Der Brautomat Pro - offene Diskussion
Verfasst: Freitag 10. April 2026, 15:12
Hallo zusammen,
ich möchte eine Diskussion mit offenem Ausgang anstoßen: eine kostenpflichtige Brautomat32 Pro Version.
Es gibt bereits Tests (bspw. ReverseProxy). Im Ergebnis wäre die Realisierung von Cloud Services ein sehr hoher Freizeit-Aufwand (nicht in 2026 realisierbar). Und es entstehen laufende Kosten. Ob ich den Weg gehe, weiß ich noch nicht. Deshalb frage ich nach offenen & ehrlichen Meinungen.
Natürlich sind die Kosten auch entscheidend. Ich kann die Kosten aktuell nur überschlagen, weil insbesondere Kosten nach Nutzung/traffic nur grob abschätzbar sind. Auf dieser Grundlage werden sich die Kosten zwischen 1 bis 2 Euro pro Monat belaufen. Mein Wunsch wären so viele Pro-User, dass € 1,- pro Monat realisierbar ist. Dafür gibt's in Köln nicht mal mehr ein Stößchen. Wenn es dann mal 1Mio Brautomat User werden, freue ich mich
Hier mein brainstorm
# Managed-Service-Strategie
## Zielbild
Brautomat bleibt im aktuellen Ist-Zustand ein kostenloses Hobbyprojekt mit vollständig lokal nutzbarer Kernfunktion (so wie er jetzt verfügbar ist).
Managed Services sind ausschließlich zusätzliche und optionale Dienste.
Die Grundregel lautet:
- lokal und ohne Cloud voll funktionsfähig
- keine künstliche Verschlechterung des kostenlosen Kernprodukts
- kostenpflichtig sind Hosting, Komfort, Fernzugriff, Synchronisation, Historie und Mehrgeräte-Management
Es wird kein Cloud-zentrierter Brautomat angestrebt.
Stattdessen gilt:
- `Free`: der vollständige lokale Brautomat
- `Pro`: optionale Managed Services
## Bedingungen
Die Managed-Services-Strategie muss folgende Bedingungen einhalten:
- der lokale Brautomat funktioniert ohne Konto, ohne Internet und ohne Abo
- Regelung, Aktorik, Sensorik, FSM und sicherheitsrelevantes Verhalten bleiben lokal
- Cloud-Dienste greifen nicht in den harten Echtzeitpfad ein
- bei Verbindungsabbruch bleibt der lokale Betrieb autonom oder fällt in einen definierten lokalen Safe-State
Bis hierher: alles bleibt, wie es ist.
## Geeignete optionale Pro-Services
### Rezeptbibliothek, Cloud-Backup
Mögliche Leistungen:
- zentrale Speicherung von Rezepten, Backups, Profilen
- Versionierung
- Tags, Notizen und Favoriten
- geräteübergreifender Sync
- Freigabe zwischen Nutzern oder Geräten
Argument:
- hoher Komfortgewinn
- keine Abhängigkeit für den lokalen Braubetrieb
### Alarm-Monitoring
Mögliche Leistungen:
- Push-Benachrichtigungen
- Mail oder Messenger-Anbindung
- Alarmweiterleitung bei Prozessende, Sensorfehlern oder Temperaturabweichungen
- Eskalationsregeln
Argument:
- klarer Mehrwert bei Abwesenheit (Fermenter Modus, Gartenarbeit beim Maischen)
- keine Verlagerung der lokalen Grundwarnungen
### Historie und Analytics
Mögliche Leistungen:
- Langzeitarchiv für Sude und Gärverläufe
- Temperaturhistorie
- Alarmhistorie
- Vergleich früherer Läufe
- Diagnose von Sensor- oder WLAN-Problemen
Argument:
- sinnvoller Premium-Nutzen
- passt gut zu gehostetem Speicher und Auswertung
### InfluxDB- und Grafana-Dashboards
Mögliche Leistungen:
- Managed InfluxDB
- fertige Grafana-Dashboards
- Langzeittrends
- Export oder Connector für fortgeschrittene Nutzer
Argument:
- fachlich attraktiv, aber eher ein Advanced- oder Pro-Thema
- nicht als einziger Premium-Pfad geeignet, da viele Enduser keinen direkten Bezug zu InfluxDB oder Grafana haben
### Remote-Dashboard
Mögliche Leistungen:
- read-only Fernansicht
- aktueller Prozesszustand
- Charts
- Geräteübersicht
- optionale Freigabeansicht
Argument:
- hoher Komfortnutzen
- technisch deutlich unkritischer als Vollfernsteuerung
### Reverse-Proxy für sicheren externen Zugriff
Mögliche Leistungen:
- externer Zugriff ohne Portfreigabe oder DynDNS
- Zugriff nur für erlaubte Geräte, Nutzer oder Sessions
- Vermittlung zwischen Internet und lokalem Brautomat
Argument:
- echter Premium-Mehrwert
- Betriebs- und Sicherheitsaufwand auf Dienstseite rechtfertigt Bezahlung
- lokales Produkt bleibt unangetastet
Wichtige Abgrenzung:
- gut geeignet für Monitoring, Dashboard und eingeschränkte Bedienung
- nicht als Pflichtinfrastruktur für lokalen Betrieb
- nicht als primärer Echtzeitpfad für kritische Steuerung
### Multi-Geräte-Koordination
Brautomat kann aktuell nicht mit einem zweiten Brautomat koordiniert zusammenarbeiten.
Das ist ein plausibler Pro-Service.
Zielbild:
- ein führendes Gerät
- ein gekoppeltes Partnergerät
- gemeinsamer Prozesskontext
- verteilte Aufgaben auf zwei physische Brautomaten
Wichtige Begriffe:
- bevorzugt `Primary/Companion`, `Lead/Assist` oder `Controller/Partner`
- nicht `Master/Slave`
Mögliche Anwendungsfälle:
- Maische auf Gerät A, HLT auf Gerät B
- Sud auf Gerät A, Nachguss auf Gerät B
- zentrale Sicht auf zwei Geräte in einem Dashboard
- gemeinsamer Rezept- oder Batch-Kontext
Zusätzliches Kernargument:
- für Enduser mit größeren räumlichen Abständen zwischen Kesseln ist ein zweiter Brautomat oft die praktischste und robusteste Lösung
- statt langer Sensor- und Aktorwege wird die Steuerung räumlich verteilt
- ein Gerät kann führend bedient werden, während das zweite seine lokale Hardware eigenständig steuert
Technische Bedingung:
- die Lizenzierung kann als Cloud-Service erfolgen
- die eigentliche Gerätekopplung soll direkt im lokalen WLAN laufen
- kein Cloud-Zwang im Regel- oder Sicherheitskern
- bei Verbindungsabbruch müssen beide Geräte lokal autonom weiterlaufen oder in einen definierten lokalen Zustand wechseln
Diese Architektur ist besser als ein echter Cloud-Relay im Echtzeitpfad, weil:
- geringere Latenz
- robuster bei Internetausfall
- besser kontrollierbares Verhalten
- klarer Offline-Fallback
## Technische Zielarchitektur
Die bevorzugte Architektur ist nicht `Cloud first`, sondern `local first mit optionalen Services`.
Zielstruktur:
- Firmware erzeugt lokale Zustände, Snapshots und Ereignisse
- optionale Export- oder Sync-Schicht übermittelt ausgewählte Daten nach außen
- Managed Services konsumieren nur definierte Ereignisse, Historien oder Freigaben
- Rückkanäle bleiben auf unkritische Funktionen begrenzt oder werden klar lokal abgesichert
Wichtig:
- keine Duplizierung konkurrierender Zustandskerne neben der lokalen Firmware
- keine Verlagerung des Prozesskerns in Remote-Dienste
- klare Trennung zwischen Steuerung und Komfortdiensten
## Abo-Modell
Gewünschtes Modell:
- nur `Free` oder `Pro`
- `Pro` ist monatlich kündbar
- Mindestlaufzeit immer ein Monat
- Abrechnung jeweils zum `1.` eines Monats
- Kündigung jeweils zum Monatsende
Praktische Interpretation:
- `Pro`-Funktionen bleiben bis zum Ende des bezahlten Monats aktiv
- der kostenlose lokale Brautomat bleibt auch nach Kündigung vollständig nutzbar
## Mehrwert von Pro
Der Nutzer zahlt nicht dafür, dass Brautomat grundsätzlich funktioniert.
Der Nutzer zahlt für:
- Hosting
- sichere externe Erreichbarkeit
- Benachrichtigungsinfrastruktur
- Speicher und Historie
- Geräteverwaltung
- Mehrgeräte-Koordination
- Komfort- und Betriebsdienste
## Zusammenfassung
- Brautomat bleibt lokal kostenlos
- `Pro` bündelt ausschließlich optionale Managed Services
- die wertvollsten Kandidaten sind Rezeptbibliothek und Cloud-Backup, Alarm-Monitoring, Historie, Reverse-Proxy, Remote-Dashboard und Multi-Geräte-Koordination
- die technische Kernarchitektur bleibt lokal-autonom
- die Cloud ergänzt, aber ersetzt nicht den Brautomat
Nochmal: das ist ein brainstorm. eure Meinung ist gefragt. pro und contra sehr gerne. lasst aber bitte die Fliegenklatsche, Teppichklopfer und andere Gerätschaften zum Verhauen weg.
Innu
ich möchte eine Diskussion mit offenem Ausgang anstoßen: eine kostenpflichtige Brautomat32 Pro Version.
Es gibt bereits Tests (bspw. ReverseProxy). Im Ergebnis wäre die Realisierung von Cloud Services ein sehr hoher Freizeit-Aufwand (nicht in 2026 realisierbar). Und es entstehen laufende Kosten. Ob ich den Weg gehe, weiß ich noch nicht. Deshalb frage ich nach offenen & ehrlichen Meinungen.
Natürlich sind die Kosten auch entscheidend. Ich kann die Kosten aktuell nur überschlagen, weil insbesondere Kosten nach Nutzung/traffic nur grob abschätzbar sind. Auf dieser Grundlage werden sich die Kosten zwischen 1 bis 2 Euro pro Monat belaufen. Mein Wunsch wären so viele Pro-User, dass € 1,- pro Monat realisierbar ist. Dafür gibt's in Köln nicht mal mehr ein Stößchen. Wenn es dann mal 1Mio Brautomat User werden, freue ich mich
Hier mein brainstorm
# Managed-Service-Strategie
## Zielbild
Brautomat bleibt im aktuellen Ist-Zustand ein kostenloses Hobbyprojekt mit vollständig lokal nutzbarer Kernfunktion (so wie er jetzt verfügbar ist).
Managed Services sind ausschließlich zusätzliche und optionale Dienste.
Die Grundregel lautet:
- lokal und ohne Cloud voll funktionsfähig
- keine künstliche Verschlechterung des kostenlosen Kernprodukts
- kostenpflichtig sind Hosting, Komfort, Fernzugriff, Synchronisation, Historie und Mehrgeräte-Management
Es wird kein Cloud-zentrierter Brautomat angestrebt.
Stattdessen gilt:
- `Free`: der vollständige lokale Brautomat
- `Pro`: optionale Managed Services
## Bedingungen
Die Managed-Services-Strategie muss folgende Bedingungen einhalten:
- der lokale Brautomat funktioniert ohne Konto, ohne Internet und ohne Abo
- Regelung, Aktorik, Sensorik, FSM und sicherheitsrelevantes Verhalten bleiben lokal
- Cloud-Dienste greifen nicht in den harten Echtzeitpfad ein
- bei Verbindungsabbruch bleibt der lokale Betrieb autonom oder fällt in einen definierten lokalen Safe-State
Bis hierher: alles bleibt, wie es ist.
## Geeignete optionale Pro-Services
### Rezeptbibliothek, Cloud-Backup
Mögliche Leistungen:
- zentrale Speicherung von Rezepten, Backups, Profilen
- Versionierung
- Tags, Notizen und Favoriten
- geräteübergreifender Sync
- Freigabe zwischen Nutzern oder Geräten
Argument:
- hoher Komfortgewinn
- keine Abhängigkeit für den lokalen Braubetrieb
### Alarm-Monitoring
Mögliche Leistungen:
- Push-Benachrichtigungen
- Mail oder Messenger-Anbindung
- Alarmweiterleitung bei Prozessende, Sensorfehlern oder Temperaturabweichungen
- Eskalationsregeln
Argument:
- klarer Mehrwert bei Abwesenheit (Fermenter Modus, Gartenarbeit beim Maischen)
- keine Verlagerung der lokalen Grundwarnungen
### Historie und Analytics
Mögliche Leistungen:
- Langzeitarchiv für Sude und Gärverläufe
- Temperaturhistorie
- Alarmhistorie
- Vergleich früherer Läufe
- Diagnose von Sensor- oder WLAN-Problemen
Argument:
- sinnvoller Premium-Nutzen
- passt gut zu gehostetem Speicher und Auswertung
### InfluxDB- und Grafana-Dashboards
Mögliche Leistungen:
- Managed InfluxDB
- fertige Grafana-Dashboards
- Langzeittrends
- Export oder Connector für fortgeschrittene Nutzer
Argument:
- fachlich attraktiv, aber eher ein Advanced- oder Pro-Thema
- nicht als einziger Premium-Pfad geeignet, da viele Enduser keinen direkten Bezug zu InfluxDB oder Grafana haben
### Remote-Dashboard
Mögliche Leistungen:
- read-only Fernansicht
- aktueller Prozesszustand
- Charts
- Geräteübersicht
- optionale Freigabeansicht
Argument:
- hoher Komfortnutzen
- technisch deutlich unkritischer als Vollfernsteuerung
### Reverse-Proxy für sicheren externen Zugriff
Mögliche Leistungen:
- externer Zugriff ohne Portfreigabe oder DynDNS
- Zugriff nur für erlaubte Geräte, Nutzer oder Sessions
- Vermittlung zwischen Internet und lokalem Brautomat
Argument:
- echter Premium-Mehrwert
- Betriebs- und Sicherheitsaufwand auf Dienstseite rechtfertigt Bezahlung
- lokales Produkt bleibt unangetastet
Wichtige Abgrenzung:
- gut geeignet für Monitoring, Dashboard und eingeschränkte Bedienung
- nicht als Pflichtinfrastruktur für lokalen Betrieb
- nicht als primärer Echtzeitpfad für kritische Steuerung
### Multi-Geräte-Koordination
Brautomat kann aktuell nicht mit einem zweiten Brautomat koordiniert zusammenarbeiten.
Das ist ein plausibler Pro-Service.
Zielbild:
- ein führendes Gerät
- ein gekoppeltes Partnergerät
- gemeinsamer Prozesskontext
- verteilte Aufgaben auf zwei physische Brautomaten
Wichtige Begriffe:
- bevorzugt `Primary/Companion`, `Lead/Assist` oder `Controller/Partner`
- nicht `Master/Slave`
Mögliche Anwendungsfälle:
- Maische auf Gerät A, HLT auf Gerät B
- Sud auf Gerät A, Nachguss auf Gerät B
- zentrale Sicht auf zwei Geräte in einem Dashboard
- gemeinsamer Rezept- oder Batch-Kontext
Zusätzliches Kernargument:
- für Enduser mit größeren räumlichen Abständen zwischen Kesseln ist ein zweiter Brautomat oft die praktischste und robusteste Lösung
- statt langer Sensor- und Aktorwege wird die Steuerung räumlich verteilt
- ein Gerät kann führend bedient werden, während das zweite seine lokale Hardware eigenständig steuert
Technische Bedingung:
- die Lizenzierung kann als Cloud-Service erfolgen
- die eigentliche Gerätekopplung soll direkt im lokalen WLAN laufen
- kein Cloud-Zwang im Regel- oder Sicherheitskern
- bei Verbindungsabbruch müssen beide Geräte lokal autonom weiterlaufen oder in einen definierten lokalen Zustand wechseln
Diese Architektur ist besser als ein echter Cloud-Relay im Echtzeitpfad, weil:
- geringere Latenz
- robuster bei Internetausfall
- besser kontrollierbares Verhalten
- klarer Offline-Fallback
## Technische Zielarchitektur
Die bevorzugte Architektur ist nicht `Cloud first`, sondern `local first mit optionalen Services`.
Zielstruktur:
- Firmware erzeugt lokale Zustände, Snapshots und Ereignisse
- optionale Export- oder Sync-Schicht übermittelt ausgewählte Daten nach außen
- Managed Services konsumieren nur definierte Ereignisse, Historien oder Freigaben
- Rückkanäle bleiben auf unkritische Funktionen begrenzt oder werden klar lokal abgesichert
Wichtig:
- keine Duplizierung konkurrierender Zustandskerne neben der lokalen Firmware
- keine Verlagerung des Prozesskerns in Remote-Dienste
- klare Trennung zwischen Steuerung und Komfortdiensten
## Abo-Modell
Gewünschtes Modell:
- nur `Free` oder `Pro`
- `Pro` ist monatlich kündbar
- Mindestlaufzeit immer ein Monat
- Abrechnung jeweils zum `1.` eines Monats
- Kündigung jeweils zum Monatsende
Praktische Interpretation:
- `Pro`-Funktionen bleiben bis zum Ende des bezahlten Monats aktiv
- der kostenlose lokale Brautomat bleibt auch nach Kündigung vollständig nutzbar
## Mehrwert von Pro
Der Nutzer zahlt nicht dafür, dass Brautomat grundsätzlich funktioniert.
Der Nutzer zahlt für:
- Hosting
- sichere externe Erreichbarkeit
- Benachrichtigungsinfrastruktur
- Speicher und Historie
- Geräteverwaltung
- Mehrgeräte-Koordination
- Komfort- und Betriebsdienste
## Zusammenfassung
- Brautomat bleibt lokal kostenlos
- `Pro` bündelt ausschließlich optionale Managed Services
- die wertvollsten Kandidaten sind Rezeptbibliothek und Cloud-Backup, Alarm-Monitoring, Historie, Reverse-Proxy, Remote-Dashboard und Multi-Geräte-Koordination
- die technische Kernarchitektur bleibt lokal-autonom
- die Cloud ergänzt, aber ersetzt nicht den Brautomat
Nochmal: das ist ein brainstorm. eure Meinung ist gefragt. pro und contra sehr gerne. lasst aber bitte die Fliegenklatsche, Teppichklopfer und andere Gerätschaften zum Verhauen weg.
Innu