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Problem Flaschengärung

Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 16:22
von konkret
Hallo,

Habe nun mal ein UG Bier gebraut und soweit scheint alles geklappt zu haben, nur bei der Nachgärung (Flaschengärung) scheint etwas schief gelaufen zu sein.

Habe für 20 Liter Bier:
84% Wiener Malz, 8% Melanoidin und 8% Kara extrahell verwendet auf 5 kg
70 g Styrian Golding als Hopfen in drei Gaben.
10 min vor Kochende 5g Irish Moss dazu
Hefe Saflager S-23

Gärung:
3 Wochen Hauptgärung im Kühlschrank bei 10 - 12 °C mit Temperatursteurung (scheint auch geklappt zu haben - schöner dicker Hefesatz)
2 Tage Cold-Crash bei 2 - 4 °C
Danach abfüllen in Flaschen mit vorlegen von Zucker in jede Flasche (mit Dosierhilfe)
3 Wochen Nachgärung bei 10 - 12 °C, danach 3 Tage bei 20 - 25 °C.
Es hat sich ein leichter Hefesatz gebildet, aber eben nur eine sehr dünne Schicht.

Verkostung:
Mußte ich leider feststellen, daß es nur sehr wenig Kohlensäure enthält, außerdem bildet sich so gut wie keine Schaum.
Bier schmeckt leider schal und sehr fett/mastig/süßlich mit leichtem bitteren Nachgeschmack

Meine Überlegung:
Zu wenig aktive Hefe in den Flaschen und dadurch keine vollständige Vergärung.

Idee:
Nochmals aktive Hefe zugeben.
- Bier in Gäreimer schütten
- Hefe unterrühren und wieder in die Flasche

Könnte das was bringen bzw. funktionieren?

Re: Problem Flaschengärung

Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 16:32
von gulp
Das liegt an den 10 % Luftmalz. :Greets
Was sagt das Flaschenmanometer?

Wärmer stellen bei Zimmertemperaturen, nach zwei Wochen mal probieren.

Gruß
Peter

Re: Problem Flaschengärung

Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 16:43
von konkret
Ok Danke.

10% Luftmalz hab ich natürlich gleich nachgetragen :-)
Manometer hab ich leider keines.

Re: Problem Flaschengärung

Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 16:58
von Mailänder
Hast du irgendwann gespindelt?

Re: Problem Flaschengärung

Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 17:54
von nettermann90
Das Fett/Mastig/Süße hast du durch den Melanoidinanteil. Mehr als 3-4% empfinde ich schon als unschön.

wieviel zucker hast du pro Flasche vorgelegt? Ich würde sie warm stellen, nochmal jede Flasche schütteln damit die Hefe in die Schwebe kommt und dann mal 1-2 Wochen warten. Coldcrash ist bei Flaschengärung so ne Sache. Find ich persönlich auch unnötig und nur Sinnvoll, wenn man in KEGs abfüllt und zwangskarbonisiert. Da brauchts keine Hefe mehr.

Gruß

Re: Problem Flaschengärung

Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 19:20
von konkret
Hab jetzt nochmal gemessen.
Bei Abfüllung waren es 7°P = 3,5°P SRE bei 12,5°P STW (vor Zuckerzugabe)
Letzte Messung heute war 7°P = 3,5°P SRE bei 12,5°P STW

Hat sich also doch ein wenig getan bei der Nachgärung.

Werds mal mit aufschütteln und 2 Wochen warmstellen probieren.

Zuckerzusatz war 3,5-4 g pro Flasche oder 7-8 g pro Liter.

Re: Problem Flaschengärung

Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 20:31
von gulp
Was genau hat sich noch getan? Deine Zahlen ergeben einen scheinbaren Vergärgrad von gerade mal 72%, da musst du bald aufpassen, dass es dir die Flaschen nicht um die Ohren haut.