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Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Sonntag 11. Januar 2026, 12:58
von SimonI
Hallo Zusammen,
ich braue hauptsächlich IPAs und NEIPAS was bis jetzt auch zu 90% geklappt hat. Einmal entstand vermutlich ein Blausud, was hier jedoch nebensächlich ist.
Gebraut wird im 20l Einkocher und im 30er Kunststoffspeidel vergoren. Würzekühlung, Gärführung, Stopfen und Cold Crash habe ich so weit im Griff.
Ich möchte nun den Kunststoff aus dem Brauen verbannen und auf Edelstahl umrüsten. Seit längerem spiele ich ebenfalls mit dem Gedanken, auch in KEGs (vermutlich 9l) abzufüllen.
Bei der Recherche bin ich erst über konische drucklose oder druckfeste Tanks gestolpert, wobei ich letzere wegen des Preises wieder verworfen hatte.
Nun bin ich kürzlich über
Fermentation im KEG gestolpert und auf einmal ist das unter Druck Vergären wieder aktuell. Hauptsächlich möchte ich den O2-Eintrag dadurch minimieren.
Für mich bzw. mein Budget bestehen 2 Optionen:
1. Option:
Drucklos im konischen Edelstahleimer vergären, Nachgärung in der Flasche bzw. Karbonisierung im Keg.
2. Option:
Vergärung im 24,5l-KEG mit Spundaparat um gegen Ende zu Karbonisieren. Umdrücken in kleine Kegs oder GDA zur Lagerung.
Kostentechnisch halten sich beide Optionen die Waage, da der Fermenter ca. ähnlich wie das KEG kostet. Da ich sowieso ins Kegging einsteigen möchte, kann ich die Kosten für Fittinge vernachlässigen.
Was würdet ihr an dieser Stelle empfehlen bzw. übersehe ich in der Überlegung zu Option 2 Probleme im Handling und Material?
Gruß Simon
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Sonntag 11. Januar 2026, 14:10
von Braufex
Servus Simon,
willkomen im Forum
Jetzt wollt ich Dir gerade die Seite von Douglas [crafthardware] empfehlen, aber die hast Du ja schon selber gefunden
UG/Lagerbiere:
Bis vor kurzem hab ich im Plastikeimer vergärt und bei ca. 50% Vergärgrad in ein NC-Keg geschlaucht (Grünschlauchen).
Die Nachgärung/Karbonisierung fand dann im NC-Keg mit Spundventil (BlowTie, Kegland) statt.
Zuerst geschlossen, bei Erreichen des gewünschten Spunddruckes wurde der Regler auf den gewünschten Druck eingestellt.
Wenn die Nachgärung abgeschlossen ist, wurde (evt. nach einem ColdCrash) in das eigentliche Reife- und Lager-Keg umgedrückt.
Wenn Du eh ins Keging einsteigen willst, ist das eine günstige Alternative.
In der Zwischenzeit hab ich privat günstig ein
25-L-WilliamsWarn-BrewKeg mit absperrbarem Hefebehälter für Druckvergärung erworben, ist gerade in erster Verwendung.
Macht Spass, das Teil.
Vorgehen ähnlich. Zuerst drucklos vergären, dann rechtzeitig mit dem Spunddruckregler den gewünschten Druck einstellen und karbonisieren.
Dann entweder ins Lager-Keg umdrücken oder, nach Entfernung der Hefe, gleich aus dem Keg zapfen.
Gruß Erwin
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Sonntag 11. Januar 2026, 19:53
von Ludgerus
Ich habe nen FermZilla mit dem ich super zufrieden bin, aber der ist halt auch aus PET. Ich bin mir Vergärung unter Druck sehr zufrieden. Für dich wäre dann ggf ein ein Fermenter Keg interessant.
https://amzn.eu/d/def5a7Q
Hat 24,5l ist aber nicht ganz so teuer wie ein Drucktank. Ob das der günstigste Händler ist, weiß ich aber nicht. Hab da um ehrlich zu sein noch nicht tiefer nach gesucht weil ich mit meinem FermZilla zufrieden bin

Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Montag 12. Januar 2026, 06:57
von SimonI
Danke für eure Einschätzung.
Also funktioniert keg fermenting unter Druck so wie im Artikel oben beschrieben mit dip tube auch bei gestopften Bieren.
Spezielle fermenter aus Edelstahl mit Hefe-Abscheider sind zwar ganz nett, da ich jedoch keine hefe ernten möchte und bestimmt auch mal 2 Biere gleichzeitig habe werde ist die Option raus weil 1. nicht benötigend und 2. deutlich zu teuer. Gebraucht ist mir hier leider noch keiner untergekommen.
Kunststoffe möchte ich ja vermeiden, weswegen Fermzilla raus ist.
Ich werde mir das ganze einmal durchrechnen inkl. GDA und dann entsprechend besorgen.
Gruß Simon
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Montag 12. Januar 2026, 10:31
von jojo5
Ich würd zwecks einfacher Reinigung sowie einfacher Hefeabscheidung zu einem 30l Drucklosen Edelstahl Gärtank raten.
https://www.bier-brauen.at/gaertank-konisch-30 https://www.expondo.de/royal-catering-m ... l-10011528 https://mashcamp.shop/shop/brauanlagen/ ... -gaertank/
Die sind eigentlich alle gleich, haben nur ein anderes "branding". Gibts auch immer wieder auf Kleinanzeigen für ~100€.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Montag 12. Januar 2026, 12:10
von Spittyman
Da er hauptsächlich Neipas und IPAs braut, sollte es schon ein druckfester Tank sein, damit man diesen leerdrücken kann. Ich finde diese Stahlbehälter eigentlich auch ganz ok, aber mir würde die Möglichkeit zum Leerdrücken fehlen. Ich habe eine Zeitlang auch in NC-Kegs vergoren und muss sagen, dass das zwar geklappt hat, aber nen Reinigungskrampf ist. Zumal ich gerne die Ispindel nutze und das in den Kegs nicht einfach war, eine Verbindung herzustellen. Ich empfehle für die Kegs auf jeden Fall mit Floating Dip Tubes zu arbeiten, aber es sollte ein Filterkörbchen dran sein. Nur mit Schwimmer zieht man zu viel Gas mit, was dann beim Umdrücken zum Alptraum wird. Alternativ, kann man auch die Flotits nutzen. Die sind zwar ziemlich teuer, aber sehr gut und mit doppeltem Filter.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Montag 12. Januar 2026, 17:57
von SimonI
Spittyman hat geschrieben: Montag 12. Januar 2026, 12:10
Da er hauptsächlich Neipas und IPAs braut, sollte es schon ein druckfester Tank sein, damit man diesen leerdrücken kann. Ich finde diese Stahlbehälter eigentlich auch ganz ok, aber mir würde die Möglichkeit zum Leerdrücken fehlen.
Und die Möglichkeit würde dir fehlen, weil durch einfaches umfüllen zu viel Sauerstoff mit rein kommt, korrekt? Oder übersehe ich etwas?
Spindel habe ich auch, aber den Gravitymon. Durch das spundventil sehe ich aber kaum Notwendigkeit dafür.
Kannst du noch was zur Reinigung sagen? Ich kann im Keller gemütlich ne Wasserschlacht machen, daher sehe ich die Reinigung vom NC-Keg jetzt nicht so kritisch.
Floating dip ist notiert und bereits fest mit eingeplant, sollte es auf die Kegs hinauslaufen.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Montag 12. Januar 2026, 18:23
von Spittyman
SimonI hat geschrieben: Montag 12. Januar 2026, 17:57
Spittyman hat geschrieben: Montag 12. Januar 2026, 12:10
Da er hauptsächlich Neipas und IPAs braut, sollte es schon ein druckfester Tank sein, damit man diesen leerdrücken kann. Ich finde diese Stahlbehälter eigentlich auch ganz ok, aber mir würde die Möglichkeit zum Leerdrücken fehlen.
Und die Möglichkeit würde dir fehlen, weil durch einfaches umfüllen zu viel Sauerstoff mit rein kommt, korrekt? Oder übersehe ich etwas?
Spindel habe ich auch, aber den Gravitymon. Durch das spundventil sehe ich aber kaum Notwendigkeit dafür.
Kannst du noch was zur Reinigung sagen? Ich kann im Keller gemütlich ne Wasserschlacht machen, daher sehe ich die Reinigung vom NC-Keg jetzt nicht so kritisch.
Floating dip ist notiert und bereits fest mit eingeplant, sollte es auf die Kegs hinauslaufen.
Die Frage ist, wie du in einem einfachen Fermenter die Flüssigkeit komplett durch CO2 ersetzt, das klappt nicht ohne weiteres, weil 1. nicht dicht und 2. Kein Anschluss fürs CO2. Zum Reinigen: NC Kegs haben ja schon ne Vergleichsweise große Öffnung, aber da mit dem Arm rein, kann schon echt weh tun und nerven. Außerdem passen da ja nur knapp 19l rein, mit genügend Kopfraum evtl. Nir noch 15l.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Montag 12. Januar 2026, 18:35
von SimonI
Also zwecks Sauerstoff. Danke für die Klarstellung :)
Ich würde mir das 24,5 Liter keg holen zum vergären - da sollten die 20 Liter die ich als mache rein passen.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Montag 12. Januar 2026, 21:01
von Räuber Hopfenstopf
Gerade beim Stopfen ist ja doch eine Menge Hopfen im Sediment. Es ist aber schon gut, wenn man das Bier rechtzeitig vom Hopfen trennen kann. Und da gibt es ein Problem, wenn der Hopfen mit im Keg landet. Ich hatte nicht nur einmal Undichtigkeiten, weil sich Hopfenpartikel in eine Dichtung gesetzt haben.
Man kann gut aus einem drucklosen Behälter in ein Keg umdrücken. Ich habe an meinen drei Brew Bucket Triclamp Stutzen in die Deckel schweißen lassen. Ich stopfe im Bucket, kann dann ohne viel Bodensatz in ein Keg umdrücken und von dort nach Reife/Klärung mit einem Gegendruckabfüller in Flaschen füllen. Zum Umdrücken nehme ich einen Triclamp Anschluss mit Überdruckventil. Den gibt es von Ss Brewtech. Man muss daran denken, alle Schläuche mit CO2 zu spülen und kann damit recht sauerstoffarm arbeiten, glaube ich.
Mir war ein Unitank einfach „too much“ und Versuche mit Gärung im Keg scheiterten immer an massenweise Bodensatz. So löse ganz gut. Auf den Fotos kann man die Konstruktion erkennen.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 06:59
von Spittyman
Mal so aus Neugier, hat der Fermenter nen Dichtungsring, sodass sich ein Druck aufbauen kann? Und was ist das für ein wunderschöner Kühlschrank?
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 07:23
von Räuber Hopfenstopf
Der Deckel ist dicht. Da ist eine dicke Silikondichtung drin. Und mit dem Triclamp Anschluss kann ich soviel Druck drauf geben, dass das Bier fließt.
Der Kühlschrank ist ein Gorenje. Der ist echt gut für die Buckets. Der 54er geht rein, von den 27ern sogar zwei übereinander.
Die Böden sind Eigenbau aus 6 mm dickem HPL. Unten ist noch eine Verstärkung drunter. Der untere Boden liegt hinten und an den Seiten auf und trägt locker die 54 Liter Buckets.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 07:42
von Spittyman
Danke!
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 10:22
von dierabenfliegen
Ich stand letztes Jahr vor einer ähnlichen Entscheidung, wollte unter Druck vergären. Hab mich aber dann gegen das KEG und für einen kleinen Drucktank entschieden. Nutze auch einen Kühlschrank, ähnlich wie der oben gezeigte.
Mein Druckgärbehälter fasst 32l voll, ich vergäre idR zwischen 20 und 25 Liter. Bis auf die Weißbiere karbonisiere ich im Gärtank. UG klappen eigentlich auch ohne Zugabe von CO2, bei OG (hauptsächlich Pale Ales) oder wenn ich UG zu spät das Spundventil geschlossen habe, gebe ich dann extern CO2 zu. Dry Hopping klappt gut mit einer Hop Bong ähnlichen Konstruktion. Du kannst dann auch den Hopfen unten gut ablassen.
Preislich liegt das natürlich über der KEG Lösung, v.a. da du wahrscheinlich ein paar Kleinigkeiten dazu kaufen willst (Hop Bong, evtl. Carb Stone, etc.). Die preislich tragbaren Druckgärbehälter halten meistens nur 1 bar, d.h. OG fertig zu spunden wird schwierig.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 10:48
von Räuber Hopfenstopf
Das ist eines der Probleme. Alle ZKG, die ich für den Hobbybereich gesehen habe, sind bis 15 psi freigegeben. Um ein OG zu spunden, brauche ich aber ungefähr 2 Bar. Dann kann ich mit den Aifwand auch sparen.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 11:14
von dierabenfliegen
Räuber Hopfenstopf hat geschrieben: Dienstag 13. Januar 2026, 10:48
Dann kann ich mit den Aifwand auch sparen.
Du meinst den Aufwand mit dem Drucktank, also den Preis? Ich finde, auch bei OG Bieren kann man zumindest einen Teil spunden, den Rest dann nach Cold Crash über Zwangskarbonisierung. Auch beim Cold Crash brauche ich dann nicht acht geben, weil bereits Druck aufgebaut wurde.
Aber stimmt, wenn man nur OG braut, dann kann man sich schon fragen, ob man den Mehrpreis zahlen will.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 11:32
von IronHosch
Räuber Hopfenstopf hat geschrieben: Dienstag 13. Januar 2026, 10:48
Das ist eines der Probleme. Alle ZKG, die ich für den Hobbybereich gesehen habe, sind bis 15 psi freigegeben. Um ein OG zu spunden, brauche ich aber ungefähr 2 Bar. Dann kann ich mit den Aifwand auch sparen.
Die BrewTools Unitanks gehen bis 2 Bar. Die sind aber auch relativ hochpreisig.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 12:28
von Emme
Für mein Verständnis: ich meine mal gehört zu haben, dass man untergärige Hefen bis ca. 1bar und OG Hefen bis ca. 0,5bar spunden kann / soll, um die Hefe nicht zu sehr zu stressen.
Stimmt das überhaupt so, oder hab ich mir das falsch abgespeichert?
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 13:15
von Räuber Hopfenstopf
Das kann nicht stimmen. Wenn ich ein Bier bei 17 Grad vergäre und mit 5,4 g/l spunden möchte, brauche ich 2 bar. Anders geht es nicht, wenn Zwangskarbonisierung und Flaschengärung vermieden werden sollen.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Dienstag 13. Januar 2026, 13:53
von Taim
Emme hat geschrieben: Dienstag 13. Januar 2026, 12:28
Für mein Verständnis: ich meine mal gehört zu haben, dass man untergärige Hefen bis ca. 1bar und OG Hefen bis ca. 0,5bar spunden kann / soll, um die Hefe nicht zu sehr zu stressen.
Stimmt das überhaupt so, oder hab ich mir das falsch abgespeichert?
Könnte es sein, dass Deine Info von hier kommt (letzter Absatz)?
https://mashcamp.shop/druckgaerung-anle ... ter-druck/
Ich denke die Druckwerte aus dem Blog beziehen sich dann eher auf die ersten 2/3 der HG, weil die Hefe bei zu hohem Druck möglicherweise "einschläft".
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Mittwoch 14. Januar 2026, 10:02
von Emme
Könnte sein, ja. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr. Aber klingt für mich auch so, wie du schreibst. Dann muss ich den Irrglauben aus meinem Kopf löschen. Danke dir! :)
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Donnerstag 15. Januar 2026, 19:34
von SimonI
Danke für die ganzen Antworten. Hat mich sehr viel weiter gebracht und es wird nun ein Konischer gärtank mit NC Anschluss, um beim CC mit minimalem Druck CO2 nachzulegen und danach umgedrückt.
Karbonisierung mach ich vermutlich weiterhin mit Zucker im keg. Einmal 19 Liter und einmal kleiner, wahrscheinlich 5 oder 8/9 Liter.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Freitag 16. Januar 2026, 07:33
von Räuber Hopfenstopf
Wenn du schon Kegs hast, warum dann noch Zucker? Das sind immer 0,5 % mehr Alkohol ohne zusätzlichen Geschmack und Bodensatz im Keg. Für mich war der Grund für den Umstieg auf Kegs die Möglichkeit, das Bier klar und ohne Bodensatz in Flaschen füllen zu können.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Freitag 16. Januar 2026, 08:22
von thopo68
Räuber Hopfenstopf hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 07:33
Wenn du schon Kegs hast, warum dann noch Zucker? Das sind immer 0,5 % mehr Alkohol ohne zusätzlichen Geschmack und Bodensatz im Keg. Für mich war der Grund für den Umstieg auf Kegs die Möglichkeit, das Bier klar und ohne Bodensatz in Flaschen füllen zu können.
Wobei man fürs Zapfen oder Umdrücken sowieso CO2-Equipment braucht. Dann kann man auch gleich zwangskarbonisieren.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Freitag 16. Januar 2026, 08:24
von SimonI
Beides bewusst, aber der Flaschentrub hat mich nicht gestört und beim NEIPA vermute ich, dass mit das Bier sonst zu klar wird. Da werde ich nach dem ersten Brauen mal schauen, wie ich es dann mache. Vielleicht gibts auch direkt n Vergleich in 2 unterschiedlichen kegs
Gruß Simon.
Re: Entscheidungshilfe Ferment in KEG oder Drucklos
Verfasst: Freitag 16. Januar 2026, 08:41
von Räuber Hopfenstopf
Bei einem Neipa würde ich vielleicht auch zwangskarbonisieren. Dann ist das ratzfatz fertig und man wartet nicht noch. Mit der Klärung ist das natürlich so eine Sache. Da verhält sich ein Keg nicht anders als Bier in Flaschen. Wenn die Hefe gut sedimentiert, wird es klar. Wenn es schön hazy ist, bleibt das auch im Keg stabil.
Wir nutzen das hauptsächlich für untergärige Biere, Stouts und Porter. Die sollen schön blank werden und auch die Starkbiere auch mal ein paar Monate/Jahre gelagert werden, ohne die Gefahr von Autolyse.