Hopfen zerkleinern / grinden für Hopfenstopfen (dry hop)
Verfasst: Donnerstag 29. Januar 2026, 12:19
Hallo ihr lieben,
meine Thema wird vermutlich nur für die interessant sein, die schon ein wenig tiefer drin stecken, und sich daher einen konischen Fermenter mit Bodenablass bzw. einen klassischen Unitank gegönnt haben.
Auf der anderen Seite ist es vermutlich auch dann interessant, wenn man das Bier kurz nach dem Stopfen umfüllt. Also fange ich vielleicht erstmal an zu erklären.
Mein Herangehensweise ans Stopfen
In letzter Zeit bekommt man es immer öfter zu Ohren - und auch ich habe schon die Erfahrung gemacht - dass Biere zufriedenstellender sind, wenn ich das Hopfenstopfen (aka dry hop) nur für eine kurze Zeit durchführe. Die Öle gehen recht flott ins Getränk über. Und auch bzgl. Hop Creep, bei dem Enzyme auf dem Hopfen weitere vergärtere Zucker aus der Würze lösen, wodurch die ungewollte Nachgärung entsteht, macht eine kurze Kontaktzeit bei niedrigen Temperaturen natürlich Sinn.
Mein Stopfprozess
Soweit zu meinem Vorgehen. Nun zu meiner Frage: Das Hopfenstopfen - egal ob am Ende der Gärung bei kalten Temperaturen, oder während der Hauptgärung zum ausnutzen der Biotransformation (weniger interessant für den Hop Creep) - früher ich in den folgenden Schritten durch:
- beim Stopfen am Ende der Gärung: Cold Crash und Hefe ablassen (für Biotransformation diesen Schritt auslassen)
- Druck ablassen
- Tank Deckel öffnen und über den Blow-Off Arm wenig Druck CO2 fließen lassen (Ich weiß es gibt Sauerstoffärmere Varianten, die hier nicht Thema sein sollten. Ich hatte nie Probleme damit)
- Hopfen Pellets einstreuen
- Hopfenpellets sinken direkt in den Bodenablass, daher sprudle ich den Bodenablass 3-4 mal mit CO2 auf. Der Tank ist dabei zu. Ich muss den Druck natürlich öfter ablassen, damit ich anschließend unten mit ordentlich Druck einblasen kann.
- nach 24-36h hole ich den Hopfen wieder heraus. durch die Schwerkraft geht das recht gut. Sollte zwischendrin noch ein Aufsprudeln mit CO2 erfolgen, verlängert das den Prozess um ein paar Stunden, da es so lange dauert bis der Hopfen wieder abgesunken und komprimiert ist (besser zum ablassen). Damit zu meinem Problem.
Mein Problem
Wie auf den Bildern im Anhang zu sehen, lösen die Pellets sich bei den kühleren Temperaturen (10-20°C) nicht direkt auf. Auch nicht nach dem Aufsprudeln mit CO2. Das dauert in der Regel ein paar Stunden. Das hat zur Folge, dass die Pellets, bedingt durch die Schwerkraft, direkt wieder in den Bodenablass fallen. Der Kontakt zwischen Hopfen und Bier könnte also besser sein.
Natürlich kann ich das Aufsprudeln auch nochmals nach 3-4 Stunden vornehmen, aber der Weg in den Keller ist lang, und die Zeit im Alltag begrenzt.
Meine Frage
Jetzt meine Frage: Hat schon einmal jemand seinen Hopfen zerkleinert, bevor er damit gestopft hat? Grinder gibts seit der Legalisierung genug zu kaufen, sodass man die Pellets schön klein bekommen könnte. Die Idee ist, dass der zerkleinerte Hopfen länger in der Schwebe bleibt.
Es ist nicht so als wäre ich bereits davon überzeugt. Mehr ein Gedankenanstoß, den ich gerne diskutieren würde.
- Bekomme ich Probleme mit Oxidation?
- Extrahiere ich Geschmäcker ins Bier, die ich nicht will?
- Ist es vielleicht sogar vollkommen egal ob der Hopfen nun im Bodenablass hängt, oder im Hauptbereich des Tanks herumschwebt? Er schwebt da schließlich auch nicht ewig?
Ich freu mich auf eure Meinung.
Gruß Chris
meine Thema wird vermutlich nur für die interessant sein, die schon ein wenig tiefer drin stecken, und sich daher einen konischen Fermenter mit Bodenablass bzw. einen klassischen Unitank gegönnt haben.
Auf der anderen Seite ist es vermutlich auch dann interessant, wenn man das Bier kurz nach dem Stopfen umfüllt. Also fange ich vielleicht erstmal an zu erklären.
Mein Herangehensweise ans Stopfen
In letzter Zeit bekommt man es immer öfter zu Ohren - und auch ich habe schon die Erfahrung gemacht - dass Biere zufriedenstellender sind, wenn ich das Hopfenstopfen (aka dry hop) nur für eine kurze Zeit durchführe. Die Öle gehen recht flott ins Getränk über. Und auch bzgl. Hop Creep, bei dem Enzyme auf dem Hopfen weitere vergärtere Zucker aus der Würze lösen, wodurch die ungewollte Nachgärung entsteht, macht eine kurze Kontaktzeit bei niedrigen Temperaturen natürlich Sinn.
Mein Stopfprozess
Soweit zu meinem Vorgehen. Nun zu meiner Frage: Das Hopfenstopfen - egal ob am Ende der Gärung bei kalten Temperaturen, oder während der Hauptgärung zum ausnutzen der Biotransformation (weniger interessant für den Hop Creep) - früher ich in den folgenden Schritten durch:
- beim Stopfen am Ende der Gärung: Cold Crash und Hefe ablassen (für Biotransformation diesen Schritt auslassen)
- Druck ablassen
- Tank Deckel öffnen und über den Blow-Off Arm wenig Druck CO2 fließen lassen (Ich weiß es gibt Sauerstoffärmere Varianten, die hier nicht Thema sein sollten. Ich hatte nie Probleme damit)
- Hopfen Pellets einstreuen
- Hopfenpellets sinken direkt in den Bodenablass, daher sprudle ich den Bodenablass 3-4 mal mit CO2 auf. Der Tank ist dabei zu. Ich muss den Druck natürlich öfter ablassen, damit ich anschließend unten mit ordentlich Druck einblasen kann.
- nach 24-36h hole ich den Hopfen wieder heraus. durch die Schwerkraft geht das recht gut. Sollte zwischendrin noch ein Aufsprudeln mit CO2 erfolgen, verlängert das den Prozess um ein paar Stunden, da es so lange dauert bis der Hopfen wieder abgesunken und komprimiert ist (besser zum ablassen). Damit zu meinem Problem.
Mein Problem
Wie auf den Bildern im Anhang zu sehen, lösen die Pellets sich bei den kühleren Temperaturen (10-20°C) nicht direkt auf. Auch nicht nach dem Aufsprudeln mit CO2. Das dauert in der Regel ein paar Stunden. Das hat zur Folge, dass die Pellets, bedingt durch die Schwerkraft, direkt wieder in den Bodenablass fallen. Der Kontakt zwischen Hopfen und Bier könnte also besser sein.
Natürlich kann ich das Aufsprudeln auch nochmals nach 3-4 Stunden vornehmen, aber der Weg in den Keller ist lang, und die Zeit im Alltag begrenzt.
Meine Frage
Jetzt meine Frage: Hat schon einmal jemand seinen Hopfen zerkleinert, bevor er damit gestopft hat? Grinder gibts seit der Legalisierung genug zu kaufen, sodass man die Pellets schön klein bekommen könnte. Die Idee ist, dass der zerkleinerte Hopfen länger in der Schwebe bleibt.
Es ist nicht so als wäre ich bereits davon überzeugt. Mehr ein Gedankenanstoß, den ich gerne diskutieren würde.
- Bekomme ich Probleme mit Oxidation?
- Extrahiere ich Geschmäcker ins Bier, die ich nicht will?
- Ist es vielleicht sogar vollkommen egal ob der Hopfen nun im Bodenablass hängt, oder im Hauptbereich des Tanks herumschwebt? Er schwebt da schließlich auch nicht ewig?
Ich freu mich auf eure Meinung.
Gruß Chris