Kombucha im Unitank (Ss Brewtech Unitank 2.0) – Probleme mit Kühlung, Klärung und Gegendruckabfüllung
Verfasst: Donnerstag 18. Dezember 2025, 20:21
Hallo zusammen,
ich versuche aktuell, Kombucha auf einem professionelleren Setup herzustellen und stoße dabei auf einige technische Probleme. Vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit Unitanks bzw. druckbeaufschlagter Abfüllung bei Kombucha.
Mein Setup:
Ss Brewtech Unitank 2.0
Ss Brewtech Glykolkühler
Kegland Cannular Gegedruckabfüller
Erster Versuch / Vorgehen:
Der Unitank war nur ca. 25 % gefüllt, da ich zunächst einen Testlauf machen wollte.
Ziel war es, den Kombucha zu kühlen, etwas zu klären und anschließend unter Gegendruck abzufüllen.
Beobachtete Probleme:
Kühlung / Glykol:
Der Glykolkühler war anfangs auf –5 °C eingestellt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass:
der Anfang des Kühlmantels vereist ist,
sowie später auch beide Glykol-Anschlüsse (Ein- und Ausgang) am Unitank sichtbar vereist waren.
Trotz der sehr niedrigen Glykoltemperatur ließ sich die Produkttemperatur im Tank nur auf etwa 7–8 °C senken.
Anschließend habe ich die Glykoltemperatur auf –1 °C erhöht, um Vereisung zu vermeiden.
Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass die konische Zone des Tanks kaum oder gar nicht aktiv gekühlt wurde, vermutlich aufgrund des sehr niedrigen Füllstands und eines teilweise „trockenen“ Kühlmantels.
Klärung / Sedimentation:
Durch die vergleichsweise hohe Produkttemperatur hat sich die Hefe bzw. das Trubmaterial nicht sauber im Konus abgesetzt.
Der Kombucha blieb entsprechend trüb.
CO₂ / Druck / Abfüllung:
Im Tank herrschten etwa 1,3 bar Druck. Das schon nach sehr kurzer Zeit (ca. 30 Minuten) über die CO2 Flasche.
Beim Abfüllen mit dem Kegland Cannular Gegedruckabfüller kam es ausschließlich zu starker Schaumbildung, die Flaschen ließen sich praktisch nicht füllen.
Erst nach einer Druckreduzierung auf ca. 0,1 bar konnte ich die Flaschen zu etwa ¾ füllen, bevor wieder vermehrt Schaum entstand.
Meine Kernfrage:
Würde sich die Gesamtsituation deutlich verbessern, wenn ich den Unitank z. B. auf 60 % oder mehr fülle, sodass:
der Kühlmantel vollständig benetzt ist,
niedrigere und stabilere Produkttemperaturen (Cold Crash) erreichbar sind,
sich Hefe/Trub besser im Konus absetzt,
und die Gegendruckabfüllung insgesamt stabiler und schaumärmer funktioniert?
Wäre ein Spunding Valve nützlich?
Zusätzlich interessiert mich:
Welche Zieltemperaturen für Kombucha vor der Abfüllung sich bei euch bewährt haben?
In welchen Druckbereichen ihr im Unitank bzw. am Cannular arbeitet?
Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen und Erfahrungen.
ich versuche aktuell, Kombucha auf einem professionelleren Setup herzustellen und stoße dabei auf einige technische Probleme. Vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit Unitanks bzw. druckbeaufschlagter Abfüllung bei Kombucha.
Mein Setup:
Ss Brewtech Unitank 2.0
Ss Brewtech Glykolkühler
Kegland Cannular Gegedruckabfüller
Erster Versuch / Vorgehen:
Der Unitank war nur ca. 25 % gefüllt, da ich zunächst einen Testlauf machen wollte.
Ziel war es, den Kombucha zu kühlen, etwas zu klären und anschließend unter Gegendruck abzufüllen.
Beobachtete Probleme:
Kühlung / Glykol:
Der Glykolkühler war anfangs auf –5 °C eingestellt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass:
der Anfang des Kühlmantels vereist ist,
sowie später auch beide Glykol-Anschlüsse (Ein- und Ausgang) am Unitank sichtbar vereist waren.
Trotz der sehr niedrigen Glykoltemperatur ließ sich die Produkttemperatur im Tank nur auf etwa 7–8 °C senken.
Anschließend habe ich die Glykoltemperatur auf –1 °C erhöht, um Vereisung zu vermeiden.
Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass die konische Zone des Tanks kaum oder gar nicht aktiv gekühlt wurde, vermutlich aufgrund des sehr niedrigen Füllstands und eines teilweise „trockenen“ Kühlmantels.
Klärung / Sedimentation:
Durch die vergleichsweise hohe Produkttemperatur hat sich die Hefe bzw. das Trubmaterial nicht sauber im Konus abgesetzt.
Der Kombucha blieb entsprechend trüb.
CO₂ / Druck / Abfüllung:
Im Tank herrschten etwa 1,3 bar Druck. Das schon nach sehr kurzer Zeit (ca. 30 Minuten) über die CO2 Flasche.
Beim Abfüllen mit dem Kegland Cannular Gegedruckabfüller kam es ausschließlich zu starker Schaumbildung, die Flaschen ließen sich praktisch nicht füllen.
Erst nach einer Druckreduzierung auf ca. 0,1 bar konnte ich die Flaschen zu etwa ¾ füllen, bevor wieder vermehrt Schaum entstand.
Meine Kernfrage:
Würde sich die Gesamtsituation deutlich verbessern, wenn ich den Unitank z. B. auf 60 % oder mehr fülle, sodass:
der Kühlmantel vollständig benetzt ist,
niedrigere und stabilere Produkttemperaturen (Cold Crash) erreichbar sind,
sich Hefe/Trub besser im Konus absetzt,
und die Gegendruckabfüllung insgesamt stabiler und schaumärmer funktioniert?
Wäre ein Spunding Valve nützlich?
Zusätzlich interessiert mich:
Welche Zieltemperaturen für Kombucha vor der Abfüllung sich bei euch bewährt haben?
In welchen Druckbereichen ihr im Unitank bzw. am Cannular arbeitet?
Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen und Erfahrungen.