag 2. Februar 2026, 07:19 Mich macht nur der PH-Wert stutzig. ...
Die Antwort von Sauppi #27 erklärt Ursache und Wirkung.

Durch die nahezu vollständige Entsalzung bleibt im Permeat (hier Brauwasser) nur noch CO2 übrig, das aufgrund der Beschaffenheit der Membran nicht entfernt werden kann. Ein Teil des CO2 geht in Lösung (karbonisiert), ein Teil dissoziiert und löst durch die Freisetzung von H+-Ionen eine saure Reaktion aus bzw. regiert mit Wasser zu Kohlensäure, die durch das ursprünglich im Rohwasser vorhandene Kohlensäure-Bicarbonat-Puffersystem nicht mehr abgefangen/gepuffert werden kann.

Die Folge: der pH-Wert sinkt.

Im Gegensatz zu deiner Befürchtung müsste man für den Betrieb einer Osmoseanlage eher in Aufregung geraten, wenn der pH-Wert des Permeats (Brauwasser) nicht niedriger ist als der des Rohwassers. ;-)

Fürs Maischen&Brauen sind keine Auswirkungen zu erwarten. Schon alleine beim anwärmen auf Einmaischtemperatur und/oder durch einen kleinen Schluck Rohwasser, hat sich der Fall "pH-Wert-Brauwasser" erledigt. Spätetens aber dann, wenn das erste Schrot ins Wasser rieselt.


Alles gut :-)

Gruß
Oli
Gruss
Oli
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gloserbräu
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#31

Beitrag von gloserbräu »

olibaer hat geschrieben: Montag 2. Februar 2026, 19:51 Hallo gloserbräu,
gloserbräu hat geschrieben: Montag 2. Februar 2026, 07:19 Mich macht nur der PH-Wert stutzig. ...
Die Antwort von Sauppi #27 erklärt Ursache und Wirkung.

Durch die nahezu vollständige Entsalzung bleibt im Permeat (hier Brauwasser) nur noch CO2 übrig, das aufgrund der Beschaffenheit der Membran nicht entfernt werden kann. Ein Teil des CO2 geht in Lösung (karbonisiert), ein Teil dissoziiert und löst durch die Freisetzung von H+-Ionen eine saure Reaktion aus bzw. regiert mit Wasser zu Kohlensäure, die durch das ursprünglich im Rohwasser vorhandene Kohlensäure-Bicarbonat-Puffersystem nicht mehr abgefangen/gepuffert werden kann.

Die Folge: der pH-Wert sinkt.

Im Gegensatz zu deiner Befürchtung müsste man für den Betrieb einer Osmoseanlage eher in Aufregung geraten, wenn der pH-Wert des Permeats (Brauwasser) nicht niedriger ist als der des Rohwassers. ;-)

Fürs Maischen&Brauen sind keine Auswirkungen zu erwarten. Schon alleine beim anwärmen auf Einmaischtemperatur und/oder durch einen kleinen Schluck Rohwasser, hat sich der Fall "pH-Wert-Brauwasser" erledigt. Spätetens aber dann, wenn das erste Schrot ins Wasser rieselt.


Alles gut :-)

Gruß
Oli
Hallo Oli,

Ein Traum! Danke für die tolle Antwort und erleuchtende Rückmeldung! Dann heißt es bald "Wasser marsch" :Drink

LG
Cubase
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#32

Beitrag von Cubase »

Hallo, ich habe ebenfalls seit ungefähr 15 Jahren eine Osmose Anlage. Es ist eine fest installierte Anlage mit einem kleinen Wasserreservoir und einem Wasserhahn zur Entnahme direkt in der Küche. Sie wird neben dem Bier brauen, für Tee, Kaffee, Blumen gießen und das Bügeleisen benutzt. Dadurch wird täglich Wasser entnommen und eine mögliche Verkeimung durch Stillstand des Wassers vermieden.
Sie hat zwei Vorfilter, einen Aktivkohlefilter und eine Osmose Membran die Wasser im Verhältnis eins zu eins aufbereitet. Dadurch entsteht relativ wenig Abwasser im Verhältnis zu sehr einfachen Anlagen.
Ich habe den Kauf nie bereut und das Bügeleisen und auch die Kaffeemaschine halten dadurch bisher deutlich länger wegen fehlender Kalkablagerungen. Beim Brauen kann ich mir problemlos das Wasser an den jeweiligen Bierstil anpassen. Den pH-Wert senkt man nach Bedarf dann noch mit Milchsäure.
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Re: Welche Osmoseanlage für Enthärtung?

#33

Beitrag von ggansde »

Ich habe aus Sicherheitsgründen noch eine UVB-C-Lampe nachgeschaltet. Kostet nicht die Welt.
VG, Markus
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