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Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 09:09
von muldengold
Hallo in die Runde,
wie sind denn eure Erfahrungen mit cold crash bei mildem Frost so im Bereich -1 bis -3°C (a.k.a aktuelle Terrassentemperatur)?
Danke vorab!
Sandro
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 09:26
von BrauervomRotenBerg
Ich mache das regelhaft im Winter und die Temperaturen sind perfekt dafür. Bis -5 friert das Bier nicht ein wegen des Alkohols, bei leichten Minusgraden erlebe ich eine sehr schöne Klärung des Bieres.
Auch die Ernte-Hefe leidet nicht wesentlich und kann weiterverwendet werden.
Beste Zeit für Lagerbierbrauen. Aber auch klare OG-Biere.
Liebe Grüsse
Jochen
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 10:04
von muldengold
Danke Jochen, dann werde ich das so machen!!
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 10:49
von BrauervomRotenBerg
Noch mal mit Bild mein Vorgehen: über Nacht draußen lassen, erhöht stellen, dann nicht mehr bewegen. Ggf. Hefe im Hahn abschiessen, dann ohne Plätschern abfüllen. ZwangsKarbonisierung.
Liebe Grüsse
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 11:40
von Räuber Hopfenstopf
Du lässt das aber einfach so in die Kegs laufen, oder? Ohne vorher mit CO2 leerzudrücken. Ich habe da immer Angst vor Oxidation. So ist es natürlich weniger Gebastel.
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 11:46
von BrauervomRotenBerg
Ja,
ich lasse es über einen Schlauch laufen, der eintaucht, somit plätscherfrei. Bei den niedrigen Temperaturen um 0° ist die Oxidation geringer. Nach dem Verschliessen des KEG spüle ich den Kopfraum ausführlich mit CO2. Danach Lagerung im Kühlhaus bei 4°.
Sicher nicht ganz sauerstofffrei, aber ich denke unter den Bedingungen als sehr gering vertretbar. Geschmacklich nach meiner und Fremdeinschätzung kein wesentliches Oxidationsproblem.
Da ich drucklos vergäre wäre ein Umdrücken auch nicht mit weniger Luftkontakt realisierbar.
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 12:48
von Räuber Hopfenstopf
Das geht. Ich vergäre auch drucklos. Und drücke dann mit leichter CO2 Unterstützung und Schwerkraft ins Keg um. Ich ertappe mich aber oft dabei, dass es mir zuviel Aufwand ist.
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 15:25
von ggansde
Moin,
es würde mich jetzt interessieren, ob du einen Unterschied feststellst, wenn du es nicht tust.
VG, Markus
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 16:03
von Malzmoehre
Ich hab letztens nicht aufgepasst und mein CC ist zwischen 12 und 16 Stunden von 0 auf -1,5°C. Resultat: NG setzt den Zucker äußerst schleppend um. Nach vier Wochen in der Flasche ist die Karbonisierung noch nicht da und deutlicher Restzucker zu spüren.
Hatte vorher noch nie Probleme in der NG.
Also Vorsicht mit Minusgrad bei Flaschengärung.
Re: Cold crash Minusgrade
Verfasst: Freitag 9. Januar 2026, 16:57
von Räuber Hopfenstopf
es würde mich jetzt interessieren, ob du einen Unterschied feststellst, wenn du es nicht tust.
Das würde mich auch interessieren. Ich habe aber keinen direkten Vergleich. Bei hopfenbetonten Bieren fülle ich immer mit CO2 in vorgespannte Kegs. Bei Stouts nicht immer. Ich müsste vielleicht mal einen Sud splitten, um wirklich vergleichen zu können.