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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Dienstag 25. November 2025, 10:30
von branch
Guten Morgen zusammen
Da ich im Moment praktisch nix heben darf, möchte ich am Vorabend (ca. 21 Uhr) ins kalte Wasser (15°C) einmaischen (lassen) und erst am frühen Morgen (3 Uhr) automatisch auf 68°C hochheizen lassen. (Normalerweise maische ich um diese Zeit selbst ein ... für die Mitmenschen scheint das aber kein guter Zeitpunkt zu sein :Wink ).

Die 6 Stunden bei 15°C sehe ich weniger als Problem. Wie sieht's mit dem "langsamen" Aufheizen von 15°C auf 68°C in etwa 65 Minuten aus? Seht ihr hier eine mögliche negative Auswirkung?

Ach ja, das Bier ist ein untergäriges Amber (23 EBC), moderat gehopft (28 IBU), 12°P.

Danke und Gruss
Bruno

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Dienstag 25. November 2025, 11:20
von rakader
branch hat geschrieben: Dienstag 25. November 2025, 10:30 Guten Morgen zusammen
Da ich im Moment praktisch nix heben darf, möchte ich am Vorabend (ca. 21 Uhr) ins kalte Wasser (15°C) einmaischen (lassen) und erst am frühen Morgen (3 Uhr) automatisch auf 68°C hochheizen lassen. (Normalerweise maische ich um diese Zeit selbst ein ... für die Mitmenschen scheint das aber kein guter Zeitpunkt zu sein :Wink ).

Die 6 Stunden bei 15°C sehe ich weniger als Problem. Wie sieht's mit dem "langsamen" Aufheizen von 15°C auf 68°C in etwa 65 Minuten aus? Seht ihr hier eine mögliche negative Auswirkung?
Moin Bruno, ich sehe es eigentlich genau umgekehrt, ohne dass ich es näher begründen kann. So viel ich weiß, besteht bei kaltem Einmaischen die Gefahr von mehligem Geschmack und geringerer Ausbeute.
Das Hochheizen von 15 °C auf 68 °C nimmt halt alle Vor- und Nachteile der verschiendenen Rasten (FAN-Konzentration, Schaum etc.) mit; das kann je nach Bierstil vor- oder nachteilig sein, hängt auch von der Schüttung ab.
Also ich würde so nicht vorgehen. Bastel Dir eher eine Rutsche, Kippe, mit der Du ohne Schmerzen einmaischen kannst.

Gute Besserung übrigens.

Cheers
Radulph

Edit: Wenn Du es genauer wissen willst - in seiner Habil an der TU München untersucht Martin Krottenthaler genau diese isothermen Verfahren. Er sieht in ihnen ein Problem einer cytolytischen Überlösung und dem Zuckerartverhältnis und entwickelt getrennte Maischverfahren, um das auszugleichen. Kurz: nix für den Hobbymaßstab. Vgl. 217ff nach Querlesen.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Dienstag 25. November 2025, 13:21
von maecki-maecki
branch hat geschrieben: Dienstag 25. November 2025, 10:30 Guten Morgen zusammen
Da ich im Moment praktisch nix heben darf, möchte ich am Vorabend (ca. 21 Uhr) ins kalte Wasser (15°C) einmaischen (lassen) und erst am frühen Morgen (3 Uhr) automatisch auf 68°C hochheizen lassen. (Normalerweise maische ich um diese Zeit selbst ein ... für die Mitmenschen scheint das aber kein guter Zeitpunkt zu sein :Wink ).

Die 6 Stunden bei 15°C sehe ich weniger als Problem. Wie sieht's mit dem "langsamen" Aufheizen von 15°C auf 68°C in etwa 65 Minuten aus? Seht ihr hier eine mögliche negative Auswirkung?

Ach ja, das Bier ist ein untergäriges Amber (23 EBC), moderat gehopft (28 IBU), 12°P.

Danke und Gruss
Bruno
Warum dann nicht gleich eine Über-Nacht-Maische?

Mäcki

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Dienstag 25. November 2025, 16:28
von branch
Radulph, Mäcki: Danke für eure Antworten.
Ich werd's vermutlich so planen, dass Einmaischen um 18 Uhr ist, dann Hopfenkochen um 20 Uhr, kühlen kurz nach 21 Uhr und Anstellen zwischen 22 und 23 Uhr. Geht vermutlich auch so ... ganz ohne Risiko. Der Abwasch ist dann halt am anderen Morgen.

Gruss, Bruno

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 27. November 2025, 17:34
von Zoigl Jehovas
Hallo,

ich will zum ersten Mal mit Gutmann Hefe brauen. Wie vergärt die, eher hoch oder mittel? Vorausgesetzt, die Maischearbeit zielt auf maximale vergärbare Zucker ab.
Danke und Grüße
Martin

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 27. November 2025, 17:41
von rakader
mittel: 78-79 % bei Zucker max. Viele berichten auch von nur 69 %.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 27. November 2025, 20:55
von Zoigl Jehovas
Danke. 10% Unterschied sind ja dann doch ordentlich. Ich proBIERs einfach mal.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 27. November 2025, 21:10
von rakader
Zoigl Jehovas hat geschrieben: Donnerstag 27. November 2025, 20:55 Danke. 10% Unterschied sind ja dann doch ordentlich. Ich proBIERs einfach mal.
Du hattest geschrieben, Du zielst auf maximale vergärbare Zucker ab. Das legt ein stärkeres Weizenbier nahe, andere Infos hattest Du nicht genannt. Deshalb habe ich auf Grundlage Deiner Information bei mir in der DB nach solchen Bieren gesucht; meist waren es Weizenböcke. Das normale Weizen zielt nicht auf hoher Ausbeute ab, deswegen nenne ich zum Vergleich den niedrigeren Wert.
Der Gärfaktor ist nie statisch - es kommt ja immer auf den Brauprozess an. Und den hast Du genannt :P

:Drink
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 27. November 2025, 22:40
von Zoigl Jehovas
Kein Grund zur Panik, alles easy.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 30. November 2025, 10:59
von Monty
Moin.

Ich hadere gerade mit der Frage, wieviel Hefe ich für ein UG brauche.

20 Liter
12,7°P
Wyeast 2206

Auf der Packung steht, dass ich für ein Lager mit 1.060-1.065 SG (aka 14,7-15,8 °P) zwei Päckchen benötige, oder eben die 100 Mrd Zellen per Starter verdoppeln muss. 200 Mrd ist nach deren Tabelle schon großzügig, da ich den zugrundeliegenden Plato-Wert ja gar nicht erreiche.

Nach der Berechnung bei Brewersfriend bin ich allerdings immer noch drastich underpitched mit meinen 200 Mrd. Zellen aus dem Starter. Dort kommt ein Wert von 381 Mrd. Zellen raus.

Was darf ich denn nun als näherungsweise korrekte Pitching-Rate annehmen?
Yeast.jpg
Verwirrte Grüße
Stephan

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 30. November 2025, 11:35
von Sliveroverlord
Monty hat geschrieben: Sonntag 30. November 2025, 10:59 Nach der Berechnung bei Brewersfriend bin ich allerdings immer noch drastich underpitched mit meinen 200 Mrd. Zellen aus dem Starter. Dort kommt ein Wert von 381 Mrd. Zellen raus.

Was darf ich denn nun als näherungsweise korrekte Pitching-Rate annehmen?

Yeast.jpg

Verwirrte Grüße
Stephan
Also laut meinen Berechnungen (Formel aus "how to brew") komme ich aufs gleiche Ergebnis (1,5 x 20000 (Volumen in ml) x 12,7 (STW in °P) x 1000000) von 381Mia.
Im Zweifel: lieber Overpitch als Underpitch

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 30. November 2025, 11:37
von rakader
Monty hat geschrieben: Sonntag 30. November 2025, 10:59 Moin.

Ich hadere gerade mit der Frage, wieviel Hefe ich für ein UG brauche.
Steht das wirklich auf der Packung mit 1.060-1.065 SG? Die höhere Zellzahl hängt einfach mit der niedrigeren Gärtemperatur eines untergärigen zusammen. Dann wird noch nach Starkbier unterschieden. Meist nimmt man 2 Pack, stellt man sehr kalt an 3. Bei einem stärkeren Bier rechnet man dann mit 4 Pack. Da es hier aber kein Starkbier ist, sollten 2 Pack genügen, die Du bei 10 °C anstellst und auf 12 °C hochführst. Mir selbst ist so etwas immer zu wenig, aber so machen es hier viele. Nehmen also ein gewisses Underpitching in Kauf. Ich selber propagiere.

Das ist sicherer. Dafür sind diese Rechner da. Insofern stimmt es, was da steht: Du benötigst 4 Pack, wenn Du wie üblich bei 8-10 °C anstellst. Da dies teuer ist, propagiert man meist mit 1 Pack und macht einen Starter. In Deinem Fall ist das SG 1.051 und 379 Mrd. Zellen. Die stellst Du bspw. bei 10 °P mit 2 l Starter an. Das ergibt 393 Mrd. Zellen, wenn die Hefe sehr frisch ist.

Den Starter kannst Du dann dekantieren, je nach Vorliebe. Fäden dazu gibt es reichlich hier im Forum.
Du kannst auch in mehreren Schritten propagieren, dann kann man die Startergröße reduzieren. Auch dazu gibt es gute Fäden hier im Forum.
hnet
Cheers
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 30. November 2025, 11:57
von Monty
Danke für Eure Antworten.
rakader hat geschrieben: Sonntag 30. November 2025, 11:37 Woher nimmst Du die Info, dass ein Lager 1.060-1.065 SG hat?
Gar nicht. Das ist eben die kleinste Angabe/Berechnung auf der Wyeast-Packung. Ich schrieb ja, dass ich da mit meinen angestrebten 12,7°P da nicht drankomme.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 30. November 2025, 12:00
von Monty
Gerade Dein Edit gesehen:
rakader hat geschrieben: Sonntag 30. November 2025, 11:37 Steht das wirklich auf der Packung mit 1.060-1.065 SG?
#
Pitchrate.jpg
Pitchrate.jpg (55.18 KiB) 3040 mal betrachtet

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 30. November 2025, 12:03
von rakader
Monty hat geschrieben: Sonntag 30. November 2025, 11:57 Danke für Eure Antworten.
rakader hat geschrieben: Sonntag 30. November 2025, 11:37 Woher nimmst Du die Info, dass ein Lager 1.060-1.065 SG hat?
Gar nicht. Das ist eben die kleinste Angabe/Berechnung auf der Wyeast-Packung. Ich schrieb ja, dass ich da mit meinen angestrebten 12,7°P da nicht drankomme.
Good to know. Das ist neu und sehr hilfreich. Heißt einfach: Nimm 2. Gilt auch für Biere unter SG 1.060.
Ansonsten lies Dir nochmal mein Geschreibsel durch.

Cheers
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 30. November 2025, 14:02
von Zoigl Jehovas
Wenn ich nicht gerade frische Brauereihefe zur Verfügung habe, bin ich dazu übergegangen, einen Vorsud zu machen, um die Hefe zu vermehren. Da ich mich in letzter Zeit sowieso mit alkoholreduzierten Bieren beschäftige, wird es dann meistens ein Sud mit um die 7°-8° Plato, was ja ideal für die Hefevermehrung ist. Die Erntehefe verwende ich dann für den Folgesud mit höherer Stammwürze, die ist dann fit und legt gleich los.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2025, 08:48
von Ras Tafaric
Wo treibt ihr frische Brauereihefe auf?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2025, 09:00
von pfaelzerbube
Ras Tafaric hat geschrieben: Mittwoch 3. Dezember 2025, 08:48 Wo treibt ihr frische Brauereihefe auf?
Entweder selber ernten, kaufen (z.B. Braupartner) oder aus einer Brauerei

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2025, 09:33
von Ras Tafaric
Ich wohn wohl zu weit im Osten um eine Brauerei zu haben die Hefe abgibt.

Selber ernten ist klar... mach ich mittlerweile auch regelmäßig.
Gekaufte ist schwierig, weil mein Briefbote die Dinger auch gern mal ohne zu klingeln einfach irgendwo abstellt. Bei Frost ist dann Essig mit den armen Kleinen. Hab mir englische Hefe bestellt. Ich zitter, ob die lebendig hier ankommt.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2025, 10:04
von Hobrau
Ras Tafaric hat geschrieben: Mittwoch 3. Dezember 2025, 09:33 Ich wohn wohl zu weit im Osten um eine Brauerei zu haben die Hefe abgibt.

Selber ernten ist klar... mach ich mittlerweile auch regelmäßig.
Gekaufte ist schwierig, weil mein Briefbote die Dinger auch gern mal ohne zu klingeln einfach irgendwo abstellt. Bei Frost ist dann Essig mit den armen Kleinen. Hab mir englische Hefe bestellt. Ich zitter, ob die lebendig hier ankommt.
Hallo Ras,

wenn man als Hobbybrauer nett nach Hefe anfragt, und mal mit einem abgekochten Einmachglas vorbei schauen könnte, dann klappt es meist.

Laut Deinem Profil bist Du in Potsdam unterwegs.

Hast Du es schon bei der Meierei oder der Braumanufaktur versucht?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2025, 11:24
von rakader
Ras Tafaric hat geschrieben: Mittwoch 3. Dezember 2025, 09:33 Ich wohn wohl zu weit im Osten um eine Brauerei zu haben die Hefe abgibt.

Selber ernten ist klar... mach ich mittlerweile auch regelmäßig.
Gekaufte ist schwierig, weil mein Briefbote die Dinger auch gern mal ohne zu klingeln einfach irgendwo abstellt. Bei Frost ist dann Essig mit den armen Kleinen. Hab mir englische Hefe bestellt. Ich zitter, ob die lebendig hier ankommt.
Moin Ras, Frost ist überhaupt kein Problem, nur Wärme, also Sommer. Also keine übertriebene Vorsicht. Da wird auch nichts Essig. Zu Deiner Frage nach Hefe von Brauereien: Die geben eigentlich immer Hefe problemlos ab. Man muss sich halt bis zum Braumeister durchschlängeln. Half mir auch schon bei kaputten Gasschläuchen im Bierkeller. Oft ist noch eine Verkostung dabei.

Hast Du schon einmal an die Gasthausbrauereien in Deiner Umgebung von Potsdam gedacht? Da gibt es doch das Forsthaus Templin, dass diesen Erntebock braut. An seinem Bier orientierte ich meinen Vanator (über den wir uns schon mal unterhielten), allerdings deutlich weniger süß. Würde dort trotz Winterpause auf Verdacht anrufen. Ich habe hier eine Karte für Dich mit Kleinbrauereien in Deiner Umgebung gefunden, da ist sicher eine für Dich dabei, die abgibt. Und so wenig ist das jetzt auch nicht.

Wie sieht es mit Laborausstattung bei Dir aus? Wenn Du einen Magnetrührer, Reagenzgläser, Spritzen und Ecoflacs hast, steht einer eigenen kleinen Hefebank eigentlich nichts im Wege und Du kannst Hefe von Kollegen einlagern, bzw. hochziehen. Wäre doch was für Weihnachen :Wink

Cheers
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2025, 13:04
von Ras Tafaric
Moin Radulph, neee, leider keine eigene Hefebank. Der WAF ist da Hemmnis. Aber keine Sorge, ich arbeite dran. *grins*
Der Chef aus der Braumanufaktur ist leider ein sehr verschlossener. Ich hab mich mit ihm mal bei nem Bier an der Theke unterhalten. Aber er rückt nur ganz vage Infos raus, wie er was macht. Ich werd ihn mal anhauen, wenn ich das nächste Mal da bin.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 3. Dezember 2025, 13:07
von shudayo
Ras Tafaric hat geschrieben: Mittwoch 3. Dezember 2025, 13:04 Moin Radulph, neee, leider keine eigene Hefebank. Der WAF ist da Hemmnis. Aber keine Sorge, ich arbeite dran. *grins*
Der Chef aus der Braumanufaktur ist leider ein sehr verschlossener. Ich hab mich mit ihm mal bei nem Bier an der Theke unterhalten. Aber er rückt nur ganz vage Infos raus, wie er was macht. Ich werd ihn mal anhauen, wenn ich das nächste Mal da bin.
Moin Ras,
sonst kannst du auch bei Lucas (Kessel & Kelle) anfragen, ich denke mal dass er dir auch was geben würde.
Die Meierei hat seit längerem einen jungen und sehr guten Braumeister, versuche ihn das nächste mal zu erwischen. :Wink

Edith sagt: er ist auch hier im Forum unter dem Handle "Sacc.gasse"

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 4. Dezember 2025, 17:57
von gloserbräu
Kann mir hier gerade nochmal jemand erklären wie man Bilder in Threads einbinden kann? Habe das früher immer hinbekommen, jetzt stell ich mich aber offenbar zu blöd an.

Danke! LG Jonas

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 4. Dezember 2025, 18:00
von rakader
Vollständiger Editor & Vorschau. Dateinanhänge. Bild hochladen. Einfügemarke in Text setzen. Bild platzieren. Senden

Grüße
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26
von ak59
Hallo zusammen,

für ein Hefeweizen wollte ich den PH-Wert meines mit Mischbettwassers verschnittenen Hauswassers weiter senken und dafür je 30ml 10-prozentige Milch- und Phosphorsäure verwenden. Nun habe ich ich irgendwo im Hinterkopf hier gelesen zu haben, dass man 5ppm Phosphorsäure nicht überschreiten soll - ich finde die Info leider nicht mehr, ist also vielleicht falsch.

Ich finde dazu hier immer wieder mal erwähnt einen Teil mit Milchsäure einzustelln und den Rest mit Phosphorsäure.

Rechne ich dann richtig mit 30ml@10% ~3g, auf 15L Sud macht das dann 3g/15L = 200mg/L?

In CocaCola wäre da dann sogar mit 170mg/L sogar weniger drin, oder?

Würde ich das Verhältnis von MS zu PS auf 50/10 ändern, käme ich rechnerisch auf einen ähnlichen PH-Wert und nur noch 1/3 der PS.

Dann habe ich noch über den Einfluss der Phosphorsäure auf Calcium gelesen. In Schlupf's Wasserrechner ist das bisher nicht abgedeckt. Könnte das Sinn machen? Dann würde ich versuchen dazu etwas vorzuschlagen.

Viele Grüße,

Andreas

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Freitag 5. Dezember 2025, 20:10
von rakader
Hallo Andreas,
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26 Hallo zusammen,

für ein Hefeweizen wollte ich den PH-Wert meines mit Mischbettwassers verschnittenen Hauswassers weiter senken und dafür je 30ml 10-prozentige Milch- und Phosphorsäure verwenden. Nun habe ich ich irgendwo im Hinterkopf hier gelesen zu haben, dass man 5ppm Phosphorsäure nicht überschreiten soll - ich finde die Info leider nicht mehr, ist also vielleicht falsch.
…nicht nur vielleicht, sie ist falsch. Was soll 5ppm aussagen - in wieviel Liter? Richtig ist: 400 ppm MIlchsäure sollten nicht überschritten werden. Da Malz selber - oder besser: dessen Enzyme - Milchsäure beim Maischen produziert und zwar bis zu 300 ppm, geht man immer von 100 ppm je Liter aus. Je dunkler, desto mehr Milchsäure, da die aber niemand von uns mangels Labor messen kann, nimmt man praktisch 100 ppm Schwellwert an. Im Braumagazin gibt es dazu einen Standardartikel von Andreas Staudt, den jeder Hobbybrauer mit Ambitionen kennen sollte: https://braumagazin.de/article/von-der- ... rauwasser/
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26 Ich finde dazu hier immer wieder mal erwähnt einen Teil mit Milchsäure einzustelln und den Rest mit Phosphorsäure.
Vollkommen richtig. Kommt Asche auf mein Haupt von mir. Du brauchst dafür einen Wasserrechner wie Brew'n Water.
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26 Rechne ich dann richtig mit 30ml@10% ~3g, auf 15L Sud macht das dann 3g/15L = 200mg/L?
Nimm doch einen Rechner. Ich habe mir noch nie die Mühe gemacht, dass händisch zu berechnen. Nebenbei: 10 % Milchsäure ist ungewöhnlich. Standard ist 80 %, Phosphorsäure Standard ist 75 %.
[Berechnungen SNIP]
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26 Dann habe ich noch über den Einfluss der Phosphorsäure auf Calcium gelesen. In Schlupf's Wasserrechner ist das bisher nicht abgedeckt. Könnte das Sinn machen? Dann würde ich versuchen dazu etwas vorzuschlagen.

Viele Grüße,

Andreas
Das wurde schon diskutiert, eine klare Meinung hat sich nie durchgesetzt. Ich halte diesen Aspekt für vernachlässigbar. Ich kenne auch keinen Entwickler eines Wasserrechners, der sich damit auseinandergesetzt hat, vulgo: da wurde mal wieder eine Sau durchs Dorf gejagt :Wink

Cheers & :Drink
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Freitag 5. Dezember 2025, 23:10
von ak59
rakader hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 20:10 Hallo Andreas,
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26 Hallo zusammen,

für ein Hefeweizen wollte ich den PH-Wert meines mit Mischbettwassers verschnittenen Hauswassers weiter senken und dafür je 30ml 10-prozentige Milch- und Phosphorsäure verwenden. Nun habe ich ich irgendwo im Hinterkopf hier gelesen zu haben, dass man 5ppm Phosphorsäure nicht überschreiten soll - ich finde die Info leider nicht mehr, ist also vielleicht falsch.
…nicht nur vielleicht, sie ist falsch. Was soll 5ppm aussagen - in wieviel Liter? Richtig ist: 400 ppm MIlchsäure sollten nicht überschritten werden. Da Malz selber - oder besser: dessen Enzyme - Milchsäure beim Maischen produziert und zwar bis zu 300 ppm, geht man immer von 100 ppm je Liter aus. Je dunkler, desto mehr Milchsäure, da die aber niemand von uns mangels Labor messen kann, nimmt man praktisch 100 ppm Schwellwert an. Im Braumagazin gibt es dazu einen Standardartikel von Andreas Staudt, den jeder Hobbybrauer mit Ambitionen kennen sollte: https://braumagazin.de/article/von-der- ... rauwasser/
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26 Ich finde dazu hier immer wieder mal erwähnt einen Teil mit Milchsäure einzustelln und den Rest mit Phosphorsäure.
Vollkommen richtig. Kommt Asche auf mein Haupt von mir. Du brauchst dafür einen Wasserrechner wie Brew'n Water.
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26 Rechne ich dann richtig mit 30ml@10% ~3g, auf 15L Sud macht das dann 3g/15L = 200mg/L?
Nimm doch einen Rechner. Ich habe mir noch nie die Mühe gemacht, dass händisch zu berechnen. Nebenbei: 10 % Milchsäure ist ungewöhnlich. Standard ist 80 %, Phosphorsäure Standard ist 75 %.
[Berechnungen SNIP]
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 18:26 Dann habe ich noch über den Einfluss der Phosphorsäure auf Calcium gelesen. In Schlupf's Wasserrechner ist das bisher nicht abgedeckt. Könnte das Sinn machen? Dann würde ich versuchen dazu etwas vorzuschlagen.

Viele Grüße,

Andreas
Das wurde schon diskutiert, eine klare Meinung hat sich nie durchgesetzt. Ich halte diesen Aspekt für vernachlässigbar. Ich kenne auch keinen Entwickler eines Wasserrechners, der sich damit auseinandergesetzt hat, vulgo: da wurde mal wieder eine Sau durchs Dorf gejagt :Wink

Cheers & :Drink
Radulph
Hallo Radulph,

zu den ppm: das hatte ich so verstanden, es mit mg/L gleichzusetzen - das hatte ich jedenfalls gemeint. Aus Deiner Antwort konnte ich zumindest nicht schließen, das die erwähnten Mengen Empfehlungen überschreiten. Mehr als je 50ml@10%/Sud (meist 15-20L) musste ich noch nicht benutzen.

Das mit dem Calcium vernachlässige ich gerne auch ;-)

Zu den ungewöhnlichen Verdünnungen: ich verdünne die Säuren und fülle sie in 300ml Fläschchen ab weil ich einerseits annehme, daß der Umgang damit danach dann ungefährlicher wird, aber vor allem, weil ich mich mit der Dosierung dann sicherer fühle. Gibt‘s einen Grund das nicht zu tun? Ich lerne gern dazu.

Bisher nutze ich Schlupf‘s Tabelle und vergleiche sie mit den Werten im Kleinen Brauhelfer. Den Artikel werde ich wieder mal ansehen.

Vielen Dank und viele Grüße,

Andreas

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 6. Dezember 2025, 00:36
von rakader
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 23:10
Hallo Radulph,

zu den ppm: das hatte ich so verstanden, es mit mg/L gleichzusetzen - das hatte ich jedenfalls gemeint. Aus Deiner Antwort konnte ich zumindest nicht schließen, das die erwähnten Mengen Empfehlungen überschreiten. Mehr als je 50ml@10%/Sud (meist 15-20L) musste ich noch nicht benutzen.
Richtig: ppm wird mit mg/L gleichgesetzt. Ob 50 ml/10% auf 10l-Sud zu viel sind, kann ich nicht sagen - die Rechner warnen normalerweise, wenn es zu viel Milchsäure ist. Bei Brew'n Water wird Milchsäure über Haupt- und Nachguss in in der Tabelle für die Wasseranpassung analysiert. Gerade mit 10 % durchgerechnet - müsste stimmen, fast die 10-fache Menge. Wow.

Cheers
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 6. Dezember 2025, 01:41
von ak59
rakader hat geschrieben: Samstag 6. Dezember 2025, 00:36
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 23:10
Hallo Radulph,

zu den ppm: das hatte ich so verstanden, es mit mg/L gleichzusetzen - das hatte ich jedenfalls gemeint. Aus Deiner Antwort konnte ich zumindest nicht schließen, das die erwähnten Mengen Empfehlungen überschreiten. Mehr als je 50ml@10%/Sud (meist 15-20L) musste ich noch nicht benutzen.
Richtig: ppm wird mit mg/L gleichgesetzt. Ob 50 ml/10% auf 10l-Sud zu viel sind, kann ich nicht sagen - die Rechner warnen normalerweise, wenn es zu viel Milchsäure ist. Bei Brew'n Water wird Milchsäure über Haupt- und Nachguss in in der Tabelle für die Wasseranpassung analysiert. Gerade mit 10 % durchgerechnet - müsste stimmen, fast die 10-fache Menge. Wow.

Cheers
Radulph
Ups, jetzt steh ich auf der Rolle, was Du meinst, sorry. 50ml mit 10% Phosphorsäure ist zu viel? Oder wolltest Du meine Verdünnung bestätigen? In Schlupf‘s Tabelle sehe ich keine Warnung (außer den zu Hohen Werten verschiedener anderer Parameter) und im KBH auch nicht. Mit Brew‘n Water komme ich noch nicht ganz klar, da brauch ich wohl ein Beispiel für‘s Verständnis, aber das sprengt „die kurze Frage“ langsam.

Gruß,

Andreas

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 6. Dezember 2025, 03:25
von rakader
ak59 hat geschrieben: Samstag 6. Dezember 2025, 01:41
rakader hat geschrieben: Samstag 6. Dezember 2025, 00:36
ak59 hat geschrieben: Freitag 5. Dezember 2025, 23:10
Hallo Radulph,

zu den ppm: das hatte ich so verstanden, es mit mg/L gleichzusetzen - das hatte ich jedenfalls gemeint. Aus Deiner Antwort konnte ich zumindest nicht schließen, das die erwähnten Mengen Empfehlungen überschreiten. Mehr als je 50ml@10%/Sud (meist 15-20L) musste ich noch nicht benutzen.
Richtig: ppm wird mit mg/L gleichgesetzt. Ob 50 ml/10% auf 10l-Sud zu viel sind, kann ich nicht sagen - die Rechner warnen normalerweise, wenn es zu viel Milchsäure ist. Bei Brew'n Water wird Milchsäure über Haupt- und Nachguss in in der Tabelle für die Wasseranpassung analysiert. Gerade mit 10 % durchgerechnet - müsste stimmen, fast die 10-fache Menge. Wow.
Ups, jetzt steh ich auf der Rolle, was Du meinst, sorry. 50ml mit 10% Phosphorsäure ist zu viel?
Wo habe ich das geschrieben?
ak59 hat geschrieben: Samstag 6. Dezember 2025, 01:41 Oder wolltest Du meine Verdünnung bestätigen?
Ja. Locker bleiben

Nochmal, dass alles schlüssiger für Dich wird: https://braumagazin.de/article/von-der- ... rauwasser/
Ich musste seinerzeit den Artikel 3-4 x lesen, bis ich ihn verstanden habe. Lohnt sich.

Cheers
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 09:09
von Barney Gumble
Weil es für die meisten eine absolute Anfängerfrage im kegging darstellt (was ich bin hier) an dieser Stelle.
Wenn ich nach der Hauptgärung in einem keg (möchte Zwangscarbo nicht machen) öffne um zu Stopfen, entweicht doch wiederalles CO2 und ich muss bisserl Zucker zugeben, oder wie lösen das hier die keg-Stopfer? Eine hopgun hab ich.
Gibt es eine Alternative? Vorlegen in ein zweites Fass nach der vollständigen Hauptgärung ist keine Alternative weil es aktive Gärung braucht angeblich für bio-conversion oderso.
Nachteil ist natürlich durch das Versenken wieder Luft reinzubringen
.. aber irgendeinen Tod muss man sterben

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 09:28
von Sliveroverlord
Also wenn man es sauerstoffarm probieren möchte, kenne ich zwei Methoden:
Stopfhopfen vor der Gärung in Hopfensocken mit Metall und Magnet (von außen) an der inneren Fasswand befestigen über dem Flüssigkeitsspiegel, dann zum Dryhop lösen und es fällt rein.
Stopfhopfen in ein anderes Fass, CO2. Drauf und umdrücken.

Es gibt auch noch so spezielle Aufsätze, die man befüllen kann mit Hopfen, dann mit CO2 fluten und dann öffnen kann

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 10:01
von rakader
Barney Gumble hat geschrieben: Sonntag 7. Dezember 2025, 09:09 Weil es für die meisten eine absolute Anfängerfrage im kegging darstellt (was ich bin hier) an dieser Stelle.
Wenn ich nach der Hauptgärung in einem keg (möchte Zwangscarbo nicht machen) öffne um zu Stopfen, entweicht doch wiederalles CO2 und ich muss bisserl Zucker zugeben, oder wie lösen das hier die keg-Stopfer? Eine hopgun hab ich.
Gibt es eine Alternative? Vorlegen in ein zweites Fass nach der vollständigen Hauptgärung ist keine Alternative weil es aktive Gärung braucht angeblich für bio-conversion oderso.
Nachteil ist natürlich durch das Versenken wieder Luft reinzubringen
.. aber irgendeinen Tod muss man sterben
Frage vorab, weil nicht klar wird: Hast Du überhaupt Gas und Manometer zum Spunden? Ich frage, weil ich selbst nicht im Keg vergäre; aber aus meiner Sicht macht nur dann die Hauptgärung im Keg Sinn.
Was nicht klar ist: Du sprichst zuerst von "bisserl Zucker zugeben", dann von
"Vorlegen in ein zweites Fass nach der vollständigen Hauptgärung ist keine Alternative weil es aktive Gärung braucht"
- ja, was denn nun; wie willst Du nachgären? :Grübel

Mal Deine ganzen Überlegungen übersprungen, würde ich so vorgehen:
  • a) 2. Fass mit "a bisserl Zucker vorlegen" UND Fass mit 0,8 bar vorspannen.
  • b) 1. Fass Druck auf 1.1 bar regeln oder vorspannen.
  • c) unter Luftabschluss umdrücken im Gaspendelverfahren.
Dabei machst Du Dir mit c) die unterschiedlichen Drücke und Gravitationsströmung bei unterschiedlichen Höhen zunutze. Vorteil: Sehr schonendendes Umdrücken durch geringe Druckunterschiede. Ich mache das regelmäßig, wenn es von der Nachgärung in die Reifung geht - aber nicht wie von Dir gewünscht, nach der Hauptgärung. Sollte im Prinzip aber gleich sein. Weitere Vorteile: Du kannst drei und mehr Fässer in Reihe schließen, auch solche mit einer Hopgun und Du hast dann die Zwangskarbonisierung als 2. Methode immer noch in der Hinterhand, um den gewünschten Druck einzustellen, falls es keine Punktlandung gibt. Nachteil: Du brauchst für dieses Setting viel Gas und ausreichend Fässer und Schläuche oder musst die Fässer immer umständlich durchwechseln, also aus Fass 2 immer Fass 1 machen und umgekehrt.

Die möglichen Settings habe ich mir vor Urzeiten nach diesem Grundlagenartikel zum Kegging von Moritz Gretzschel im Braumagazin zusammengestellt. Wenn Du doch eine andere Löösung suchst, hilft der auf jeden Fall weiter: https://braumagazin.de/article/soda-kegs/

Cheers & :Drink
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 12:30
von Barney Gumble
rakader hat geschrieben: Sonntag 7. Dezember 2025, 10:01
Barney Gumble hat geschrieben: Sonntag 7. Dezember 2025, 09:09
Frage vorab, weil nicht klar wird: Hast Du überhaupt Gas und Manometer zum Spunden? Ich frage, weil ich selbst nicht im Keg vergäre; aber aus meiner Sicht macht nur dann die Hauptgärung im Keg Sinn.
Was nicht klar ist: Du sprichst zuerst von "bisserl Zucker zugeben", dann von
"Vorlegen in ein zweites Fass nach der vollständigen Hauptgärung ist keine Alternative weil es aktive Gärung braucht"
- ja, was denn nun; wie willst Du nachgären? :Grübel
Ja sorry, habe viel auf einmal hier etwas wirr angefragt. Ich möchte ohne Zwangscarbo gären. Normal dachte ich braucht es eine Zuckerzugabe dann ja gar nicht. Mir war nur unklar, was passiert wenn ich den Druck wiederwegnehmen muss weil Aufmachen zum Stopfhopfen entfernen, ob dann noch genug CO2 gelöst bleibt oder ich mir alles wieder entgase..

2 kegs, Reduzierventil, sämtliche Stecker und Schläuche, sowie ein einfaches Spundventil und eines zum Bierzapfen sind vorhanden

Das Gaspendelverfahren ist gut, das wollte ich anwenden

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 12:32
von Barney Gumble
Sliveroverlord hat geschrieben: Sonntag 7. Dezember 2025, 09:28 Also wenn man es sauerstoffarm probieren möchte, kenne ich zwei Methoden:
Stopfhopfen vor der Gärung in Hopfensocken mit Metall und Magnet (von außen) an der inneren Fasswand befestigen über dem Flüssigkeitsspiegel, dann zum Dryhop lösen und es fällt rein.
Stopfhopfen in ein anderes Fass, CO2. Drauf und umdrücken.

Es gibt auch noch so spezielle Aufsätze, die man befüllen kann mit Hopfen, dann mit CO2 fluten und dann öffnen kann
Ja, genau die beiden Methoden sehe ich auch beim Stopfen in kegbeineiner Hauptgärung in demselben

leider immer mit entsprechenden Nachteilen;

Also bei der ersten kommt das voll in die stürmische Gärung, was hop-creep ergeben könnte, außerdem kaum Alkohol zum Lösen der Aromen mit sich bringt und beim Rausheben (nach max. 4 Tagen muss Schluss mit Stopfen sein) wiederviel Luft reinziehen wird.

Bei der zweiten wird es so sein, dass ich ja erst endvergären muss im ersten Fass (so halb vergorenes Jungbier umdrücken wird nicht gehen, oder?) und dann bleibt wieder das Problem mit Luft bzw. Sauerstoff beim Rausziehen des Sockens/Spider etc.., außerdem ist im zweiten Fass immer blöd nochmal Trub reinzubringen, sollte man doch in Versuchung kommen lose zu Stopfen..

Einen speziellen Stopf-Aufsatz (so eine Art Schleuse) hatte ich auch schon mal iwo gesehen, aber für konische Fermenter, für kegs noch nicht.

Man müsste um ganz sicher zu gehen und das Rausziehen zu vermeiden, ja eigentlich ein zweites Mal umdrücken um den Hopfen nicht zu lange Bier zu haben ..
What an Aufwand..

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 12:47
von rakader
Barney Gumble hat geschrieben: Sonntag 7. Dezember 2025, 12:30 Mir war nur unklar, was passiert wenn ich den Druck wiederwegnehmen muss weil Aufmachen zum Stopfhopfen entfernen, ob dann noch genug CO2 gelöst bleibt oder ich mir alles wieder entgase..
Meine Erfahrung ist die, dass sich der Anfangsdruck nicht mehr aufbaut und dann eine zusätzliche Zwangskarbonisierung nötig ist.

Vergessen: Auf meinem Blog gibt es einen Artikel zum Gaspendelverfahren: https://stubbyhobbs.de/klar-werden-umdruecken/

Hop Creep vermeidest Du, indem Du sehr kalt hopfenstopfst. Ich mache das nach Empfehlung der Brauerei Riegele, Augsburg, bei 2 °C.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 18:12
von Barney Gumble
Danke für die weiteren Tipps und den link.
Und ja, jetzt wird mir wieder selbst bewusst warum ich um das Thema immer einen Riesenbogen gemacht habe..
Edit: wieder unklar ausgededrückt wegen dem CO2-Verlust

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 19:57
von Archie
Hallo,

nur ganz kurz, ich habe im Hinterkopf, dass Natriumperkarbonat nach dem Einsatz in unbedenkliche Stoffe zerfällt. Ist das richtig? Ja/Nein reicht, ich möchte keine neue Diskussion entfachen.

Viele Grüße
Archie


Erklärung: Ich habe meinen Gärbottich und die Abfüllschläuche damit desinfiziert und danach gut aus- bzw. abgespült. Natürlich möchte ich keine gefährlichen Stoffe im Bier.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 20:18
von rakader
Archie hat geschrieben: Sonntag 7. Dezember 2025, 19:57 Erklärung: Ich habe meinen Gärbottich und die Abfüllschläuche damit desinfiziert und danach gut aus- bzw. abgespült. Natürlich möchte ich keine gefährlichen Stoffe im Bier.
Vorsicht - wie befohlen: Jetzt kommt ganz viel Text. Ja. NPC ist Oxi.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 7. Dezember 2025, 20:52
von Archie
Vielen Dank für die kurze Antwort. :Greets

Kurze Frage, kurze Antwort - Volumen unter der Maische

Verfasst: Montag 8. Dezember 2025, 12:08
von Götz404
Hi,

beim brauen von 12l Sud in der 30l Anlage geht mir der Sud/Wasser für die Pumpe aus.
Frage: womit kann man das Volumen verkleiner (leer eckige verschlossene Flasche mit Sand)?

Oder habe ihr eine bessere Lösung?

Lg Götz

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Volumen unter der Maische

Verfasst: Montag 8. Dezember 2025, 13:24
von dieck
Götz404 hat geschrieben: Montag 8. Dezember 2025, 12:08 Hi,

beim brauen von 12l Sud in der 30l Anlage geht mir der Sud/Wasser für die Pumpe aus.
Frage: womit kann man das Volumen verkleiner (leer eckige verschlossene Flasche mit Sand)?

Oder habe ihr eine bessere Lösung?

Lg Götz
Was für eine Anlage hast du denn?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Volumen unter der Maische

Verfasst: Montag 8. Dezember 2025, 13:29
von Windkind
Götz404 hat geschrieben: Montag 8. Dezember 2025, 12:08 Hi,

beim brauen von 12l Sud in der 30l Anlage geht mir der Sud/Wasser für die Pumpe aus.
Das klingt für mich so, als wenn die Durchflussmenge der Pumpe zu hoch ist und es einfach nicht schnell genug "nachläuft"? Die Pumpe sitzt doch typischerweise irgendwo sehr weit unten, so dass ein künstliches Erhöhen der Füllmenge keinen Unterschied machen sollte, oder? Zumindest bei meinem G30 würde ich da das Ventil an der Pumpe weiter schließen, so dass die geförderte Menge an Flüssigkeit geringer wird und es nicht zum Trockenlaufen kommt.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 8. Dezember 2025, 14:51
von Götz404
Hi,
bei meiner DM-N30 starte ich meistens mit 6l bis 7l das Einmaischen, mit mehr geht leider, nicht sonst komme ich bei meiner (komischen) Verfahrensweise am Ende des Maischens/Läutern nicht auf 16l.
Daher die Idee den freien Raum unter dem ersten Maischeblech zu verkleinern.

Lg Götz

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 8. Dezember 2025, 20:03
von afri
Statt Flasche würde ich eher Granitsteine nehmen, die kann man sauber machen und du hast keine Probleme mit Metall am Flaschenverschluss.
Achim

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 8. Dezember 2025, 20:49
von rakader
Die andere Frage ist, ob diese Trickserei dem Gerät gut tut? Mein Gefühl sagt mir, man sollte mal genauer in die Bedienungsanleitung schauen.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Whirlpool Arm

Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2025, 12:45
von Götz404
Hi,

ich möchte den Whirlpool Arm und den Umlaufarm zur selben Zeit betreiben.
Whirlpool arm.png
Hat jemand die Brauanlage schon auf einen Doppelanschluss umgebaut?
Mit 2 Regelventilen oder reicht eines für den Whirlpoolarm?

Lg Götz

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Whirlpool Arm

Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2025, 12:50
von rakader
Götz404 hat geschrieben: Dienstag 9. Dezember 2025, 12:45 Hi,

ich möchte den Wirlpool Arm und den Umlaufarm zur selben Zeit betreiben.
Hat jemand die Brauanlage schon auf einen Doppelanschluss umgebaut?

Lg Götz
Warum?

Für Umbauten gibt es hier ein eigenes Forum, da es mit einer kurzen Frage dabei nie getan ist:
viewforum.php?f=21

Mache doch dort einen eigenen Thread auf und schildere Dein Anliegen ausführlich und nicht in medizinischen Dosen, bei denen man verhungert, so dass auch Nicht-Besitzer Deiner Anlage, die aber Erfahrung haben, Dir antworten können. Darum haben Dich hier auch schon andere Nutzer gebeten, als Du meintest als Anfänger ein Bier mit Viehfutter, also unvermälztem Getreide, brauen zu können. Die KI hat Dir da zwar Antworten gegeben, aber kaum den nötigen Hintergrund (Enzyme von Malz). So auch hier, erkläre doch einfach, warum und was Du damit bezweckst. Dann können die Mitleser es nachvollziehen.
Ansonsten gilt, was andere Nutzer Dir schon geraten haben: Fahre doch erst einmal einen normalen Sud, bevor man auf Seitenwege abbiegt.

Grüße
Radulph

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2025, 16:25
von Götz404
Danke Raduph für deine Meinung - ich kann damit leben :Drink

Ich werde also meine technische Frage ins bessere Forum verlegen und den Hintergrund erklären.

Lg Götz

P.S. viewtopic.php?t=37176 dort geht es weiter.