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Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Donnerstag 22. Januar 2026, 23:56
von Hamü
Hallo zusammen,
ich möchte meine Hauptgärung in der Kühlzelle mit Hilfe eines Inbird durchführen. Der Fühler des Inbird soll dabei im Jungbier sein und die Kühlzelle soll dadurch gesteuert werden.
Bei einer früheren Kühlzellensteuerung hatte ich das schon mehrmals gemacht, aber bei den neueren Kühlzellensteuerungen/Regelungen soll das nicht mehr möglich sein. Meine neue Kühlzellensteuerung ist von Pego.
Ist hier jemand dabei, der einen Rat dazu hat oder diese Art von Gärführung praktiziert? Und welche Temperatur hat derjenige,der das praktiziert bei der Kühlzelle eingestellt?
Ich möchte meine neue Kühlzellenregelung ungern schrotten, aber so eine entspannte Gärführung durch den Inbird möchte ich auch nicht mehr missen.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Freitag 23. Januar 2026, 07:12
von jbrand
Unter einer Kühlzelle stelle ich mir schon etwas Größeres vor. Hierfür einen Inkbird zum Schalten zu verwenden ist nicht ratsam, da die Relais im Inkbird keine großen Ströme vertragen. Das äußert sich dann dadurch, dass das Relais kleben bleibt und dadurch das Gerät angeschaltet bleibt, obwohl der Inkbird eigentlich abschalten sollte. Manche hier im Forum haben das Problem bereits bei Kühlschränken oder Truhen gehabt, musst du mal nach suchen. Ich rate dir jedenfalls davon ab.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Freitag 23. Januar 2026, 17:23
von slimcase
Lässt sich relativ leicht beantworten. Wieviel Leistung hat deine Kühlzelle?

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Freitag 23. Januar 2026, 19:23
von Moe_Hutz
Warum hängst du nicht einfach den Temperaturfühler der Kühlzelle ins Bier?

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Freitag 23. Januar 2026, 20:01
von Hamü
Die Idee mit dem Temperaturfühler finde ich gar nicht schlecht. Allerdings habe ich 3 davon an verschiedenen Stellen im Kühlhaus, um anscheinend eine Durchschnittstemperatur zu ermitteln, außerdem wären sie zu kurz. Aber den Gedanken habe ich im Hinterkopf.
Der Kompressor hat folgende Kälteleistung bei 0 Grad VT 717 Watt(steht da so...). Der Verdampfer bei Delta 1. 10Kmit 0,73 kW. Ansonsten steht da etwas von 50 und 60 Hertz, ich kenne mich damit nicht so gut aus.Der Ventilator/Verdampfer benötigt wohl 420 Watt. Mehr habe ich leider auf die schnelle nicht herausgefunden. Ich hoffe es hilft.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Freitag 23. Januar 2026, 20:08
von Hamü
Das Kältemittel ist R 404 A.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Freitag 23. Januar 2026, 23:19
von slimcase
Hat deine Kühlzelle einen Stecker für eine normale Schuko Steckdose?

Also wenn du nicht weißt wieviel Leistung deine Kühlzelle hat solltest du auf jeden Fall davon absehen mit Strömen zu experimentieren bzw das ganze mit einem Inkbird zu steuern. Vlt kannst du jemanden zu Rate ziehen der sich besser auskennt mit der Materie? Kommentare aus einem Forum reichen in der Regel nicht aus bei der Thematik :)

Wenn deine Kühlzelle eine Temperaturregelung hat, reicht die doch völlig aus um deine Gärung auf einer angemessenen Temperatur zu halten. Selbst bei einer Führung mit Inkbird würde man davon abraten den Sensor direkt in die Würze zu stecken sondern außen am Gärfass anbringen.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 00:53
von Hamü
Ja, meine Kühlzelle hat einen normalen Schukostecker.
Bei der alten Kühlhausregelung hat das mit einem Inkbird und dem Fühler im Jungbier hervorragend geklappt. Im Gärbottich sind ca. 200 l, da ist es nicht immer einfach eine sehr genaue Temperaturführung im untergärigen Bereich hinzubekommen.
Früher habe ich auch die Jungbiertemperatur über die Kühlzelle ohne Inkbird und Fühler gesteuert . Da musste ich 2-3 mal am Tag die Temperatur messen und bei Bedarf die Kühlzellentemperatureinstellung korrigieren. Das war etwas mühselig und nicht immer sehr genau.
Ich dachte auch schon an separaten Kühlkreislauf mit Eiswasser und Kühlschlange oder Kühlplatte. Finde das aber ein wenig aufwendig. Ja, ist alles nicht so einfach.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 04:05
von baeckus
Hallo,
wie wäre es denn mit der australischen Lösung-
Rapt Pill mit passendem Temperaturregler:
https://mashcamp.shop/shop/brauanlagen/ ... VsEALw_wcB
Ich steuere so zwei große Getränkekühlschränke als Gärkammern.
Ciao baeckus

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 12:46
von slimcase
baeckus hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 04:05 Hallo,
wie wäre es denn mit der australischen Lösung-
Rapt Pill mit passendem Temperaturregler:
https://mashcamp.shop/shop/brauanlagen/ ... VsEALw_wcB
Ich steuere so zwei große Getränkekühlschränke als Gärkammern.
Ciao baeckus
Is das gleiche wie ein Inkbirn nur in teuer weil die Daten per WLAN auf die Rapt Server übertragen werden. Auch dieses Gerät ist nur für 10 Ampere ausgelegt und kann nicht unter Vollast betrieben werden. Falls das Kühlhaus also mehr als 2400W benötigt ist es der selbe Salat.

Auf dem Gerät wird es eine Plakette geben wo die Leistung angegeben ist. Alternativ kann der Hersteller Auskunft geben, was im Pro Bereich sicherlich kein Problem darstellen sollte.

Ich denke nach wie vor, dass die Steuerung des Kühlhauses völlig ausreicht. Es spielt am Ende keine Rolle ob du dein Untergäriges bei 9 oder 10 Grad vergärst. Auch 200Liter werden die Umgebungstemperatur annehmen :) Falls du wirklich steuern möchtest, benötigst du auch eine Heizquelle. Wie groß diese bei einem Kühlhaus sein sollte steht nochmal auf einem anderen Blatt Papier.

Also am Ende solltest du dich freuen, dass du ein steuerbares Kühlhaus hast. Wir Hobbybrauer nutzen Inkbird und co. ja nur, weil man einen handelsüblichen Kühlschrank in der Regel nicht auf Temperatur XY einstellen kann.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 13:18
von heru
Jeder Kältetechniker kann den Raumfühler im Jungbier platzieren. Allerdings würde ich die Hysterese sehr eng einstellen, um der Trägheit entgegenzuwirken. Den konkreten Vorteil sehe ich dabei allerdings noch nicht ganz.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 13:46
von SimonI
Wie wäre es, die Zelle über ein Leistungsschütz über den inkbird zu steuern?
Ansonsten die Fühler so verschalten dass entweder nur ein Fühler die Temperatur vor gibt oder einfach alle 3 ins Bier rein halten.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 13:48
von heru
Warum willst du den Verdampfer-Fühler in das Bier reinhalten, das macht doch überhaupt keinen Sinn.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 13:53
von heru
Eventuell ist ja der dritte Fühler sowieso ein Produkt-Fühler, dann natürlichen diesen in das Jungbier geben.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 14:20
von Hamü
Da gibt es anscheinend doch einiges zu beachten. Bei meiner ersten Kühlhausregelung habe ich einfach losgelegt ohne nachzudenken. Da hätte ich wohl auch Glück gehabt.
Die 200 l sind natürlich auch möglich über die Kühlzelle zu regeln. Manche untergärige Hefen reagieren erfahrungsgemäß allerdings etwas zickig wenn die Temperaturen nicht passen und das wollte ich vermeiden. Wie die 3 Fühler eingeordnet sind weiß ich nicht. Vielleicht geht da was. Vielen Dank für eure Unterstützung. Es ist schön bei seinem Hobby so eine tolle Community kontaktieren zu können.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 14:23
von baeckus
slimcase hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 12:46
baeckus hat geschrieben: Samstag 24. Januar 2026, 04:05 Hallo,
wie wäre es denn mit der australischen Lösung-
Rapt Pill mit passendem Temperaturregler:
https://mashcamp.shop/shop/brauanlagen/ ... VsEALw_wcB
Ich steuere so zwei große Getränkekühlschränke als Gärkammern.
Ciao baeckus
Is das gleiche wie ein Inkbirn nur in teuer weil die Daten per WLAN auf die Rapt Server übertragen werden. Auch dieses Gerät ist nur für 10 Ampere ausgelegt und kann nicht unter Vollast betrieben werden. Falls das Kühlhaus also mehr als 2400W benötigt ist es der selbe Salat.

Auf dem Gerät wird es eine Plakette geben wo die Leistung angegeben ist. Alternativ kann der Hersteller Auskunft geben, was im Pro Bereich sicherlich kein Problem darstellen sollte.

Ich denke nach wie vor, dass die Steuerung des Kühlhauses völlig ausreicht. Es spielt am Ende keine Rolle ob du dein Untergäriges bei 9 oder 10 Grad vergärst. Auch 200Liter werden die Umgebungstemperatur annehmen :) Falls du wirklich steuern möchtest, benötigst du auch eine Heizquelle. Wie groß diese bei einem Kühlhaus sein sollte steht nochmal auf einem anderen Blatt Papier.

Also am Ende solltest du dich freuen, dass du ein steuerbares Kühlhaus hast. Wir Hobbybrauer nutzen Inkbird und co. ja nur, weil man einen handelsüblichen Kühlschrank in der Regel nicht auf Temperatur XY einstellen kann.
Hallo,
die Kegland Lösung beinhaltet aber die Raptpill zur Temperatursteuerung.
außerdem glaube ich nicht das eine moderne Kühlzelle soviel Stom zieht.
ciao baeckus

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 24. Januar 2026, 19:48
von MaltHopMagic
Im Text wir ein Temperatursensor erwähnt ...

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 10:01
von Sebasstian
Ich habe mehrere Jahre meine Kühlzelle mit Inkbird gesteuert. Das Aggregat hatte ca. 800W, also ähnlich wie das oben genannte. Der Grund war, dass das ursprünglich als Gefrierzelle ausgelegt war und die eingebaute Steuerung nur Solltemperatur im Bereich von -30°C bis 0°C erlaubte. Ich hab dann 0°C eingestellt am Aggregat und dessen Schukostecker in den Inkbird gesteckt. Solltemperatur am Inkbird war dann 8°C und der hat halt hart das Aggregat stromlos gemacht wenn das erreicht war. Mit klebenden Relais Kontakten hatte ich keine Probleme. Vielleicht aber auch nur Glück gehabt. ;)

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 10:24
von jbrand
Sebasstian hat geschrieben: Sonntag 25. Januar 2026, 10:01 Mit klebenden Relais Kontakten hatte ich keine Probleme. Vielleicht aber auch nur Glück gehabt. ;)
Das ist genau der Punkt, es kann, auch längerfristig, gut gehen, muß es aber nicht. Es ist auch nicht die Dauerlast, die die Relais schädigt, sondern der Anlaufstrom des Kompressors. Der kann, je nach Bauart, ein Vielfaches des Dauerstromes betragen und damit sind dann die kleinen Relais überfordert und verschweißen.

Wenn du das zuverlässig verhindern willst, dann kannst du mit dem Inkbird ein Relais oder einen Leistungsschütz ansteuern, dann solltest du aber auf die Gebrauchskategorie achten. Richtig ist entweder AC-3 oder AC-7b. Diese Relais sind dann darauf ausgelegt, die Anlaufströme auch dauerhaft zu schlalten.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 12:16
von Hamü
Wenn ich euch richtig verstanden habe, dann ist der Inkbird mit seinem Relais die Schwachstelle im System. Ist das so richtig verstanden?
Zweitens habe ich verstanden dass dann der Inkbird defekt ist und nicht mehr regelt, weil er " verklebt" ist.
Das würde bedeuten der Inkbird wäre dann nicht mehr funktionsfähig und defekt. Habe ich das auch richtig verstanden?
Wäre dies so, wäre das nicht schön, aber finanziell verkraftbar. Was mir aber sehr wichtig ist: Nimmt die Kühlhausregelung keinen Schaden,wenn ich einen Inkbird dazwischen setze?
Die kostete leider sehr viel mehr als ein Inkbird, abgesehen vom Aufwand wieder eine neue Regelung zu besorgen und wieder einbauen zu lassen.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 12:47
von Braufex
Die Steuerung der Kühlanlage würde dann ununterbrochen mit Strom versorgt werden, da der Inkbird die Stromversorgung nicht mehr trennen kann.
Ist das Kühlaggregat direkt auf den Inkbird angeschlossen, kühlt es ununterbrochen weiter.
Läuft die Steuerung intern über ein Thermostat, wird die, über das Thermostat eingestellte, Temperatur angefahren.

Wenn man bei einem Kühlschrank darauf achtet, das das interne Thermostat auf ca.5°C eingestellt ist, kann man ihn gefahrlos mit dem Inkbird auf ca.8°C regeln. Sollte dann das Relais "kleben" schaltet er nicht mehr aus (=Normalbetrieb) und das Thermostat steuert auf 5°C.
Wenn man das Thermostat auf höchste Stufe (=kälteste) stellt, kann es, je nach Leistung vom Kühlschrank, durchaus vorkommen, dass der Inhalt gefriert.

Gruß Erwin

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 13:14
von Hamü
Dann wäre also die eigentliche Gefahr dass die Kühlzelle ununterbrochen kühlt und eventuell der Verdampfer vereisen könnte.
Wenn ich aber bei der Kühlhausregelung 2 Grad einstelle, müsste er diese Temperatur ansteuern und mit Hilfe seiner eigenen 3 Fühler dann bei erreichen der 2 Grad Raumtemperatur abschalten und die Kühlhausregelung nimmt keinen Schaden.
Sagen wir es mal so: Wenn der Inkbird ausfällt, erfüllt die Kühlhausregelung einfach der Aufgabe der von mir am Kühlhaus eingestellten Temperatur (2Grad).
Wenn ich dann zwischendurch die Kühlung im Auge behalten, sollte das Problem beherrschbar sein,oder?

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 14:20
von Sebasstian
Hamü hat geschrieben: Sonntag 25. Januar 2026, 13:14 Dann wäre also die eigentliche Gefahr dass die Kühlzelle ununterbrochen kühlt und eventuell der Verdampfer vereisen könnte.
Wenn ich aber bei der Kühlhausregelung 2 Grad einstelle, müsste er diese Temperatur ansteuern und mit Hilfe seiner eigenen 3 Fühler dann bei erreichen der 2 Grad Raumtemperatur abschalten und die Kühlhausregelung nimmt keinen Schaden.
Sagen wir es mal so: Wenn der Inkbird ausfällt, erfüllt die Kühlhausregelung einfach der Aufgabe der von mir am Kühlhaus eingestellten Temperatur (2Grad).
Wenn ich dann zwischendurch die Kühlung im Auge behalten, sollte das Problem beherrschbar sein,oder?
Ja, genau so ist es. Ich hatte meine Kühlzelle nur zur Lagerung und nicht zur Gärung genutzt. Deshalb war das Risiko vertretbar. Wenn der Inkbird festgehängt hätte, dann wäre das Kühlaggregat inkl. der internen Steuerung dauerhaft in Betrieb gewesen und im worst Case wären also bei mir 0°C statt 8°C in der Kühlzelle gewesen. Vertretbar. In deinem Fall könnte eine zu niedrige Temperatur bei der Gärung halt auch mal einen Sud versauen. Muss man halt abwägen. Ich hab auch schon Kühlschränke mit Inkbird direkt gesteuert. Mir ist bisher noch keines dieser praktischen Geräte kaputt gegangen. Risiken muss man bewerten. Aber man darf sich nicht von Ihnen lahmlegen lassen. :Bigsmile

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 16:33
von Hamü
Bei mir wâre die Steuerung über den Inkbird auch nur ca. Die 7-10 Tage während der Hauptgärung aktiv, danach während der Lagerung wird die Temperatur über Kühlhausregelung gesteuert.
Ich werde eure wertvollen Tipps nochmals verinnerlichen und sie in einem "Brainstorming" mit dem der die Kühlhausreinigung eingebaut hat, anwenden.
Ihr habt mir echt geholfen,danke!
Elektrotechnisch bin ich leider in vielen Bereichen sagen wir mal" deutlich eingeschränkt" in meinem Wissen.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 20:01
von Braufex
Noch ein Hinweis zur Regelungsgüte:
Wenn Du die Gärtemperatur über die Kühlraumtemperatur regeln willst und der Fühler im Gärbehälter steckt, wirst Du eine sehr träge Regelstrecke erhalten. Eine stark schwankende Gär-Temperatur durch sehr große Totzeiten sind zu erwarten.

Besser wäre, eine gleichbleibende und konstante Kühlraumtemperatur einzustellen und die Temperatur im Gärbehälter beobachten.
Bei Bedarf die Kühlraumtemperatur nachführen.

Dazu ein Vorschlag für eine gute Gärführung, die allerdings auch ein wenig Aufmerksamkeit erfordert:

Beispiel Untergärig, bei gewünschten 9°C Gärtemperatur
- am Vortag: Kühlraum auf 9°C kühlen
- Würze nach dem Kochen auf 9°C mit Gegenstrom- oder Eintauchkühler abkühlen
- Hefe anstellen und Jungbier in Kühlraum stellen
- sobald die Gärtemperatur durch die Gäraktivität anfängt zu steigen (nach ca. 6 - 24h, je nach Gärung), Kühlraumtemperatur zuerst um 1, dann um 2 bis 3°C absenken; dabei die Temperatur im Gärbehälter immer knapp über den 9°C halten; bei größeren Gärbehältern eher niedrigere und bei kleineren Gärbehältern eher höhere Kühlraumtemperatur; ca.(!) 6 - 7°C
- bei abklingender Gärung die Kühlraumtemperatur wieder langsam auf 9°C anheben; nicht zu lange warten, die Gärtemperatur sollte nicht absinken
- wenn Du eine ansteigende Gärtemperatur möchtest, kannst Du natürlich die Kühlraum-Temperatur auch höher einstellen.
Aber dran denken: bis die Gärtemperatur auf Änderungen anspricht, kann es aufgrund der Trägheit des Systems einige Zeit dauern

Tipp zur Messung der Gärtemperatur:
Du musst den Fühler nicht in das Gärfass stecken; wenn Du ihn auf mittlerer Höhe des Jungbiers außen eng am Gärbehälter anbringst und ihn mit einem Dämmstoff (z.B dicker Schaumgummi, kleines Kissen, Neopren, Stück aus Isomatte (gerne doppelt), etc.) gegen die Umgebungstemperatur dicht abschirmst.

Du kannst ja mal mit einem mit Wasser gefüllten Gäreimer versuchen eine saubere Temperaturführung hinzubekommen.
Da bekommst Du ein Gefühl fürs System und die Ansprechzeiten und versaust Dir nicht gleich einen Sud.

Viel Erfolg,
Gruß Erwin

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Sonntag 25. Januar 2026, 21:56
von Hamü
Ja Erwin,
so werde ich mich langsam herantasten, wenn es nicht anders geht.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Montag 26. Januar 2026, 17:59
von bergro
Vielleicht hilft dir mein Ansatz.
Ich täusche dem Temperaturfühler bei meinen Liebherr Gefrierschränken eine falsche Temperatur vor. Das hat ganz gut mit einem 1 Kanal Relais und Widerstand geklappt. Vor allem kann das wieder gut zurück gebaut werden.
Das läuft über Brewpiless. Im inaktiven Zustand meint der Gefrierschrank, die Temp sei z.B. -22 Grad. Misst die iSpindel eine zu hohe Temperatur, wird das Relais aktiviert, der Gefrierschrank glaubt Temp. sei -10 Grad und versucht die eingestellte Soll Temperatur von -18 Grad zu erreichen.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Dienstag 27. Januar 2026, 12:09
von slimcase
Wenn du nicht sicher bist wieviel Leistung deine Kühlzelle hat könntest du auch messen. Solche Messgeräte kosten 10€ bei Amazon:

https://www.amazon.de/Stromverbrauchsme ... 0CCYH1GTX/

Dort könntest du auch die Leistungsspitzen ablesen wenn der Kompressor schaltet.

Solche Messgeräte sind auch für andere Anwendungen praktisch :)

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Dienstag 27. Januar 2026, 16:37
von Exedus
Oder Du baust innerhalb der Kühlzelle noch nen kleinen 20L Wasser / Glycol Kreislauf auf, der mittels Pumpe, Eintauchkühler und Inkbird die Tanks exakt steuert.

Das Kühlmedium wird dann einfach durch die Kühlzelle auf Wert X gekühlt aber Du hast weniger Hysterese, schätze ich.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Dienstag 27. Januar 2026, 21:33
von Hamü
Das mit dem Stromzähler werde ich mal machen, den hatte ich früher zur Übersicht dran.Gute Idee , hatte ich vergessen, eigentlich logisch!
Einen internen Kühlkreislauf mit einer wassergekühlten Zapfanlage und Kühlschlange hatte ich auch schon überlegt.
Vor ein paar Jahren habe ich Trottel eine schöne Kühlplatte aus Edelstahl, die auch bei der Weinherstellung verwendet werden, verkauft.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Dienstag 27. Januar 2026, 21:35
von Hamü
Die Kupferkühlschlange habe ich noch aus der Zeit wo ich 20-50 l gebraut hatte,die müsste eigentlich reichen.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Dienstag 27. Januar 2026, 21:56
von Hamü
So bin gerade aus dem Keller wieder da.
Ich habe zwei Anläufe der Kühlung gemessen.
Anlaufstrom 366 Watt, danach ca. 340 Watt bei 2,31 Ampere und 50 Hertz. Hilft das zur Einordnung im Bezug zum Inkbird und dessen "Haltbarkeit"?

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Dienstag 27. Januar 2026, 22:16
von Hamü
Müsste der Anlaufstrom nicht höher liegen oder ist der nur so kurzfristig das der Stromzähler ihn nicht erfassen kann?

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Dienstag 27. Januar 2026, 22:17
von Braufex
Hab jetzt zwar keine große Erfahrung mit dem Anlaufstrom einer Kühlanlage, aber mit erscheint die Differenz etwas niedrig.
Hätte eher mit mindestens! der doppelten Leistung beim Anlauf im Vergleich zum normalen Betrieb gerechnet.
Frage, vor allem an unsere Fachleute: kann es sein, dass das Meßgerät zu träge ist?

Gruß Erwin

Edit: bist ja schon selber auf den Gedanken gekommen ...
Hab nochmal ein bischen gegoogelt, da ist teilweise bis zum sechs oder gar achtfachem die Rede,
da der Kompressor ja auch gegen Druck anfährt.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Dienstag 27. Januar 2026, 22:29
von Hamü
Hatte eben nochmals nachgeschaut. Es gibt auch eine Anzeige für Höchstwerte und da taucht tatsächlich immer nur 366 Watt auf.

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Donnerstag 29. Januar 2026, 22:53
von slimcase
Es besteht die Möglichkeit, dass die Spitze zu kurz ist und dein Messgerät es deshalb nicht korrekt erfasst. Aber ein Inkbird ist bis 10A zugelassen, die sollte deine Kühlzelle bei weitem nicht erreichen. Ich würde es riskieren :)

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 31. Januar 2026, 10:54
von heru
Ich melde mich dazu ein letztes Mal.

Ich verstehe nicht, warum die Steuerung zwingend über einen Inkbird erfolgen muss. Es ist bereits ein funktionierender Kühlstellenregler von PEGO mit drei Fühlern vorhanden. Entsprechend sollte dieser auch mindestens drei Relais besitzen.

Wenn bereits eine ausreichende und funktionierende Regelung vorhanden ist, erschließt sich mir nicht, warum man das System komplett ändern bzw. „das Rad neu erfinden“ sollte.
Wo liegt hier konkret der Mehrwert oder der technische Vorteil?

Re: Steuerung einer Kühlzelle mit einem Inkbird

Verfasst: Samstag 31. Januar 2026, 11:58
von baeckus
heru hat geschrieben: Samstag 31. Januar 2026, 10:54 Ich melde mich dazu ein letztes Mal.

Ich verstehe nicht, warum die Steuerung zwingend über einen Inkbird erfolgen muss. Es ist bereits ein funktionierender Kühlstellenregler von PEGO mit drei Fühlern vorhanden. Entsprechend sollte dieser auch mindestens drei Relais besitzen.

Wenn bereits eine ausreichende und funktionierende Regelung vorhanden ist, erschließt sich mir nicht, warum man das System komplett ändern bzw. „das Rad neu erfinden“ sollte.
Wo liegt hier konkret der Mehrwert oder der technische Vorteil?
Hallo,
ich verstehe nicht warum die wohl einfachste als auch genaueste Lösung , die ich vorgeschlagen habe - Kegland Rapt Pill mit passendem Regler , völlig ignoriert wird.
Pille in den Gärbehälter, in der App/Portal den Gärtemperaturverlauf einstellen und starten und das Ding macht alles gradgenau alleine und zwar bezogen auf die genaue im Gärbehälter gemessene Temperatur.
Zusätzlich eine Gärüberwachung mit recht genauen Überwachungswerten, und mit der Möglichkeit einer weltweiten Fernsteuerung über WiFi oder vorher augestellten Profilen.
Ciao baeckus