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Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:20
von OS-Schlingel
...auf einen Zielwert...
Hallo in die Runde.
Hat jemand einen Tipp bezüglich einer rechnerischen Feststellung zur Zugabe von abgekochtem Wasser?
Gruß vom Schlingel

Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:23
von Boludo
Mischungskreuz.
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:28
von comi
Ähh... ich bin mir grade nicht ganz sicher was du meinst.
Du möchtest deine Würze vor dem Anstellen mit Wasser auf einen bestimmten °P-Wert runterverdünnen?
Wenn ja: fabier.de, Kleiner Brauhelfer, etc.
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:32
von heinrich2012
aber immerhin ein netter Satzbau, ich dachte gleich an die rechnerische Feststellung des
Verwarnungsgeldes wegen zu schnell fahren, um nicht zu sagen "Leuchte Bodenhindernis" ;)
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:34
von Brauturm
Was meinst du denn ? wenn du 10 l Würze hast mit 15 Plato und willst 12 Plato musst du mit 3l Wasser verdünnen aber verdünne doch den Nachguss wenn du genug Platz im hopfentopf hast.
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:36
von jemo
Der Dreisatz hilft...
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:37
von OS-Schlingel
...gefunden bei fabier.de. Ein Dank an die Tippgeber
vom Schlingel...
man kann ja nicht alles wissen..... nach einem Wochenende mit 2 Suden kann das mal vorkommen...
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:47
von Boludo
Brauturm hat geschrieben:Was meinst du denn ? wenn du 10 l Würze hast mit 15 Plato und willst 12 Plato musst du mit 3l Wasser verdünnen aber verdünne doch den Nachguss wenn du genug Platz im hopfentopf hast.
Falsch. Es sind 2,5 liter Wasser.
Das ist etwas komplizierter als ein Dreisatz.
Stefan
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 18:54
von jemo
Boludo hat geschrieben:
Das ist etwas komplizierter als ein Dreisatz.
Nö, klassischer Dreisatz.
10/12*15=12,5
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 19:23
von Schlinsermändle
Formel: 10 Liter * ( 15:12 minus 1 ) = 10 * 0,25 = 2,5 liter

Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 19:25
von auftauer
Boludo hat geschrieben:Brauturm hat geschrieben:Was meinst du denn ? wenn du 10 l Würze hast mit 15 Plato und willst 12 Plato musst du mit 3l Wasser verdünnen aber verdünne doch den Nachguss wenn du genug Platz im hopfentopf hast.
Falsch. Es sind 2,5 liter Wasser.
Das ist etwas komplizierter als ein Dreisatz.
Stefan
Servus Stefan,
wie ?? Nachguss verdünnen ? Sorry ich glaub ich steh auf dem Schlauch....
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 19:53
von Boludo
Das ist die Antwort von Brauturm, nicht von mir.
Ich hab nur zitiert.
Stefan
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 20:50
von Brauturm
ok das ist ja richtig mit der Rechnerei ,mal schauen ob er 0,25 Plato rausspindelt? Mit Nachguss verdünnen meine ich wenn ich 15 p im Hopfentopf habe und will 12 p ,dann giesse ich noch Nachguss zu und nehme noch minimal ca 6 p Restzucker mit
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 3. Mai 2015, 23:06
von comi
Brauturm hat geschrieben:ok das ist ja richtig mit der Rechnerei ,mal schauen ob er 0,25 Plato rausspindelt? Mit Nachguss verdünnen meine ich wenn ich 15 p im Hopfentopf habe und will 12 p ,dann giesse ich noch Nachguss zu und nehme noch minimal ca 6 p Restzucker mit
Sorry, aber jetzt steh ich glaub ich auf dem selben Schlauch wie auftauer. 0,25 Plato rausspindeln? Häh...?

Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 08:32
von olibaer
Huch,
was für ein durcheinander
Ich versuche die Inhalte nochmals einzufangen. Der Threadtitel ist "
Formel zum Verdünnen der Würze ...".
Ich verstehe die Frage so: "
Gibt es eine allgemeine Formel zur Verdünnung von Würze".
Und ja, die gibt es und sie findet sich in der Antwort von
Schlinsermändle:
Schlinsermändle hat geschrieben:Formel: 10 Liter * ( 15:12 minus 1 ) = 10 * 0,25 = 2,5 liter
Etwas in Form gebracht sieht sie so aus:
Bedarf Verdünnungswasser [Liter] = Ausgangsmenge Würze [Liter] x ( ( IstKonzentration [°P] / ZielKonzentration in [°P] ) - 1 )
Hinweis: Die innere Klammer[
()] um den Ausdruck
( Istkonzentration [°P] / Zielkonzentration in [°P]
)
ist nicht nötig. Ich habe sie dort nur eingefügt für den Fall, dass zur vorgerückten Stunde ein paar
Grundregeln der Mathematik verlustig gegangen sein sollten
Gruß
Oli
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 09:59
von Ruthard
Warum so kompliziert?
Wenn ich beispielsweise 20 Liter Würze mit 15° Plato habe, dann sind da 3kg Extrakt drin. Will ich auf 12° Plato, dann reicht der Extrakt für 3000g durch12 gleich 25 Liter Würze. 20 Liter hab ich schon, also muss ich noch 5 Liter Wasser dazukippen.
Den Dreisatz brauche ich nur für Kaufbier: in drei Sätzen rüber zur Tanke, 'nen Sixpack holen...
Cheers, Ruthard
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 10:57
von Ulrich
jemo hat geschrieben: klassischer Dreisatz. 10/12*15=12,5
Nur der Richtigkeits halber:
Dreisatz ja, aber 10/12,56*15,89 = 12,65L, also mit 2,65L verdünnen.
°P sind Masseprozente, 10L aber eine Volumenangabe. Also theoretisch (wer es genau machen will), müßte man °P (g/100g) auf g/100ml (= kg/hl) umstellen.
12,0°P = 12,56g/100ml
15,0°P = 15,89 g/100ml
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 13:30
von gulp
Und wenn die Würzemenge nicht genau bekannt ist, berechnet man sowieso Unsinn. Da ist es vielleicht schon schlauer, nach Plan zu arbeiten, seine Anlage zu kennen und das Läutern aufzuhören, wenn die Pfannevollwürze den vorher berechneten Wert erreicht hat. Dann muss man hinterher nicht herumpanschen und auf dumme Ideen kommen, wie das Verdünnungswasser abzukochen.
Gruß
Peter
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 14:02
von Neubierig
gulp hat geschrieben:Und wenn die Würzemenge nicht genau bekannt ist, berechnet man sowieso Unsinn. Da ist es vielleicht schon schlauer, nach Plan zu arbeiten, seine Anlage zu kennen und das Läutern aufzuhören, wenn die Pfannevollwürze den vorher berechneten Wert erreicht hat. Dann muss man hinterher nicht herumpanschen und auf dumme Ideen kommen, wie das Verdünnungswasser abzukochen.
Gruß
Peter
Und wenn der Plan ist mehr Bier zu brauen, was im Kochtopf passt - also, stärker brauen, und später verdünnen?
Hab' nämlich dieses WE gemacht - wollte 30l bei 9°P haben (Leichtbier), mein Terminator erlaubt aber max 25 l Ausschlagwürze.
Cheers,
Keith :-)
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 14:07
von gulp
Und wenn der Plan ist mehr Bier zu brauen, was im Kochtopf passt - also, stärker brauen, und später verdünnen?
Und hast du dann dein Verdünnungswasser auch brav abgekocht und auf die zweite Kommastelle berechnet?
Auf meinen Anlagen kann ich von 10 bis 75 Liter brauen was ich will und zwar ohne "high gravity".
Peter
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 14:11
von Boludo
gulp hat geschrieben:
Auf meinen Anlagen kann ich von 10 bis 75 Liter brauen was ich will und zwar ohne "high gravity".
Du könntest aber auch 100 Liter brauen mit high gravity
Stefan
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 14:32
von Neubierig
gulp hat geschrieben:
Und hast du dann dein Verdünnungswasser auch brav abgekocht und auf die zweite Kommastelle berechnet?
Peter
Genau berechnet, nein - mein Spindel ist nicht so genau, dass ich auf die letzte 10cc gucken muss - bei so einer Menge versuche ich innerhalb einem liter zu sein. Das ganze hält sich dabei im Rahmen
Cheers,
Keith :-)
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 15:07
von Dave1987
gulp hat geschrieben:Und wenn die Würzemenge nicht genau bekannt ist, berechnet man sowieso Unsinn. Da ist es vielleicht schon schlauer, nach Plan zu arbeiten, seine Anlage zu kennen und das Läutern aufzuhören, wenn die Pfannevollwürze den vorher berechneten Wert erreicht hat. Dann muss man hinterher nicht herumpanschen und auf dumme Ideen kommen, wie das Verdünnungswasser abzukochen.
Es gibt viele gute Gründe "high gravity" zu brauen. Mehr Ausstoß ist nur einer davon.
Weizen die mit "high gravity" gebraut wurden, haben nach dem runter verdünnen mehr Ester als "Normale". Außerdem ist der Sud durch den höheren Alkohol und der höheren Bittere besser gegen Infektionen geschützt. Also doppelt nützlich.
Da ich dazu übergegangen bin für die Karbonisierung mit Traubenzuckerlösung zu arbeiten, ist es irrelevant ob ich den Traubenzucker in 0,3L oder 3L auflöse.
Ich finde also, das "high gravity" vielleicht doch keine so "dumme Idee" ist. Man sollte manchmal einfach über den Tellerrand hinweg schauen...
Grüße
Dave
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 15:22
von gulp
Ja, Ja haltet nur zusammen, immer auf die kleinen Dicken!
Jeder hat halt so seine Methoden und selbst meine Weizen sind gut geschützt, weil ich sowieso nicht mit weniger als 20 IBU brauen kann.
Gruß
Peter
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 15:35
von Dave1987
Ist ja nicht böse gemeint, aber es gibt oft Gründe die einem nicht gleich offensichtlich sind.
Normalerweise braue ich aber genau wie du und überwache die Stammwürze bereits beim Läutern und höre auf, wenn der passende Wert erreicht wird. So werden es wohl die Meisten machen.
Ich kann mich allerdings auch noch an meine Anfangszeit mit Einkocher zurück erinnern, da wurde so lange geläutert bis der Topf bis zum Rand voll war und hinterher gemessen und gegebenenfalls verdünnt. Das war quasi meistens ungewolltes "high gravity".
Aber man muss sich schon bewusst sein, das sich beim runter verdünnen nicht nur die Stammwürze ändert, sondern auch das Aroma, die Bittere, die Schaumstabilität, die Karbonisierung und so weiter.
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 15:46
von Ulrich
Dave1987 hat geschrieben:Weizen die mit "high gravity" gebraut wurden, haben nach dem runter verdünnen mehr Ester als "Normale". Außerdem ist der Sud durch den höheren Alkohol und der höheren Bittere besser gegen Infektionen geschützt. Also doppelt nützlich.Grüße,Dave
das mit den mehr Estern funktioniert, aber nur, wenn Du nach der HG verdünnst.
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 15:56
von Alt-Phex
Ich mache immer ein bißchen High Gravity, da mein Topf nur 19,3L fasst.
Meine Schüttung berechne ich auf 20L, den Hopfen natürlich auch.
Während des kochens gebe ich immer noch ein paar Liter Glattwasser dazu um die
Verdampfung auszugleichen.
Meistens komme ich so auf ca. 16L Ausschlagwürze mit entsprechend hohem Plato Wert.
Das verdünne ich dann entsprechend auf die angestrebten Grad Plato und komme auf
meine 19-20L Anstellwürze. Hefe drauf und los gehts. Klappt eigentlich immer sehr gut.
Man kann aus allem eine Wissenschaft machen und auf die dritte Kommastelle berechnen.
Muss man aber nicht.
Und NEIN ! - Das Verdünnungswasser wird nicht vorher abgekocht. Das ist genauso eine
blöde Fehlinformation wie das foltern von Flaschen im Backofen.
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 4. Mai 2015, 16:00
von Dave1987
Ulrich hat geschrieben:Dave1987 hat geschrieben:Weizen die mit "high gravity" gebraut wurden, haben nach dem runter verdünnen mehr Ester als "Normale". Außerdem ist der Sud durch den höheren Alkohol und der höheren Bittere besser gegen Infektionen geschützt. Also doppelt nützlich.Grüße,Dave
das mit den mehr Estern funktioniert, aber nur, wenn Du nach der HG verdünnst.
So habe ich es bei meinen letzten Weißbieren gemacht. Die Idee habe ich mir damals von Boludo abgeschaut, auch wenn er es glaube ich aus anderen Gründen (mehr Steigraum während der Gärung) gemacht hat.
Die höhere Konzentration von Estern bei nachträglich (nach der Hauptgärung!) runter verdünnten "high gravity" Bieren wurde dieses Jahr auch bei Doemens so bestätigt. Also sind es jetzt schon mindestens 2 vertrauenswürdige Quellen...
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 17. Mai 2015, 16:42
von Pechalbräu
Hallo
Wenn ihr nach der Hauptgärung verdünnt kocht ihr das Wasser einfach ab und Zucker rein oder Bereitet ihr das Wasser mit Milchsäure oder dgl. auf?
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 17. Mai 2015, 17:07
von Boludo
Ich nehm aufbereitetes Wasser und verdünne bevor die HG durch ist, so daß alles mit CO2 gesättigt ist.
Stefan
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Mittwoch 18. März 2026, 10:37
von muldengold
Ulrich hat geschrieben: Montag 4. Mai 2015, 10:57
jemo hat geschrieben: klassischer Dreisatz. 10/12*15=12,5
Nur der Richtigkeits halber:
Dreisatz ja, aber 10/12,56*15,89 = 12,65L, also mit 2,65L verdünnen.
°P sind Masseprozente, 10L aber eine Volumenangabe. Also theoretisch (wer es genau machen will), müßte man °P (g/100g) auf g/100ml (= kg/hl) umstellen.
12,0°P = 12,56g/100ml
15,0°P = 15,89 g/100ml
Ich hole mal diesen Thread und Ulrichs Post wieder hoch. Ich versuche gerade diese Formel auf die IstKonzentration [°P] vor der Verdünnung umzustellen und stehe da auf dem Schlauch. Beispiel ich habe eine Spindel im Messbereich 0-20°P und muss daher ein Würze >20°P verdünnen, um in den Messbereich der Spindel zu kommen. Nehmen wir an ich verdünne 50 ml hochkonzentrierte Würze mit 50 ml Wasser und spindle 14°P -> wie hoch war die IstKonzentration [°P] vor der Verdünnung? Der einfache Dreisatz ist, wie Ulrich dargelegt hat, da nicht korrekt. Kann da jemand einen korrekten Rechenweg aufzeigen?
Weiter, messe ich statt mit der Spindel mit einem Refraktometer, sollte der einfache Dreisatz ausreichen. Sprich 50 ml Würze mit 50 ml Wasser verdünnt und 14 Brix gemessen -> der Wert der unverdünnten Würze ist 28 Brix. Sehe ich das richtig?
Danke schon mal!
Sandro
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Mittwoch 18. März 2026, 10:45
von Duc1302
Ich verwende stets diesen link zum einstellen der Stammwürze:
https://www.brumas.com/wassergabe.html
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Mittwoch 18. März 2026, 10:55
von muldengold
Es geht mir nicht um das Verdünnen der Würze um auf eine bestimmte Zielkonzentration zu kommen, sondern die Konzentration [°P] der Würze vor der Verdünnung ist die Unbekannte, siehe mein Beispiel.
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Mittwoch 18. März 2026, 11:06
von VolT Bräu
Ich habe das irgendwann auch mal gefragt und da war die Antwort: Nach Gewicht. Also ich verdünne die zu messende Würze immer so: 200g Würze+ 200g Wasser. Dann spindeln und Messwert verdoppeln.
Ich hoffe das passt. Ansonsten lasse ich mal ein Abo da. :)
Ich finde es eigentlich sogar einfacher mit dem Gewicht zu arbeiten - Volumen lässt sich schwieriger ablesen und ist zudem noch temperaturabhängig.
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Mittwoch 18. März 2026, 11:49
von muldengold
Ich habe mal die KI gefragt:
1. Schritt: Dichte der verdünnten Würze:
ρverd = 1 + °P / (258.6 - (°P/258.2 * 227.1))
Für 14°P wäre ρ = 1.057
2.Schritt: Rückrechnung der Dichte der unverdünnten Würze
ρorig = (ρverd * (VolWürze + VolWasser) – Volwasser) / VolWasser
Bei einer Verdünnung 50 ml Würze und 50 ml Wasser wäre
ρorig = 1.114
(die Formel setzt nicht zwingend eine 1:1 Verdünnung voraus, beliebige Verdünnungen sind möglich)
3. Schritt: Dichte zurück in °P
°P = -616,868 + 1111,14 * ρ – 630,272 * ρ2 + 135,997 * ρ3
(dies ist keine fundamentale Gleichung, sondern eine empirische Näherung (Curve fit) auf Basis offizieller Referenzdaten, z.B Tabellen der European Brewery Convention, u.a.)
= 26,7°P
Wenn ich 50 ml Würze mit 50 ml Wasser verdünne und 14°P messe, war die Ausgangskonzentration näherungsweise 26.7°P
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 09:32
von Colindo
muldengold hat geschrieben: Mittwoch 18. März 2026, 10:37
Ich hole mal diesen Thread und Ulrichs Post wieder hoch.
Hi Sandro,
Ich habe mal Oli zitiert, dann bekommt er eine Benachrichtigung und kann uns zur Genüge mit allen mathematischen Notwendigkeiten versorgen
olibaer hat geschrieben: Montag 4. Mai 2015, 08:32
Etwas in Form gebracht sieht sie so aus:
Bedarf Verdünnungswasser [Liter] = Ausgangsmenge Würze [Liter] x ( ( IstKonzentration [°P] / ZielKonzentration in [°P] ) - 1 )
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 15:38
von muldengold
https://maischemalzundmehr.de/index.php ... chdiedecke
Verpackt in ein tool - ist aber noch nicht offiziell auf der MMuM-Seite verlinkt
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 17:42
von rakader
Hallo Sandro, wunderbar - jetzt begreife ich endlich woher die Amis ihr OG und SG herleiten. Ginge das Tool auch für ein Refraktometer statt Spindel?
Cheers
Radulph
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 18:03
von muldengold
Hi Radulph, ja klar geht das. Die Messmethode ist über die Einheit der verdünnten Würze mit Brix / °P frei wählbar.
VG
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Freitag 20. März 2026, 10:57
von olibaer
Hallo Sandro, hallo zusammen
muldengold hat geschrieben: Mittwoch 18. März 2026, 11:49
1. Schritt: Dichte der verdünnten Würze:
ρverd = 1 + °P / (258.6 - (°P/258.2 * 227.1))
Für 14°P wäre ρ = 1.057
Die Formel für ρverd liefert SG zurück (1.057) und nicht die Dichte (1.055), die es für einen Move
%w/w -> %w/v bräuchte.
Ähnlich hier
muldengold hat geschrieben: Mittwoch 18. März 2026, 11:49
ρorig = 1.114
Der korrekte Dichtewert wäre 1.111
Es sind Kleinigkeiten und am Ergebniswert wird sich nicht viel ändern.
Für dein Beispiel bin ich einen anderen Weg gegangen:
100 ml Probe mit 14°P enthalten
14 x 1,0548 = 14,7675 g Extrakt (siehe
Platotabelle oder alternativ und in guter Näherung: Dichte = 261,1 / (261,53 - °P))
Die berechnete Extraktmenge von 14,7675 g muss aus den 50 ml Würze stammen. Die 50 ml Verdünnungswasser bringen keinen Extrakt mit. In Summe befinden sich in 100 ml Probe 14,7675 g Extrakt (%w/v). Jetzt lässt sich wieder
Dreisatzen:
In 100 ml Probe sind 14,7675 g Extrakt gelöst. Welche Konzentration hat eine 50 ml Probe, in der ebenfalls 14,7675 g Extrakt gelöst sind?
100 x 14,7675 / 50 = 29,535 %w/v
Jetzt geht es über die Dichte (1.111) von %w/v zurück auf %w/w
29,535 / 1.111 = 26,58 %w/w (°P)
Wenn ich 50 ml Würze mit 50 ml Wasser verdünne und 14°P messe, war die Ausgangskonzentration näherungsweise 26.6 °P
Wie gesagt, es ändert sich für dieses Beispiel nicht viel.
@Sandro:
Vielen Dank an dieser Stelle für das tolle Tool :-)
@Sandro, Zitat:
"
Bei einer Messung mit einer Spindel ist die Verwendung des Dreisatzes allerdings nicht korrekt, da die Spindel über die Dichte den Massenanteil in g Zucker pro 100 g Würze bestimmt".
Trifft das nicht auch auf das Refraktometer bzw. den Brixwert zu?
Mit dem Brixwert wird doch ebenfalls der Massenanteil in g Zucker pro 100 g Würze bestimmt (%w/w) und nicht g Zucker pro 100 ml (%w/v)
Sonst:
Der Vorschlag, die Proben abzuwiegen, ist genau das, was ich am Brautag mache.
Die Hampelei mit Temperaturen, Volumen, Messzylindern und Dichten ist mir am Brautag einfach zu lästig.
Einfacher gehts so (für das Beispiel von oben):
50 g Würze + 50 g Wasser = 100 g Probe.
100 g Probe wird gemessen und der Messwert (Brix oder Plato) x 2 ist die Extraktkonzentration [%w/w] der ursprünglichen 50 g Würze.
Für mich ein klarer Fall für die Küchenwaage mit Tara-Funktion, die sich mit ein paar Standardgewichten leicht überprüfen lässt.
Hint: Eine 1-Euro-Münze wiegt Exakt 7,5 Gramm, 2 davon Exakt 15 Gramm, 4 davon Exakt 30 Gramm usw.
Anhang: Meine Berechnungen von oben in Excel
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Freitag 20. März 2026, 11:25
von DevilsHole82
olibaer hat geschrieben: Freitag 20. März 2026, 10:57
Sonst:
Der Vorschlag, die Proben abzuwiegen, ist genau das, was ich am Brautag mache.
Die Hampelei mit Temperaturen, Volumen, Messzylindern und Dichten ist mir am Brautag einfach zu lästig.
Wie handhabst Du das am Brautag genau? Ich verwende seit einiger Zeit eine Paketwaage an verschiedenen Stellen im Prozess. Läutern, Kochen, Hopfenseihen.
Allerdings hab ich bisher immer den Temperatureinfluss vernachlässigt, was dann teils zu deutlichen Abweichungen führt. Ich arbeite mit dem KBH und die Rezepte werden logischerweise mit Volumina berechnet. Gewünschter Ausschlag, Volumen vor Kochen, Volumen nach Kochen, etc. Dazu kommen dann noch die jeweiligen Dichten zu verschiedenen Zeitpunkten. Problem: Dichte und Volumen sind temperaturabhängig, die Masse nicht.
Rechnest Du die Masse dann in Volumen um? Falls ja, mit welcher Formel?
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Freitag 20. März 2026, 12:03
von muldengold
Wow, Oli vielen Dank!
hinsichtlich Refraktomer: mmmh, ich denke da hast du recht. Dreisatz ist bei einer vol/vol Verdünnung wohl ebenfalls der falsche Ansatz....denke ich...mmmh. Es ist erstaunlich wie viel Unsicherheit es bei dem Thema gibt, auch bei mir, obwohl man sich seit Jahren mit diesem Hobby beschäftigt und die Bestimmung der Würzekonzentration - als einer der wichtigsten Messgrößen, welche im Zentrum unseres Handwerks stehen - doch vermeintlich trivial oder zumindest korrekt zu Ende diskutiert sein sollte.
Bezüglich der Wiegerei (Wägerei?): puuh, ich dachte bisher so etwas macht kein Mensch, da zu ungenau und zu aufwändig (offenbar liege ich da falsch). Ich habe eine simple Kolbenhubpipette und mische für die Refraktoemtrie z.B. 100 µl abgekühlte Würze und 100 µl Wasser in einem Eppendorff-tube und fertig - dauert gefühlt 20 Sekunden.
Viele Grüße
Sandro
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Freitag 20. März 2026, 23:22
von rakader
muldengold hat geschrieben: Freitag 20. März 2026, 12:03
Bezüglich der Wiegerei (Wägerei?): puuh, ich dachte bisher so etwas macht kein Mensch, da zu ungenau und zu aufwändig (offenbar liege ich da falsch). Ich habe eine simple Kolbenhubpipette und mische für die Refraktoemtrie z.B. 100 µl abgekühlte Würze und 100 µl Wasser in einem Eppendorff-tube und fertig - dauert gefühlt 20 Sekunden.
Viele Grüße
Sandro
Hi Sandro,
ich braue sogar mit 4 Waagen: Löffelwaage, Feinwaage, Küchenwaage 2 kg, Küchenwaage 8 kg.
Grüße
Radulph
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Sonntag 22. März 2026, 17:54
von muldengold
olibaer hat geschrieben: Freitag 20. März 2026, 10:57
...
Der Vorschlag, die Proben abzuwiegen, ist genau das, was ich am Brautag mache.
Die Hampelei mit Temperaturen, Volumen, Messzylindern und Dichten ist mir am Brautag einfach zu lästig.
...
dann sage ich mal allen Waagenfetischisten (wie Oli und Radulph), Kolbenhubpipettenschwingern (wie mir) und Messzylinderbetrachtern: macht doch was ihr wollt! Das meine ich wörtlich, denn der Rechner schluckt jetzt sowohl Massen als auch Volumina von Würze/Wasser-Verdünnungen (w/w und v/v).
Die von Oli vorgeschlagene exakte Korrektur bzgl. SG (specific gravity) und Dichte ist ebenfalls berücksichtigt (Faktor 0.9982 mg/l = Dichte von Wasser bei 20°C). Dass das Refraktometer %w/w misst ist jetzt ebenfalls berücksichtigt.
Viele Grüße
Sandro
Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Montag 23. März 2026, 06:46
von Smeeesen
Also ich messe gar nix mehr. Ich kenne meine Anlage mittlerweile und läutere so lange bis ich meine sudpfanne voll habe. Ich starte mit 35 Liter Hauptguss und 35 Liter nachguss und geb dann noch circa 2-3 Liter circa 70 Grad heißes Wasser (Wasserkocher mit Temperatureinstellung) hinzu. Das fährt den max Ausschlag und wenn ich merke zu dünn dann geb ich beim nächsten Mal halt 500g malz mehr. Das schreib ich mir tatsächlich auch Mal auf...
So und jetzt steinigt mich...

Re: Formel zum Verdünnen der Würze...
Verfasst: Mittwoch 25. März 2026, 20:38
von rakader
muldengold hat geschrieben: Sonntag 22. März 2026, 17:54
olibaer hat geschrieben: Freitag 20. März 2026, 10:57
...
Der Vorschlag, die Proben abzuwiegen, ist genau das, was ich am Brautag mache.
Die Hampelei mit Temperaturen, Volumen, Messzylindern und Dichten ist mir am Brautag einfach zu lästig.
...
dann sage ich mal allen Waagenfetischisten (wie Oli und Radulph), Kolbenhubpipettenschwingern (wie mir) und Messzylinderbetrachtern: macht doch was ihr wollt! Das meine ich wörtlich, denn der Rechner schluckt jetzt sowohl Massen als auch Volumina von Würze/Wasser-Verdünnungen (w/w und v/v).
Die von Oli vorgeschlagene exakte Korrektur bzgl. SG (specific gravity) und Dichte ist ebenfalls berücksichtigt (Faktor 0.9982 mg/l = Dichte von Wasser bei 20°C). Dass das Refraktometer %w/w misst ist jetzt ebenfalls berücksichtigt.
Viele Grüße
Sandro
Danke Sandro!