Hallo Zusammen! Ich habe mir einen 5 Liter Braukasten mit Ruehrwerk gebaut, und die ersten 3 Brautage kam ich nicht einmal an 50% SHA (Eher 40%). Ich ueberlege ob das an der winzigen Groesse meiner "Brauanlage" liegen kann oder tatsaechlich am schlechten Malz hier in Brasilien...
Um dieses Handwerk von klein auf zu lernen, und um bestimmte Konditionen so wiederholbar wie moeglich zu machen wollte ich mit dieser kleinen Menge beginnen. Die Temperaturstabilitaet soll Verwirrungen vermeiden, gerade wenn man lernt kann man das am wenigsten gebrauchen. Und, weil ich zu so vielen Gelegenheiten von den "Nachteilen" der Malzrohrsysteme gelesen hatte, hatte ich mich richtig auf eine fette Beute gefreut, wegen dem Ruehrwerk, aber leider Pustekuchen.
Ich hab mir noch das Mahlwerk dazu gekauft,aber auch das hatte gar keine Auswirkungen. ob das Malz nur in der Mitte durchgebrochen oder auf 0,5mm zusammengemahlen war. Da dachte ich schon ich ruehre vielleicht zu viel?
Ich habe zwei Temperaturfuehler in den Topf gebaut, waehren der Rast schwankt es im Topf also maximal ein Grad oben mittig und unten aussen am Rand.
Tja, ich hoffe natuerlich das auch die Profis unter Euch meinen Sinn in so einer winzigen Produktion sehen: ich hab vor 15 Jahren ein Jahr lang jeweils 40 Liter gebraut, und obwohl es immer trinkbar war, kamen immer unheimlich viele unterschiedliche Ergebnisse an Geschmaecker raus. Da dachte ich ueber diese kuechengerechte Miniversion nach, um das Handwerk so richtig von klein an zu lernen.
Der Brautag laeuft im Grunde mit 1,5kg Malz ab, ich
- maische bei 60° ein und halte 10 min 58°
- erhoehe ziemlich rasch auf 62° und halte fuer 45'
- dann gehts auf 72, mindestens 15 min, dann bis Jodnormal,
- mal gehe ich bis 78, mal gehe ich schon bei 74° in die Laeuterruhe
- und dann Laeuter ich etwa 20 minuten, mit Klarlaufen und Seien.
Bis zur Laeuterruhe dreht die ganze Zeit das Ruehrwerk. Mal schneller, mal langsamer, darueber kann ich die Temperatur sehr gut steuern.
Ich hab schon mal weniger oder mehr Anstellwasser genommen, immer zwischen 1/2 bis 1/3.
Also, wenn ich 5 Liter Bier haben will muss ich 200gr Zucker nachschuetten (Entschuldigt bitte wenn ich hier solche Keulen heraus hole, ich bin gerade am Anfang und hatte keine Lust auf 3 Liter, da bin ich mir im Grunde erst mal fuer nichts zu schade).
Ah, ja, das Wasser.
| Stoff | Wert (mg/L) | Stoff | Wert (mg/L) |
| ---------- | ----------- | --------- | ----------- |
| Bikarbonat | 38,53 | Chlorid | 2,21 |
| Silizium | 8,720 | Sulfat | 1,39 |
| Kalzium | 6,340 | Barium | 0,125 |
| Nitrat | 3,95 | Phosphat | 0,06 |
| Magnesium | 3,480 | Fluorid | 0,05 |
| Natrium | 2,910 | Strontium | 0,020 |
| Kalium | 2,340 | | |
ich braue damit das Kupfer ALt vom Muldengold.
Ich fange das Messen mit dem Refraktor also beim Maischen nach der Maltoserast an, und wenn der Wert auch 10 Minuten spaeter nicht mehr steigt, oder auch wenn ich an der Temperatur bis 64° drehe, steht doch der SHA im Grunde schon fest, oder nicht?
Ich habe schon mit 3 Liter Anstellwasser angefangen, oder auch mal 5 Liter, ich komme unter 11Brix noch bevor ich 4 Liter gelaeutert habe.
Ich verstehe schon, wenn Ihr sagt das man sich da so hinein arbeitet, aber bei 40%, und das gerade beim automatischen umruehren, da sollte doch ein Hund irgendwo begraben sein, ich meine nicht so 3 kleine Feinheiten á 3% mit viel Arbeit, ich meine mal eben 30% oder so...
Vielleicht hat jemand von Euch eine Idee oder Erfahrungen mit Ruehrwerken oder Kleinstproduktionen?
Ich moechte mich ausserdem noch einmal fuer dieses Forum bedanken, soviel wie es mir schon geholfen hat! Eure Hingabe, Geduld und Interesse sind unglaublich! Liebe Gruesse, Frank