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Rühwerk

Verfasst: Dienstag 28. November 2017, 08:56
von flamberger
Hallo Zusammen


Ich habe mir ein Rührwerk gebaut. Edelstahl mit einem 0.25kw Getriebemotor welcher mit 30 u/min läuft.
Am Wochenende war Jungfernfahrt bzw. Testlauf. Mit dem Ergebnis bin ich total zufrieden. Das Rühwerk arbeitet gut und die Meische wir schön umgewälzt. So weit so gut. Nun ist es aber so, dass der Motor extrem gross ist und mit 400V läuft. Ich muss dazu sagen, ich hatte ihn noch auf Halde daher wurde er verwendet.
IMG_9810.JPG
Schaut schon etwas übermotorisiert aus auf einem 50l Topf. Auch auf dem 75L Topf dürfte es eher zu gross sein. Das würde mich an sich nicht stören. Aber wegen dem 400V bin ich etwas eingeschränkt. Das heisst ich kann es nur mit einem meiner Brau-Partner verwenden. Denn beim anderen hat es keine 400V in der Nähe. Nun hätte ich die Möglichkeit einen Frequenzumrichter zu bekommen der es mir ermöglicht den Motor an 230V anzuschliessen.

Alternativ habe ich aber einen anderen Getriebemotor im Auge. Der Leistet 0.09kw und würde mit 14 u/min drehen. Der Motor hat ein Poti und läuft mit 230V. Er ist etwa halb so gross wie mein jetziger und das Getriebe hat einen 90° Abgang. Was mir sehr zusagen würde. Da die Welle einen anderen Durchmesser hat, müsste ich aber das ganze Gestänge neu bauen und eine neue Kupplung müsste auch her. Das Kostet zusätzlich Geld.

Nun meine Frage an die Spezialisten. Wie viele Umdrhungen braucht es wirklich? Bisher habe ich öfters mal was von 30 u/min gelesen. Kann mir da jemand weiterhelfen.

Re: Rühwerk

Verfasst: Dienstag 28. November 2017, 09:06
von tauroplu
Hi, viel hilft nicht unbedingt viel. Wichtiger ist die Vollständigkeit der Maischedurchmischung. Wenn die Strömungsbedinungen optimal sind, wird die Maische auch schön durchgenudelt. Das kann man daran erkennen, dass eine schöne Bewegung bzw. Umwälzung zu beobachten ist und die Maische nicht nur im Kreis herumdreht. Das kann man eigentlich recht gut erkennen und da reichen dann 30 U/Min. eigentlich aus. Ob die Durchmischung gleichmäßig ist, lässt sich auch daran erkennen, dass es keine zu großen Temperatursprünge während der Rasten gibt. Gleichwohl ist ein konstante Temperaturanzeige in einer Maische natürlich immer etwas schwierig, aber die Anzeige sollte wie gesagt keine allzu großen Sprünge aufweisen.

Re: Rühwerk

Verfasst: Dienstag 28. November 2017, 09:08
von Bitter
Beschäftige dich doch einmal mit der Steinmetzschaltung. Das dürfte die einfachste Möglichkeit sein, um Deinen Motor an 230V zu betreiben.

Gruß Lothar

Re: Rühwerk

Verfasst: Dienstag 28. November 2017, 09:25
von flamberger
@tauroplu

Wie gesagt, die Durchmischung war mit den 30 u/min sehr gut. Die Rotoren sind so konstruiert das ich eine Umwälzung in der Vertikalen ereiche. Ich hatte lediglich vom Zentrum zum Rand des Topfes eine Temperaturdifferenz von ca 1-2°C. In der Vertikalen konnte ich keinen Unterschied messen. Das liegt aber auch an der Länge der Sonde.

IMG_9818.MOV
Ich hoffe man sieht das auch von unten nach oben eine Umwälzung statfindet.
(1.11 MiB) 105-mal heruntergeladen

Nein meine Frage ist ob ich auch mit 14 u/min klarkommen würde?

@Bitter

Kenne ich schon, Danke. Da mich solch ein Kondensator gleich viel kostet wie die FU fällt das weg. Zumal mir die FU noch die möglichkeit der Regulierung der Geschwindigkeit bietet.

Re: Rühwerk

Verfasst: Dienstag 28. November 2017, 14:21
von konkret
Ich würds einfach in einem Rührversuch ausprobieren.
Wird auch von der Rührwerksgeometrie und eventuellen Prallblechen abhängen.

Ansonsten wie bereits erwähnt FU anhängen und fertig.

Grüße konkret

Re: Rühwerk

Verfasst: Mittwoch 29. November 2017, 07:43
von flamberger
Bin noch unschlüssig. Einerseits reitzt mich der neue Motor, da er wie gesagt, 230V hat, kleiner ist und das Getriebe einen 90° Abgang. Ein Poti ist auch dabei so das ich ihn gemäs Verkäufer von 0-20 u-min steuern kann.

Andererseits bedeutet es eine Menge Arbeit alles neu zu bauen schweissen, schleifen etc.