Hallo Gero,
DrG in #4 hat geschrieben: Samstag 18. Januar 2020, 00:08
n= 1,4 E5 Pa * 0,01 m^3 / 8,314 J/mol K * 285 K = 0,6 mol Co2
Molmasse von CO2:
1,01 mol CO2 * 44,01 g/mol = 26 g CO2
An zwei Stellen findest du mich etwas verwundert:
1.
1,4 E5 Pa * 0,01 m^3 / 8,314 J/mol K * 285 K
rechnet sich für mich zu einer Stoffmenge n von 0,48 mol aus und nicht zu 0,6 mol
2.
Molmasse von CO2:
1,01 mol CO2 * 44,01 g/mol = 26 g CO2
Hier müsste doch ohnehin
0,6 mol CO2 * 44,01 g/mol = 26 g CO2
stehen, bzw. mit meinem Ergebnis für die Stoffmenge verrechnet
0,48 mol CO2 * 44,01 g/mol = 21,1g CO2
Anmerkung 1:
Im Umfeld CO2 mit der Gaskonstante 8,314 J/mol K zu rechnen ist etwas
unsauber. CO2 ist kein Idealgas.
So ist das Molvolumen von CO2 nicht 22,4 l/mol(Avogadros), sondern nur 22,25 l/mol bei 0°C und bei 20°C 23,88 l/mol(0 bar ü).
Für des Brauers übliche "
Flaschen-und Fassnachgärtemperatur" von 20°C(293,15 K) würde sich für ein Gasvolumen von 1 L und p = 0 bar Überdruck = 1,0 E5 Pa abs ergeben:
44 g/mol
------------- x 1 L = 1,84 g CO2
23,88 l/mol
Mit identischen Angaben, nur über die Gaskonstante berechnet(dein Rechenweg), ergeben sich im Vergleich dazu:
1,0 E5 Pa * 0,001 m^3 / 8,314 J/mol K * 293,15 K * 44 g/mol CO2 = 1,55 g CO2
Im Sinne einer
Faustformel gefällt mir der Wert 1,8 g CO2 pro Liter Gasraum und bar Überdruck ganz gut.
Für das Beispiel von oben würde das ergeben:
1,8 g/(L x bar ü) * 10 L * 1,4 bar ü =
25 g CO2 in 10 Liter Kopfraum bei einem Überdruck von 1,4 bar.(passt zu deinem Ergebnis in #4)
Aber:
Wie du schon in den Beiträgen #3 und #4 bin ich mir auch nicht sicher, ob nicht doch besser der Absolutdruck anstatt des Überdrucks in Ansatz gebracht werden sollte(1,4 <-> 2,4). Meinem Verständnis nach ist der Gasraum nach der Befüllung und unmittelbar vor der Nachgärung mit Luft gefüllt, sofern man an dieser Stelle nicht gesondert eingreift(Fluten, spülen, vorspannen). Dieser Luftraum muss sich zunächst mit CO2 anreichern, damit sich entlang der Partialdrücke wiederum CO2-im Bier binden kann - auch in einem atmosphärischen Umfeld ohne Überdruck.
Beispiel/Gedankenmodell:
Das Fass mit 10 L Kopfraum ist endvergoren und zeigt bei 20°C einen Druck von 1,4 bar an. Jetzt lasse ich diesen Druck ab, bis das Fass drucklos ist. In diesem Szenario entweichen genau diese 25 g CO2, die oben berechnet wurden. In diesem jetzt drucklosen Fass wird sich in dem 10 L Kopfraum zusätzlich eine (beinahe) reine CO2-Atmosphäre ausgebildet haben. Dieses CO2 kann nur aus dem Zucker stammen, den ich vor der Nachgärung dosiert habe. Der Theorie nach müssten das 1,8 g/(L x bar ü) * 10 L = 18 g CO2 sein, die zusätzlich zu den 25 g berücksichtigt werden sollten.
Oder wie siehst du das oder ihr das ?