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Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Sonntag 26. Januar 2020, 22:38
von Hopfenkaltschale
Hallo Braufreunde,

Wie steht ihr zum Thema Hefenahrung? Ich habe es noch nie mit Hefenahrung versucht und frage mich ob der Effekt wirklich groß ist und die Hefe dadurch schneller abgeht als ohne... :Waa

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Sonntag 26. Januar 2020, 23:12
von §11
Kann man, wie so oft, nicht verallgemeinern. Bei Würze aus reinen hellen Malzen (wenig FAN) und noch jenseits der 12P kann Hefenahrung oder Hefeextrakt schon was bringen.

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Montag 27. Januar 2020, 07:20
von DerDallmann
Ich nutze seit Längerem regelmäßig das Wyeast-Produkt, weil ich anfangs ein paar mal Probleme mit unvollständigen Gärungen hatte.
In dem Zuge habe ich mich aber auch mit dem Wasser beschäfigt etc., seit der Zeit habe ich keinerlei Probleme damit mehr. Es liegt sicherlich auch an anderen Faktoren, bei der Hefenahrung bin ich aber geblieben.

Zwischendurch habe ich mal Hefenährsalz von Vinoferm bestellt, weil das Wyeast-Zeugs gerade nicht lieferbar war. Dadurch liefen die Gärungen im Turbomodus, OG in 2-3 Tagen durch, wie bei einer Kveik. Das war aber zu viel des Guten. Ein Saison zB war mir total phenolisch geworden. Das kann ich nicht empfehlen. (Ich glaube, das Zeugs ist sowieso für Bier nur bedingt geeignet!)

Edit: typo

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Montag 27. Januar 2020, 07:27
von ggansde
Moin,
wichtige Faktoren sind z.B. auch die Stammwürze und der Maischeplan: Bei hohen Stammwürzen und einer hohen Einmaischtemperatur (wenig FAN) verwende ich z.B. immer das WYEAST-Produkt.
VG, Markus

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Montag 27. Januar 2020, 09:06
von Augenfeind
Seitdem ich Hefenahrung einmal verwendet habe, verwende ich sie immer - die Hefe kommt bei mir seither deutlich schneller an. Soweit ich das verstanden habe, fehlt unserem Trinkwasser normalerweise Zink, welches die Hefe sehr gern hat, um sich gesund zu fühlen. Und das liefert die Hefenahrung.

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Montag 27. Januar 2020, 15:31
von Hopfenkaltschale
Vielleicht werde ich es einfach mal ausprobieren und dann schauen ob es für mich einen Mehrwert hat, bisher konnte ich jedoch keine Nachteile ohne Hefenahrung feststellen.

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 08:00
von klecksi
Also, ich habe immer Zuckerwasser genommen. War damit schon zufrieden.
Dann habe ich Zuckerwasser mit Hefenahrung genommen. War um Welten besser. alles ausprobiert bei 9 Plato.
Dann durch das Forum dazu gekommen eine Starterwürze zu kochen aus Malz, Wahnsinn wie das abging.
Dann Starterwürze mit Malz und Hefenahrung gemacht bei 9 Plato. So viel Hefe habe ich noch nie gehabt und der Starter geht ab wie Schmitz Katze. Ich werde das nur noch so machen wie im letzten Test.
Ach so , mache alles auf Magnetrüher und 20ml Hefe auf NaCi.

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37
von Hopfenkaltschale
Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Ich habe schon öfters gehört, dass man bei Trockenhefe keine Starter machen sollte, da dies eher kontraproduktiv sei.
Überlegt hatte ich das aber auch schon ob ich es mal machen soll, einfach mal die Trockenhefe 2 Tage vorher in einen Starter zu geben. :Grübel

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 11:37
von klecksi
Hopfenkaltschale hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37 Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Nein, ich arbeite nur mit Starter, bzw Flüssighefe.

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 13:42
von Hopfenkaltschale
klecksi hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 11:37
Hopfenkaltschale hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37 Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Nein, ich arbeite nur mit Starter, bzw Flüssighefe.
Das hätte mich jetzt auch gewundert...

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 13:52
von Sura
Hopfenkaltschale hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37 Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Ich habe schon öfters gehört, dass man bei Trockenhefe keine Starter machen sollte, da dies eher kontraproduktiv sei.
Überlegt hatte ich das aber auch schon ob ich es mal machen soll, einfach mal die Trockenhefe 2 Tage vorher in einen Starter zu geben. :Grübel
Macht keinen Sinn. Gabs schon reichlich Threads zu.

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 15:00
von Hopfenkaltschale
Sura hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 13:52
Hopfenkaltschale hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37 Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Ich habe schon öfters gehört, dass man bei Trockenhefe keine Starter machen sollte, da dies eher kontraproduktiv sei.
Überlegt hatte ich das aber auch schon ob ich es mal machen soll, einfach mal die Trockenhefe 2 Tage vorher in einen Starter zu geben. :Grübel
Macht keinen Sinn. Gabs schon reichlich Threads zu.
Deshalb habe ich ja erwähnt, dass dies Kontraproduktiv sein soll und ich mich wundere, außer es gäbe wieder von irgendwo her neue Erkenntnisse...

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 16:29
von Northern Brewer
Sura hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 13:52
Hopfenkaltschale hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37 Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Ich habe schon öfters gehört, dass man bei Trockenhefe keine Starter machen sollte, da dies eher kontraproduktiv sei.
Überlegt hatte ich das aber auch schon ob ich es mal machen soll, einfach mal die Trockenhefe 2 Tage vorher in einen Starter zu geben. :Grübel
Macht keinen Sinn. Gabs schon reichlich Threads zu.
Moin Kai,
wirklich nicht? Ich verstehe das Argument, dass Trockenhefe grundsätzlich keinen Starter benötigt. Trotzdem kann es aber doch gelegentlich Sinn machen, auch mit Trockenhefe einen Starter zu machen, oder? Mal drei Beispiele
1. Ich habe einfach nicht genug Trockenhefe und komme durch den Starter erst auf die notwendige Zellzahl.
2. Ich möchte aus geschmacklichen Gründen nicht mit Trockenhefe erster Führung anstellen und propagiere daher lieber ein paar Stufen.
3. Ich will testen ob meine Trockenhefe überhaupt noch lebt.
Was meinst?

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 16:44
von ggansde
Northern Brewer hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 16:29
Sura hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 13:52
Hopfenkaltschale hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37 Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Ich habe schon öfters gehört, dass man bei Trockenhefe keine Starter machen sollte, da dies eher kontraproduktiv sei.
Überlegt hatte ich das aber auch schon ob ich es mal machen soll, einfach mal die Trockenhefe 2 Tage vorher in einen Starter zu geben. :Grübel
Macht keinen Sinn. Gabs schon reichlich Threads zu.
Moin Kai,
wirklich nicht? Ich verstehe das Argument, dass Trockenhefe grundsätzlich keinen Starter benötigt. Trotzdem kann es aber doch gelegentlich Sinn machen, auch mit Trockenhefe einen Starter zu machen, oder? Mal drei Beispiele
1. Ich habe einfach nicht genug Trockenhefe und komme durch den Starter erst auf die notwendige Zellzahl.
2. Ich möchte aus geschmacklichen Gründen nicht mit Trockenhefe erster Führung anstellen und propagiere daher lieber ein paar Stufen.
3. Ich will testen ob meine Trockenhefe überhaupt noch lebt.
Was meinst?
Moin,
bin zwar nicht Kai, aber aus meiner Sicht hast Du absolut recht. Genau das sind die Gründe, warum ich aus Trockenhefe auch mal Starter mache. Natürlich nicht, wenn ich 10 Packungen W34/70 in einem Sud versenke.
VG, Markus

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 17:06
von Bockelsbock
Northern Brewer hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 16:29
Sura hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 13:52
Hopfenkaltschale hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37 Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Ich habe schon öfters gehört, dass man bei Trockenhefe keine Starter machen sollte, da dies eher kontraproduktiv sei.
Überlegt hatte ich das aber auch schon ob ich es mal machen soll, einfach mal die Trockenhefe 2 Tage vorher in einen Starter zu geben. :Grübel
Macht keinen Sinn. Gabs schon reichlich Threads zu.
Moin Kai,
wirklich nicht? Ich verstehe das Argument, dass Trockenhefe grundsätzlich keinen Starter benötigt. Trotzdem kann es aber doch gelegentlich Sinn machen, auch mit Trockenhefe einen Starter zu machen, oder? Mal drei Beispiele
1. Ich habe einfach nicht genug Trockenhefe und komme durch den Starter erst auf die notwendige Zellzahl.
2. Ich möchte aus geschmacklichen Gründen nicht mit Trockenhefe erster Führung anstellen und propagiere daher lieber ein paar Stufen.
3. Ich will testen ob meine Trockenhefe überhaupt noch lebt.
Was meinst?
:goodpost:

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 17:14
von Sura
Northern Brewer hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 16:29
Sura hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 13:52
Hopfenkaltschale hat geschrieben: Dienstag 28. Januar 2020, 10:37 Hast du dein Prozedere auch bei Trockenhefe angewendet?
Ich habe schon öfters gehört, dass man bei Trockenhefe keine Starter machen sollte, da dies eher kontraproduktiv sei.
Überlegt hatte ich das aber auch schon ob ich es mal machen soll, einfach mal die Trockenhefe 2 Tage vorher in einen Starter zu geben. :Grübel
Macht keinen Sinn. Gabs schon reichlich Threads zu.
Moin Kai,
wirklich nicht? Ich verstehe das Argument, dass Trockenhefe grundsätzlich keinen Starter benötigt. Trotzdem kann es aber doch gelegentlich Sinn machen, auch mit Trockenhefe einen Starter zu machen, oder? Mal drei Beispiele
1. Ich habe einfach nicht genug Trockenhefe und komme durch den Starter erst auf die notwendige Zellzahl.
2. Ich möchte aus geschmacklichen Gründen nicht mit Trockenhefe erster Führung anstellen und propagiere daher lieber ein paar Stufen.
3. Ich will testen ob meine Trockenhefe überhaupt noch lebt.
Was meinst?
Wenn du möchtest, kannst du das machen. Aber die Trockenhefe ist voller Tatendrang eingesperrt worden, hat nach der Reaktivierung keinerlei Interesse an Vermehrung (wozu, sind genug da für den Liter wo sie drinliegt) oder Vorräte beschaffen (wozu, sind ja genug in der Zelle eingelagert), und will arbeiten. Dafür ist zumindest eine kleine Zeit genug da. Wenn die Hefe alles was an Zuckern aufgebraucht hat, dann ist sie älter und schlapper als vorher, hat keine Not und keinen Bock mehr sich zu vermehren, und legt sich in die Ecke. Und wenn du jetzt nachfütterst, dann vermehrt sie sich wieder etwas, aber auch wenn du nen zweiten Liter Starterwürze reingibst, hast du am Ende trotzdem Hefe die älter, schlapper und nicht viel zahlreicher ist als das, womit du angefangen bist.

Trockenhefe musst du dir wie eine topfitte Fussballmannschaft vorstellen die grade aus dem Trainingslager kommt, hungrig ist, und so richtig Bock hat. Und nun schickst du sie in englische Wochen, Championsleague und FA Cup. Bei Regen, Schnee und Schmuddelwetter.

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 17:19
von Seed7
Hefenahrung eigentlich nur im starter. Bei hoeheren stammwuerzen Servomyces in der wuerze, ende kochen (zink).

Ingo

Re: Hefenahrung Ja oder Nein

Verfasst: Dienstag 28. Januar 2020, 17:31
von ggansde
Moin,
was Kai sagt stimmt zu 100%, wenn man Trockenhefe in der berechneten Pitchrate direkt verwendet. Falls nicht siehe Argumente für den Starter. Wir sind aber inzwischen off-topic.
VG, Markus