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Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2026, 21:44
von Wasservogel
Hallo zusammen,
ich erstelle nach langem passiven Mitlesen nun meinen ersten Thread hier im Forum. Anlass ist, dass ich meine bisherige bescheidene Hobbybrauausstattung - typisches Einsteiger-Setup mit Kochtopf als Braukessel, Kunststoff-Gärkübel usw. - upgraden möchte.
Als Brauanlage hab ich mich nach längerer Recherche für den Grainfather G30 v3 entschieden. Ich lese überwiegend Positives drüber und bin begeistert von der Automatisierung. Ein Riesen-Plus ist dazu die aktive Community, was für mich als eher noch Einsteiger (8-10 Sude auf dem Buckel) super hilfreich ist.
Richtig unsicher bin ich mir gerade beim Gärtank. Was ich in den letzten Tagen zusammengetragen habe, hat mich maximal verwirrt :-D
Sehr hilfreich fand ich diese Threads:
viewtopic.php?p=554220&hilit=Edelstahl+ ... nk#p554220
viewtopic.php?t=26706
Grundsätzlich erst mal das Thema Druckvergärung:
- Ich hab es jetzt so gelesen, dass der Geschmacksunterschied messbar, aber in der Praxis umstritten ist
- Weiterer Vorteil ist die "automatische" Karbonisierung
- Einfacher in Kegs umzudrücken, mit weniger potentiellem Sauerstoffkontakt
- Gärung wärmer + schneller möglich, ohne Fehlaromen zu produzieren (Geschwindikeit ist mir eigentlich weniger wichtig)
Was ich jetzt konkret im Auge habe:
Option 1: Kunststofftank in gebrauchtem Kühlschrank
Beispiel: Fermzilla (
https://mashcamp.shop/shop/brauanlagen/ ... undventil/)
+ Günstig
+ Druckvergären möglich
+ Transparent, was besonders als Anfänger spannend ist
- Braucht Platz, besonders wenn man mehrere Gärbehälter möchte (eigener Kühlschrank für jeden?)
Preis ca 170€ Set + 100€ gebrauchter Kühlschrank
Option 2: Edelstahl, kein Drucktank.
Naheliegendes Beispiel: Grainfather Conical Fermenter GF30 + cooling GC2
+ Edelstahl -> langlebig, hygienisch
+ Glykolkühlung -> präzise und bequem. Dieser Grad an Präzision ist momentan bei mir noch nicht elementar, aber schön wenn man zumindest da als mgl Fehlerquelle weniger Gedanken machen muss. Attraktiver find ich vor allem die Bequemlichkeit, dadurch dass es ein vollautomatisiertes, integriertes System ist
Preis Kühlung + 2 Tanks ~ 2600€, man findet aber ja gebrauchte sets schon für ~1500€
- Keine Druckvergärung möglich.
Option 3: Edelstahl, Drucktank.
Alles wie Option 2 plus eben Druckverärung möglich
Preis: Start bei 600€ für den Drucktank selbst (
https://mashcamp.shop/shop/brauanlagen/ ... drucktank/) + wie auch immer man die Kühlung löst -- kennt jemand einen bezahlbaren Drucktank der sich auch selbst kühlt oder muss man immer auf eine externe Lösung zurückgreifen?
Jetzt grundsätzlich die Frage - sind die Überlegungen überhaupt korrekt so?
Wie habt ihr das gelöst, ohne gleich 4000€ in einen Gärbehälter zu investieren?
Ich tendiere derzeit zur Lösung 2, bin aber unsicher, wie gut das mit dem Drück in Fässer harmonisiert. Ich braue am liebsten Richtung IPA, NEIPA, wo ja oxidierung ein größeres Thema ist...
Danke schon mal für jeden Ratschlag und
sorry für den ungeheuren Textschwall, der das jetzt geworden ist

Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Mittwoch 3. Juni 2026, 22:44
von coyote77
Hallo,
ich werfe mal den ersten Beitrag in den Ring. Du wirst sicher so viele Meinungen kriegen, wie es Hobbybrauer gibt
Letztendlich geht es immer um persönliche Vorlieben. Gutes Bier braucht keinen Hypergärtank für einen vierstelligen Betrag. Das Wichtigste ist die Möglichkeit, temperatur-gesteuert zu vergären. Ich mache das seit Jahren im Speidel Gärfass in einem Kühlschrank mit Inkbird.
Das Zweite ist die Vermeidung von Sauerstoff. Auch das ist mit einem drucklosen Gäreimer möglich. Mit etwas Wissen und einem guten Prozess klappt das.
Mit Druckgärung musst du dir darum keine Sorgen machen, aber es ist auch kein no-brainer. Du holst dir nämlich u.U. andere Probleme ins Haus (Diacetyl z.B.).
Ein weiteres Thema ist die Reinigung. Je mehr Pumpen, Schläuche und Ventile du hast, desto mehr Einfallstore für Infektionen hast du. Klar ist alles beherrschbar, aber kostet Zeit, Geld und Wissen, das anzueignen ist.
Drucklose Gärung im Hobbybrauer Maßstab hat viele Vorteile, um die uns Géoßbrauerein beneiden.
Just my 2 ct
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 07:57
von Meikel M.
Ein Fermzilla Allrounder kostet nicht viel, nimmt gegenüber dem Modell mit Tri Clamp und Auffangbehälter weniger Platz ein und ist Druck ready. Im Zusammenhang mit deinem Kegs ein günstiger Weg es so mal zu probieren.
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 08:31
von OS-Schlingel
Guten Morgen zusammen,
der Markt ist voll mit irgendwelchen Bauteilen die günstig bis sehr teuer sein können.
Deine 3 Optionen kann ich nachvollziehen, wenn gleich ich den Weg zur Lösung anders angehen würde.
Bleibt Deine Maische- und Hopfenkocheinrichtung die nächsten Jahre gleich oder willst Du noch vergrößern?
-->Die Frage nach der Literzahl
Welche Bierstile will ich brauen?
-->Untergärig (Druck bei 7 - 15°C bis 1,3 bar)
-->Obergärig (Druck bei 19-26°C bis 1,5 bar)
-->Weizen (Druck bei 19-28°C bis 2 bar)
Willst Du Dryhoping machen?
-->Hopfenschleuse
Mantelkühlung oder Raumkühlung für Sude von knapp 30 - 55 L (Doppelsud)
-->Kühlschrank
-->Kühlspirale
-->Konuskühlung
Platzbedarf und Übersichtlichkeit
Beobachtungsmöglichkeit des Gärvorgangs?
-->Metallbehälter
-->Kunststoffbehälter
Reinigungsmöglichkeiten?
-->Kratzer im Kunststoff
-->CIP oder chemische Reinigungsmöglichkeiten
Diese Fragen habe ich mir gestellt und ich habe ca. 1 Jahr gebraucht, um technisch und preislich meine Vorstellungen zu erreichen.
Gruß
Stephen
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 08:55
von dierabenfliegen
Ich habe den verlinkten Gärtank Conicus, der steht in einem 225l Kühlschrank von der Metro mit Inkbird und Heizmatte. Das Gewicht kann man mE noch gut heben, der Gärbehälter steht auf einer Platte oberhalb der unteren Stufe im Kühlschrank. Platz für eine Hop Bong ist bei der Kühlschrankhöhe begrenzt, ich nutze hier ein kurzes 1.5 TC Sichtglas, dann klappt das gerade so. Ist aber nicht ideal. Man könnte aber auch einfach einen höheren Kühlschrank nutzen.
Würde ich den heute nochmal kaufen: Wahrscheinlich nicht. Das Ding ist bis 1 bar zugelassen, aber damit die 1 bar zuverlässig gehalten werden, muss zumindest bei mir der Spannring extrem fest gezogen werden. Auch die obere große TC Öffnung ist ein Problem, dort muss der TC Deckel auch sehr fest angezogen werden. Wenn du das vorher nicht merkst, dann verlierst du Druck ohne zu wissen wo das Problem liegt.
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 09:51
von jbrand
Ich habe selbst Jahre lang in einem Speidel-Kunststofffass in einem alten Kühlschrank vergoren. Gesteuert durch einen Inkbird mit einer zusätzlichen Heizmatte.
Auf der diesjährigen HBCon habe ich dann am Stand von Kegland den FermZilla Allrounder Easy-Grip gesehen. Der kostet als Paket 69 Euro, da konnte ich natürlich nicht nein sagen.
Nach ein paar Suden bin ich immer noch davon begeistert. Er passt genau so in den Kühlschrank wie das Speidel-Fass und bietet mir dadurch den einfachen und sehr preisgünstigen Einstieg in die Druckvergärung. Hier sehe ich den großen Vorteil in der Sauerstoffvermeidung. Du hast den geschlossenen Transfer vom Gärfass in das Lagerfass, beim Coldcrash wird keine Luft angesaugt und zusätzlich sparst du noch Kohlensäure.
Der Vorteil bei dem Fermzilla, abgesehen vom Preis, ist das vielfältige Zubehör. Es gibt zum Beispiel einen Deckel mit TriClamp Anschluss. Da kannst du dann eine Hop-Bong drauf setzen und sauerstoffarm Hopfenstopfen.
Klar gibt es auch Nachteile, ich sehe zum Beispiel die Kunststoff-NC-Anschlüsse kritisch. Die kann man zur Reinigung zwar zerlegen, aber ich bin schon zweimal mit dem Ringschlüssel abgerutscht. Fraglich, ob das dann langlebig ist. Aber auch dafür gibt's im Zubehör Ersatz aus Edelstahl.
Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden damit und würde mir das, Stand heute, wieder kaufen. Natürlich kann ich nach drei Monaten noch keine Aussage über die Haltbarkeit machen. Das ganze System ist aber schon länger auf dem Markt und ich habe noch nichts Negatives darüber gehört.
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 10:28
von Meikel M.
Wenn man mal ehrlich ist sollte die Wahl zwischen den drei oben genannten Optionen schon von vornherein feststehen.
200 vs 1500 vs 4000€
Ok, wenn Geld mal gar keine Rolle spielt kann man wieder diskutieren. Aber ein 200€ Testballon ist besser als der Wertverlust vom Auspacken der anderen beiden Optionen. Denn da wird schon viel mehr Geld verbrannt ohne es jemals benutzt zu haben.
Ich kann Jens mit seiner Meinung zum Fermzilla nur zustimmen. Zumal auch die Ersatzteile spotten billig sind. Edelstahl wirkt natürlich viel professioneller aber ob es das im Heimbraubereich wirklich ist.....
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 10:47
von DietmarK
Es gibt da noch eine Möglichkeit, quasi die eierlegende Wollmilchsau.
Vergärung in NC-kegs mit Spundapparat
Anschaffungkosten, Verfügbarkeit und Flexibilität sehe ich als Vorteil. Der Gärung zusehen kann man nicht und zum Stopfen ist so ein Keg auch nicht ideal.
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 10:58
von Windkind
Ich kann zu den übrigen Optionen keineErfahrungen beitragen, aber nutze selbst den Fermzialla Allrounder. Bin damit wirklich zufrieden. Lässt sich gut reinigen und aufgrund des geringen Eigengewichts auch super transportieren (auch befüllt). Für mich ungemein wichtig, da ich von der Küche zum Gärschrank auch noch Treppen habe.
Würde als einziges Upgrade die Edelstahl-Anschlüsse empfehlen, die Kunststoff-Dinge waren bei mir nicht so richtig dicht in Verbindung mit meinem Spundventil. Dazu schadet sicher auch etwas Tefllonband nicht, das benutzte ich um die Anschlüsse zusätzlich bei der Montage abzudichten (mag auch unnötig sein, aber fahre damit gut und Aufwand/Kosten sind überschaubar ;) ).
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 12:58
von Innuendo
Hallo,
Wasservogel hat geschrieben: Mittwoch 3. Juni 2026, 21:44
Option 2: Edelstahl, kein Drucktank.
Naheliegendes Beispiel: Grainfather Conical Fermenter GF30 + cooling GC2
+ Edelstahl -> langlebig, hygienisch
+ Glykolkühlung -> präzise und bequem. Dieser Grad an Präzision ist momentan bei mir noch nicht elementar, aber schön wenn man zumindest da als mgl Fehlerquelle weniger Gedanken machen muss. Attraktiver find ich vor allem die Bequemlichkeit, dadurch dass es ein vollautomatisiertes, integriertes System ist
Sehr präzise, auch beim ramping. Sehr bequem per App bedienbar. Bei der Reinigung mit Bürste ist jede Stelle erreichbar. Dank TriClamp auch/zusätzlich im CIP Kreislauf zu reinigen. Firmware Updates kommen weiterhin - das Produkt wird bei GF gut gepflegt.
Das System ist nicht günstig. Das Pressure Kit (das Jungbier aus dem Fermenter in Kegs umdrücken) und das Insulation Jacket (Thermoisolierung) kommen vermutlich noch dazu.
Der GF30 wird meist mit 30L oder 28L maximales Gärvolumen angegeben. Wenn die Kühlung verwendet wird, ist ca. 19L das minimale Gärvolumen (Mantelkühlung). Die Heizung sitzt im Konus, daher würde ohne Kühlung auch kleinere Mengen gut funktionieren.
Mein Rat: prüfe Deine typischen Ausstoßmengen. Die Würze muss in Deine (künftigen) Gärbehälter passen und das Jungbier dann in Deine Kegs. Am besten so flexibel wie möglich für kleine, mittlere und große Sude.
Innu
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 15:38
von Spittyman
Ich bin ebenfalls Team Fermzilla. Ich besitze einen Fermzilla 30l und neuerdings noch einen Fermzilla allrounder. Handling und Preis-Leistung sind unschlagbar. Ich habe für den Deckel oben eine Tauchhülse gekauft, ein Loch gebohrt und eingeschraubt - gibt es alles von Kegland. Ist bis jetzt auch druckdicht. Abgesehen davon, dass Edelstahl einfacher zu reinigen, langlebiger ist und Sexappeal nebst einigen netten (nötigen?) Features besitzt, sehe ich keine Vorteile, die einen derartigen Preisunterschied rechtfertigen würde. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, hätte ich sicherlich auch irgend nen fancy Drucktank von Brewtools o.ä.
Dennoch denke ich, dass der finanzielle und Arbeitaufwand insgesamt mit solchen hochwertigen Gärtanks immer weiter steigt. Jedes Feature, jeder Triclampanschluss will gereinigt werden, Edelstahltanks stellst du nicht einfach in die Dusche und machst die sauber oder in den Kühlschrank zur kontrollierten Vergärung und das Zubehör kostet ein schweine Geld!
Ein druckloser Edelstahltank würde für mich überhaupt nicht in Frage kommen. Der größte Nachteil ist, dass du den nicht vernünftig mit Co2 leerdrücken kannst - ergo erschwert dies das sauerstoffreie Arbeiten im Kaltbereich.
Mal zum Hopfenstopfen: Das kannst du auch ohne teuere Hopbong gut machen. Möglichkeit eins besteht darin, dass du den Auffangbehälter des Fermzilla als eine Art Hopbong nutzt und über die NC-Ventile mit Co2 flutest. Möglichkeit zwei ist relativ simpel und so mache ich es auch meistens. Fermzilla an Co2 anschließen, oben ein NC-Ventil abschrauben, Trichter drauf, Co2 in den Fermzilla strömen lassen (Druck vorher auf <0,5 Bar einstellen) und den Hopfen in den Trichter geben. Ist ein wenig fummelig, aber funktioniert sehr gut ohne Oxidationsrisiko. Geht natürlich nur, wenn du entsprechend lüften kannst, damit du nicht zu viel Co2 einatmest.
Meine Empfehlung: Wenn du geil auf Edelstahl bist, die Kohle hast und Bock auf viel Reinigung und teures Zubehör - go for it!
Ansonsten hol dir nen Fermzilla oder ein vergleichbares günstiges System!
Nachtrag: Vergären im Keg habe ich auch öfter mal gemacht, finde es aber ebenfalls etwas ätzend bei der Reinigung. Bei NC-Kegs ist das Volumen zudem sehr gering (man beachte die Kräusen!). Zudem hat die iSpindel da immer Probleme mit dem Funken gehabt.
Re: Hilfe bei der Wahl des richtigen Gärtanks
Verfasst: Donnerstag 4. Juni 2026, 23:14
von Wasservogel
Wow, erst mal vielen Dank für das warme Willkommen und die vielen guten Ratschläge. Ihr hat mich erfolgreich vom Edelstahl-Trip runtergebracht, obwohl das schon seinen Appeal hat, und ich werde mir zu Beginn 1-2 FermZilla zulegen.
Hier direkt Folgefragen an die stolzen Besitzer eines FermZilla:
- FermZilla Allrounder vs. Triconical - hat da jemand Erfahrungen bzw. Empfehlungen? Naja, em Ende wirds eh auf Platz im Kühlschrank ankommen, da der Triconical schon deutlich höher ist.
- Das Ding ist ja Druck-fähig. Vergärt ihr damit
immer unter Druck? Oder nur, wenn es für ein Rezept besonders sinnvoll ist, ihr schneller sein wollt etc.?
- Als Vorteil wird ja genannt, dass man direkt vom FermZill zapfen kann. Nutzt ihr das? Wie lange kann man das tun, bis der Geschmack leidet und man in Flaschen / KEGs umfüllen sollte?
Zu einzelnen Kommentaren:
coyote77 hat geschrieben: Mittwoch 3. Juni 2026, 22:44
Du wirst sicher so viele Meinungen kriegen, wie es Hobbybrauer gibt
(...) Ein weiteres Thema ist die Reinigung. Je mehr Pumpen, Schläuche und Ventile du hast, desto mehr Einfallstore für Infektionen hast du. Klar ist alles beherrschbar, aber kostet Zeit, Geld und Wissen, das anzueignen ist.
Drucklose Gärung im Hobbybrauer Maßstab hat viele Vorteile, um die uns Géoßbrauerein beneiden.
Schön formuliert und wurde ja so von anderen hier im Thread bestärkt. Dass fancy Equipment die Reinigung aufwändiger macht, macht total Sinn, hatte ich aber gar nicht auf dem Radar.
OS-Schlingel hat geschrieben: Donnerstag 4. Juni 2026, 08:31
Deine 3 Optionen kann ich nachvollziehen, wenn gleich ich den Weg zur Lösung anders angehen würde.
Diese Fragen habe ich mir gestellt und ich habe ca. 1 Jahr gebraucht, um technisch und preislich meine Vorstellungen zu erreichen.
Darf ich fragen, wofür du dich dann am Ende entschieden hast und warum?
Zu deinen Fragen:
Bleibt Deine Maische- und Hopfenkocheinrichtung die nächsten Jahre gleich oder willst Du noch vergrößern?
-- 20l Sud ist perfekt. Ich bin eher der Typ "oft iterieren und experimentieren", bei größeren Suden wüsste ich nicht, wer das trinken soll
Welche Bierstile will ich brauen?
-- Durch die Bank. Meine Motivation beim brauen lässt sich am ehesten mit "jeden Bierstil der Welt einmal selbst gebraut haben" beschreiben.
Willst Du Dryhoping machen?
-- Definitiv. Finde aber auch die Option "Magnet außen und innen" ran ganz smart
Mantelkühlung oder Raumkühlung für Sude von knapp 30 - 55 L (Doppelsud)
-- Ganz offen
Platzbedarf und Übersichtlichkeit
-- Definitiv ein Thema. Ich werde keine 3 Kühlschränke für 3 FermZilla aufstellen können...
Beobachtungsmöglichkeit des Gärvorgangs?
-- schon ein Plus zu Beginn!
Reinigungsmöglichkeiten?
-- CIP wäre komfortabel, aber vermutlich wird man eh immer mal nachputzen müssen?
Windkind hat geschrieben: Donnerstag 4. Juni 2026, 10:58
Lässt sich gut reinigen und aufgrund des geringen Eigengewichts auch super transportieren (auch befüllt). Für mich ungemein wichtig, da ich von der Küche zum Gärschrank auch noch Treppen habe.
Oh, guter Punkt. Ist bei mir genau gleich (Brauen in Gartenhaus, Lagern im Keller).
Windkind hat geschrieben: Donnerstag 4. Juni 2026, 10:58
Würde als einziges Upgrade die Edelstahl-Anschlüsse empfehlen, die Kunststoff-Dinge waren bei mir nicht so richtig dicht in Verbindung mit meinem Spundventil.
Welche genau meinst du? Das Druckset?
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