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Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2020, 11:48
von Zoigl Jehovas
Hallo,
ich habe vor, bei meinem nächsten Sud mit Dekoktion im Zweimaischverfahren zu brauen, so wie im Artikel von Moritz Gretzschels im Braumagazin beschrieben. Allerdings habe ich keinen Topf mit dickem Sandwichboden sondern nur einen Edelstahleinkocher, um die Dickmaische zu kochen. Hat von Euch das schon mal jemand gemacht? Ich kann mir vorstellen, dass das im Einkocher am Boden, unter dem das Heizelement sitzt, recht schnell anbrennt. Hat da jemand Erfahrungen?
Grüße
Martin
Re: Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2020, 11:52
von tauroplu
Hi, Martin, ja, ich habe diesbezügliche Erfahrungen und rate eher davon ab. Bei mir ist - selbst bei nicht so dicken Maischen und trotz stetigen Rührens - immer wieder etwas am Boden angesetzt bzw. angebrannt, was zum Ansprechen des Trockengehschutzes geführt hat. Das hat mich seinerzeit dazu bewogen, auf ein Induktionsplattensystem umzusteigen. Den Einkocher verwende ich nur noch zum Erhitzen des Nachgusswassers.
Re: Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2020, 11:56
von JokerPs
Post gelöscht
Re: Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2020, 12:19
von jojo5
Zoigl Jehovas hat geschrieben: Dienstag 26. Mai 2020, 11:48
Ich kann mir vorstellen, dass das im Einkocher am Boden, unter dem das Heizelement sitzt, recht schnell anbrennt. Hat da jemand Erfahrungen?
Ja so ist es. Wenn du ein gutes Rührwerk hast, das auch selbst Dickmaische bewegt, dann würde ich es mit dem probieren.
Summa summarum am besten daneben stehen und schauen wie es sich verhält und ggf. rühren. Funktionieren tuts aber aufjedenfall.
Ggf. ist ja auch das "Earlsche Kochmaischverfahren" interessant für dich
http://hb-tauschboerse.bplaced.net/Neue ... fahren.htm
Re: Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2020, 20:12
von Zoigl Jehovas
Danke erstmal für Euere Antworten. So, wie es aussieht, kann ich einen 22 Liter Topf gebraucht kaufen, der reicht mir für 15 Liter Dickmaische laut Rezeptplanung. Den stelle ich auf die normale Herdplatte und muss halt ständig rühren, dann wird das schon passen. Mit dem Herd kann ich die Hitze regulieren, mit dem Einkocher nicht. Da ist entweder volle Pulle oder aus.
Re: Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2020, 20:33
von gulp
JokerPs hat geschrieben: Dienstag 26. Mai 2020, 11:56
da würde ich mich gern dranhängen weil gleiches Problem. Mein Hauptbraugerät ist ein BM20. Für Dektion würde ich gern etwas anderes verwenden und habe es mal mit einer Aldi-Indktionsplatte und einem 38L Kessel von Craft Hardware probiert. Solange die Maische noch nicht flüssig genug ist, war das sehr antregend und ist auch ein bisschen angebrannt. Für das oben beschrebene Verfahren würde mal bei 20L Ausschlagmenge auch nur einen Topf von 10L brauchen. Was kann man da tun, um das Anrennen zu verhindern? Minirührwerk? Bodeneinlagen á la Distille?
Gruss
Mike
Thread kapern ist uncool! Mach bitte was Eigenes auf!
Gruß
Peter
Re: Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Dienstag 26. Mai 2020, 23:12
von tinoquell
Guten Abend!
Ich habe meine letzten Sude mit Dekoktion, gekocht im Einkocher, gebraut. Während des Aufheizens bis zum Kochen habe ich kräftig gerührt - genauso wie sonst beim Heizen zwischen den Rasten einer Infusion. Sobald die Dickmaische kocht, rührt sie sich quasi selber um - wie im Braumagazin beschrieben.
Das hat bei mir ohne jegliches Anbrennen geklappt.
Mein Einkocher hat 2000 Watt.
Viel Erfolg!
Tino
Re: Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2020, 00:22
von Zoigl Jehovas
Hi Tino,
ich habe vor zwei Wochen ein Weizen gebraut mit 50% Weizenmalzanteil. Obwohl ich ständig beim Aufheizen gerührt habe, ist mir das ganz fies angebrannt. Mein Einkocher hat 2500 Watt. Ich will das mit Dickmaische nicht nochmal...
Grüße
Martin
Re: Dekoktion/ Dickmaische im Einkocher
Verfasst: Donnerstag 28. Mai 2020, 08:38
von tinoquell
Hallo, das ist ja interessant.
Ich maische meist recht dick 1:3 ein und habe die "Dickmaische" mit einem Messsbecher aus der anderen "Pfanne" geschöpft, indem ich möglichst tief eingetaucht bin. Möglicherweise war sie dadurch nicht so dick, wie bei dir. Beim Aufheizen zum Kochen habe ich gerührt wie sonst bei der Infusion eben auch. Die Schüttung bestand aus Pilsener Malz + etwas Cara.
Ach so, ich bin bekennender Handrührer

- abgesehen von den Einkochern gibt es in meiner Brauerei keine Stecker.
Aber ok @Martin, die Mehrheit spricht sich dagegen aus - ich möchte nicht für einen verdorbenen Brautag bei dir verantwortlich sein
Grüße
Tino