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Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Mittwoch 11. März 2026, 14:33
von maecki-maecki
Höchste Zeit, das Weihnachtsbier für 2026 zu brauen
Ziel: Dieses Jahr soll es ein malzig-süsses, öliges & alkoholisch wärmendes Wee Heavy werden, idealerweise mit leichten Vanille- und Cassis-Noten
- 9-10 % Vol. Alkohol
- ca 22° Plato
- ca 35 IBU
- ca. 35 EBC
Als Schüttung habe ich mir überlegt:
- 86% Golden Promise
- 3% Sauermalz (Gegengewicht zu meinen Stalagmiten aus der Leitung)
- 3% Brown Malt
- 3% Biscuit Malt
- 3% Gerstenflocken (Für den Schaum)
- 2% Carafa Spezial II
Maischen würde ich per Kombirast bei 68 oder 69°C für 60-70 Minuten.
Vor dem Nachguß würde ich 2-3 Liter Würze Abzwacken und auf dem Herd zu Sirup einkochen und dieses dann zurückgeben.
Als Hopfen würde ich Bramling Cross single hop (für den Cassis) verwenden, 28 IBU bei 60 Minuten und 7 IBU bei 5 Minuten (Hopheads können nicht ohne Aromagabe, auch bei Malzbieren ;-)
Vergären würde ich mit der WY1728 bei 18°C, nach der Gärung würde ich ins KEG umdrücken und dort zur Lagerung noch Holzcubes (American Oak oder Whiskyfaß) für die Vanillenoten zugeben. Und dann das ganze 6-8 Monate im Keller vergessen.
Was haltet Ihr davon, wo gibts Verbesserungsvorschläge?
Mäcki
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Sonntag 15. März 2026, 19:29
von Colindo
Das Rezept sieht solide aus. Nur das Einkochen zu Sirup ist ungewöhnlich. Soweit ich weiß, machen das nur die Amis. Gibt Mythen, dass das für schottische Biere richtig wäre, das ist aber lange wieerlegt. Dann benutz lieber etwas Karamellmalz und spar dir die Energie.
Für Johannisbeere nutze ich 0,5g/l Hopfen in der späten Gabe. Wenn das bei dir mit 7 IBU hinhaut, passt alles.
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Sonntag 15. März 2026, 20:54
von maecki-maecki
Colindo hat geschrieben: Sonntag 15. März 2026, 19:29
Das Rezept sieht solide aus. Nur das Einkochen zu Sirup ist ungewöhnlich. Soweit ich weiß, machen das nur die Amis. Gibt Mythen, dass das für schottische Biere richtig wäre, das ist aber lange wieerlegt. Dann benutz lieber etwas Karamellmalz und spar dir die Energie.
Aus meiner Dekoktionserfahrung stelle ich mir das komplexer vor als mit purem Kara.
Colindo hat geschrieben: Sonntag 15. März 2026, 19:29
Für Johannisbeere nutze ich 0,5g/l Hopfen in der späten Gabe. Wenn das bei dir mit 7 IBU hinhaut, passt alles.
Sind eher 2,5g/l also deutlich mehr. Da das Bier aber lange lagern soll will ich eher etwas überdosieren, weniger wirds automatisch…
Mäcki
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Montag 16. März 2026, 06:34
von MaltHopMagic
Der Bramling Cross soll erst in hohen Dosierungen nach Johannisbeere schmecken, las ich mal. Ich kann das nur indirekt bestätigen, mein Pale Ale mit 1,5g/l im WP war nicht beerig.
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Montag 16. März 2026, 06:50
von Stuggbrew
Hi Mäcki,
Alternativ zum Malzsirup könnte ich mir noch Melasse bzgl dunklen Candy vorstellen. Die geben ein wunderbares Aroma nach Trockenfrüchte / dunkle Beeren.
Als Hopfenergänzung vielleicht noch Monroe (ist natürlich dann nicht mehr ganz klassisch).
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Montag 16. März 2026, 09:28
von maecki-maecki
Stuggbrew hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 06:50
Alternativ zum Malzsirup könnte ich mir noch Melasse bzgl dunklen Candy vorstellen. Die geben ein wunderbares Aroma nach Trockenfrüchte / dunkle Beeren.
Als Hopfenergänzung vielleicht noch Monroe (ist natürlich dann nicht mehr ganz klassisch).
Stimmt, einen Brewer‘s Invert (No 2 oder No 3) könnte ich auch machen und verwenden, gute Idee. Gibt halt mehr Rosine als Cassis, aber stelle ich mir in der Kombination passend vor.
Single Hop Bramling Cross ist eigentlich gesetzt, der hat mir im English IPA so gut gefallen, dass ich mal was süßeres damit machen will…
Mäcki
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Montag 16. März 2026, 09:32
von maecki-maecki
MaltHopMagic hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 06:34
Der Bramling Cross soll erst in hohen Dosierungen nach Johannisbeere schmecken, las ich mal. Ich kann das nur indirekt bestätigen, mein Pale Ale mit 1,5g/l im WP war nicht beerig.
In meinem English IPA hatte ich 1g/l bei 5 Minuten Kochzeit und 2,5g/l gestopft. Das war deutlich riech- und schmeckbar und sehr lecker!
Mäcki
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Montag 16. März 2026, 13:47
von MaltHopMagic
maecki-maecki hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 09:32
MaltHopMagic hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 06:34
Der Bramling Cross soll erst in hohen Dosierungen nach Johannisbeere schmecken, las ich mal. Ich kann das nur indirekt bestätigen, mein Pale Ale mit 1,5g/l im WP war nicht beerig.
In meinem English IPA hatte ich 1g/l bei 5 Minuten Kochzeit und 2,5g/l gestopft. Das war deutlich riech- und schmeckbar und sehr lecker!
Mäcki
Dann macht das stopfen ev. den Unterschied.
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Montag 16. März 2026, 14:40
von Colindo
maecki-maecki hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 09:28
Stuggbrew hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 06:50
Alternativ zum Malzsirup könnte ich mir noch Melasse bzgl dunklen Candy vorstellen. Die geben ein wunderbares Aroma nach Trockenfrüchte / dunkle Beeren.
Als Hopfenergänzung vielleicht noch Monroe (ist natürlich dann nicht mehr ganz klassisch).
Stimmt, einen Brewer‘s Invert (No 2 oder No 3) könnte ich auch machen und verwenden, gute Idee. Gibt halt mehr Rosine als Cassis, aber stelle ich mir in der Kombination passend vor.
Invert No 4 ab 400 EBC schmeckt nach Cassis.
Re: Rezeptcheck: ‚Nachthammer‘ Wee Heavy
Verfasst: Montag 16. März 2026, 15:08
von maecki-maecki
Colindo hat geschrieben: Montag 16. März 2026, 14:40
Invert No 4 ab 400 EBC schmeckt nach Cassis.
Au das klingt super. So dunklen hatte ich noch nicht gemacht bisher, das probier ich glatt!
Danke
Mäcki