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Schaumgebirge
Verfasst: Sonntag 22. November 2020, 20:19
von Basso
Hallo!
Habe gestern um 23 Uhr ein Bockbier (SW 17°) angestellt mit aufgepäppelter Brauerei Hefe (w34/78)
Heute, fast 24 Stunden später sind Schaumgebirge auf dem Gäreimer. So krass hatte ich das bis jetzt noch nie. Kann man das noch als normal bezeichnen oder is da was am Schieflaufen?
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Sonntag 22. November 2020, 20:26
von DerDallmann
Optimale UG Gärung würde ich sagen. Mehr geht nicht
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Sonntag 22. November 2020, 20:37
von Cptn. True Brew
Ideal. Und wunderschön.
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Sonntag 22. November 2020, 21:34
von afri
Definitiv, so schön hatte ich noch keine Kräusen.
Achim
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 06:37
von HubertBräu
Sehr schöne Kräusen

Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 06:48
von gaelen
Dann habe ich ja mal ein Referenzbild für mein derzeitiges erstes UG-Bier, was ich am Samstag angestellt habe-
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 07:04
von Basso
Vielen Dank für die Antworten, dann kann ich beruhigt sein.
@gaelen: Ich weiß nicht ob das als Referenz sinnvoll ist, das hatte ich bis jetzt bei anderen untergärigen nie in dieser Ausprägung, hatte allerdings bis zu diesem Sud auch noch keine Brauereihefe in Verwendung sondern Trockenhefe.
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 07:26
von gaelen
Alles klar. Ich habe meinen Versuch mit zwei Päckchen Trockenhefe gestartet. Dann sollte ich vlt doch einen anderen Maßstab anlegen. Ich bin aber schonmal froh, dass ich eine Gäraktivität feststellen kann / konnte.
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 09:15
von Juergen_Mueller
#Basso: Das es so stark schäumt hängt doch sicher auch damit zusammen, dass deine Würze mit 17°P. stärker/zuckerreicher ist, als deine bisherigen Sude, nehme ich an. Oder braust du auch sonst (vorwiegend) Bockbiere?
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 12:37
von Braufex
Kannst Du mir noch ein paar Details zu Deiner Gärung verraten?
- Anstell- und Gärtemperatur
- Würzemenge
- Hefemenge
Hab solche Kräusen bei mir bis jetzt nur bei einer obergärigen Hefe mit großzügiger Starter-Menge erlebt.
Und das auch noch in 24h ...
Gruß Erwin
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 14:38
von Basso
Sicher!
-Angestellt und vergärt wird bei 9,5°C, (am Inkbird eingestellt)
-Würzemenge 22 Liter
-Hefemenge: geschätzt 0,3-0,5 Liter Erntehefe aus der Brauerei
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 16:17
von DerDallmann
Juergen_Mueller hat geschrieben: Montag 23. November 2020, 09:15
#Basso: Das es so stark schäumt hängt doch sicher auch damit zusammen, dass deine Würze mit 17°P. stärker/zuckerreicher ist, als deine bisherigen Sude, nehme ich an. Oder braust du auch sonst (vorwiegend) Bockbiere?
Ne, das liegt ziemlich sicher an der Hefequalität. Frische Brauereihefe ist der Unterschied, denke ich.
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 18:45
von Braufex
Basso hat geschrieben: Montag 23. November 2020, 14:38
-Angestellt und vergärt wird bei 9,5°C, (am Inkbird eingestellt)
-Würzemenge 22 Liter
-Hefemenge: geschätzt 0,3-0,5 Liter Erntehefe aus der Brauerei
Servus Basso, danke für die Antwort.
Meine Info, die ich aus einer nahegelegenen Brauerei zur Dosiermenge von frischer untergäriger Brauereihefe bekommen habe, waren 1l auf 1hl, also 220 ml Hefe auf 22l Würze.
Da liegst Du mit Deiner Menge deutlich drüber.
Meine Erkenntnis daraus:
Frische, aktive Hefe ist durch nichts zu ersetzen. Ausser durch noch mehr frische, aktive Hefe ...
Gruß Erwin
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 19:08
von Basso
Genau!
Heute, also 48 Stunden nach dem Anstellen sieht es wieder "normal" aus, also heller weißer Schaum mit Hopfenharz Flecken
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 19:09
von Basso
Und bei Bockbier sollte man so weit ich weiß mehr Hefe verwenden
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 19:15
von Braufex
Basso hat geschrieben: Montag 23. November 2020, 19:09
Und bei Bockbier sollte man so weit ich weiß mehr Hefe verwenden
Hast Du natürlich recht, hätt ich bei einem Bock wahrscheinlich auch gemacht
Gruß Erwin
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Montag 23. November 2020, 19:24
von HubertBräu
Für meine untergärigen Biere nehme ich auch immer frische Brauerei Hefe .. von der Menge her ähnlich, ca. 250ml auf 30 Liter Würze. Bereits ein paar Stunden nach dem Anstellen ist die Hefe deutlich aktiv. Beim nächsten Sud werde ich auch mal neugierig den Deckel vom Gärbehälter öffnen und nach den Kräusen schauen .. habe ich bisher noch nie gemacht.
Re: Schaumgebirge
Verfasst: Dienstag 24. November 2020, 06:46
von s3b0
DerDallmann hat geschrieben: Montag 23. November 2020, 16:17
Ne, das liegt ziemlich sicher an der Hefequalität. Frische Brauereihefe ist der Unterschied, denke ich.
Ich hab das regelmäßig (hab das Glück, ohne Probleme auf frische Brauereihefe zugreifen zu können). Da sind Welten Unterschied zu Trockenhefen oder Flüssighefe im "Smack-Beutel"

Re: Schaumgebirge
Verfasst: Dienstag 24. November 2020, 06:49
von DerDallmann
Ja, ich bin immer neidisch, wenn ich sowas lese... Keine Chance hier im Norden.