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Von Flasche wieder zurück auf "Fass", bzw. 60l Allrounder

Verfasst: Montag 11. Mai 2026, 09:01
von DerDallmann
Moinsen.

Ich bin genervt davon, dass die Biere in der Flasche zwangsläufig mal weniger, mal schneller abbauen.
Gerade hopfenlastige Biere... Naja, ihr kenn das ja.

Jetzt habe ich mir vorgenommen, das zu ändern. (Ein komplettes System mit NC-Kegs habe ich schon besessen, aber alles verkauft.)

Folgenden Plan habe ich aktuell:

Fermzilla Allrounder 60l
https://kegland.eu/products/60l-fermzil ... 3225235836
Den Kollegen hier im Gärkühlschrank (vorhanden). Unter Druck vergären, das Bier soll dann anschließend drin bleiben und direkt daraus gezapft oder abgefüllt werden.

Aus dem Kühlschrank möchte ich 2 Leitungen rausführen. 1x Kompensator-Zapfhahn, 1x itap-Abfüller.
https://brauen.de/itap-flaschenfueller? ... MWo3jIvqMP

So kann ich direkt zapfen, bei Bedarf ein paar Flaschen abfüllen und mitnehmen, oder alles abfüllen, wenn ich den Platz brauche, bzw. wieder brauen möchte und der Behälter ist noch besetzt.

Folgendes feedback erhoffe ich mir.

- Macht das jemand so oder so ähnlich? Ich habe Bedenken, dass das Bier zu lange auf dem Geläger steht, Autolyse etc.
- Wie gut funktioniert das Abfüllen mit dem Itap? Kann ich den so flexibel nutzen, wie gedacht?
- Stopfhopfen will ich schon bei Gärbeginn in Säcken innerhalb des Behälters mit Magneten positionieren, dann absenken und x Tagen wieder raus ziehen.

Wäre cool, wenn ich die eine oder andere Meinung dazu hören könnte.

Re: Von Flasche wieder zurück auf "Fass", bzw. 60l Allrounder

Verfasst: Montag 11. Mai 2026, 11:17
von MaltHopMagic
Hallo Jost,

das kommt ja sehr darauf an wie schnell du verbrauchst, und ob die autolyse dann schon zuschlägt. Von der SH45 Hefe habe ich gehört, das sie schnellstmöglich vom Bier getrennt werden sollte.

Die ausgelaugten Hopfensäcke würde ich auch nicht länger als notwendig drin lassen, wäre mir aus den Bauch heraus zu unsicher, ob das nicht doch irgendwann rottet, bis das Bier nach x Wochen überhaupt erstmal trinkfertig ist.
Ich würde definitiv umdrücken. Dann könntest du auch mit der Hopbong statt Säcken stopfen.

Der itap geht gut. Der hat aber etwas Innenleben, mit Kanälen und Ventilen. Das spüle ich sofort nach dem abfüllen. Da würde ich wg Infektion nicht stehen lassen.

Re: Von Flasche wieder zurück auf "Fass", bzw. 60l Allrounder

Verfasst: Montag 11. Mai 2026, 11:29
von Meikel M.
Mal so einen Frage nebenher. In welcher Größenordnung braust du? Ich stelle es mir sehr schwierig vor, alles was größer als 30 Liter ist zu händeln, bzw in den Kühlschrank zu wuchten. Ich nutze den 30L Fermzilla und fülle nach dem Cold Crash und unter Druck um ins NC Keg. Da bin ich mit meinen rund 23 Litern gut unterwegs. Sowohl vom Handling als auch beim Umfüllen. Man könnte bei einem größeren Batch auch in 2 Kegs umdrücken, bzw per Schwerkraft umfüllen.

Re: Von Flasche wieder zurück auf "Fass", bzw. 60l Allrounder

Verfasst: Montag 11. Mai 2026, 11:45
von DerDallmann
Immer so um die 40l. Ich wuchte den Behälter auch jetzt in den KS, das geht schon.

@Thomas
Umdrücken will ich gerade nicht. Ich habe keine Lust auf weitere Behälter, Kegs etc.
Itap: ok, klingt gut.

Re: Von Flasche wieder zurück auf "Fass", bzw. 60l Allrounder

Verfasst: Montag 11. Mai 2026, 12:15
von Exedus
Ich würde das so nicht machen. Der Fermzilla ist zum fermentieren gedacht, nicht zum lagern oder ausschenken.

Sauerstoff kann da leichter rein diffundieren (anderes Material), als bei Kegs oder anderen "Lagercontainern" (gab da auch mal nen Video von Keland zu, wo Kee Doery das explizit gesagt hat).

Darüber hinaus sollte man Hefe und Hopfenreste zeitnah vom Jungbier trennen. Das geht in dem Allrounder m.W. auch nicht ohne weiteres. Es gibt Fermzilla, die unten via Tri Clamp Hopfen und Hefereste abscheiden können, bei dem Allrounder geht das m.W. nicht. Ohne das abzutrennen, würde ich das definitiv nicht machen, wenn Du nicht gerade das ganze Jungbier zeitnah austrinkst.

Wenn man das abscheiden kann, bleibt je nach Behältnis noch das Thema mit dem Sauerstoffeintrag über Zeit - mal mehr, mal weniger. Fermenter haben größere Öffnungen und Dichtungen als Kegs, durch die auch Sauerstoff hinein diffundiert.

Gibt schon nen Grund, warum alle umschlauchen und das ist nicht die lange Weile.