Aminosäure Leucin und Bananenaroma
Verfasst: Sonntag 12. April 2026, 12:08
Auf der Suche nach gut beeinflussbaren Faktoren für ein Bananenweizen habe ich mich die letzte Zeit gründlich durch viele, viele entsprechende Beiträge gelesen. Nur fiel es mir nicht leicht bei all den gegenüberstehenden Meinungen eine stimmige Quintessenz zu ziehen. Der eine kriegt die Banane mit der "richtigen Hefe" jedes Mal hin, bei dem Anderen will es mit der selben Hefe trotzdem nicht gelingen. Der Nächste schwört auf die "richtigen Gärtemperaturen", womit beim Anderen lediglich der Gärraum herrlich nach Banane duftet.
Für ein ausgewogeneres Bild habe ich dann auch in der Fachliteratur gewühlt (der Artikel vom Braumagazin auf den ja oft verwiesen wird, ist mir bekannt...).
In seiner Dissertation erwähnt Markus Herrmann - neben dem Herrmann-Verfahren - noch weitere Möglichkeiten Isoamylacetat (das ist der Ester mit dem Bananenaroma) ins Bier zu bekommen. So z.B. den prozentualen Anteil der Aminosäure Leucin in der Würze. Ich habe auch noch weitere Dissertationen der Universität München gesichtet und bin des Öfteren darauf gestoßen, dass ein höherer Anteil von Leucin in der Würze direkt mit höheren Gehalten an Isoamylacetat zusammenhängt. Das kommt wohl daher, dass die Hefe die Aminosäure Leucin zu genau dem höheren Alkohol abbaut, der dann mit aktivierter Essigsäure zum Isoamylacetat verestert werden kann.
Nun könnte man ja recht unkompliziert und kostengünstig etwas Leucin (vielleicht 25 mg/L) in die Anstellwürze einrühren; natürlich mit einer Hefe die zumindest Banane kann. Bevor ich mit meinen Versuchen starte - hat schonmal jemand in dieser Richtung gedacht oder vielleicht sogar experimentiert? Es wäre doch super wenn diese Maßnahme dazu taugt auch günstigeren, unspektakulären aber einfacher zu handhabenden Weizenbier-Trockenhefen ein entsprechend intensives Aroma zu entlocken.
Für ein ausgewogeneres Bild habe ich dann auch in der Fachliteratur gewühlt (der Artikel vom Braumagazin auf den ja oft verwiesen wird, ist mir bekannt...).
In seiner Dissertation erwähnt Markus Herrmann - neben dem Herrmann-Verfahren - noch weitere Möglichkeiten Isoamylacetat (das ist der Ester mit dem Bananenaroma) ins Bier zu bekommen. So z.B. den prozentualen Anteil der Aminosäure Leucin in der Würze. Ich habe auch noch weitere Dissertationen der Universität München gesichtet und bin des Öfteren darauf gestoßen, dass ein höherer Anteil von Leucin in der Würze direkt mit höheren Gehalten an Isoamylacetat zusammenhängt. Das kommt wohl daher, dass die Hefe die Aminosäure Leucin zu genau dem höheren Alkohol abbaut, der dann mit aktivierter Essigsäure zum Isoamylacetat verestert werden kann.
Nun könnte man ja recht unkompliziert und kostengünstig etwas Leucin (vielleicht 25 mg/L) in die Anstellwürze einrühren; natürlich mit einer Hefe die zumindest Banane kann. Bevor ich mit meinen Versuchen starte - hat schonmal jemand in dieser Richtung gedacht oder vielleicht sogar experimentiert? Es wäre doch super wenn diese Maßnahme dazu taugt auch günstigeren, unspektakulären aber einfacher zu handhabenden Weizenbier-Trockenhefen ein entsprechend intensives Aroma zu entlocken.