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Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 16:08
von Biergard
Hallo Community,
ich hätte ein paar Fragen zur Gärung.
Am ersten Tag als ich die Hefe hinzugegeben habe hatte ich 14,4 Plato. Jetzt noch 4 Tagen sind es nur noch 8 Plato. Die obergärige Hefe für das Weizen hat am Anfang auch sehr gut funktioniert nur jetzt sieht das Ganze so aus.
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 16:26
von Vestenrunner
Womit misst du? Spindel oder Refraktometer? Bei letzterem muss noch umgerechnet werden.
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 16:29
von Biergard
Mit der Spindel
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 16:37
von emjay2812
Sieht doch gut aus, die Hefe arbeitet langsam weiter, gib ihr noch ein paar Tage Zeit, notfalls wärmer stellen (wie warm/kalt steht der Sud?)
Welche Hefe, wie viele Liter und wie viele Päckchen (oder war es Flüssighefe)?
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 16:41
von Biergard
Steht bei Raumtemperatur 18-22 grad. 7g trockenhefe auf 8liter
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 16:49
von Vestenrunner
Biergard hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 16:29
Mit der Spindel
Ok. Dann schließe ich mich emjay an.
Üblicherweise fällt es leichter eine Antwort zu geben wenn mehr Daten zum Rezept bekannt sind.
Daher bitte noch ein par Details zum Rezept: Schüttung, Rasten/Dauer. Welche Hefe, welche Menge, Temperatur.
Was mich ein bischen stutzig macht ist, dass bei 8°P SRE keine richtigen Bläschen mehr zu sehen sind. Das scheint dóch auf eine eingeschlafene Gärung hinzudeuten.
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 16:50
von Vestenrunner
Biergard hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 16:41
Steht bei Raumtemperatur 18-22 grad. 7g trockenhefe auf 8liter
Wieder zu langsam ;-)
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 16:52
von Biergard
Schüttung
800g Wiener Malz
1350g Weizen Malz hell
Maischen
Einmaischen bei 37°C
1.Rast: 10 Minuten bei 45°C
2. Rast: 10 Minuten bei 52°C
3.Rast: 30 Minuten bei 65°C
4. Rast: 30 Minuten bei 72°C
Abmaischen bei 78°C
Brauwasser
81 Hauptguss
6 | Nachguss bei 78°C
Hopfen Kochen
Saphir
90min Kochung bei 100°C
13,5g Hopfen 15min nach Kochbeginn
Gärung und Reifung
7g obergärige Hefe bei 18-25°C
Stammwürze bei Abfüllung 2,9% / Gärdauer ca. 6 - 8
Karbonisierung mit 3,4g auf 0,5L
Reifezeit 3 Wochen
Bittere: 14 IBU
Farbe: 11 EBC
Stammwürze in®Plato: 14,4%
Alkoholgehalt: 6,3% Sudausbeute: 70%
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 17:10
von Vestenrunner
Die Menge Malz führt beim KBH zu einer Stammwürze von 17,4°P. 70° SHA von 70% erscheint mir auch sehr hoch.
Aber egal.
Gib der Hefe noch ein par Tage Zeit.
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 17:16
von Biergard
Okay mach ich. Sind ja auch erst 4 Tage. Wenn die Gärung eingeschlafen ist und in den nächsten 2-3 Tage die Stammwürze nicht weiter runter geht, was könnte ich machen . Danke schonmal für die schnellen Antworten
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 18:00
von gulp
Nach 4 Tagen sollte das eigentlich durch sein. Da ist was schief gelaufen. Welche Hefe war das denn?
Ich würde mit möglichst sauberem Gerät vorsichtig umrühren und eine Heizdecke drunter stellen.
Gruß
Peter
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 18:17
von Biergard
Die hier, Bild stammt aus dem Internet
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 18:28
von Biergard
Ich hab es jetzt nochmal vorsichtig umgerührt aber oben an der Kante am Gärbehälter das hier entdeckt.
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 18:44
von gulp
Biergard hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 18:28
Ich hab es jetzt nochmal vorsichtig umgerührt aber oben an der Kante am Gärbehälter das hier entdeckt.
Mit Isopropanol entfernen und das nächste Mal Gutmann Hefe verwenden.
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 19:07
von peka76
Biergard hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 18:28
Ich hab es jetzt nochmal vorsichtig umgerührt aber oben an der Kante am Gärbehälter das hier entdeckt.
Ja nun, das ist sind ein paar Schimmelpilze, die sich da angesiedelt haben, weil da Würze dran war. Auf das Bier sollte das aber keinen Einfluss haben, da du die eigentliche Würze ja mit Hefe versetzt hast und die dann gegen etwaige SchiPi gewinnt.
Mikroorganismen sind so bisschen wie Nazis und dulden niemand anderen, der nicht aus ihrer Rasse stammt. Die Hefezellen bilden Stoffe (Alkohol und CO2) die die SchiPis nicht vertragen.
Du solltest die Stelle vorsichtig abwischen, aber nicht groß mit Desinfektion hantieren, nicht das du dir mit der Desi noch das Bier versaust.
Gruß
Peter
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 19:50
von emjay2812
Es heißt zwar das Trockenhefe sehr robust ist, aber ist die wirklich schon 11 Jahre alt? Dann kann die Aktivität durchaus eingeschränkt sein.
Re: Gärung
Verfasst: Mittwoch 1. April 2026, 19:58
von Meikel M.
emjay2812 hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 19:50
Es heißt zwar das Trockenhefe sehr robust ist, aber ist die wirklich schon 11 Jahre alt? Dann kann die Aktivität durchaus eingeschränkt sein.
Das war doch nur ein exemplarisches Produktfoto aus dem Netz. Vielleicht ist die Hefe ja noch älter..... Spaß

Re: Gärung
Verfasst: Donnerstag 2. April 2026, 07:20
von Biergard
Ich hatte gestern den Gäreimer nochmal etwas wärmer gestellt. Jetzt sind wir bei ca 21 Grad und Nochmal ganz leicht umgerührt. Wenn die Stammwürze heute immer noch bei 8 P steht, was könnte ich dann machen ? Nochmal etwas Hefe dazu tun?
Re: Gärung
Verfasst: Donnerstag 2. April 2026, 07:25
von emjay2812
Ich würde mal eine Woche dem Sud Zeit geben. Wenn er nach 7 Tagen immer noch bei 8P steht, neue Hefe dazu.
Das ist schon ungewöhnlich, aber auch eine Recht unbekannte Hefe.
Bei welcher Temperatur hast du die Hefe zugegeben? Nicht, das es zu warm war und ein Teil der Hefe über den Jordan ist.
Re: Gärung
Verfasst: Donnerstag 2. April 2026, 08:03
von Juergen_Mueller
Für mich sieht der Sud endvergoren aus. Ich glaube nicht, dass sich da noch was tut.
Aber ehrlich gesagt, Schimmel am Gäreimer deutet auf unzureichende Hygiene hin. Falls du uns nicht zum 1. April foppen wolltest, kann ich nur empfehlen, dass du dem Thema größere Aufmerksamkeit widmest.
Zu den Daten der Stammwürze und des Restextraktes würde ich auf Messfehler tippen. Schwimmt denn die Spindel frei und liegt nicht etwa auf dem Boden auf? Ist schon mehr Leuten passiert....
Re: Gärung
Verfasst: Donnerstag 2. April 2026, 08:20
von Biergard
So sieht die Stammwürze heute aus. Von der Gärung ist da nicht mehr viel zu sehen. Auch am Anfang hat es zwar ein bisschen gegoren aber nicht so das ich da im Gärröchen etwas gesehen oder gehört hätte. Die Hefe habe ich bei ca. 25 grad in 100ml Wasser aufgelöst 30min gewartet und dann langsam in die Würze gefüllt. Auch bei in den 30min hat die Hefe keine Veränderung gezeigt.
Re: Gärung
Verfasst: Donnerstag 2. April 2026, 08:45
von ggansde
Biergard hat geschrieben: Donnerstag 2. April 2026, 08:20
So sieht die Stammwürze heute aus. Von der Gärung ist da nicht mehr viel zu sehen. Auch am Anfang hat es zwar ein bisschen gegoren aber nicht so das ich da im Gärröchen etwas gesehen oder gehört hätte. Die Hefe habe ich bei ca. 25 grad in 100ml Wasser aufgelöst 30min gewartet und dann langsam in die Würze gefüllt. Auch bei in den 30min hat die Hefe keine Veränderung gezeigt.
Zum Thema Gärröhrchen: Dann war dein Behälter irgendwo undicht. Veränderung der Hefe: Was meinst Du damit? Zumindest sollten da keine Stäbchen mehr sein sondern eine Art Brei. Ich vermute, Du hast beim Maischen, warum auch immer, zu wenig vergärbare Zucker erzeugt. Ich habe bei der Verwendung von Weizenmalz auch regelmäßig Probleme damit (wenn auch in einer anderen Größenordnung): Statt 2 - 3 %gew sEVG (aus Hefesteckbrief) lande ich regelmäßig bei 3,5 - 4. Keine Ahnung, warum. Ich bin mir keines Fehlers bewusst.
VG, Markus