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Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Mittwoch 12. August 2020, 13:28
von Hopfenkaltschale
Hallo Leute,
ich möchte demnächst ein Milk Stout für den Winter brauen. Ich habe Lallemand London ESB und Nottingham Ale da... Was würdet ihr empfehlen? Ich würde die London ESB gerne benutzen und bin mir aber unsicher ob die passt.
Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Dienstag 18. August 2020, 10:21
von Hopfenkaltschale
Oder hat wer schon mal die London ESB mit der Notti zusammen in ein Gärbottich gelassen? Wenn ja, wie war
das Ergebnis?
Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Dienstag 18. August 2020, 11:16
von skappler
Die typischen englischen Ale Aromen bekommst du eher mit der ESB daher würde ich eher zu der tendieren. Mit Hefen mischen hab ich aber keine Erfahrung
Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Dienstag 18. August 2020, 13:59
von tauroplu
Die Notti mit der ESB zu mischen ist in meinen Augen nicht sinnvoll, da die Notti ja gerade eher neutral vergärt (bei niedrigen Temperaturen) und die ESB schöne Englische Aromen erzeugt. Ich finde die ESB sehr gut und definitiv passend für ein Stout/Milk Stout, wenn es auf deutlichere Aromen ankommt, würde ich mal die Windsor testen.
Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Dienstag 18. August 2020, 14:42
von Johnny H
Ich habe die Lallemand ESB noch nie verwendet, habe aber die Einführung damals eine Weile recht intensiv verfolgt, weil ich die ESB-Flüssighefen von Wyeast und White Labs sehr gerne mag.
Die Trockenhefeversion hat m.W. nichts mit letzteren zu tun und erzeugt eher Biere mit etwas mehr Restsüße. Das heißt, ein Milk Stout müsste aus meiner Sicht rezepttechnisch ein bisschen angepasst werden (sofern es eine andere Hefe vorsieht), damit es nicht zu süß wird.
Hier auch noch ein älterer Thread von Homebrewtalk:
Danstar London ESB Dry Ale Yeast - Anyone use it yet?
Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Dienstag 18. August 2020, 22:49
von Hopfenkaltschale
Leute danke für euer Feedback. Eigentlich möchte ich keine Hefen mischen. Da die London ESB ja nicht so weit runter vergären soll aber englische Arome produziert, dachte ich mir, die London ESB für die Aromen und die Notti das es für ein Milk Stout nicht zu süß wird... Also quasi mit der Notti ne „gewisse Trockenheit“ zu bekommen die gegen die London ESB und den Milchzucker hält. Süß ja aber auch nicht zu krass süß.
Bei nem klassischen Stout hätte ich die London ESB ohne Bedenken losgelassen, aber als Milk Stout habe ich leichte Zweifel... Ich möchte halt auch um ehrlich zu sein jetzt nicht mit den Hefe experimentieren und dann anschließend den Sud verwerfen weil er zu penetrant süß ist. Im Anschluss würde ich das Rezept schon an mein Ergebnis anpassen wollen und ggf. nachjustieren (egal in welche Richtung es dann muss... Süßer oder trockener)
Wenn meine Gedanken bullshit sind dürft ihr mir das gerne sagen...

Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Freitag 21. August 2020, 13:33
von Johnny H
Hi Christian,
ich kopiere mal den Text aus meiner PM hier rein:
Mit Mischgärungen habe ich leider keine persönliche Erfahrung.
Dein Gedanke ist an sich aber sicher nicht von der Hand zu weisen. Ich hatte auch mal eine interessante Präsentation von White Labs gesehen, die das auch probiert haben.
Hab gesucht und sie auch gleich gefunden: ich häng sie Dir mal an. Ab Folie 21 (Blending von WLP001 und WLP002) wird's interessant!
Ist natürlich die Frage, wie man das angeht: vielleicht erst mit dem Aromabildner (Lallemand ESB) starten und dann die Notti etwas später geben? Allerdings spricht die Präsentation eher davon, dass man gleich beide Hefen ins Rennen schickt.... und zumindest sollte eine zweite Gabe wohl nicht später sein als am dritten Tag, sonst werden zumindest die Flokkulationseigenschaften nicht mehr beeinflusst...
Viele Grüße
Tilo
Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Freitag 21. August 2020, 14:21
von Johnny H
Hi Christian,
Du kannst ja vielleicht auch noch Dein geplantes Rezept einstellen. Dann kann man evtl. ein bisschen besser beurteilen, ob das mit der Balance aus Röstaromen und -bittere, IBUs, Körper, Restsüße, Laktosesüße etc. hinkommt, oder ob noch was angepasst werden muss.
Viele Grüße
Tilo
Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Freitag 21. August 2020, 16:04
von Hopfenkaltschale
Anbei das auserwählte Milk Stout von MMuM (habe noch kein Milk Stout gemacht und wollte nicht gleich selbst experimentieren):
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... lk%20Stout
wobei ich die Röstgerste direkt mit einmaischen wollte ich möchte schon ein Paar Röstaromen die auch gegen die Süße halten, das Caramünch natürlich auch direkt mit eingemaischt. Ich habe die IBU bei mir noch auf 28 gesetzt...
Re: Lallemand London ESB für Milk Stout geeignet?
Verfasst: Freitag 21. August 2020, 18:10
von Johnny H
Die im Originalrezept verwendete WYEAST 1469 West Yorkshire Ale kenne ich leider auch nicht, weiß also nicht, wie viel Restsüße sie übriglässt. René (flying) sprach mal im Zusammenhang mit ihr von "Steinobst", und ähnliches klingt ja auch im Rezeptkommentar an. Mehr weiß ich nicht über diese Hefe. Der im Rezept angegebene EVG ist allerdings eher recht niedrig, könnte also passen zur Lallemand London ESB, auch wenn zwischen EVG und Restsüße kein zwingender Zusammenhang besteht.
Ich glaube, ich würde das Rezept jetzt einfach mit der Lallemand London ESB so wie es da steht (bzw. mit Deinen 28 IBUs und früher Gabe der Röstgerste balancierst Du ja auch ein wenig mit aus) nachbrauen ohne groß über Mischgärung etc. nachzudenken. Ungenießbar wird es garantiert nicht werden, und ggf. kann man dann in einem zweiten Schritt optimieren, wenn das Bier nicht perfekt sein sollte.